Vater meines Kindes/Besuchsrecht etc

Hallo!

Danke für Deine Antwort!

Zum Umzug:

Ich arbeite eigentlich selbständig mit Aufträgen fast ausschließlich in Berlin. Im Moment bekomme ich ALG II bis ich wieder arbeiten kann. Ich komme hier in Berlin mit dem Geld recht gut zurecht und habe hier eine schöne Wohnung. In Frankfurt könnte ich in ein Loch ziehen (der Vater hat selbst nur ein Zimmer und kommt mit seiner Kohle nicht zurecht) und hätte keinen Job. Ich kenne in Frankfurt niemanden außer ihm. Und ehrlich gesagt, macht mir das ein wenig Angst, wenn ich mir vorstelle, dass ich in Frankfurt mehr oder weniger auf ihn angewiesen wäre. Und die 177 Euro, die er zahlen muß - die würden ja nun hinten und vorne nicht reichen. Ich habe hier Freunde, die mir helfen und mich unterstützen. Er hat übrigens auch keinen festen Job, sondern einen über eine Zeitarbeitsfirma! Als ich schwanger war hatte er gar keinen und war superflexibel - er hätte sofort nach Berlin kommen und sogar bei mir einziehen können. Ich hätte ein Zimmer für ihn gehabt.
Ich muß auch ehrlich sagen, dass ich inzwischen froh bin, dass er so weit weg wohnt. Was wäre denn das für ein Gezerre mit seinen Forderungen! Und ich habe Angst vor weiteren Streits weil ich bemerkt habe, dass dieser Typ sich von einer Minute auf die andere um 180 Grad wenden kann.

Natürlich hat jeder Ansichten, was recht und unrecht ist. Klar. Nur kann nun mal keiner nach seinen eigenen Gesetzen leben - dafür gibt es Gesetze vom Staat. Punkt. Wenn sie ihm nicht passen, muß er sich beschweren oder auswandern.

Naja, ich werde mit ihm selbst erstmal nicht mehr kommunizieren. Er bekommt genau das Recht, was ihm zusteht und fertig. Zugeständnisse mache ich jetzt keine mehr.

Danke und lieben Gruß,

M.

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wieso
Hast du dich überhaupt von ihm schwängern lassen?

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Hi,

ich habe nicht alle Antworten auf Dein Posting durchgelesen…
Den alten Thread kenne ich aber.
Ich will mal ganz offen sein…ich denke dass Dein Ex ein Riesendepp ist!
Er weiss nicht was er will…kann nur per SMS kommunizieren…macht ein Riesentheater wegen des Namens des Kindes…
Als Konsequenz für Dich sehe ich nur dass Du ihm mal zeigts wo der Hammer hängt.
Solange er sich aufführt wie ein Kleinkind würde ich ihn abtropfen lassen und erst mal gar nicht mehr reagieren.
Und hör auf Dich immer zu rechtfertigen!
Du musst nicht umziehen / in der Landschaft rumfahren / mit seiner Familie verhandeln und sein wertvolles Ego pflegen!!
Du musst Dich nur um Dich und Dein Kind kümmern.
Punkt.

Wenn er bereit ist sich wie ein Erwachsener zu verhalten kannst Du ja mit ihm Besuchsregelungen etc. aushandeln. Wahrscheinlich ist es aber sinnvoll wenn Du das zusammen mit dem Jugendamt machst. Ich denke dass er Dich einfach nicht ernst nimmt und Du besser fährst wenn Du Dir offiziellen Rückhalt suchst.

Viele Grüße und alles Gute für Dich und den Kleinen (:smile:)

Hast du dich überhaupt von ihm schwängern lassen?

Das ist die beste Frage überhaupt. Um ehrlich zu sein (darf ich meinem Sohn später aber nicht erzählen) war ich hackedicht (ich weiß, ist keine Entschuldigung), habe die Pille zwar genommen, war aber ehrlich gesagt etwas nachlässig, weil ich sowieso fast nie Sex hatte (seit über einem halben Jahr nicht mehr damals) und da nicht mehr so genau war. Ich kann mich auch nicht mehr genau daran erinnern (darf ich meinem Sohn auch nicht erzählen). Ich kannte ihn da ja auch nicht so, wie er jetzt ist. Das heißt er war ganz nett, vielleicht ein bißchen langweilig, wir haben so 2mal pro Jahr telefoniert und wenn ich in Frankfurt war oder er in Berlin haben wir halt sozusagen beieinander gepennt - ohne daß irgendwas war. Bis zu dem einen Mal jetzt als wir uns übelst betrunken haben.
Aber ich will mich nicht beschweren, ich hab schließlich einen wahnsinnig tollen Sohn jetzt. Manchmal frag ich mich ob der wirklich von ihm sein kann, so lieb wie der ist - aber, wie gesagt, es kommt niemand anders in Frage :wink: Deswegen aleine könnte ich ihn niemals hassen :wink:

Gruß,

M.

