Vater meines Kindes/Besuchsrecht etc

Hallo!

Vielleicht könnt Ihr Euch ja noch an meinen Fall erinnern -
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Nun gut, nachdem es mehr oder weniger „Waffenstillstand“ gab, gibt es jetzt wieder einige Probleme. Ich war mit dem Kleinen bei ihm in Frankfurt und es gab wieder Diskussionen. Ich habe nämlich mitbekommen, dass er seinem Freund nicht den richtigen Namen des Kindes gesagt hat, sondern den ersten Namen auf türkisch „übersetzt“, den zweiten türkischen Namen und den dritten weggelassen. Ich war darüber nicht so happy - mein Sohn heißt nämlich nun mal so wie er heißt. Hab mich aber zusammengerissen und versucht, das Thema zu wechseln, aber dann ging es wieder los: Er fing an, mir Vorwürfe zu machen, ich sei verantwortungslos, weil ich mit dem Kleinen nicht zu ihm nach Frankfurt gezogen sei. Ich hätte mich darum zu kümmern, dass er seinen Sohn regelmäßig sehen kann usw.
Also, ich denke nicht, dass ich ihm seinen Sohn noch bringen muß, oder? Er hatte damals auch keinen Job, hätte ohne Probleme nach Berlin ziehen können. Ich habe ihm außerdem immer gesagt, dass er seinen Sohn sehen kann, so oft er will. Ich habe ein Zimmer für ihn, wo er immer übernachten kann. Wir haben ihn in Frankfurt besucht.
Naja, es stellte sich also heraus, dass es immer noch gravierende Probleme/Meinungsvershciedenheiten gibt.
Da er jetzt dieses Wochenende kommen will, habe ich ihm vor einer Woche eine sehr versöhnliche e-mail geschrieben. Einfach, dass wir uns über verschiedene Punkte unterhalten müssen und diese klären müssen, weil es sonst Streit gibt. Und es kommt nicht in Frage, dass mein kleiner Sohn hier den Streß mitbekommt. Ich habe ihm null Vorwürfe gemacht, das war mir sehr wichtig.
Heute dann kam eine Mail, dass ich ja schließlich den ganzen Streß machen würde etc und er das überhaupt alles nicht einsieht und so nach dem Motto, ich könne froh sein, dass er seinen Sohn überhaupt besucht.
Daraufhin habe ich dann geantwortet, dass es mir wichtig sei, dass die Themen VOR seinem Besuch geregelt seien, damit es keinen Streß gibt. Und ich hab dann auch keinen Bock mehr darauf, dass er hier übernachtet. Ich muß ihm hier ja wohl auch kein Zimmer zur Verfügung stellen, oder?
Das nimmt mich auch alles ziemlich mit, deshalb bin ich am Überlegen, ob vielleicht das Jugendamt die Entscheidung treffen sollte, wie das mit dem Besuchsrecht gehandhabt wird. Bei der Bestimmung des Unterhalts wollte er auch unbedingt das Jugendamt eingeschaltet haben, weil er meinte, dass er bei einem Verdienst von 1300 Euro netto nicht zahlen müsse. Okay. Dann sollte man das vielleicht beim Umgangsrecht auch so klären? Ist das nicht besser, als wenn es ständig Streß gibt? Was meint Ihr?

Danke für Antworten!

M.

huhu n.h.

wenn ihr beide keine Regelung findet, womit ihr beide einigermaßen zufrieden seid, denke ich, wird das Kind die Spannungen auf jeden Fall mitbekommen. Ich an deiner Stelle würde das Jugendamt da um Rat und Hilfe bitten. Da sitzen tatsächlich Menschen, die einem helfen möchten und können. Die haben dort Kompetenzen, da sie das täglich um sich haben. Mit dem Unterhalt würde ich auch mal fragen, ich z.B. bekomme Unterhaltsvorschuss, weil der Vater nichts verdient. Aber mit 1300 netto dürfte da schon was für dein Kind drin sein.

Mach dir einfach einmal die Mühe, die Ämtergänge zu machen und nachzufragen, geschenkt wird dir nichts, aber wenn du um Hilfe bittest, wird dir da geholfen, zumindest einige Tips kannst du dir geben lassen, wie man das verträglich über die Bühne bringen kann.

Daumendrück und sag, wie das Wochenende lief,

Dany

P.S.: du musst ihm kein Zimmer zur Verfügung stellen ! Ich finde das ein riesiges Entgegenkommen von dir!

