Veganismus - Lacotseintoleranz - Kalzium im Wasser

Ich habe den Verdacht, dass ich unter einer Lactoseintoleranz leide (häufiger Durchfall, gelegentlich Erbrechen OHNE Übelkeit, Blähungen). Ich habe wegen des Durchfalls schon gelegentlich so ein Flohsamen-Präparat getrunken (das ja zudem noch gut zum Abnehmen sein soll), was auch in Maßen geholfen hat, aber das nervt ja auch und ist nicht billig.

Daher wollte die nächsten 2 Wochen mal auf Milchprodukte verzichten und gucken, wie es dann so aussieht. Ich muss dazu sagen, dass ich mich seit ca 1,5Jahren schon vegetarisch aus Überzeugung ernähre (Grund:
http://video.google.de/videoplay?docid=7347781662202…
und:
http://video.google.com/videoplay?docid=636187296413… )

auch versuche seit kurzem auch auf Eier zu verzichten (Grund:
http://veg-tv.info/K%C3%BCken_sexen )

, das heißt, dass bei mir jetzt vegan die Regel wäre. Dabei muss man ja (wenn man Aussagen der vegan-Gurus bezweifelt) sehr auf die Vermeidung von Mangelerscheinungen achten. Das betrifft mich sicher besonders, da ich mich bislang sehr wenig bewusst ernährt habe (viel Brot: morgens Brötchen oder Müsli, mittags Mensa-vegetarisch oder Fertiggericht aber aus Faulheit oft auch nur Brot also gar nicht warm, abends entweder nur Salat wegen Abnehmen oder halt Brot). Ich habe immer sehr viel Milch getrunken und Käse gegessen.

Da Mensa ja oft mit Käse überbackt oder irgendwelche Rahmsoßen würde ja selbst das wegfallen. Daher meine erste Frage: Gibt es vegane Fertiggerichte?

Als Nahrungsergänzungsmittel nehme ich momentan dieses „Vitalis - Langzeit Vitamintabletten A-Z Balance“-Präparat von Aldi, wo ja so ziemlich alles ausreichend drin sein soll. B12-Mangel, der ja bei Veganern als erstes genannt wird, wäre ja damit schon mal ausgeschlossen. Als zweite Gefahr wird ja meist Kalziummangel genannt: davon sind in dem Präparat jedoch nur 170mg=20%RDA drin.
Daher meine zweite Frage: Wie sieht es mit Kalzium im Wasser aus - in dem Urstromtaler von Netto und dem Christinen sind 60mg/Liter drin, also nicht ausreichend - in dem Quellbrunn von Aldi gar nur 18mg/Liter. Ich habe von 500mg/Liter-Kalzium-haltigem Wasser gehört. Wo findet man sowas? Damit wäre das ja kein Problem 1000g pro Tag zu sich zu nehmen!

Dritte allgemeine offen gestellte Frage: Tipps? Was gibt es noch bei einer veganen Ernährung zu beachten vor dem Hintergrund, dass ich trotz meiner 30 Jahre so gut wie noch nie mehr als Nudeln gekocht habe (Schande über mein Haupt).

Gruß
Lorenz

Hallo Lorenz,

Ich habe den Verdacht, dass ich unter einer Lactoseintoleranz
leide (häufiger Durchfall, gelegentlich Erbrechen OHNE
Übelkeit, Blähungen).

Daher wollte die nächsten 2 Wochen mal auf Milchprodukte
verzichten und gucken, wie es dann so aussieht.

Klingt vernünftig. Dass es laktosefreie Milch gibt, weißt du, oder? Klar, die ist etwas teurer als die normale. … Gute und günstige Sojamilch gibt’s bei Rossmann.

(Grund:
http://video.google.de/videoplay?docid=7347781662202…
und:
http://video.google.com/videoplay?docid=636187296413… )

Magst du mir die Gründe mal in zwei drei Worten beschreiben? Ich surfe gerade wieder mobil, d.h. kann keine Videos gucken … bin aber neugierig :smile:

Da Mensa ja oft mit Käse überbackt oder irgendwelche Rahmsoßen
würde ja selbst das wegfallen. Daher meine erste Frage: Gibt
es vegane Fertiggerichte?