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Hallo M.

Danke für Deine Antwort!

Gern geschehen. *s*

Zum Umzug:

Du schreibst, in Berlin hast du Arbeit und Unterstützung, auch für das Kind, in Frankfurt nicht. Das sind doch mehr als ausreichende Gründe gegen einen Umzug. Bleib bei einer Diskussion auf dieser sachlichen Schiene. Klingt einfach, ist aber nicht leicht, das weiss ich aus eigener Erfahrung. Man muss sich manchmal auf die Zunge beissen.

Natürlich hat jeder Ansichten, was recht und unrecht ist.
Klar. Nur kann nun mal keiner nach seinen eigenen Gesetzen
leben - dafür gibt es Gesetze vom Staat. Punkt. Wenn sie ihm
nicht passen, muß er sich beschweren oder auswandern.

Hm, das mit dem Recht ist so eine Sache. Recht haben und Recht bekommen sind zwei Paar Stiefel. Gerade was den Umgang betrifft, gibt es nur Richtlinien und Empfehlungen. Im Gesetz ist das Recht des Kindes auf Umgang verankert, mehr aber auch nicht. Maßstab ist das Kindeswohl, und dies legen die Gerichte individuell fest. Und auch eine gerichtliche Festlegung ist häufig nicht das Papier wert, auf dem sie steht. Viele Väter stehen hilflos und ohne Unterstützung da, wenn die Mutter trotz Urteil den Umgang boykottiert. Genauso stehen Mütter ohne Unterstützung da, wenn die Väter das Umgangsrecht nicht wahrnehmen und sie mit den Kindern alleine lassen.

Naja, ich werde mit ihm selbst erstmal nicht mehr
kommunizieren. Er bekommt genau das Recht, was ihm zusteht und
fertig. Zugeständnisse mache ich jetzt keine mehr.

Ehrliche Meinung?
Mit der Haltung verhärten sich die Fronten und es führt zu einen u. U. jahrelangen, nervenzehrenden Gerichtskrieg, in dem nur die Anwälte gewinnen. Das Kind hingegen bekommt den ganzen Ärger wegen ihm mit. Und wie es darauf reagiert, kann keiner vorhersehen.
Und zweitens: Wenn du Angebote machst und sachlich argumentierst, sind deine Chancen auch vor Gericht ungleich besser. Deswegen auch der Vorschlag mit der schriftlichen Liste. Es kann dir niemand vorwerfen, du willst den Umgang mit dem Kind boykottieren, sondern du versuchst aktiv, ihn zu fördern. Ein guter Anwalt kann aus deiner Verweigerungshaltung ein ziemlich übles Bild von dir als Mutter bauen.
Und drittens: Dein Kind wird älter und eines Tages anfangen, nach dem Vater zu fragen. Dann kommen die Selbstzweifel, ob man vielleicht doch besser anders gehandelt hätte usw… Das ist alles andere als angenehm, kenne ich selbst leider nur zu gut.

Viele Grüße
Jekyll

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Hi,

danke für deine ehrliche Antwort. Ich wünsche dir und deinem Sohn
alles Gute!

Liebe Grüße
Siân

Hallo!

Hm, das mit dem Recht ist so eine Sache. Recht haben und Recht
bekommen sind zwei Paar Stiefel. Gerade was den Umgang
betrifft, gibt es nur Richtlinien und Empfehlungen. Im
Gesetz ist das Recht des Kindes auf Umgang verankert, mehr
aber auch nicht. Maßstab ist das Kindeswohl, und dies legen
die Gerichte individuell fest.

Das sehe ich anders! Es ist eindeutig festgelegt, dass der alleinig sorge- und erziehungsberechtigte genau diese Aufgaben auch alleine übernimmt. Ich hab den Gesetzestext jetzt nicht vorliegen, aber es steht da :smile: Und das wurde zum Kindeswohl gemacht, damit genau das nicht passiert, was bei uns das Problem ist.

Und auch eine gerichtliche

Festlegung ist häufig nicht das Papier wert, auf dem sie
steht. Viele Väter stehen hilflos und ohne Unterstützung da,
wenn die Mutter trotz Urteil den Umgang boykottiert. Genauso
stehen Mütter ohne Unterstützung da, wenn die Väter das
Umgangsrecht nicht wahrnehmen und sie mit den Kindern alleine
lassen.

Ja, aber darum geht es ja auch nicht. Wie gesagt - den Umgang werde ich ihm auf keinen Fall verweigern. Aber mehr Rechte als das Umgangsrecht hat er halt nicht. Auch kein Erziehungsrecht. Und das ist eindeutig gesetzlich geregelt.