Hallo M.,

klar muss er zahlen. Hat doch 1300 Euro. Die rechnen das schon genau aus, da kannst Dich drauf verlassen. Wenn Du meinst, dass es ständig Stress gibt wenn Ihr euch trefft und der Kleine darunter leidet, müsst Ihr entweder klarkommen oder halt das Jugendamt einschalten. Fertig!

Wenn der dauernd so rumspackt musst Du was tun. Is doch nicht gut fürs Kind.
Wo wer hinzieht ist auch egal. Wenn er Besuchsrecht hat kann er sein Kind doch sehen. Dann muss man halt abwechseln. Mal fährt er zu euch, mal fahrt ihr zu ihm.

Was das jetzt mit den türkischen Namen soll weiß ich nicht. Kenne die Vorgeschichte nicht.

LG Yvonne

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hier noch was zum Unterhalt !
nach dieser „Düsseldorfer Tabelle“ wird errechnet, was der Vater deines Kindes anhand seines Einkommens zu zahlen hat !

http://www.famrz.de/duesseltab.pdf

lg, Dany

Hallo M.,

das Jugendamt ist eine Adresse, wobei ich mit Ämtern und speziell dem Jugendamt so meine Bedenken habe. Dies ist aber rein aus der Sicht eines Vaters.
Da ihr nicht verheiratet gewesen seit, könnt ihr (fast) alles aussergerichtlich klären.

Eine Alternative ist eine Mediation. Diese kostet Geld, und nicht zu wenig, ist aber durchaus vielversprechend. Oder ihr wendet euch an eine Beratungsstellen wie die Caritas, Kinderschutzbund usw…
Ich selbst habe mit dem Kinderschutzbund sehr gute Erfahrungen gemacht. Bei euch dürfte die Entfernung problematisch werden, aber mit etwas gutem Willen ist auch dies zu lösen. Dort kann jeder seine Ansprüche und Vorstellungen darlegen. Die Berater helfen dann, den jeweiligen Standpunkt des anderen zu verdeutlichen und zu verstehen, aber sie finden keine Lösung für euch. Sie führen euch auf den Weg dorthin. Solch eine Lösung ist i. d. R. stabiler als eine von außen diktierte, da diese häufig bei mindestens einer Seite Unzufriedenheit hervorruft.

Zu deinen Fragen:
Die Kosten für die Besuche trägt der Elternteil, der die Entfernung verursacht hat, sprich wegezogen ist. In eurem Fall trifft dies nicht zu, da zahlt der Umgangsberechtigte, sprich der Vater. Was im übrigen auch entgegen der Rechtsprechung fast immer der Fall ist.
Dies gilt auch für die Unterkunft. Du mußt ihm kein Zimmer zur Verfügung stellen. Dafür hat er selbst zu sorgen.
Als Tipp für den Vater:
Einfach mal im Netz nach „Mitfahrgelegenheit“, „Betten für Väter“ suchen. Dies hilft, die Kosten für die Besuche zu senken.

Ich kenne jetzt nur eine, sprich deine, Seite der Geschichte. Der Vater wird bestimmt etwas ganz anderes erzählen, so zumindest meine Erfahrung. Was mir jedoch sehr positiv auffällt, ist deine Einstellung, dem Vater den Umgang zu ermöglichen und ihn dabei noch unterstützt! Das macht Hoffnung, dass ihr eine vernünftige Lösung findet. Und vernünftig bedeutet in solchen Fällem immer: Das Beste für das Kind. Das Vergessen leider viel zuviele Eltern, wenn sie sich trennen.

Viele Grüße und viel Glück
Jekyll

Hallo!

Danke für Eure Antworten!
Das mit dem Unterhalt ist ja schon geklärt - die vom Jugendamt hatten damals auch ein bißchen gelacht, als sie hörten, dass er denkt, er müsse bei seinem Verdienst nicht zahlen :wink:
Ich weiß jetzt nicht, ob er kommt. Habe ihm noch eine SMS geschrieben, dass wir uns vielleicht unterhalten könnten, wenn seine Schwester dabei ist (die ist zur gleichen Zeit auch in Berlin), damit man vielleicht einen kleinen Blitzableiter hat und jemanden, der nicht voreingenommen ist. Keine Antwort. Entweder steht er also heute nacht hier vor der Tür oder nicht. Ich lasse mich überraschen.
Wenn es also anders nicht zu klären ist, werde ich es wohl über das Jugendamt versuchen. Aber wie wird das denn geregelt? Eigentlich gibt es ja ein Besuchsrecht von zwei Wochenenden pro Monat. Das geht ja jetzt mit dem Alter unseres Sohnes (3 1/2 Monate) noch nicht. Wie wird das dann gehandhabt? Kennt Ihr Euch da aus?