Die gibt’s mit Sicherheit … aber frag besser nicht nach dem Preis! Du findest sie im Bioladen oder Reformhaus. Dort habe ich gestern auch eine kleine glutenfreie Pizza Margherita gesichtet - für EUR 3,50. (Ich teste nämlich grade glutenfrei für 2 Wochen.)

Als Nahrungsergänzungsmittel nehme ich momentan dieses
„Vitalis - Langzeit Vitamintabletten A-Z Balance“-Präparat von
Aldi, wo ja so ziemlich alles ausreichend drin sein soll.

Es ist nicht so gut, alle Vitamine auf einmal zu sich zu nehmen, weil sie dann gar nicht richtig aufgenommen werden können. Die „blockieren“ sich sozusagen gegenseitig.

Daher empfehle ich statt dessen gute Vitamin-B-Komplex-Tabletten. (Schau, dass auch alles drin ist.) Und Calcium-Brausetabletten.

Ich habe von
500mg/Liter-Kalzium-haltigem Wasser gehört. Wo findet man
sowas? Damit wäre das ja kein Problem 1000g pro Tag zu sich zu
nehmen!

Schau mal in einem normalen Supermarkt bei den Heilwässern, das sind die in der grünen Flasche. Aber eine Marke kann ich dir nicht nennen, ich trinke so ca. 5 Flaschen Mineralwasser pro Jahr :wink:

Dritte allgemeine offen gestellte Frage: Tipps? Was gibt es
noch bei einer veganen Ernährung zu beachten vor dem
Hintergrund, dass ich trotz meiner 30 Jahre so gut wie noch
nie mehr als Nudeln gekocht habe (Schande über mein Haupt).

Es gibt sehr gute Internetseiten zur vegetarischen/veganen Ernährung, z.B. http://www.vegan.de

Zweiter Tipp: Lern kochen! Ist nicht schwer, aber wenn du dich von veganen Fertiggerichten ernähren willst, wirst du arm! Ganz abgesehen davon wird die Auswahl sicher nicht so riesig sein.

Dritter Tipp: Auch die koschere Ernährung könnte interessant für dich sein. Da unterscheidet man nämlich zwischen „milchig“, „fleischig“ und „parve“, d.h. „neutral“. Du kaufst einfach nur das, was parve ist - und hast wieder eine Nahrungsquelle mehr aufgetan :smile:
(Man will ja vielleicht auch mal im Restaurant essen und hat nicht überall ein veganes Restaurant zur Hand.)

Schöne Grüße

Petra

Dass es laktosefreie Milch gibt, weißt du,
oder? Klar, die ist etwas teurer als die normale. … Gute und
günstige Sojamilch gibt’s bei Rossmann.

Ja, sogar billig (jedoch wenig lecker) bei Aldi, aber Käse? Leckere Reismilch im Reformhaus kostet dagegen 2,70€, das geht leider nicht

Magst du mir die Gründe mal in zwei drei Worten beschreiben?

Okay: Fleisch: Selbst Bio-Fleisch geht in kommerzielle Massenschlachthäuser, wo die Tiere zugucken müssen, wie ihre Verwandten geschlachtet werden. Tiermehl ist erzwungener Kanibalismus und Futtermittel-Produktion hauptverantwortlich für den Hunger in der Welt. Sagt dir Speziesismus was? Dieser Gedankengang hat mich auch ziemlich überzeugt. Die beiden Videos sind „Earhtlings“ und „We feed the world“ - ziemlich bekannt und mehrfach preisgekrönt - sehr empfehlenswert!

Eier: Männliche Küken, die aufgrund der Eierhennen-Züchtung nicht zum Fleisch taugen, werden zu 1000en lebendig in große Kisten verpackt und vergast oder zerschreddert. Auch wenn der Vergleich extrem pietätlos ist, es erinnert mich an den Holocaust - ist einfach so!