Ehrliche Meinung?
Mit der Haltung verhärten sich die Fronten und es führt zu
einen u. U. jahrelangen, nervenzehrenden Gerichtskrieg, in dem
nur die Anwälte gewinnen. Das Kind hingegen bekommt den ganzen
Ärger wegen ihm mit. Und wie es darauf reagiert, kann keiner
vorhersehen.

Wieso Anwälte? Wieso Gericht? Wieso jahrelanger Krieg? Tut mir leid, aber die Sache ist so eindeutig, dass es so nicht passieren wird. Außerdem - wenn er weiterkämpft, dann in jedem Falle. Auch wenn ich weiterhin sage, dass er immer kommen kann, wann er will. Denn dann darf er ja trozdem das Kind nicht aus Frankfurt miterziehen. Und das ist Schwachsinn und das würde ihm auch jeder Anwalt dieses Landes sagen. Aussicht auf Erfolg gleich null, vor allem weil es praktisch überhaupt nicht umzusetzen ist. Oder will er mich jeden Tag anrufen und sagen wie ich auf dieses und jenes beim Kind reagieren soll?

Und zweitens: Wenn du Angebote machst und sachlich
argumentierst, sind deine Chancen auch vor Gericht ungleich
besser. Deswegen auch der Vorschlag mit der schriftlichen
Liste. Es kann dir niemand vorwerfen, du willst den Umgang mit
dem Kind boykottieren, sondern du versuchst aktiv, ihn zu
fördern. Ein guter Anwalt kann aus deiner Verweigerungshaltung
ein ziemlich übles Bild von dir als Mutter bauen.

Meine Verweigerungshaltung? Ich habe diverse Beweise, was ich ihm an Vorschlägen gemacht habe. Es waren ungefähr sieben. Und ich habe diverse Beweise, daß er alle abgeschmettert hat und mich noch beschimpft hat. Ganz ehrlich - kein Anwalt wird mir böse sein, wenn ich mir irgendwann den Streß nicht mehr gebe und dem Kind auch nicht.

Und drittens: Dein Kind wird älter und eines Tages anfangen,
nach dem Vater zu fragen. Dann kommen die Selbstzweifel, ob
man vielleicht doch besser anders gehandelt hätte usw… Das
ist alles andere als angenehm, kenne ich selbst leider nur zu
gut.

Jaaaha! Aber ich habe noch nie nicht geschrieben, dass ich den Umgang verweigern will! Wie oft muß ich das denn noch schreiben! Daß einem ständig klischeemäßig sowas unterstellt wird. Er bekommt halt die bequemen Extras dann nicht mehr…

Gruß,

M.

Viele Grüße
Jekyll

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Hallo M.,

von den rechtlichen Gegenbenheiten mal abgesehen, möchte ich dir nur zu diesem Absatz etwas schreiben:

(…)Aber mehr Rechte als
das Umgangsrecht hat er halt nicht. Auch kein Erziehungsrecht.
Und das ist eindeutig gesetzlich geregelt.(…)

(…)Denn dann darf er ja trozdem das Kind
nicht aus Frankfurt miterziehen. Und das ist Schwachsinn und
das würde ihm auch jeder Anwalt dieses Landes sagen. Aussicht
auf Erfolg gleich null, vor allem weil es praktisch überhaupt
nicht umzusetzen ist. Oder will er mich jeden Tag anrufen und
sagen wie ich auf dieses und jenes beim Kind reagieren soll?(…)

Ich bin geschieden und in zweiter Ehe verheiratet. Mein Ex-Mann und ich haben gemeinsames Sorgerecht für unsere heute 14 und 12 Jahre alten Söhne. Uns trennen ca. 400 km. Und trotzdem nimmt er aktiv an der Erziehung unserer Söhne teil: Wir telefonieren bzw. mailen regelmäßig mehrmals die Woche, er telefoniert oder mailt mit den Jungs und bleibt so auf dem Laufenden, was Schule, Freunde und Freizeit betrifft. Auch wenn er z.B. nicht regelmäßig an Elternabenden oder Schulveranstaltungen teilnehmen kann, weiß er doch immer, was gerade Thema ist und entscheidet durchaus mit, wenn etwas anliegt.
Es ist uns wichtig, daß wir Dinge, die die Jungs betreffen, miteinander absprechen. Und an den Besuchswochenenden bzw. in den Ferien sieht er sie regelmäßig (derzeit 1-2 Mal im Monat für ein Wochenende, in jeden Ferien für 1-2 Wochen) und erzieht ja auch dann mit.

