Vater oder nicht Vater

Hallo Experten,

mich würde mal Eure Meinung dazu interessieren, welche Rolle der Vater im Leben eines Mädchens/einer Frau spielt; genauer gesagt: welche Auswirkungen kann es auf ein Mädchen/eine Frau haben, die ohne eine männliche Bezugsperson/einen Vater aufwächst?

Bin gespannt auf Eure Gedanken.

Vielen Dank & Gruß.

Hi,

ich habe dazu folgenden Gedanken: Die Rolle des Vaters bzw. der väterichen Bezugsperson für Mädchen/Frauen ist vermutlich in der einschlägigen Literatur vielfach und breit behandelt.
Ich halte den Vater bzw. die väterliche Bezugsperson für wichtig und prägend (so gut oder so schlecht dieses auch sein mag) und glaube, dass einer (jungen) Frau, die diese bezugsperson nicht hatte, etwas (irgendwie der männliche Part) fehlt.

Hallo P.S.: Die Chinesen haben das Jin/Jang „erfunden“, C.G. Jung nannte es Anima/Animus. Die Psychologen die sich mit Lernen befassen
nennen es implizites/explizites Lernen; man(n)/frau kann es logisches
oder vernetztes Denken/Verhalten nennen. Dieser Begriff-Salat den ich
hier serviert habe dokumentiert duales Denken/Verhalten das auch als
typisch weiblich oder männlich bezeichnet werden kann. Der Mensch ist dual aufgebaut (2 Hirnhälften, 2 Augen, 2 Beine etc.). Psychisch stabil ist ein Mensch wenn er/sie beim aufwachsen sowohl weibliches wie männliches Verhalten lernt, und da sind seine ersten Vorbilder seine beiden Eltern, später auch andere (vorbildliche) Erwachsene aus seinem Umfeld. Ein mental gesundes Kind wird sich beim aufwachsen mit
nur einem Elternteil ein entsprechendes Vorbild als Ergänzung zu seinem Elternteil suchen, sofern ein solches Vorbild in greifbarer Nähe ist. Für die Ablösung eines Kindes (Sohn/Tochter) von der Mutter in der Pubertät wäre erfahrungsgemäss der Vater (mit gut ausgebildetem Animus) gut geeignet. Das ganze Thema wird kompliziert dadurch dass es auch Väter gibt mit sehr gut entwickelter Anima (aber unterentwickeltem Animus) und Mütter die umgekehrt viel Animus (und zuwenig Anima) aufweisen, je nachdem wie sie in ihrem Elternhaus (bewusst/unbewusst) geformt wurden. Das wären meine Erfahrungen und Kenntnise zu deiner Frage. Viel Spass beim fördern der Anima und des
Animus. Tschüss

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Der Vater ist dazu da, das Kind vor der Mutter zu retten.

Das ist zugegebenermaßen bei Jungen wichtiger (und wirkt sich verheerender aus, wenn es nicht passiert), aber ich glaube, dass es auch für ein Mädchen in der Pubertät die wichtigste Lernaufgabe ist, sich aus der Identifikation mit der Mutter zu lösen, um ihr eigener Mensch zu werden. Dies ist schwierig, da es mit Todesangst verbunden ist (ein Baby, das von der Mutter gelöst wird, stirbt !) und somit nur mit Hilfe eines gleich starken Gegenparts zu schaffen.

MfG
Kanitri