Es ist nicht so gut, alle Vitamine auf einmal zu sich zu
nehmen, weil sie dann gar nicht richtig aufgenommen werden
können. Die „blockieren“ sich sozusagen gegenseitig.

Es heißt, das wäre ein Langzeit-Präparat, also quasi so als Depot, wo eben nicht alles gleichzeitig aufgenommen wird. Trotzdem bedenklich?

Heilwässern, das sind die in der grünen Flasche.

Ich guck mal

Internetseiten zur vegetarischen/veganen
Ernährung, z.B. http://www.vegan.de

Schau ich mir an

Zweiter Tipp: Lern kochen! Ist nicht schwer, aber wenn du dich
von veganen Fertiggerichten ernähren willst, wirst du arm!
Ganz abgesehen davon wird die Auswahl sicher nicht so riesig
sein.

hab ich mir schon oft vorgenommen. Kleine Auswahl würde mich wenig stören, der Preis schon eher. Vielleicht finde ich ja im Internet noch sehr leichte, praktikable Rezepte - regelmäßig selbst gesund und vegan kochen, OMG, da verlangst du was von jemandem wie mir :wink:

koschere Ernährung
Du kaufst einfach nur das, was parve ist

Das überrascht mich, ich hatte bisher nur Spott für religiöse Nahrungsvorschriften übrig. Da muss ich wohl mal nen bekannten jüdischen Kommilitonen fragen, wie das in meiner Kleinstadt (Detmold) praktikabel ist

(Man will ja vielleicht auch mal im Restaurant essen und hat
nicht überall ein veganes Restaurant zur Hand.)

Nee, das gibts hier sicher nicht!

Danke soweit,
Gruß
Lorenz

Hallo nochmal,

Dass es laktosefreie Milch gibt, weißt du,
oder? Klar, die ist etwas teurer als die normale. … Gute und
günstige Sojamilch gibt’s bei Rossmann.

Ja, sogar billig (jedoch wenig lecker) bei Aldi, aber Käse?

Wenn die Sojamilch „wenig lecker“ ist, dann liegt das meistens daran, dass kein Zucker drin ist. Die Sorten, die besser schmecken, sind „leicht gezuckert“. … Ich habe da mittlerweile keine Hemmungen mehr, die günstigste Sorte zu kaufen, die es im jeweiligen Supermarkt bzw. Drogeriemarkt gibt, und mit etwas Zucker nachzuhelfen, wenn mir der Geschmack nicht zusagt. Die Hersteller tun doch nichts anderes. Und bevor ich 20 Cent mehr für die „leckere“ Sojamilch zahle, greife ich selber zur Zuckerdose.

Achten sollte man aber darauf, ob die Hersteller Calcium zugesetzt haben (dann ist alles ok), oder nicht. (Das wäre dann ein Fall für das Wasser aus der grünen Flasche).

Käse … gibt’s halt dann nicht. Du kannst ja den Übergang so nach und nach machen, und für den Anfang mal nach laktosefreiem Käse schauen.

Der Tofu von Aldi ist richtig lecker! Man muss ihn nur ein wenig salzen, bevor man ihn aufs Brot legt.

Danke für die Erklärung zu deinen Gründen. … Mich ärgert es vor allem, dass die Leute so viel Fleisch essen, dass sie deswegen gesundheitliche Probleme bekommen! Und dass es in der Kantine etc. nur ein vegetarisches Gericht ist und Fleisch essen immer noch „normal“ ist. … Ich meine, ich esse selber Fleisch - aber nur ca. 2-3 Mal im Monat. Jeden Tag Fleisch zu essen, ist nämlich schädlich, vor allem wenn’s dann noch diese Billigprodukte aus dem Supermarkt sind. Und das Argument mit der Anbaufläche überzeugt mich auch.

Es heißt, das wäre ein Langzeit-Präparat, also quasi so als
Depot, wo eben nicht alles gleichzeitig aufgenommen wird.
Trotzdem bedenklich?