Ich fände es deutlich schwieriger, wenn wir z.B. Alltagsdinge (Verbote, Regeln etc.) sehr unterschiedlich handhaben würden. Selbstverständlich gibt es Sachen, bei denen der eine oder die andere mehr erlaubt oder aber strenger ist. Wichtig ist aber, daß wir in den „großen“ Dingen einer Meinung sind und uns unterstützen.

Und zu guter Letzt: Es gibt viele Erziehungs- und Entwicklungsfragen, über die ich mit niemandem, nicht einmal mit meinem jetzigen Ehemann (der mit uns zusammen lebt und daher den „ganzen“ Alltag mitbekommt), so sprechen und überlegen kann, wie mit dem leiblichen Vater. Er hat einfach ein anderes Verhältnis zu unseren Kindern als „Außenstehende“. Natürlich ist das nicht unbedingt mit deiner Situation vergleichbar, weil mein Ex jahrelang mit uns zusammengelebt hat. Trotzdem halte ich gemeinsames Sorgerecht auch bei großer Entfernung durchaus für praktikabel und sinnvoll.

Schönen Gruß vom
Sams

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Hallo

Trotzdem halte ich gemeinsames Sorgerecht auch bei großer
Entfernung durchaus für praktikabel und sinnvoll.

Ich halte Absprachen und gemeinsame Erziehung auch für sehr sinnvoll.

Aber mit einem Vater, mit dem man nicht mal eine Absprache wegen eines Termins hinkriegt, halte ich gemeinsames Sorgerecht auf keinen Fall für sinnvoll. Eine gemeinsame Erziehung würde da bestimmt nicht draus erwachsen.

Viele Grüße
Thea

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Außerdem…
…hat er genau das ja noch nicht mal versucht! Es werden ja noch nicht mal fragen gestellt außer „wie gehts ihm?“! Als der Neurodermitisverdacht bestand, kam nur der blöde Witz, ob man ihn umtauschen könne und weder ein Vorschlag noch sonst irgendwas. Anruf ca. einmal pro Woche. Nee, sorry, dann müßte ich ihn ja noch ständig bearbeitet, dass er dann auch wirklich an der Erziehung teilnimmt. Das wird mir zu anstrengend…

Gruß,

M.

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Klarstellung
Hallo M.

Das sehe ich anders! Es ist eindeutig festgelegt, dass der
alleinig sorge- und erziehungsberechtigte genau diese Aufgaben
auch alleine übernimmt.

Ich habe nur über das Besuchsrecht geschrieben, bewußt nicht über das Sorgerecht. Es laufen einige Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht zur Stärkung der Rechte des biologischen Vaters. Es gibt bereits Urteile dazu, die ich aber nicht alle kenne. Daher kann ich nicht abschätzen, ob du automatisch das alleinige Sorgerecht hast und wie anfechtbar es ist.

Wieso Anwälte? Wieso Gericht? Wieso jahrelanger Krieg? Tut mir
leid, aber die Sache ist so eindeutig, dass es so nicht
passieren wird. Außerdem - wenn er weiterkämpft, dann in jedem
Falle.

Das meinte ich damit. Klagen müssen ja nicht nur von deiner Seite kommen. Die kann auch der Vater einreichen. Dem Stress und Ärger ist es egal, wer damit angefangen hat.

Meine Verweigerungshaltung? Ich habe diverse Beweise, was ich
ihm an Vorschlägen gemacht habe. Es waren ungefähr sieben. Und
ich habe diverse Beweise, daß er alle abgeschmettert hat und
mich noch beschimpft hat.

Das war der Sinn meines Vorschlages, Beweise in der Hand zu haben. Beweise, die auch anerkannt werden, die klarstellen, dass du das Kindeswohl im Sinne hast.

Jaaaha! Aber ich habe noch nie nicht geschrieben, dass ich den
Umgang verweigern will! Wie oft muß ich das denn noch
schreiben! Daß einem ständig klischeemäßig sowas unterstellt
wird. Er bekommt halt die bequemen Extras dann nicht mehr…

Ich sage ja nicht, dass du den Umgang verweigerst oder verweigern willst. Aber ein findiger Anwalt kann dies so darstellen. Du sagst selbst, dass du den Vater nicht sooo gut kennst. Weißt du also, was er plant? Was glaubst du, welche Vorwürfe bei Scheidungen plötzlich vorgetragen werden. Und dies bei Partnern, die sich lange kennen und nie daran gedacht haben, das der/die Ex solche Tiefschläge verpassen kann. Es ist ein Sch…gefühl, einen Brief vom gegnerischen Anwalt zu öffnen und Dinge zu lesen, die einseitig und teilweise völlig falsch dargestellt sind und du kannst dich in dem Moment nicht wehren. Netterweise kommen solche Briefchen gerne Freitags oder Samstags, damit man sich das ganze Wochenende damit versaut.
Ich wollte dich nur darauf vorbereiten, dass dies so kommen kann.