Gruß,

M.

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Hallo

Entweder steht er also heute nacht hier vor der Tür oder
nicht. Ich lasse mich überraschen.

Ich kann nur dringend anraten, ihn dann auch ein wenig zu überraschen und ihn nicht rein lassen.

Viele Grüße
Thea

Umgangsrecht
Hallo M.

bei Wikipedia wird es sehr gut erklärt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Umgangsrecht

Wichtig finde ich den Absatz: Das Kind hat ein Recht auf Umgang. Das vergessen die meisten Eltern, Mütter wie Väter.

Bei euch spielen zwei Faktoren eine Rolle, die in den allgemeinen Richtlinien kaum berücksichtigt werden:

  1. Das Kind ist sehr jung. Falls du noch stillst, mußt du in der Nähe sein. Viele empfehlen für die ersten Jahre häufigere Kontakte als alle 14 Tage, die aber „nur“ einige Stunden dauern.

  2. Die Entfernung macht ein regelmässigen, häufiges Sehen schwierig.

Besser ist in eurem Fall eine einvernehmliche Einigung und keine starre Regelung. Der Vater meiner Stiefkinder wohnt ebenfalls weiter weg. Eine feste Regelung ist nur schwer möglich, da es auf beiden Seiten berufliche und auch private Verpflichtungen gibt, die nicht änderbar sind. Oder es kommen wie dieses Jahr Wetterkapriolen hinzu (Schneechaos im März), die sowohl die Bahnlinien als auch Autobahnen lahm gelegt haben. Wenn die Eltern nicht miteinander reden und flexibel reagieren würden, ginge dies zu Lasten der Kinder, die ihren Vater sehen möchten.

Deine Idee, die Schwester des Vaters hinzuzubitten, finde ich gut. Vielleicht kannst du über sie eine Gesprächsbereitschaft seinerseits erreichen. Überlegt euch, getrennt und/oder zusammen, welche Möglichkeiten ihr habt, das Vater und Kind sich sehen können.
Und habt dabei immer das Kind vor Augen! Es gibt zuviele Eltern, die ihren Streit auf dem Rücken der Kinder austragen. Mütter, die den Umgang boykottieren als auch Väter, die Besuchstermine nicht wahrnehmen und die ihre Kinder immer wieder traurig warten lassen.

Viele Grüße
Jekyll

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Hallo,

irgendwie finde ich Jekylls Posting wesentlich
erwachsener.

Gruß
Elke

PS: wenn n.h. genauso verbohrt und kindisch wäre,
wie sie den Vater ihres Kindes beschreibt, dann
hätte das Kind keine Chance

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Hallo!

Danke für Deine Antwort!
Ich finde auch, dass unser Sohn ein Recht auf seinen Vater hat. Bisher habe auch ich ihn immer gefragt, ob er nicht mal wieder kommen möchte. Und meine Tür stand immer offen - er hätte gerne hier eine Woche Urlaub oder so verbringen können, kein Problem.
Da er aber jetzt damit anfängt, dass ich jeden Pups mit ihm abklären müßte habe ich versucht, ihm zu erklären, dass das schwachsinnig ist. Wie oft gäbe es da Probleme! Es entscheidet nun mal der Elternteil, der das Sorgerecht hat. Es wäre was anderes, wenn er in der gleichen Stadt wohnen würde und auch mal schnell da sein könnte. Tut er aber nicht!
Er sagt außerdem, es wäre so teuer zu kommen. Nun, er hat ein Auto. Wenn er Freitagabends kommt, kann er sich immer Mitfahrer mitnehmen und hat das komplette Geld wieder raus - macht wahrscheinlich sogar noch Gewinn. Wenn er darauf keinen Bock hat ist das ja wohl sein Problem. Ich hab ihm sogar gesagt, dass ich ihm was dazugeben kann - dazu war er dann wieder zu stolz!
Er wirft mir jetzt mal wieder vor, verantwortungslos zu handeln, weil er es einfach nicht checkt! Und er war in 3 1/2 Monaten 2 Mal da - wahrscheinlich, weil er gerade nichts Besseres vorhatte.