Ich weiß nicht.

Zweiter Tipp: Lern kochen! Ist nicht schwer, aber wenn du dich
von veganen Fertiggerichten ernähren willst, wirst du arm!
Ganz abgesehen davon wird die Auswahl sicher nicht so riesig
sein.

hab ich mir schon oft vorgenommen. Kleine Auswahl würde mich
wenig stören, der Preis schon eher. Vielleicht finde ich ja im
Internet noch sehr leichte, praktikable Rezepte - regelmäßig
selbst gesund und vegan kochen, OMG, da verlangst du was von
jemandem wie mir :wink:

Ach was - kochen ist doch nicht schwer! Kauf dir ein Rezeptbuch, z.B. hier: http://www.veganbasics.com/produkte/U300425.html
Mir gefällt „Vegan With A Vengeance“, weil es die Rezepte als „einfach“ und „günstig“ anpreist.

Bei englischen Kochbüchern musst du allerdings beachten, dass die Zutaten manchmal in seltsamen Maßeinheiten angegeben werden. Am besten vorher umrechnen und ins Buch schreiben. … Ganz wichtig ist die Einheit „cup“, das bedeutet nämlich nicht einfach „Tasse“, sondern ist ein Hohlmaß von einem Viertelliter. Ich habe mal einen Kuchen gebachen, und weil ich das nicht wusste, habe ich kleine Tassen von ca. 125 ml genommen. Der Kuchen ist misslungen :wink:

Koch am Anfang einfach alles genau so, wie es im Rezept steht. Mit der Zeit kriegst du Erfahrung und brauchst irgendwann das Rezept gar nicht mehr. Viel Erfolg!

Schöne Grüße

Petra

Hallo,

Vielleicht finde ich ja im Internet noch sehr leichte, praktikable Rezepte - regelmäßig selbst gesund und vegan kochen, OMG, da verlangst du was von jemandem wie mir :wink: :

Ach, das ist alles Gewöhnungssache :wink:

Aber hier

findest du eine Auswahl an veganen (oder heißt es wirklich veganisch?) Rezepten, hinter denen jeweils steht, ob sie eher simpel oder kompliziert sind… wie lange sie dauern usw. Vielleicht ist für dich was dabei?

Ansonsten würde ich dort mal im Forum nachsehen oder sogar fragen: es gibt mit Sicherheit viele Tips von Praktikern für einfache Rezepte, die nicht in der Datenbank dort stehen…

Guten Appetit wünscht
Shannon

Jeden Tag Fleisch zu
essen, ist nämlich schädlich […]

Hast du für diese Behauptung einen Beleg?

Jeden Tag Fleisch zu
essen, ist nämlich schädlich […]

Hast du für diese Behauptung einen Beleg?

Da braucht man nur mal aktuelle Ernährungsempfehlungen lesen, oder man liest die Krankengeschichten von Leuten, die immer sehr viel Fleisch gegessen haben. Ich denke da z.B. an die Adligen vergangener Tage. Plötzlich, keiner konnte sich erklären warum, haben sie alle Gicht bekommen …

Hab aber keine Lust dafür eine Quelle herauszusuchen.

aHA; deshalb konnten sich unsere vorfahren in der evolution auch durchsetzen, weil sie kein fleisch gegessen haben…

mal ehrlich, ohne fleisch kann kein mensch irgendeinen sport intensiv und auf leistungsniveau ausüben z.B…

In meinem bekanntenkreis sind alle fleischesser (jeden tag mind. 0,5kg) und keiner is krank…älteste sind jetz 88 und topfit…dank fleisch und sport (ja nach möglichkeit)…wenn ich mir dagegen anschaue wie manche veganer mit 55 schon aussehen…

möglich oder nötig
Hallo Moggemorle,

mal ehrlich, ohne fleisch kann kein mensch irgendeinen sport
intensiv und auf leistungsniveau ausüben z.B…

Fleisch ist für den Menschen eine mögliche, keine notwendige Nahrung.
(Nötig sind bestimmte Nährstoffe, nicht Herkunftsquellen.
Damit Fleisch eine nötige Nahrungsquelle wäre, müsste es etwas Unabdingbares enthalten, das nur in Fleisch vorkommt.)

