Vaterschaftsanerkennung Ablehnen

Hallo zusammen,

kann mir jemand vielleicht sagen.
Bei welchen Gründen die Vaterschaftsanerkennung beim Gericht abgelehnt wird? ( also zum Schutz der Mutter und Kind)
Allgemein kann man ja sagen alle Verhaltensweisen die in irgendeiner Weise für das Kind schädlich wären.
Aber was fällt eben darunter. 

Wäre nett wenn jmd helfen kann.

Danke

Hallo zusammen,

kann mir jemand vielleicht sagen.
Bei welchen Gründen die Vaterschaftsanerkennung beim Gericht
abgelehnt wird? ( also zum Schutz der Mutter und Kind)
Allgemein kann man ja sagen alle Verhaltensweisen die in
irgendeiner Weise für das Kind schädlich wären.
Aber was fällt eben darunter. 

Wäre nett wenn jmd helfen kann.

Mi sind keine Gründe bekannt und auch kein Verfahren/Vorfall, wo die Vaterschaftsanerkennung in einem Gerichtsverfahren „zum Schutz der Mutter und Kind“ abgelehnt würde.
Die Vaterschaftsanerkennung wird i.d.R. durch die Mutter oder durch das Jugendamt, welches das Kind vertritt, verlangt.

Bei der zivilrechtlichen Vaterschaftsanerkennung müsste die Mutter der Anerkennung zustimmen (§ 1595 BGB Zustimmungsbedürftigkeit der Anerkennung).

Vielleicht einmal näher den fiktiven Fall erörtern, welche Beweggründe es für die Mutter geben sollte.

Hallo,

praktisch und auch rechtlich sind mir keine Gründe bekannt, eine Vaterschaftsanerkennung ablehnen zu können.

Sollte es zu einem gerichtlichen Verfahren kommen, kann ggfs das Gericht die Zustimmung der Mutter ersetzen.

Grüße
miamei

Also die Mutter stimmt der Vaterschaftsanerkennung nicht zu. Ohne die Zustimmung hat der Vater so viel ich weis keine Chance auf die Anerkennung . Es sei denn er kann das vorm Familiengericht austragen. Ich habe gelesen dass das Gericht dann nach Gründen fragt und dann entscheidet. Und meine Frage ist welche Gründe Würden dazu führen dass man der Mutter vor Gericht Recht geben.

z.b Agressives Verhalten und Kriminalät des Kindvaters

Hi,

Vater ist normalerweise der, der das Kind gezeugt hat(Adoptionen und Kuckuckskinder lass ich jetzt mal bewusst außen vor)

Dies ist eine genetische Tatsache.

Wenn für Kind und/oder Mutter Gefahren sonst welcher Art vorliegen, dann wird sich dies in der Sorgerechtsvereinbarung und der Regelung zum Umgangsrecht niederschlagen.

MFG

Hi,

Vater ist normalerweise der, der das Kind gezeugt
hat(Adoptionen und Kuckuckskinder lass ich jetzt mal bewusst
außen vor)

Dies ist eine genetische Tatsache.

die biologische vaterschaft spielt hier keine rolle, es geht um die rechtliche vaterschaft, die (zum schutz des kindes) grds. nichts mit der zeugung zu tun hat:
§1592 BGB

z.b Agressives Verhalten und Kriminalät des Kindvaters

Dann sollte die Mutter vor Gericht die Gründe vorbringen, die dem gemeinsamen Sorgerecht widersprechen, sofern er selbiges beantragt hat. Sie hat dafür Zeit bis 6 Wochen nach der Geburt, wenn ich richtig unterrichtet bin.

eine ersetzung der zustimmung der mutter bei ihrer verweigerung gibt es nicht (Wellenhofer in MK-BGB, § 1595 Rn.8). daher ist das gerichtliche verfahren nach § 1600d bgb durchzuführen. es läuft also auf eine dna-analyse heraus. ein „verweigerungsgrund“ o.ä. der anerkennung bei postivem test der mutter gibt es nicht. das gericht kann also bei einem positiven dna-test die vaterschaftsanerkennung nicht ablehnen…

geht es hier wirklich um die anerkennung der vaterschaft oder um mögliche konsequenzen wie das elterliche sorgerecht ?!

Hi,

Du hast recht, die rechtliche Vaterschaft basiert natürlich auf dem von der verlinkten Gesetz.

Aber darauf wollte ich überhaupt nicht hinaus.
Es ging mir darum, dass die Feststellung der Vaterschaft und der Schutz von Frau und Kind nichts mit einander zu tun haben.
Letzteres würde eben über den anderen Weg erfolgen den ich bereits nannte.

MFG