Hi Ann
kann auch sein, aber welcher Mann bezahlt schon gerne?!..gerade dann , wenn das Kind wohl mit einem anderen Mann aufwächst?
Gruss
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Hi Ann
kann auch sein, aber welcher Mann bezahlt schon gerne?!..gerade dann , wenn das Kind wohl mit einem anderen Mann aufwächst?
Gruss
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Hallo Anja,
ok, vielleicht kann ich von meiner Warte aus die Bedeutung
dieser Zweifel der Eltern nicht verstehen,
mit Zweifel hab ich hier gemeint, dass im UP erwähnt wurde, dass es keinen eindeutigen Erzeuger gibt, wegen Zeitüberlappung
denn für mich steht
die Person (z.B. der Adoptivvater, der sich um das Kind gut
kümmert) und nicht die genetische Vaterschaft im Vordergrund,
insofern sehe ich keinen Grund dafür, diese Zweifel seitens
der Eltern zu pflegen.
Das der Adoptivvater ein ‚richtiger‘ Vater sein kann, wird nicht bezweifelt. Dennoch ist der genetische Vater für ein Kind von großer Wichtigkeit.
Anderes Szenario ist aber: Kind wächst in dieser neuen
Beziehung auf, in einer stabilen Familie mit Mama und Papa.
Dem Kind ist es erst einmal egal, wer GENETISCH gesehen sein
Vater ist, eine ‚vollständige‘ Familie halte ich hingegen für
wichtig.Auch eine Adoptivfamilie ist eine vollständige Familie.
Na, in diesem Fall würde der Fragesteller ja gern als Vater
vom Kind anerkannt werden (falls das Kind genetisch
tatsächlich von ihm stammt). Und in diesem Fall wäre das Kind
eben ein ‚Trennungskind‘, es würde nicht in einer
‚traditionellen‘ Familienkonstellation aufwachsen, die meiner
Meinung nach aber immer noch am ‚gesündesten‘ für die
kindliche Entwicklung ist.
Es ist IMHO für ein Kind wesentlich gesünder, die Wahrheit zu kennen, als sie zu spät zu erfahren. Es gibt genügend Beispiele, dass Kinder sehr gut damit fertig werden, zwei Väter zu haben (einen biologischen, einen sozialen). Diese Konstellation ist nicht von vorneherein ungesund, wenn die Erwachsenen sich bemühen, sich wie solche zu benehmen.
Ich sage ja auch gar nichts dagegen, dass man adoptierte
Kinder über ihre Abstammung aufklärt. Aber wenn der
Fragesteller direkt auf den neuen Partner der Mutter zugeht
und in diesem Zweifel nährt, dann sät er Misstrauen in der
Familie, das möglicherweise gar nicht berechtigt ist. Meiner
Meinung nach sollte der Fragesteller das mit seiner Exfreundin
ausmachen.
Da hat niemand was dagegen gesagt. Aber dein Posting klang so, als sollte man erst gar nicht nach der Wahrheit suchen, weil einem eventuell das Resultat nicht gefallen könnte. So was kommt garantiert irgendwann als Bumerang zurück.
Gerade das ist in diesem Fall eben nicht passiert. Diese
Enthüllung kam für ihn völlig überraschend (er hat als Kind
und auch später als Erwachsener also überhaupt keine Zweifel
gehegt), hat ihn aber dennoch nicht aus der Bahn geworfen.
Dann ist er aber ein Einzelfall.
Leider kann ich ihn jetzt nicht mehr direkt fragen, ob er
glaubt, es sei besser gewesen, seine Adoptiveltern hätten es
ihm früher verraten, da er vor kurzem gestorben ist. Aber er
hat sich definitiv nicht ‚verarscht‘ gefühlt (wie du es
ausdrückst) und seinen Adoptiveltern keinerlei Vorwürfe
gemacht.
Niemand geht von Vorwürfen aus. Man kann sich auch vom ‚Schicksal‘ schlecht behandelt fühlen. Für viele Menschen ist es wichtig zu wissen, wo man seine Gene her hat. Das kann meines Erachtens niemand nachvollziehen, der selbst immer in dem sicheren Wissen, wer seine biologischen Eltern sind, gestanden hat.
Er war eben nur überrascht und hat für e)
Ich glaube, eine Pauschalisierung ist hier fehl am Platz,
obgleich ich generell auch die Ehrlichkeit bevorzugen würde.
Pauschalisierungen sind immer falsch. Aber da man zu einem Zeitpunkt, an dem das Kind noch nicht mitreden kann, eine Entscheidung treffen muss (über das Kind!), ist eigentlich immer zur Wahrheit zu raten, weil man damit empirisch die besten Erfahrungen gemacht hat.
Nur, wir reden hier über eine ganz konkrete Situation und
nicht generell ums Adoptieren. Hier einen bösen Konflikt
zwischen dem Paar heraufzubeschwören, der durchaus zu einer
Trennung führen könnte, ohne sich überhaupt sicher zu sein,
dass das Kind vom Ex stammt, halte ich für problematisch.
Wie gesagt: dem neuen Partner muss doch aber selbst die zeitliche Nähe auffallen, mit der seine Partnerin noch in der alten Beziehung stand.
Und manchmal ist es besser, von manchen Dingen gar nicht erst
zu erfahren. Glaub mir.