Es gibt sich vegetarisch oder vegan ernährende Sportler, und die sind beileibe keine Hänflinge.
http://www.vegan.at/vgoe/aktuelles/alex-d.html
http://www.veganbodybuilding.com/imgs/albums/Alex1/s…

Andreas Cahling („Mr. International“ Bodybuilder), Jutta Müller (mehrfache Weltcupsiegerin im Windsurfen), Carl Lewis (mehrfacher Olympiasieger, Leichtathletik), Dennis Rodman (Basketball), Dave Scott (6-facher Ironman Triathlon Gewinner), Dennis Rodman (Basketballspieler), Johanna Jahnke (Kapitän des Rugby-Team von St. Pauli)…

Es gibt auch vegane Bodybuilder - klar nehmen die (mindestens) Eiweißpulver, aber bei sich omnivor ernährenden Bodybuildern sieht’s nicht anders aus.

Es gibt Länder, in denen gerade die hart arbeitende Bevölkerung wenig bis kein Fleisch zu Gesichte bekommt (dafür z.B. reichlich Ernährung mit eiweißreichen Hülsenfrüchten), aber trotzdem erstaunlich lange und vergleichbar mit Personen in Ländern gleichen Entwicklungsstandes lebt (gegen die nicht überlebte Tetanus-, Cholera- oder Malaria-Infektion oder den Tod bei einer Schießerei hätte auch Fleisch nicht geholfen…).
Übrigens war dies sogar in Deutschland bis nicht allzu lange der Fall - der typische Bauer, Holzfäller etc. hat als übliche Mahlzeit nicht das zu sich genommen, was man heutzutage als „Holzfällersteak“, „Bauern-Schweinebraten“ o.ä. kennt.
Gladiatoren übrigens ernährten sich anscheinend fast ausschließlich von Getreide und Bohnen (sicherlich einseitig, aber zumindest schien es Kraft gegeben zu haben).

In meinem bekanntenkreis sind alle fleischesser (jeden tag
mind. 0,5kg) und keiner is krank…älteste sind jetz 88 und
topfit…dank fleisch und sport (ja nach
möglichkeit)…wenn ich mir dagegen anschaue wie manche
veganer mit 55 schon aussehen…

Es dürfte - bei beidem, Menschen die Fleisch essen sowie Vegetarier und Veganer - entscheidend darauf ankommen, was genau gegessen wird (welches Fleisch) und wie der Kalorienverbrauch aussieht.
Klar, dass beim „ich-ess-nur-Salat“-Vegetarier (was definitiv keine vernünftige Ernährung ist!) genauso Beschwerden auftreten wie beim „täglich ein Grillhähnchen mit Pommes, Sport ist Mord“-Omnivoren.

Viele Grüße,
Nina

Es dürfte - bei beidem, Menschen die Fleisch essen sowie
Vegetarier und Veganer - entscheidend darauf ankommen, was
genau gegessen wird (welches Fleisch) und wie der
Kalorienverbrauch aussieht.

Ich glaube das ist der entscheidende Punkte. Deswegen wehre ich mich auch so gegen das pauschale „täglich Fleisch ist ungesund“.

Bei unnötig würde ich mitgehen. Bei ‚in den meisten Fällen ethisch fragwürdig‘ auch. Aber ungesund… …es gibt sicherlich auch ungesundes Fleisch, aber Fleisch per sé ist nicht schädlich.

aHA; deshalb konnten sich unsere vorfahren in der evolution
auch durchsetzen, weil sie kein fleisch gegessen haben…

Das heißt nicht, dass es heute immer noch notwendig ist!

mal ehrlich, ohne fleisch kann kein mensch irgendeinen sport
intensiv und auf leistungsniveau ausüben z.B…

Der Anteil an Veganern und Vegetariern unter Hochleistungssportlern ist überproportional zum Rest der Bevölkerung, z.B.