Ich hab ihm jetzt gesagt, wenn er das unbedingt so haben will, dann muß ihm auch dementsprechend sein Sohn vorgehen. Vor allem! D.H. Besuch jedes Wochenende, in der Freizeit das Kümmern um einige Dinge, z.B. Recherchieren und Informieren zum Thema Impfen, zum Thema KiTa etc… Dann ist nix mehr großartig mit Freizeit, am Wochenende weggehen etc. Kann ich ja auch nicht. Ich bin gespannt, wie schnell er aus der Sache wieder raus sein will :wink:

Naja, ich denke mal, dass das Jugendamt das am besten klärt. Dann steht er zwar wesentlich schlechter und unbequemer da als vorher, aber ich kann es nicht ändern. Ich hab es wirklich versucht. Aber ich werde den Kleinen nicht jedes Mal Diskussionen und Streits aussetzen, weil wir uns bei einer Entscheidung nicht einig sind. Zudem weil er ihn auch gar nicht genug kennen kann, wenn er so selten kommt.
Am meisten regt mich halt auf, dass er es überhaupt nicht schnallt, worum es geht und jetzt behauptet, ich würde den Kleinen für meine Interessen mißbrauchen. Klar!!! Hätte ich ihn dann so oft gebeten zu kommen?

Naja, ich versuche jetzt geschmeidig zu bleiben und mich nicht weiter aufzuregen…

Danke für Eure HIlfe,

M.

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Hai, M.,

vorneweg das Einfachste: Namen. Es ist überhauptganzundgarkein Problem, wenn der Vater den zweiten Vornamen des Kindes benutzt und Du den ersten. Das Kind wird einfach damit leben, daß es eben von einigen Leuten so und von anderen anders genannt wird und keinen Schaden erleiden - und das weiß ich aus Erfahrung, hat sich doch mein 10 Jahre älterer Bruder so über meinen zweiten Vornamen amüsiert, daß er von Anfang an nur diesen nutzte.

Nun zu dem komplizierteren Teil: Du bist die Erziehungsberechtigte, Du bist diejenige, die die volle Verantwortung trägt, Du hast den täglichen Kleinkram-Streß, Du musst Dich um Impfungen, Kita, Schule und den „kleinen“ Rest kümmern - er ist „Gast-Elter“. Wenn er seinen Sohn besuchen will, muß er sich kümmern. Er hat kein Recht, Dir irgendwas vorzuschreiben oder von Dir zu verlangen, daß Du mit Sack und Pack und Kleinstkind nach Frankfurt zuckelst, damit er sein Kind sehen kann und schon gar nicht, daß Du umziehst.
Sollte er das nicht verstehen, dann bleibt Dir nur der offizielle Weg.

Gruß
Sibylle

Hallo

PS: wenn n.h. genauso verbohrt und kindisch wäre,
wie sie den Vater ihres Kindes beschreibt, dann
hätte das Kind keine Chance

Es geht doch nicht um verbohrt und kindisch. Wenn der Mann es nicht für nötig hält, sie vorher darüber zu unterrichten, ob er kommen will oder nicht, dann halte ich es nicht für richtig, sich darauf einzulassen. Das wird doch nicht besser auf die Dauer.

Wenn sie das mitmacht, wird es immer schlimmer werden, und sie wird der Sache vielleicht erst dann einen Riegel vorschieben, wenn sie fix und fertig ist und nicht mehr kann. Jedenfalls stelle ich mir das im Moment so vor, und das wäre keineswegs ein ungewöhnlicher Ablauf. Ich finde es einfach sinnvoller, „nein“ zu sagen, solange man noch souverän ist und ein bisschen drüber steht. Mal abgesehen davon wird ja auch dem Kind was vorgelebt.

Ich würde schon dem Vater zugute halten, dass man sich vielleicht nicht in ihn reinversetzen kann, aber man darf sich deshalb doch nicht alles gefallen lassen.

Viele Grüße
Thea

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… zumal ich es für ziemlich wahrscheinlich halte, dass es dem Vater in Wirklichkeit gar nicht um seinen Sohn geht, sondern darum, seine Ex-Frau zu ärgern. Denn sonst wäre sein Verhalten ja nicht sehr sinnvoll. Man muss doch nicht unbedingt davon ausgehen, dass Männer so dumm sind und sich nicht zweckmäßig verhalten können.

Viele Grüße
Thea

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Hallo!

Bitte nicht „Ex-Frau“! Wie waren nicht verheiratet - wir waren noch nicht mal zusammen. Das ist mir wichtig :wink:

Gruß,

M.