Zum Erziehungsrecht und wie man es gemeinsam umsetzen kann, hat sams schon etwas geschrieben. Rechtlich gesehen stimmt deine Darstellung. Aber praktisch kann es schwer werden. Wenn er sein Besuchsrecht wahrnimmt, solltet ihr euch in grundsätzlichen Fragen einig sein. Viele Mütter klagen darüber, dass die Kinder nach dem Besuchswochenende völlig durcheinander sind und erst ein paar Tage brauchen, bis sie wieder in der Spur sind. Und eines Tages sind sie völlig erstaunt, das die Kleinen die Koffer packen und sagen, sie gehen zu Papa. Ab 14 können sie das. Und wer will es ihnen verdenken? Die Pubertät ist nicht einfach (mache ich grade im Viererpack mit) und den Vater kennen sie nur als Spaßpapi, bei dem alles erlaubt ist, was Mama verbietet, der nur schöne Sachen mit ihnen unternimmt und bei dem so nervigen Kram wie Hausaufgaben machen, Zimmer aufräumen usw. nicht gemacht werden muß.
Es kann auch passieren, dass das Kind beim Vater nur geparkt ist. Es wird vor den Fernseher, Gameboy usw. gesetzt, Hauptsache, es gibt Ruhe und nervt nicht. Oft wollen dann die Kinder nicht mehr zum Vater, der aber trotzdem auf dem Besuchsrecht besteht. Was jeden Besuch zum reinen Horror macht.
Egal wie, der Leidtragende ist immer das Kind.

Viele Grüße
Jekyll

Hallo!

Ich habe nur über das Besuchsrecht geschrieben, bewußt
nicht über das Sorgerecht. Es laufen einige Klagen vor dem
Bundesverfassungsgericht zur Stärkung der Rechte des
biologischen Vaters. Es gibt bereits Urteile dazu, die ich
aber nicht alle kenne. Daher kann ich nicht abschätzen, ob du
automatisch das alleinige Sorgerecht hast und wie anfechtbar
es ist.

Naja, ich denke nachträglich kann man da nichts mehr machen, das gilt dann eher für noch kommende Kinder. Was für ein Theater, wenn plötzlich Millionen von Kindern die Hälfte ihrer Zeit beim Vater verbringen müssen/können :wink:

Das meinte ich damit. Klagen müssen ja nicht nur von deiner
Seite kommen. Die kann auch der Vater einreichen. Dem Stress
und Ärger ist es egal, wer damit angefangen hat.

Okay. Aber ich kann ihm jetzt nicht nur irgendwelche abstrusen Forderungen erfüllen, damit sowas nicht passiert. Erpressbar bin ich nicht.

Das war der Sinn meines Vorschlages, Beweise in der Hand zu
haben. Beweise, die auch anerkannt werden, die klarstellen,
dass du das Kindeswohl im Sinne hast.

Von denen habe ich, glaube ich, reichlich.

Ich sage ja nicht, dass du den Umgang verweigerst oder
verweigern willst. Aber ein findiger Anwalt kann dies so
darstellen. Du sagst selbst, dass du den Vater nicht
sooo gut kennst. Weißt du also, was er plant? Was glaubst du,
welche Vorwürfe bei Scheidungen plötzlich vorgetragen werden.
Und dies bei Partnern, die sich lange kennen und nie daran
gedacht haben, das der/die Ex solche Tiefschläge verpassen
kann. Es ist ein Sch…gefühl, einen Brief vom gegnerischen
Anwalt zu öffnen und Dinge zu lesen, die einseitig und
teilweise völlig falsch dargestellt sind und du kannst dich in
dem Moment nicht wehren. Netterweise kommen solche Briefchen
gerne Freitags oder Samstags, damit man sich das ganze
Wochenende damit versaut.
Ich wollte dich nur darauf vorbereiten, dass dies so kommen
kann.

Ich weiß. Ich weiß es am allerbesten. Die Scheidung meiner Eltern hat genau deswegen 5 Jahre gedauert, weil mein Vater keinen Unterhalt zahlen wollte. Da waren auch Lügen dabei, von wegen wir würden verwahrlosen etc etc. Das war zwar alles erfunden, aber irgendwie muß man doch ständig seine Unschuld beweisen als daß die Schuld zu beweisen ist.
Ich werde trotzdem nicht ihn irgendwelche Dinge entscheiden lassen, von denen er keine Ahnung hat und die dem Kind schaden könnten, nur um das zu umgehen.