* Eder Jofre (Brasilien) 1962 Boxweltmeister, Bantamgewicht
* Peter Hussing (Deutschland) 1979 Europameister der Amateure, Superschwergewicht
* Andreas Cahling (Schweden) 1980 Mr. International Body Building
* Toni Innauer (Österreich) 1980 Olympische Goldmedaillengewinner im Skispringen
* Ingra Manecke (Deutschland) Deutsche Meisterin im Diskuswerfen von 1977 bis 1982
* Chris Evert (USA) Weltklasse Tennisspielerin der 80er Jahre
* Surya Bonally (Frankreich) 5fache Europameisterin im Eiskunstlauf 1981-1995
* Dave Scott (USA) lebenslanger Vegetarier, der den Ironman von Hawaii, den härtesten Triatlon der Welt als einziger viermal hintereinander gewonnen hat
* Edwin Moses (USA) Weltmeister, Olympiasieger über 400 m Hürden

(das sind nur Beispiele in EINEM Artikel über Vegetarismus bzw. Veganismus und körperliche Leistungsfähigkeit, es gibt noch viel mehr bekannte vegetarische und vegane Sportler, die zu suchen ich grade zu faul war (google selbst)

In meinem bekanntenkreis sind alle fleischesser (jeden tag
mind. 0,5kg) und keiner is krank…älteste sind jetz 88 und
topfit…dank fleisch und sport (ja nach
möglichkeit)…wenn ich mir dagegen anschaue wie manche
veganer mit 55 schon aussehen…

Ich kenn auch jemanden, der hat Kette geraucht und ist 102 Jahre alt geworden und einen Gesundheitsfanatiker, der mit 60 an nem Herzinfarkt gestorben ist - Einzelbeispiele beweisen nichts oder zumindest äußerst wenig!

Zu deiner Frage in deinem ersten Post: wissenschaftliche Studien, die den gesundheitlichen Vorzug des Veganismus belegen, da ist die bekannteste folgende:

‚Die „China Study“ und ihre verblüffenden Konsequenzen für die Lebensführung‘

von T C Campbell, Thomas M Campbell (Autoren), und Maria Michalitsch (Übersetzerin)

Das sind keine Veganismus-Gurus, sondern seriöse und auch anerkannte Wissenschaftler, die für dieses Werk auch internationale Anerkennung bekommen haben (nicht von Veganern, sondern von Wissenschaftlern!). Aufhänger ist die Untersuchung von verschiedenen chinesischen Gesellschaften, welche nicht-veganisch, hauptsächlich veganisch und streng veganisch leben. Letztere haben in Lebenserwartung und sogut wie allen gesundheitlichen Faktoren die Nase vorn. Ich habe dieses Buch (noch) nicht gelesen, aber ich glaube kaum, dass diese Wissenschaftler dem Korrelation-ist-nicht-gleich-Kausalität-Fehlschluss aufgesessen sind, wie es der skeptische flüchtige Blick vielleicht vermuten lässt.

Soweit deine Bedenken beantwortet??

Gruß
Lorenz

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Bei unnötig würde ich mitgehen. Bei ‚in den meisten Fällen
ethisch fragwürdig‘ auch. Aber ungesund… …es gibt
sicherlich auch ungesundes Fleisch, aber Fleisch per sé ist
nicht schädlich.

reichen die ersten beiden Gründe nicht aus?? (wobei ich bei dem zweiten Grund „in den meisten Fällen“ durch „in so gut wie allen Fällen“ ersetzen würde, denn auch Bio-Fleisch wird auf Massenschlachthöfen geschlachtet, wo die Tiere oft zugucken müssen, wie ihre Verwandten geschlachtet werden, Betäubungen höchst unzuverlässig sind, sodass viele Tiere bei vollem Bewusstsein verbluten oder verbrühen - beim Schlachter von nebenan (und wer kauft schon ausschließlich dort??) passieren auch viele Unfälle, die man nicht sieht, wenn man sich das einmal angesehen hat.
Auch in der Bio-Eier-Produktion gibt es Züchtungen für Legehennen und für Fleisch-Hühner. Und bei den Legehennen werden alle männlichen Küken zu tausenden lebendig in Kisten gepackt und zerschreddert oder bestenfalls vergast!