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Aktuell
bombardiert er mich gerade mit Vorwürfen. Es sei meine Pflicht gewesen nach Frankfurt zu ziehen - dem Kind zuliebe. Schließlich wäre es ja meine Entscheidung gewesen, das Kind zu bekommen. Dass er auch nach Berlin hätte kommen können (zumal er damals sowieso keinen Job hatte), das zählt anscheinend nicht. Jetzt hat er seine Schwester mit reingezogen, die zu mir meinte, sie hätte ja nicht kommen „dürfen“ (sie hätte auch eine Nacht mit hier übernachtet). Unterhaltung mit ihr zusammen wollte er nicht.
Ich meinte, dass eine seiner wenigen Pflichten wäre, dass ER sich darum zu kümmern hätte, wie er seinen Sohn sehen kann, aber anscheinend denkt er, dass er überhaupt keine Aufgaben hat und wir bei ihm um die Ecke wohnen und er dann hin und wieder vorbeikommt, wenn er Lust hat zu spielen. Wenn ich nur nicht ständig wieder antworten würde! Ich finde diese ganzen SMS so ungerecht, dass ich immer wieder darauf eingehe.

Wer hält mich ab? :wink:

Gruß,

M.

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Hi!

Also streiten könnt Ihr wie ein altes Ehepaar. :wink:

Leg das Handy weg. Lad eine Freundin ein, damit Du nicht alleine bist, wenn Du seine SMS liest - dann fällt es Dir vielleicht leichter, NICHT zu antworten.

Laß den Kontakt zum Vater ruhen, es sei denn ER engagiert sich. (Klar, Du darfst ihm keine Steine in den Weg legen, wenn er wider Erwarten echtes Interesse zeigt.)

Es ist, wie es ist. Mach das Beste draus, genieß die Vorteile (keiner, der Dir dreinredet *g*) und erspar Dir die „Nebenfronten“ (Name - wenn der Vater sich weiter so intensiv um sein Kind kümmert, wird DAS KIND ihm beizeiten zu verstehen geben, mit welchem Namen es angesprochen werden will.)

Und jetzt der entscheidende Satz, den Du am besten so lange wiederholst, bis Du ihn verinnerlicht hast: Für die Beziehung zwischen Vater und Kind bist Du nicht verantwortlich!
Laß Dir das von niemandem einreden, das ist eine typische Falle, in die Frauen gerne tappen.

alien

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Hallo n.h.

bombardiert er mich gerade mit Vorwürfen.

Meiner Meinung nach kaschiert er mit
diesem „defensiven Aktivismus“ seine
ihm wahrscheinlich bekannten Unzu-
länglichkeiten.

Er verhindert damit wirkungsvoll, sich
selbst mit seiner völligen Unfähigkeit
zu adäquaten Reaktionen konfrontiert
zu sehen.

Die Internsität seines „stupid asshole“-
Verhaltens korreliert direkt zur Tiefe
der Versagens- und Unfähigkeitsängste,
mit denen er sich nicht konfrontiert
sehen möchte. Daher seine Abwehr durch
selbst geglaubte Lebenslügen.

Mein Tipp: sehr vorsichtig und
distanziert mit ihm umgehen, bis
er irgendwann mal einen klaren
Blick gewinnt. Er hat grund-
sätzlich zu ebfolgen, was Du
entscheidest - bis er sich
mal entsprechende Verdienste
durch adäquates Verhalten
erworben hat.

Schade.

Viele Grüße & viel Kraft!

CMb

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Handys kann man ausschalten
Liebe M.,

genau das solltest du aktuell tun - schalte dein Handy aus. Er kann sich die Finger wundtippen, richtiger werden seine Ansichten dadurch auch nicht.

Alles Gute und viel Kraft wünscht

Heike

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Hallo n.h.,

ich kann Dir nur einen Rat geben - bei allem anderen bin ich selbst nicht weitergekommen: wer hält Dich davon ab, die SMS zu beantworten?
Ganz einfach: Du! Schreib Deine Antwort erst auf Papier, lies sie Dir noch mal durch - Geh einmal durch die Wohnung, schau aus dem Fenster, mach Kniebeugen! Lies Dir Deinen Text nochmal durch. Wenn er unverändert so als SMS rausgehen kann, dann mach das! Wenn Du irgendetwas ändern willst - mach das, lies sie Dir noch mal durch und schlaf eine Nacht darüber - er wird warten können, bis Du antwortest! Lies sie Dir nochmal durch - und wenn Du sie dann so abschicken willst, dann mach das. Willst Du etwas ändern? Schmeiss den Zettel weg und schick mir 'ne Mail :wink:

