Vater verstorben und Seelendrücker seit 1 jahr!

Hallo, will jetzt nicht so viel hier preis geben aber!:

mein Stiefvater hat an Weihnachten letztes Jahr zu mir gesagt „Ich hab dich schon immer als meinen Leiblichen Sohn gesehen“ und ist 2 Wochen danach gestorben! Ich hab den auch immer mehr als Vater gesehen als meinen Leiblichen!!

Hatte Höllische Schmerzen Ärzte wussten nicht was er hatte und bei dem Notarzt im Krankenwagen hatten die dann doch Magengeschwüre festgestellt die den von 90 auf unter 50 Kilo in 4 Wochen abmagern lassen haben! Leider zu spät!

Und jetzt wollte ich wissen ob ich das meiner Mutter u.a. sagen soll??

das drückt mir schon seit fast 1 Jahr auf der Seele und ich weiss nicht ob ich´s sagen soll oder nicht!!???

1 das der mir das gesagt hat und 2 das ich das auch so finde und Fühle…!!

Bitte um Rat! Danke!!

PAPA Ruhe in Frieden!!!
1942-2009

Greez
MAze

Hallo

sag es ihr, das wird sie doch sicherlich auch „freuen“!

Warum bedrückt es dich? Hast du ein schlechtes Gewissen gegenüber deinem leiblichen Vater?

Gegen Gefühle kann man nichts machen, und das war /ist doch ein Gutes!

Vielleicht findest du dann auch endlich Ruhe.
Sags ihr!

LG

Hallo MAze,

ich hätte an deiner Stelle keine Bedenken, das auszusprechen, wenn es dir offenbar ein Anliegen ist.

Du hattest die Haltung deines Stiefvaters dir gegenüber ja bestimmt über all die Jahre gespürt und ebenso für ihn empfunden, nur hat es eben keiner von euch ausgeprochen, vielleicht weil es quasi selbstverständlich für euch war. Da es dich dann emotional so berührt hat, bestand deinerseits evtl. ein winziger Rest an Zweifeln diesbezüglich, der dadurch beseitigt wurde.

Ich vermute mal, dass deine Mutter durchaus weiß, wie Ihr zu einander standet :wink:

LG
sine

Hallo,

aber klar, sprich mit deiner Mama darüber.
Ich denke mal sie wird sich sogar freuen.
Es ist doch wunderschön, wenn Sohn und Stiefvater so ein gutes, herzliches Verhältnis zueinander haben/hatten. Besser kann es gar nicht sein.

Trauer braucht ihre Zeit. Nimm sie dir.
Alles Gute,
C.

Trauerarbeit
Lieber Maze,

mit meinen Erfahrungen nach dem Tod meines Vaters vor 2,5 Jahren kann ich Dir nur raten, mit Deiner Mutter darüber zu reden.

Es geht ja gar nicht primär um den Vergleich: leiblicher Vater - Stiefvater. Er war Dein Vater - und das wollte Deine Mutter auch so! Deine Trauer sagt momentan auch nichts darüber aus, dass Du beim Tod Deines leiblichen Vaters nicht ähnlich - oder sogar noch mehr, da Dich alles an den Tod Deines Stiefvaters erinnern könnte - trauerst.

Er war für Dich und für Deine Mutter einer der wichtigsten Menschen. Ihr habt ihn leiden sehen. Das verbindet Euch - alles andere ist nebensächlich (sprich Dein leiblicher Vater). Jedenfalls in diesen Momenten der Trauer.

Glaub mir: Das Gespräch mit Deiner Mutter wird einiges durchbrechen, da sie sich anscheinend in den letzten Monaten auch sehr zurückgehalten hat, ihre Trauer Dir gegenüber zum Ausdruck zu bringen - wahrscheinlich weil sie ohnehin weiß, welche Bedeutung Dein verstorbener Stiefvater für Dich hatte.

Wie gesagt: Mein Vater ist vor 2,5 Jahren ganz elendig an Krebs gestorben. Ja, es liegt schon eine Zeit dazwischen. Aber meine Mutter und ich haben in diesen Jahren in unserem Alltag immer über ihn geredet, nach dem Motto „Papa wüde jetzt…“ / „Papa hat doch da in seinem Werkraum…“. Vorgestern sind wir morgens mit unseren Hunden spazieren gegangen und da meinte meine Mutter: „Ich habe letzte Nacht von Papa geträumt!“ Daraufhin meinte ich: „Ich auch! Erzähl mal!“

Was ich damit sagen will: Ihr habt beide einen Menschen verloren, der Euch lieb und teuer war/ist. Die Außenwelt ist dabei vollkommen egal! Redet über ihn - das tut gut!

Ganz viele Grüße

Kathleen

Hallo,
sei froh, dass Dein Stiefvater noch „rechtzeitig“ seine Gefühle und seine Zuneigung zu Dir in Worte gefaßt hat. Das wird immer etwas ganz wertvolles für Dich sein. Fang doch vorsichtig damit an, mit Deiner Mutter über den Stiefvater zu sprechen. Dann siehst Du ja, ob es ihr unangenehm ist. Ich denke sie wird erleichtert sein und gerne über den geliebten Menschen sprechen. Dein Stiefvater wollte Dir sicher nicht auf der Seele liegen, sondern Dir seine Zuneigung zeigen.

Über meinen Papa spricht die ganze Familie und erinnert sich gern an seine Eigenarten und seine Liebe, und das eigentlich ganz ohne Traurigkeit und die Kinder wollten früher immer „Opa begießen“ gehen. Allerdings war mein Vater auch deutlich älter als Deiner.

Gruß
Inge2

hallo maze,
ich versteh deinen zwiespalt nicht.
wem würdest du denn kränken wenn du deiner mutter das so sagen würdest? das sind doch schöne gefühle und erinnerungen.
freu dich doch, dass dein stiefvater es noch ausgesprochen hat.
seute