Zur Gesundheit (der letzte für mich relevante Grund!): Nein, Fleisch ist nicht PER SE ungesund, aber in vielen Fällen - ich möchte fast sagen den meisten (erst recht wenn täglich) ist es das! Dazu gibt es genügend seriöse Studien!

aHA; deshalb konnten sich unsere vorfahren in der evolution
auch durchsetzen, weil sie kein fleisch gegessen haben…

Das heißt nicht, dass es heute immer noch notwendig ist!

Noch eine Ergänzung: Klar war es von evolutionärem Vorteil, alles fressen zu KÖNNEN. Nahrungsmittelknappheit mag der Grund sein, warum sich NUR die Allesfresser weiterentwickelt haben, aber nicht der Grund dafür, DASS sie sich weiterentwickelt haben.

Unter Schiffbrüchigen überlebt nur der Kannibale. Ist dies ein Grund heute kannibalisch zu leben??

Hallo Renzo,

Noch eine Ergänzung: Klar war es von evolutionärem Vorteil,
alles fressen zu KÖNNEN. Nahrungsmittelknappheit mag der Grund
sein, warum sich NUR die Allesfresser weiterentwickelt haben,
aber nicht der Grund dafür, DASS sie sich weiterentwickelt
haben.

so sehe ich das auch.
Und man kann auch nicht die Verhältnisse vor der Erfindung z.B. des Ackerbaus mit danach vergleichen, ebenso nicht jene in verschiedenen geographischen Regionen.
Hiermit die Notwendigkeit von Fleischverzehr zu „beweisen“, wäre in etwa so, wie das Tragen eines Bärenfellmantels in einer deutschen Großstadt damit zu rechtfertigen, ohne Pelz hätten Menschen ja auch das Spätpleistozän („Eiszeit“) in vielen Regionen nicht überlebt…

Viele Grüße,
Nina

reichen die ersten beiden Gründe nicht aus??

Nö. Nicht die Bohne. GMV lässt grüßen.

(wobei ich bei
dem zweiten Grund „in den meisten Fällen“ durch „in so gut wie
allen Fällen“ ersetzen würde, denn auch Bio-Fleisch wird auf
Massenschlachthöfen geschlachtet.

Yay, Generalisierung ftw!

, wo die Tiere oft zugucken müssen, wie ihre Verwandten geschlachtet werden

Ja, da tragen sie sicherlich ein lebenslanges Trauma davon. Nur gut, dass sie kurze Zeit später erlöst werden.

Betäubungen höchst unzuverlässig sind, sodass viele Tiere bei vollem
Bewusstsein verbluten […]

Werden Schweine und Rinder nicht mehr per Bolzenschussgerät erlegt?

Auch in der Bio-Eier-Produktion gibt es Züchtungen für
Legehennen und für Fleisch-Hühner. Und bei den Legehennen
werden alle männlichen Küken zu tausenden lebendig in Kisten
gepackt und zerschreddert oder bestenfalls vergast!

Your point being? Was hat das mit dem Thema zu tun ob das Zeuch gesund ist? Dann iss halt keine Bio-Eier sondern nur solche vom Bauern nebenan. Jeder ist seines Glückes Schmied.

Zur Gesundheit (der letzte für mich relevante Grund!): Nein,
Fleisch ist nicht PER SE ungesund, aber in vielen Fällen - ich
möchte fast sagen den meisten (erst recht wenn täglich) ist es
das! Dazu gibt es genügend seriöse Studien!

Solche Aussagen liebe ich. Nenne mir mal eine solche seriöse Studie. Also eine in der es konkret darum geht ob die täglichen 250 gramm mageres Fleisch ungesund sind.

der Zerschmetterling

2 „Gefällt mir“

reichen die ersten beiden Gründe nicht aus??