Nicht gleich in die Tastatur hauen - erst überlegen und handschriftlich niederlegen! Persönliches auslassen! Nicht auf Beleidigungen eingehen! Nur auf das eigentliche Thema eingehen - hier also Terminabsprache!
Überlege Dir, wann Ihr Zeit habt (bei Kindern dieses Alters sind i.d.R. die Mütter erstmal bei Treffen dabei :frowning:) Gib ihm ein paar Alternativen bei denen Du davon ausgehen kannst, dass er kommen kann - wenn er will, wird er eine der Möglichkeiten wahrnehmen, ansonsten muß er sich melden und fragen. Es kann nicht sein, daß sich Euer Leben darum dreht, wann der Kindesvater Zeit hat oder sie sich nehmen möchte. Schön, wenn er kommt - wenn er jetzt keine Zeit hat, vielleicht wann anders? Kein Grund für Stress, Beleidigungen oder Unfairness…

Lass es langsam angehen - gerade bei SMS - die sind soooo schnell weg :smile:))

Liebe, besonnene Grüße

darfst Dich gerne auch per Mail melden, wenn Du magst!

Uschi

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Vorschlag
Hallo M.,

jeder hat so seine Vorstellungen und Ansichten, was Recht und Unrecht ist und was einem zusteht bzw. was andere zu leisten haben.
Falls der Vater Internet-Zugang hat, soll er mal z. B. bei http://www.isuv.de oder http://www.pappa.com reinschauen. In den Foren findet er mit den Stichworten „Umgangsboykott“ und „Unterhaltsforderungen“ viele Beispiele, wie übel es in Deutschland laufen kann. Vielleicht wird ihm dann bewusst, dass er verdammt froh sein kann, mit dir als Mutter jemandem zu haben, die auch das Kind im Fokus hat.

Tipp für dich:
Stelle eine Liste mit deinen Angeboten zusammen und führe die Punkte wie

  • Vermittlung über Jugendamt
  • Gespräch moderiert mit seiner Schwester
  • Übernachtungsangebot (falls noch gewünscht)
  • feste Besuchstermine für, sagen wir mal, das nächste halbe Jahr
  • sonstiges, was du noch in petto hast, hier aber nicht steht.

auf.
Schicke ihm die Liste zu und biete ihm dies an. Geht er auf Punkte ein, versucht sie umzusetzen. Bietet er Alternativen an, z. B. andere Termine oder evt. doch ein Beratungsgespräch mit Dritten, überlege dir, ob sie für dich machbar sind und antworte entsprechend, am Besten mit einer kurzen Begründung.
Auf alles andere, auch auf die Vorwürfe, würde ich entweder auf die Liste verweisen oder nicht reagieren. Punkt. In dieser Hinsicht stimme ich meinen Vorrednern/-rednerinnen zu. Gesprächs-und Kompromissbereitschaft ist okay, aber nicht bis zur Selbstaufgabe.
Mit der Aufstellung gewinnst du vielleicht mehr Sicherheit für deine Zeitplanung. Weder du noch das Kind muß sein Leben ausschliesslich nach den Wünschen und Vorstellungen des Vaters gestalten.

Zum Umzug:
Wenn ich deine Postings richtig interpretiere, lebst du schon länger in Berlin, während der Vater schon einige Zeit in Frankfurt ist. In der Konstellation gibt es keine Pflicht , zum Wohnort des jeweils anderen zu ziehen. Es gibt aber durchaus die Möglichkeit, dies zu tun. Eine Entscheidung darüber hängt jedoch von so vielen Faktoren wie Arbeitsplatz, Nähe der Verwandtschaft, Betreuungsmöglichkeiten für das Kind, Freunde und Bekannte, bezahlbarer Wohnraum, Kosten usw. usw. ab, dass dies aus der Ferne nicht zu beurteilen ist, ob es, auch aus Sicht des Kindes, sinnvoll ist. Schreibe dir doch eine Pro- und Kontraliste für einen Umzug deinerseits auf und wäge die Punkte gegeneinander ab. Könntest du demnach umziehen, wäre es für das Kind bestimmt nicht schlecht. Kannst du jedoch nicht umziehen, hast du eine fundierte Begründung, die du so auch dem Vater gegenüber vertreten kannst.

Viele Grüße
Jekyll

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