Zum Erziehungsrecht und wie man es gemeinsam umsetzen kann,
hat sams schon etwas geschrieben. Rechtlich gesehen stimmt
deine Darstellung. Aber praktisch kann es schwer werden. Wenn
er sein Besuchsrecht wahrnimmt, solltet ihr euch in
grundsätzlichen Fragen einig sein. Viele Mütter klagen
darüber, dass die Kinder nach dem Besuchswochenende völlig
durcheinander sind und erst ein paar Tage brauchen, bis sie
wieder in der Spur sind. Und eines Tages sind sie völlig
erstaunt, das die Kleinen die Koffer packen und sagen, sie
gehen zu Papa. Ab 14 können sie das. Und wer will es ihnen
verdenken? Die Pubertät ist nicht einfach (mache ich grade im
Viererpack mit) und den Vater kennen sie nur als Spaßpapi,
bei dem alles erlaubt ist, was Mama verbietet, der nur schöne
Sachen mit ihnen unternimmt und bei dem so nervigen Kram wie
Hausaufgaben machen, Zimmer aufräumen usw. nicht gemacht
werden muß.
Es kann auch passieren, dass das Kind beim Vater nur
geparkt ist. Es wird vor den Fernseher, Gameboy usw.
gesetzt, Hauptsache, es gibt Ruhe und nervt nicht. Oft wollen
dann die Kinder nicht mehr zum Vater, der aber trotzdem auf
dem Besuchsrecht besteht. Was jeden Besuch zum reinen Horror
macht.
Egal wie, der Leidtragende ist immer das Kind.

Ganz genau. Auch das macht mir Sorgen. Wenn ich ihm sage, daß er mit dem Kind nicht ständig zu McDonalds rennen soll und keine Horrorfilme schauen soll oder irgendwas, wird ihm das am A… vorbeigehen! Das ist es doch. Ich habe ihm ja auch gesagt, daß ich gerne alles mit ihm bespreche. Aber wenn wir uns über Dinge uneinig sind, entscheide ich! Das sieht er aber nicht ein. Und ich sehe doch, wie wir uns jetzt verhalten, dass wir uns bei vielen Dingen uneinig sein würden/werden. Und dann gibt es Streit. Und wieder ist unser Sohn der Leidtragende. Aber genau das scheint ihn nicht zu interessieren, weil er ja dann sein angebliches Recht nicht bekommt.

Lieben Gruß,

M.

P.S.: Hab mich getraut, in dem Papa-Forum zu schreiben. Aber jetzt dann lieber nicht mehr, sonst werde ich noch in der Luft zerrissen :wink:

Viele Grüße
Jekyll

Hallo M.,

(…)Es werden ja
noch nicht mal fragen gestellt außer „wie gehts ihm?“!

Welche Fragen würdest du dir wünschen?

(…)Als der Neurodermitisverdacht bestand, kam nur der blöde Witz, ob man ihn umtauschen könne und weder ein Vorschlag noch sonst irgendwas.

Naja, mit etwas gutem Willen könnte man diese Reaktion unter Galgenhumor verbuchen… Und wieder die Frage: welche Reaktion/welche Vorschläge/welche Hilfe hast du von ihm erwartet in der Situation? Plötzlich konfrontiert mit einer Erkrankung bzw. dem Verdacht schüttelt kaum jemand konstruktive Verhaltensvorschläge so einfach aus dem Ärmel.
Ich unterstelle nach der Vorgeschichte (Vater wollte das Kind zunächst nicht) einfach mal, daß er Zeit braucht, um sich an den Gedanken „Vater zu sein“ zu gewöhnen. Vielleicht ist diese Aussage auch ein Ausdruck von Hilflosigkeit?

(…)Anruf ca. einmal pro Woche. Nee, sorry, dann müßte
ich ihn ja noch ständig bearbeitet, dass er dann auch wirklich an der Erziehung teilnimmt. Das wird mir zu anstrengend…

Euer Sohn ist 3,5 Monate alt. Der Vater ruft von sich aus einmal die Woche an, um sich nach ihm zu erkundigen. Er war in den vergangenen Monaten zweimal zu Besuch da, einmal warst du bei ihm in Frankfurt. Das finde ich - bei der Entfernung - gar nicht mal so schlecht. Ganz im Gegenteil.

Natürlich bedeutet gemeinsame Erziehung Absprachen, Kompromisse etc. Aber ohne diese wird das Leben für euch Erwachsenen und vor allem für euren Sohn in Zukunft nicht einfacher werden. Wenn der Vater sein Umgangsrecht wahrnimmt, könnte es passieren, daß er Dinge mit ihm unternimmt bzw. ihm erlaubt, die du nicht gutheißt (kenne ich aus eigener Erfahrung). Besteht aber eine Elternebene, auf der man halbwegs vernünftig miteinander reden kann, lassen sich diese Diskrepanzen wesentlich leichter aus dem Weg räumen, als wenn die Fronten verhärtet sind.