Nö. Nicht die Bohne. GMV lässt grüßen.

Was hat das mit gesundem Menschenverstand zu tun, die beiden von dir erstgenannten Gründe nicht gelten zu lassen?

(wobei ich bei
dem zweiten Grund „in den meisten Fällen“ durch „in so gut wie
allen Fällen“ ersetzen würde, denn auch Bio-Fleisch wird auf
Massenschlachthöfen geschlachtet.

Yay, Generalisierung ftw!

Ist keine unzulässige Generalisierung, sondern Tatsache, dass es keine Bio-Schlachthöfe gibt. Bei Bio-Fleisch hatten die Tiere vielleicht ein ETWAS besseres Leben, aber geschlachtet werden sie in den Massenschlachthöfen genauso grausam.

, wo die Tiere oft zugucken müssen, wie ihre Verwandten geschlachtet werden

Ja, da tragen sie sicherlich ein lebenslanges Trauma davon.
Nur gut, dass sie kurze Zeit später erlöst werden.

Wenn dich sowas nicht berührt, finde ich da traurig, aber wieso musst du dich dann noch über die lustig machen, denen so etwas nicht am Arsch vorbeigeht?

Alle Tiere quälen, damit wir sie dann gnädig von ihren Qualen erlösen können ist dann anscheinend „dein GMV“

Du verwechselst anscheinend GMV mit sarkastischer Gleichgültigkeit!

Betäubungen höchst unzuverlässig sind, sodass viele Tiere bei vollem
Bewusstsein verbluten […]

Werden Schweine und Rinder nicht mehr per Bolzenschussgerät
erlegt?

Und der ist unzuverlässig - in ca. 500.000 Fällen im Jahr.

Auch in der Bio-Eier-Produktion gibt es Züchtungen für
Legehennen und für Fleisch-Hühner. Und bei den Legehennen
werden alle männlichen Küken zu tausenden lebendig in Kisten
gepackt und zerschreddert oder bestenfalls vergast!

Your point being? Was hat das mit dem Thema zu tun ob das
Zeuch gesund ist? Dann iss halt keine Bio-Eier sondern nur
solche vom Bauern nebenan. Jeder ist seines Glückes Schmied.

Ich habe auch nicht über Gesundheit geschrieben, sondern darüber wie schwerwiegend die beiden erstgenannten Gründe sind! Ich esse eh gar keine Eier mehr, weil mir das Risiko zu groß ist, dass sie aus brutal gesexter Kükenproduktion kommen.

Solche Aussagen liebe ich. Nenne mir mal eine solche seriöse
Studie. Also eine in der es konkret darum geht ob die
täglichen 250 gramm mageres Fleisch ungesund sind.

Habe ich doch schon getan, hier nochmal Copy und Paste aus dem obigen Beitrag:

Die „China Study“ und ihre verblüffenden Konsequenzen für die Lebensführung’

von T C Campbell, Thomas M Campbell (Autoren), und Maria Michalitsch (Übersetzerin)

Das sind keine Veganismus-Gurus, sondern seriöse und auch anerkannte Wissenschaftler, die für dieses Werk auch internationale Anerkennung bekommen haben (nicht von Veganern, sondern von Wissenschaftlern!). Aufhänger ist die Untersuchung von verschiedenen chinesischen Gesellschaften, welche nicht-veganisch, hauptsächlich veganisch und streng veganisch leben. Letztere haben in Lebenserwartung und sogut wie allen gesundheitlichen Faktoren die Nase vorn. Ich habe dieses Buch (noch) nicht gelesen, aber ich glaube kaum, dass diese Wissenschaftler dem Korrelation-ist-nicht-gleich-Kausalität-Fehlschluss aufgesessen sind, wie es der skeptische flüchtige Blick vielleicht vermuten lässt.

Wie gesagt: Die streng veganischen Gesellschaften haben auch gegenüber den hauptsächlich veganischen die Nase deutlich vorn!

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