Hallo,:So wie ich das jetzt verstehe löschen sich zwei Vektoren aus,
die im Winkel von 90° aufeinander stehen. Der Mittelwert wäre
doch sicher eher die Winkelhalbierende.
Ja, das siehst Du richtig - vorausgesetzt natürlich sie hätten den selben Wert.
Das Problem ist, welche Winkelhalbierende sollte denn die Richtige sein? Wenn meine Vektoren waagerecht und senkrecht liegen, sollte es dann 45, 135, 225 oder 315 Grad sein? DAS ist das Problem.
Genauer - ich habe viele mehr oder weniger ellipsenförmigen Objekte. Die mittlere Ausrichtung soll bestimmt werden. Aus der Form bekomme ich einen Winkel (aber halt keine Richtung…) und eine Gewichtung.
Wenn zwei Objekte mit gleichem Gewichtsfaktor senkrecht aufeinander stehen, dann denke ich schon, daß die richtige Interpretation wäre, daß sie sich auslöschen, denn welche Richtungsinformation sollte dann die korrekte sein?
Du könntest einfach die Richtung der Vektoren so wählen, dass
das ganze Bündel in die selbe Richtung zeigt, und dann einen
gewöhnlichen, nach Länge gewichteten Mittelwert bilden.
Das ist das Problem, es gibt zwar eine Vorzugsrichtung, aber die Winkel streuen über den gesamten Bereich. Wenn ich meine Winkel von 0 - 180 Grad betrachte, und der Hauptwinkel bei 0 Grad liegt, bekomme ich als Ergebnis 90 Grad, da sich die Winkel um 0 Grad zb. von 170 bis 180 und von 0 bis 10 Grad verteilen.
Okay, ich könnte die Winkel so schieben, daß sie um die Vorzugsrichtung liegen, dann könnte das gehen, aber dafür müßte ich die Vorzugsrichtung ja vorher wissen…
Deshalb habe ich mir das mit der Projektion von 180 auf 360 Grad und zurück ausgedacht und das liefert ganz gute Ergebnisse, nur ob das mathematisch perfekt ist, weiß ich halt nicht 
Es lässt sich eine Menge Maße für die Abweichung ausdenken. Am
besten ist das Maß, welches eine Gaußverteilung der Streuungen
erzeugt. Das hängt aber davon ab, wie die Streuungen Deiner
Werte entstehen…
Wenn ich ein Histogramm bilde über die Winkel und die Gewichtung des Winkels mitnehme, dh. wenn der Winkel ein Gewicht von zB. 10 hat, packe ich diese 10 in den entsprechenden Bin, dann kommt etwas annähernd Gauß-Glockenförmiges raus.
hier zwei Vorschläge für die Varianz:
- (Summe der Abstandsquadrate der Punkte, auf die die Vektoren
zeigen, vom Mittelwert („Mittelpunkt“) in kartesischen
Koordinaten)/n
Führt dann nicht ein sehr langer Vektor, der aber genau in die Vorzugsrichtung zeigt, zu einem hohen Wert? Das wäre ja nicht Sinn der Sache. Oder hab ich Dich falsch verstanden?
- (Summe der Quadrate der Winkelabweichung vom Mittelwert (mal
Faktor, z.B. 1/(2pi) ) plus Summe der Quadrate der relativen
Unterschiede der Längen zur Durchschnittslänge)/n
Das muß ich mal ausprobieren.
die Standardabweichung ist die
Wurzel aus der Varianz.
DAS hab ich im Studium schon noch gelernt 
Gruß,
Martin