Ich möchte dir nur Mut machen, den Vater aktiv am Aufwachsen eures Sohnes zu beteiligen - ausschließen wirst du ihn nicht völlig können. Und es wird für die Zukunft (ob nun mit oder ohne GSR) für euch alle einfacher, wenn ihr jetzt nicht auf die Ebene abrutscht, alles per „Recht und Gesetz“ regeln zu wollen, sondern euch über tragbare Kompromisse und Lösungen einigt.

Gruß vom
Sams

P.S. Du wirst in deinen Postings hier und auch im Pappa.com-Forum (das du oben erwähnst) sehr aufgebracht und verletzt. Das ist schade und ist - zumindest von mir - nicht beabsichtigt.

Hallo!

Also, ich finde 2 Mal in 4 Monaten sehr wenig. Wirklich. Die anderen Wochenenden hat er zu Hause rumgesessen!
Ich würde ihn sehr gerne aktiv beteiligen. Aber wenn er nur kommt, wenn er gerade absolut ncihts anderes vorhat? Und bitte, sag mir, wie soll ich ihn denn beteiligen? Wie soll das praktisch aussehen? Vor allem wenn er mir jetzt schon Vorschriften machen will…

(…)Es werden ja
noch nicht mal fragen gestellt außer „wie gehts ihm?“!

Welche Fragen würdest du dir wünschen?

Was kann er? Was macht die Neurodermitis`? Wie war es bei der U4? Wie geht es Dir? Kannst Du besser schlafen? Kann er besser schlafen? Wann soll ich kommen? Brauchst Du Hilfe?

Naja, mit etwas gutem Willen könnte man diese Reaktion
unter Galgenhumor verbuchen…

Klar, ist das Gelgenhumor. Aber das wars dann auch.

Und wieder die Frage: welche

Reaktion/welche Vorschläge/welche Hilfe hast du von ihm
erwartet in der Situation? Plötzlich konfrontiert mit einer
Erkrankung bzw. dem Verdacht schüttelt kaum jemand
konstruktive Verhaltensvorschläge so einfach aus dem Ärmel.
Ich unterstelle nach der Vorgeschichte (Vater wollte das Kind
zunächst nicht) einfach mal, daß er Zeit braucht, um sich an
den Gedanken „Vater zu sein“ zu gewöhnen. Vielleicht ist diese
Aussage auch ein Ausdruck von Hilflosigkeit?

Er hätte recherchieren können dazu. Welche Therapie? Was kann er machen? Soll er kommen und mir helfen wenn ich hier alles in der Wohnung von Grund auf säubern und waschen muß, falls es an Milben oder irgendwas liegt. Ich habe ihn gefragt ob er noch braucht, um es zu akzeptieren. Nein, er hat angeblich alles im Griff. Ich wär ihm nicht böse gewesen.

(…)Anruf ca. einmal pro Woche. Nee, sorry, dann müßte
ich ihn ja noch ständig bearbeitet, dass er dann auch wirklich an der Erziehung teilnimmt. Das wird mir zu anstrengend…

Euer Sohn ist 3,5 Monate alt. Der Vater ruft von sich aus
einmal die Woche an, um sich nach ihm zu erkundigen. Er war in
den vergangenen Monaten zweimal zu Besuch da, einmal warst du
bei ihm in Frankfurt. Das finde ich - bei der Entfernung - gar
nicht mal so schlecht. Ganz im Gegenteil.

Doch. Dafür was er alles an Rechten haben will ist das wenig. Warum nicht den größten Teil seiner Freizeit opfern wo ich alles opfere?

Natürlich bedeutet gemeinsame Erziehung Absprachen,
Kompromisse etc. Aber ohne diese wird das Leben für euch
Erwachsenen und vor allem für euren Sohn in Zukunft nicht
einfacher werden. Wenn der Vater sein Umgangsrecht wahrnimmt,
könnte es passieren, daß er Dinge mit ihm unternimmt
bzw. ihm erlaubt, die du nicht gutheißt (kenne ich aus eigener
Erfahrung). Besteht aber eine Elternebene, auf der man
halbwegs vernünftig miteinander reden kann, lassen sich diese
Diskrepanzen wesentlich leichter aus dem Weg räumen, als wenn
die Fronten verhärtet sind.

Diese Ebene scheint leider nicht möglich zu sein. Ich habe es sehr, sehr oft versucht. Er wird laut und schreit mich an. Und das wird vor meinem Sohn nciht mehr passieren. Fertig.

