Hallo!
Ich denke, manches Mittelalterliche kann man auch im heutigen Venedig noch sehen, deshalb frage ich in diesem Brett:
Gab/Gibt es in Venedig regelrecht überdachte Gassen, oder sind Gassen von den vorkragenden Obergeschossen der Häuser so gut wie überdacht?
Wobei ich nicht sicher bin, in welchem Umfang die Laubengänge bereits zum mittelalterlichen Venedig gehört haben, und inwieweit es sich dabei um Renaissance-Bauten handelt. Die mir persönlich näher bekannten Brotlauben in Lindau und Ravensburg sind allerdings meines Wissens beide noch aus dem Spätmittelalter.
Hallo, Lilli!
Vielen Dank für Deine Information! Darf ich so unverschämt sein und Dich gleich noch einmal „anzapfen“? Habt ihr Paläste besichtigt? Und vielleicht erfahren, ob es darin im 14. Jhdt. schon Bäder gab und wenn ja, wie sie funktionierten?
Hallo, Martin!
Das zweite Beispiel käme der Sache nahe. In dem Text, der mich zu der Frage veranlasst hat, steht: „… stepped under the overhang of the covered alley.“ (Es ist eine schmale, schmuddelige alley in der eine Horde Bettler um ein Feuer steht, um sich zu wärmen.)
Dann kann man sich das so vorstellen, dass diese Gasse überbaut ist, wie der Arkadengang am Kanal. Ich dachte - wg. „overhang“ - an die Gassen mancher deutscher Städte, die so eng waren, dass die vorkragenden Obergeschosse der Häuser beiderseits sich fast berührten.
da stellt sich dann weiter die Frage, wie der „overhang“ eines Laubengangs heißt. „…unter die Lauben eines Laubengangs…“ ist nicht so der Bringer, glaube ich. „…in das Gewölbe eines Laubengangs…“ macht diesen zu wuchtig. Nun, Dir wird etwas einfallen!
Schöne Grüße
MM
(heute nachmittag mit einer französischen Liste von Maschinen zur Metallbearbeitung und Produkten dieser Maschinen beschäftigt, ohne jeden Kontext - daher das gesamte Einfallspotenzial verbraucht)
neugierhalber hab ich zu dem Thema mal versucht, „belastbare“ Quellen im Netz zu finden, und bin auf einen Artikel von Giovanni Coppola bei Treccani - Istituto dell’Enciclopedia Italiana über italienische Bauingenieurstechnik zur Zeit Friedrichs II. gestoßen, in dem drei nachgewiesene in Gebäuden eingebaute Bäder aus dem dreizehnten Jahrhundert beschrieben werden - Castel Ursino, Catania; Befestigter Palazzo, Entella; Castel del Monte.
Es ist immerhin zu vermuten, daß eine Technik, die im 13. Jahrhundert noch nicht verloren war, auch noch zweihundert Jahre gehalten hat. Und zu erwarten, daß man in Venedig, Mailand, Florenz jedenfalls auch haben wollte, was der Schwabe Frederico gehabt hatte.