Verändert Milch den Blutzuckertest

Hallo,

bin im 4. Monat schwanger. Vor ungefähr einem Monat hat meine Hausärztin (die gleichzeitig auch Diabetologin ist) eine Langzeitblutdruckmessung durchgeführt. Bei der Auswertung sollte ich dann auch Blut abgeben. Sie fragte mich ob ich etwas gegessen hätte. Ich sagte nein nur Kaffee getrunken. Sie fragte dann ob ich den Kaffee mit Zucker getrunken hätte. Ich hatte den Kaffee nur mit Süßstoff getrunken. Und somit konnte ich Blut abgeben. Bei der Auswertung der Blutwerte war mein Langzeitwert bei 6,4 und der Nüchternwert 117. Diese Werte hätte meine Ärztin so akzeptiert. Aber da ich schwanger bin möchte meine Frauenärztin nun das ich auf Insulin eingestellt werden. Und nun muss ich nächste Woche ins Krankenhaus um eingestellt zu werden. Lange Rede kurzer Sinn. Ich habe den Kaffee nicht nur mit Süßstoff getrunken sondern auch mit Milch (1,5 %). Hat die Milch im Kaffee auswirkung auf den Blutzuckertest?

Ich gehe natürlich ins Krankenhaus und lass mich testen und wenn nötig auch einstellen. Aber mir brennt diese Frage auf der Seele.

Vielen Dank und ich freue mich auf die Antwort

LG

Manuela

Hallo Manuela,

Bei der Auswertung der Blutwerte war mein
Langzeitwert bei 6,4 und der Nüchternwert 117. Diese Werte
hätte meine Ärztin so akzeptiert.

Dein Problem liegt beim Langzeitzucker (HbA1c).
Das ist ein Mittelwert über die ca. letzten 3 Monate.
Auch wenn du Morgens ausnahmsweise ein paar Esslöffel Zucker in den Kaffee getan hättest, hätte dies diesen Wert nicht verändert.

Werte bis 6% sind normal, ab 6.5% gilt eine Diabetes praktisch als gesichert.

Der aktuelle Wert von 117 mg/dl ist Grenzwertig, aber dieser Wert ändert sich dauernd über den Tag.

Ich habe den
Kaffee nicht nur mit Süßstoff getrunken sondern auch mit Milch
(1,5 %). Hat die Milch im Kaffee auswirkung auf den
Blutzuckertest?

Wenn es gezuckerte Kondensmilch war, dann schon :smile:

Es scheint bei dir einiges auf eine Schwangerschaftsdiabetes hinzuweisen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaftsdiabetes

Wie du da lesen kann, kann sich das nach der Geburt aber auch wieder geben. Dazu gibst du aber zu wenig Informationen.

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter,

vielen Dank für Deine Antwort…

Welche Informationen hättest du denn noch gerne? Ich geb dir mal ein bissel Info, weiß aber nicht ob du das meinst…Also: Ich bin 41 Jahre, bin übergewichtig, es ist mein erstes Kind.

Also ein bissel weiß ich bescheid über Diabetes, weil mein Mann auch Diabetes Mellitus 2 hat. Seit meine Hausärztin/Diabetologin gesagt hat das die Zuckerwerte erhöht sind lebe ich danach…Nichts Süßes, gar nix…Ich verkneif mir so gut wie alles was den Zucker hochtreibt…Ist nicht einfach wenn man in einer Schwangerschaft auch mal auf was Heißhunger hat…Wie schon geschrieben meine Hausärztin/Diabetologin hätte diese Werte so akzeptiert…

LG Manuela

Hallo Manuela,

Welche Informationen hättest du denn noch gerne? Ich geb dir
mal ein bissel Info, weiß aber nicht ob du das meinst…Also:
Ich bin 41 Jahre, bin übergewichtig, es ist mein erstes Kind.

Das sind schon mal 3 Treffer für ein erhöhtes Risiko.

Das nächste wäre die Frage nach Diabetes mellitus und deinen Blutsverwandten, die Erkrankung hat auch eine erbliche Komponente.

Also ein bissel weiß ich bescheid über Diabetes, weil mein
Mann auch Diabetes Mellitus 2 hat.

Dann solltest du die Diabetes-Unterlagen deines Mannes mal durchlesen. Zumindest hier in CH, wird man als Neu-Diabetiker angehalten einen Diabetes-Kurs zu besuchen.

Seit meine
Hausärztin/Diabetologin gesagt hat das die Zuckerwerte erhöht
sind lebe ich danach…Nichts Süßes, gar nix…Ich verkneif
mir so gut wie alles was den Zucker hochtreibt…Ist nicht
einfach wenn man in einer Schwangerschaft auch mal auf was
Heißhunger hat…

Ja, man sieht das heute, bei einem behandelten Diabetiker nicht mehr ganz so eng wie früher. Es wird heute auch von extra Diabetiker-Schokolade usw. abgeraten, scheint weniger gesund zu sein, als ab und zu mal ein Stückchen echte Schoggi.

Wenn du auf Insulin eingestellt wirst, bekommst du auch ein Blutzucker-Messgerät. Damit kannst du auch sehen, was bei dir wie wirkt.

Insulin hat aber auch einen Nachteil:
Im Prinzip kannst du beliebig viel Zucker zu dir nehmen und das einfach mit mehr Insulin kompensieren.

Aber der Trick mit dem Insulin funktioniert nur, weil aller Zucker im Blut in die Zellen gelangt.
Du hast dann eine 100%-tige Zuckerverwertung, was dir jede Waage sofort bestätigen wird! :frowning:

MfG Peter(TOO)
P.S. Ab 2009 wurde ich mit Metformin behandelt und seit Anfang Jahr hänge ich an der Nadel :wink:

Hallo Manuela,

ich würde das nicht ganz so kritisch sehen - habe als Mann allerdings keine Erfahrung mit Diabetes in der Schwangerschaft.

Hier einfach meine Erfahrung:
Ich bin in vorgerücktem Alter, meine beiden Elternteile hatten und zwei meiner Brüder haben ebenfalls Diabetes II.
Bei mir hat man das festgestellt vor ca. 11 Jahren (ich war lange vorgewarnt).

Seit der Zeit nehme ich auf ärztliche Anordnung 3 x am Tag Starlix 60 und 2 x am Tag Metformin-ratiopharm 1000.

Mein Langzeitwert (HBA1) hat sich im Lauf dieser Jahre langsam nach oben verändert: von 6,2 bis z. Zt. 6,9. Mein Tageswert ist morgens nüchtern ca. 120 bis 130.
Von Insulin-Spritzen ist (noch) keine Rede, ich hoffe, das geht noch eine Zeit lang so weiter.

Lass Dich mal nach der Schwangerschaft genau untersuchen und dann mit Tabletten einstellen.

Gruß Walter VB