Hallo,
Ich hoffe du verstehst meine „Rechenart“.
ja. Deine Methode führt auch zum Ziel.
Aufgrund der Aufgabenstellung weißt Du, dass in Deinem Dreieck folgendes gilt:
(1) CF + FZ + ZE + EC = 0
(2) CF + FB + BC = 0
(3) CE + EA + AC = 0
(4) CF = m CA
(5) CE = n CB
(6) FZ = 1/4 FB
(7) EZ = 1/4 EA
Diese Informationsmenge genügt, um die Unbekannten m und n daraus zu bestimmen. Das kannst Du rechnerisch auf viele verschiedene Weisen bewerkstelligen. Bei der von Dir gewählten (Ursprungsposting) setzt Du Dir zum Ziel, die oberste Gleichung (1) nur durch CA und CB auszudrücken. Das funktioniert und gestaltet sich dann so:
CF + FZ + ZE + EC = 0
ist äquivalent zu
CF + FZ – EZ – CE = 0
und darin kann man zunächst CF und CE via (4) und (5) rauswerfen:
m CA + FZ – EZ – n CB = 0
FZ und EZ stören noch, aber versuchen wirs doch mal mit (6) und (7):
m CA + 1/4 FB – 1/4 EA – n CB = 0
Oh, statt FZ und EZ haben wir jetzt FB und EA drinstehn. Also beim letzten Schritt nichts gewonnen? Doch, denn FB ist wegen (2) gleich –CF – BC, und EA ist wegen (3) gleich –CE – AC. Das können wir bestens verwenden (und dann haben wir auch jede der sieben Ausgangsgleichungen einmal benutzt – so muss es sein):
m CA + 1/4 (–CF – BC) – 1/4 (–CE – AC) – n CB = 0
m CA + 1/4 (–CF + CB) – 1/4 (–CE + CA) – n CB = 0
m CA – 1/4 CF + 1/4 CB + 1/4 CE – 1/4 CA – n CB = 0
Hier sind wieder CF und CE aufgetaucht (offenbar nicht totzukriegen), aber den können wir mit (2) und (3) den endgültigen Garaus machen:
m CA – 1/4 m CA + 1/4 CB + 1/4 n CB – 1/4 CA – n CB = 0
(m – 1/4 m – 1/4) CA + (1/4 + 1/4 n – n) CB = 0
Ziel erreicht! In dieser Gleichung treten wie gewünscht nur noch CA und CB auf. Da CA und CB aber linear unabhängig sind, wird der Linke-Seite-Term nur Null, wenn die CA- und CB- Vorfaktoren beide separat Null werden, d. h. wird dürfen schlussfolgern:
m – 1/4 m – 1/4 = 0
1/4 + 1/4 n – n = 0
Der Rest ist Peanuts. Durchmultiplizieren von 4 liefert:
4 m – m – 1 = 0
1 + n - 4 n = 0
Und das kann man vereinfachen…
3 m – 1 = 0
1 – 3 n = 0
3 m = 1
1 = 3 n
…bis zum Ergebnis
m = n = 1/3
Fertig.
Du hat also schon den richtigen Weg verfolgt, aber vermutlich bist Du über die Vorzeichen gestolpert. Wichtig ist, immer „XY = –YX“ zu berücksichtigen, denn es handelt sich ja um Vektoren.
Vll sagst du jetzt auch, dass was du geschrieben hast, ist
genau das was ich sonst mache, bloß halt anders
aufgeschrieben…
Letzlich läuft es tatsächlich auf dasselbe heraus.
Gruß
Martin