Nein. Weil immer die Möglichkeit existiert, dass sowas zurückkommt und dann ein viel größeres Problem darstellt, als es gewesen wäre, wenn man von Anfang an damit offen umgegangen wäre.
Ich finde, diese Frau hat sehr wohl
das Recht auf einen Neuanfang, ohne dass sich ihr Exfreund in
ihre neue Beziehung einmischt. (Das jetzt mal von der Warte
der Beziehung und nicht des Kindes betrachtet, da du dich in
diesem Absatz auch darauf bezogen hast.)
Die Frau ist aber in diesem Fall zuerst ihrem Kind gegenüber verantwortlich. Falls sie mit dem Ex das Kind gezeugt hat, mag ihr das zwar Probleme bereiten, aber es ist nun einmal eine Konsequenz ihres Verhaltens. Es war glaube ich Simsy die irgendwo hier geschrieben hat, dass ein gemeinsames Kind zu zeugen, zwei Menschen aneinander bindet, auch wenn sie nicht mehr als Partner in einer Beziehung leben (können).
Gruß
eklastic
Hallo,
das ist es nicht alleine. Man muss in solchen Fällen die gesamte Familie und das Erbrecht bedenken.
Nehmen wir mal an, dass der Kuckucksvater relativ reiche Eltern hat. Sie sehen, dass das ‚Enkelkind‘ aussieht wie der beste Freund des eigenen Sohnes und wissen aber, dass ihr eigenes Vermögen irgendwann in den Händen dieses ‚Kuckucksenkels‘ landet.
Hat der Sohn weitere wirklich biologische Kinder, wissen die Großeltern, dass ihren leiblichen Enkeln Erbteile vorenthalten werden, weil es mit einem ‚untergeschobenen‘ Kind nach dem Erbrecht geteilt werden muss.
Hier wird das Recht von anderen, eigentlich vorrangigen Personen, mißachtet und auch das Kindeswohl der biologischen Enkelkinder.
Auch wenn die Großeltern nicht ahnen, dass ihnen ein Kuckucksei gelegt wurde, können nach den jetzigen Gesetzen die um ihre Erbanteile gebrachten Kinder nicht gegen das untergeschobene Kind vorgehen, bzw. die biologische Vaterschaft ihres Vaters für das Kuckuckskind anfechten.
Gruß
Ingrid
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Hallo Mark,
bist Du Dir ganz sicher, dass Du als Vater in Frage kommst? Wenn sie in der 9. Woche ist, dann heißt das nicht, dass sie vor 9 Wochen den entscheidenden Verkehr hatte. Vielmehr liegt dieser etwa 6-7 Wochen zurück. Die Schwangerschaftswochen berechnen sich nämlich ab dem ersten Tag der letzten Periode, nicht ab dem Tag der Befruchtung.
Mücke
Hi,
Ich halte es für Kindeswohl, wenn das Kind weiß, welchen
Ursprung es hat. Was meinst Du wie es für das Kind ist, wenn
es Jahre später durch Zufall erfährt, dass es ein Kuckuckskind
ist?Wenn sowohl Mutter als auch ihr neuer Partner davon überzeugt
sind, dass es ihr gemeinsames Kind ist (was laut Fragesteller
durchaus möglich ist) und sich der Fragesteller nicht in diese
Partnerschaft einmischt, wie soll das Kind es erfahren?
es ist auch in diesem Fall nicht unwahrscheinlich, daß die Wahrheit irgendwann ans Licht kommt. Der einfachste Fall: im Zuge einer Blutgruppenbestimmung kommt heraus, daß der vermeintliche Vater unmöglich der leibliche sein kann.
Im übrigen kann ich Elke und Ingrid nur zustimmen: es ist ein grundlegendes Recht des Kindes über seine Herkunft informiert zu werden. Und auch ich kann Dir aus eigener Anschauung versichern, daß Kinder sehr gut mit dem Wissen umgehen können, daß ihre sozialen Eltern nicht die leiblichen sind.
Das Leben mit einer Lüge kann gut gehen (wie in Deinem Beispiel). Aber die Wahrscheinlichkeit, daß dies nicht so ist und das Aufdecken der Lebenslüge große Verletzungen hinterläßt ist einfach viel zu groß, als daß ein verantwortungsvoller Mensch sich darauf einlassen sollte.
GRuß Stefan
Hallo!
Ein Mann, der an Eides statt versichert, mit der Mutter eines Kindes während der Empfängniszeit Geschlechtsverkehr gehabt zu haben, ist berechtigt, die Vaterschaft eines anderen Mannes anzufechten.
Die Anfechtung ist nur zulässig, wenn zwischen dem Kind und dem Mann, der die Vaterschaft anerkannt hat, keine sozial-familiäre Beziehung besteht und der Anfechtende der leibliche Vater des Kindes ist.
Eine sozial-familiäre Beziehung besteht, wenn der Mann, der die Vaterschaft anerkannt hat, für das Kind tatsächliche Verantwortung trägt. Eine Übernahme tatsächlicher Verantwortung liegt in der Regel vor, wenn dieser Mann mit der Mutter des Kindes verheiratet ist oder mit dem Kind längere Zeit in häuslicher Gemeinschaft zusammengelebt hat.
Gruß, Franz