VCR 190V 1,2mA-Kurzschluß an Abschirmung zulässig?

Neulich habe ich bei einem Grundig-Videorecorder folgendes festgestellt:

zwischen der Abschirmung des Koaxkabels und
einer Lampe mit Metallgehäuse (das mit dem Schutzkontakt der Steckdose verbunden ist)
herscht eine Spannug von 190V!

wenn ich die Abschirmung mit dem Schutzkontakt kurzschließe fließt ein Strom von 1,2mA

Wenn man da dran faßt macht man zwar keinen
Satz quer durchs Zimmer aber unangenehm ist es schon

und für ein Baby vielleicht doch gefährlich

Wer kann mir sagen woran das liegen könnte
und / oder ob soviel Spannung/Strom zulässig
ist

vielen Dank schon im voraus

Stefan Ludwig

zwischen der Abschirmung des Koaxkabels
und
einer Lampe mit Metallgehäuse (das mit
dem Schutzkontakt der Steckdose verbunden
ist)
herscht eine Spannug von 190V!
Strom von 1,2mA

Neulich habbich mich gewundert, dass meine Balkonbruestung unter Strom steht. Ich habe naemlich eine Antenne aufgebaut und als der
Innenleiter oder Ausenleiter ans Metall kam, gabs immer so viele Funken. Nachgeforscht:

Selbigs ungefaehr wie bei dir, so 200V und nen miliampere. Aber das kam bei mir nicht aus dem Videoapparat. Klemm mal alle Leitungen, die am Videoapparat dran sind ab und versuchs noch mal.

Bei mir wars dann der Fernseher glaubich. Aber das ist normal, wegen der Entstoerung, die in der Netzzuleitung liegt. Dadurch fliesst immer ein minimaler Strom gegen Erde ab.

Ausserdem sollst du deine Kinder nicht immer mit den blanken Arsch auf die Spuele setzen und auf dem Kabel rumkauen lassen. Gesund ist das nicht :smile:

Li

Hallo Stefan,

immer wenn ein Leiter parallel zu den 2 Netzleitungen liegt (z.B. ein Nulleiter, der an der Abzweigdose nicht angeschlossen ist) dann herrschen bereits bei wenigen Metern die beschriebenen Ströme und Spannungen.

Ich hab mich da am Anfang auch sehr gewundert…

Gruß
achim

Moinmoin,

es ist sicher so, daß ihr ein TN-Netz im Haus habt. Das EVU liefert am Hausanschlußkasten ein TN-C Netz.
Eure „Kundenanlage“ sollte, wenn die Anlage nach 1965 gebaut wurde, mindestens ein TN-S Netz sein (früher moderne Nullung). Am Schutzleiter dieser Netzform sollte dann der Fundamenterder, wenn die Anlage nach 1972 gebaut wurde, angeschlossen sein. An der Potentialausgleichsschiene fehlt jetz die Koaxial-Schirmerde Eurer Antennenanlage.

Durch den Stromfluß im PEN-Leiter des HA-Kastens ist eine Spannungsanhebung gegenüber dem Erdepotential gegeben der vom Widerstand der EVU Zuleitung bis zur nächstliegenden Netzausläufererdung abhängt, oder Eure Anlage ist nach der sogenannten Klassischen Nullung ausgeführt. Dann liegt es am Stromfluß innerhalb der „Kundenanlage“. Also am PA auch die Koaxialleitungen der Antennenanlage anschalten. Erdungsschienen für Koaxialkabel gibt es im Fachhandel.
Gruß
Friedrich

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