Ich möchte dir nur Mut machen, den Vater aktiv am Aufwachsen
eures Sohnes zu beteiligen - ausschließen wirst du ihn nicht
völlig können. Und es wird für die Zukunft (ob nun mit oder
ohne GSR) für euch alle einfacher, wenn ihr jetzt nicht auf
die Ebene abrutscht, alles per „Recht und Gesetz“ regeln zu
wollen, sondern euch über tragbare Kompromisse und Lösungen
einigt.

Wie gesagt, ich hatte das vor. Deshalb ein eigenes Bett, nur für ihn. Hier in der Wohnung. Ich hab mich immer nach ihm gerichtet. Aber wenn er nicht anfangen kann, sich zu benehmen ist das halt nicht mehr möglich…Ich habe ihn übrigens auch sehr oft angerufen, ihm berichtet etc. Aber außer ein paar blöden Sprüchen kommt da leider wenig.

Lieben Gruß,

M.

Gruß vom
Sams

P.S. Du wirst in deinen Postings hier und auch im
Pappa.com-Forum (das du oben erwähnst) sehr aufgebracht und
verletzt. Das ist schade und ist - zumindest von mir - nicht
beabsichtigt.

Noch ein Nachtrag
Ich habe ihm auch gesagt, dass wir über alles miteinander reden können und ich auch alles mit ihm bespreche. Aber wenn wir uns nicht einig werden können, dann muß jemand entscheiden und das bin nun mal ich. Aber wie gesagt - es reicht ihm nicht. Mehr geht aber leider nicht…

M.

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lass ihm Zeit! (und dir!)
Liebe M.,

lasst euch Zeit! Lass dir Zeit. Du bist gerade in der heftigsten Babyphase - und stemmst das alles ganz allein. Das ist absolut genial - Hut ab! Ich kann verstehen, dass du manchmal frustriert und wütend bist - und auch verletzt, dass der Vater das gar nicht anerkennt, was du da leistest: Für dich hat sich alles geändert, das ganze Leben. Von einem Tag auf den anderen. Für den Vater deines Kindes hat sich im Alltag kaum was geändert, da er ja nur ein Besuchsvater ist.

Wenn man kaum Schlaf hat, 8 Mal am Tag alleine Windeln wechseln muss, die wichtigen Entscheidungen (Impfen Ja /Nein etc.)erstmal allein treffen muss, kann man da schonmal Vorwürfe erheben und es nagen Zweifel. Ich bin ja nur ein paar Monate „vor dir“ und kann mich gut erinnern, dass ich selbst in meiner „komfortablen“ Situation (Papa ist da, wollte das Wunschkind, fühlt sich verantwortlich, hilft im Alltag) dennoch manchmal dachte: Mönsch, gemein, Stephan geht Fußball spielen - und iiiich? :smile:) Das war auch so im 3 Monat rum.

Aber es war auch deine Entscheidung für das Kind! Und du wusstest, dass er kein Wunsch-Vater ist. Lass ihm also die Zeit, sich an den Gedanken zu gewöhnen, Vater zu sein. er hatte nicht 10 Monate Schwangerschaft, er hatte keien Geburstvorbereitungskurse. Es kann sein, dass das 3-4 Jahre dauert, bis der Junge mit ihm richtig spielen kann (meine Erfahrung ist, dass die meisten Männer mit den Mini-Babys nicht so viel anfangen können) - und er dann nach und nach auftaut.

Sie es mal aus seiner Warte: Er hatte einen One Night Stand und auf einmal ist er Vater. Das macht es sicher auch schwer für ihn, sich dem Thema Kind zu stellen. Insofern finde ich 1 mal die Woche Telefon auch gut. Du kannst einfach nicht verlangen, dass er gleich der Bilderbuch-Vater wird, der jeden Abend anruft und sich nach euch erkundigt. Dazu „kennt“ er euch ja gar nicht genug.

Gleichzeitig muss er auch kapieren, dass du umgekehrt dieses Vertrauen zu ihm erstmal nicht hast, um ihn wirklich mitreden zu lassen. Zeig ihm, dass er sich das Vertrauen erstmal „verdienen“ muss. Dass du Zeit brauchst. SChließlich „kennt“ ihr euch beide ja kaum. Ihr hatte ja keine Beziehung. Ich finde, ihr erwartet ganz schön viel voneinander.

Also. Zeit lassen. Euer Baby ist gerade mal 3,5 MOnate auf der Welt - das ist einerseits ewig lange für dich, weil du ganz alleine bist und es unglaubliche Kräfte kostet (so schön es auch ist), andererseits ist das ein winziger Tropfen einer langen gemeinsamen Lebensphase als Eltern.

Nimm Tempo aus euren Konflikten, lass ihn auch mal „schwätzen“ (und denk dir „jaja“).

liebe grüße,
barbara

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