veränderte Venenlage?

Hallo zusammen!

Ich bin regelmäßiger Blut- und seit kurzem auch Plasmaspender.
Was mich nun ein wenig irritiert ist die Tatsache, dass in der letzten Zeit immer mal wieder gefragt wird (mit heute 3 mal), ob es schon Probleme bei mir gab beim Stechen, da die Venen wohl nicht so optimal seien…die Schwestern müssen in letzter Zeit auch genauer suchen. Heute wurde mir die Nadel fast bis zum Anschlag in den Arm gerammt, nachdem der erste Anstich nichts brauchbares brachte.
Ich bin davon schon irritiert, weil ich vor einem knappen Jahr noch gefragt wurde, ob ich nicht Interesse am Thrombozytenspenden hätte, weil meine Venen so wunderbar wären (allerdings reicht der Thrombozytenwert dann nicht aus).
Woran kann das liegen, dass sich das so verändert hat? Ich dachte die Lage der größeren Blutgefäße bleibt in etwa gleich? Ich habe an meiner rechten Hand zB einen „Kreisverkehr“ (mir ist als Kind mal aufgefallen, dass es da aussieht als würden meiner Venen dort einen Kreis bilden), der hat sich nicht (auffällig) verändert seit er mir bewusst ist.
Die Schwester mutmaßte, sowas ändert sich, wenn man zB Sport treibt, aber das kann ich ehrlich gesagt von mir nicht wirklich behaupten. Ich merkte auch, dass die Schwester im Grunde ebenso ratlos war wie ich, und diese Begründung war wohl eher ein Schuss ins Blaue. Große Gewichtsveränderungen hatte ich eigentlich auch nicht.

Woran kann das also liegen? Kann ich irgendwas machen, damit die Gefäße zugänglich bleiben für die Spende, ode rmuss ich es nehmen wie es kommt?

lieben gruß
Aj

Was mich nun ein wenig irritiert ist die Tatsache, dass in der

…die Schwestern müssen in letzter
Zeit auch genauer suchen. Heute wurde mir die Nadel fast bis
zum Anschlag in den Arm gerammt, nachdem der erste Anstich
nichts brauchbares brachte.

Woran kann das liegen, dass sich das so verändert hat? Ich
dachte die Lage der größeren Blutgefäße bleibt in etwa gleich?

Ich habe an meiner rechten Hand zB einen „Kreisverkehr“ (mir
ist als Kind mal aufgefallen, dass es da aussieht als würden
meiner Venen dort einen Kreis bilden), der hat sich nicht
(auffällig) verändert seit er mir bewusst ist.

Kann ich irgendwas machen, damit
die Gefäße zugänglich bleiben für die Spende, ode rmuss ich es
nehmen wie es kommt?

Guten Tag,

ich kann Sie bedingt beruhigen. Ihre Venen sind dort, wo Sie immer waren und sie werden es auch bleiben.
Erfolg bei der Punktion von Gefäßen hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Expertise des Arztes/der Schwester
  • Füllungszustand der Gefäße (verändert z.B. bei verminderter Hydrierung oder Kälteeinwirkung, weiter nervöse Störzustände)

Es gibt zahlreiche methodische Tricks beim Punktieren sowie Maßnahmen, die die Venenfüllung positiv beeinflussen: Trinken lassen, mechanische Reize, ein heisses Wasserbad der Hände etc.)

Den „Kreisverkehr“, den Sie beschreiben, hat jeder Mensch in einer mehr oder weniger ausgeprägten Variante. Auf der dorsalen Seite der Hand sind die abführenden Venen durch zahlreiche Kollateralen miteinander verbunden.

Was können Sie tun? Abgesehen von den o.g. Maßnahmen sollten Sie darauf achten, dass Sie beim regelmäßigen Spenden nicht immer die gleiche Stelle punktieren lassen sollten, sondern mehrere Bereiche auch unterschiedlicher Venen benutzen lassen, da durch die ständige Verletzung der Venenwand (über Jahre und Jahrzehnte) die Venenwand schneller mit billigem Ersatzgewebe umgewandelt wird bzw. die Wand sich verdickt und später u.U. schwieriger zu punktieren ist.
Mit der Wechselmethode haben die Venen mehr Zeit, sich zu regenerieren (ist das Gleiche wie mit der Vielfelderwirtschaft und der Monokultur :wink:).

Herzliche Grüße
sunconure

Huhu!

Danke, dann ist mir ja erst mal nichts abhanden gekommen :wink:
Also könnte es zB daran liegen, dass ich mehr oder weniger getrunken habe als sonst? Ich bin generell eher ein schlechter Trinker und achte 2 Tage vor der Spende dann immer besonders darauf, viel Flüssigkeit zu mir zu nehmen. Vielleicht gelingt mir das nicht immer gleich gut.
Ist es eigentlich auch normal, dass sich die EInstichstellen nicht wirklich schließen… also von den meisten EInstichen habe ich kleine Löcher zurückbehalten… ich seh bald aus wie ein Junkie. Wobei das eher nebensächlich ist.
Mit dem Kreisverkehr: Klar, das Blut muss ja aus der Hand auch wieder zurück. Ich finde eben nur die Anordnung an der Hand so witzig. Bei meiner linken Hand sieht es auch ganz anders aus, verästelt und vernetzt, aber nicht so ringförmig.

Ich hab noch eine Frage, wenn wir schonmal dabei sind: Ich vertrage grundsätzlich Blutabnehmen eher schlecht. Ich bin früher immer umgekippt, und auch bei den ersten Blutspenden hatte ich kleine Kreislaufzusammenbrüche. Erfreulicher Weise scheint mein Körper sich aber daran zu gewöhnen, beim Blutspenden gibts schon lange keine Probleme mehr.
Plasmaspenden war ich hingegen heute erst zum zweiten Mal, und wie beim letzten Mal auch gab es wieder kleine Kreislaufprobleme (heute aber schon sehr viel später als letztes Mal). Mir ist aufgefallen, dass die beim Plasmaspenden erst dann auftreten, wenn das Blut zurückgepumpt wird in den Körper, bei mir jedenfallsdie beiden Male. Woran liegt das? Ich kann ja verstehen, dass der Körper ein Problem mit plötzlichem Blutverlust hat, aber warum auch , wenn ich es wiederbekomme? Wird da einfach auf den vorherigen Verlust erst verzögert reagiert, oder hat es direkt was mit dem plötzlichen Flüssigkeitszuwachs zu tun?

Lieben Gruß und Danke schonmal
aj

also von den meisten EInstichen
habe ich kleine Löcher zurückbehalten… ich seh bald aus wie
ein Junkie. Wobei das eher nebensächlich ist.

Mir ist aufgefallen, dass die beim Plasmaspenden
erst dann auftreten, wenn das Blut zurückgepumpt wird in den
Körper, bei mir jedenfallsdie beiden Male. Woran liegt das?

ad1)Dass das richtige „Löcher“ sind, kann ich mir schwer vorstellen, aber beim Blutspenden benutzen die auch relativ großvolumige Zugänge, weswegen der Gewebedefekt entsprechen ausfällt, der durch narbigen Verschluss repariert wird. Dass das auf Dauer nicht so toll aussieht, ist nachvollziehbar. Ist eben Ersatzgewebe.

ad2) Die vegetative Reaktion ist in solchen Fällen eigentlich nicht verzögert. Kann ich mir nur im Sinne eines vegetativen Anpassungsmechanismus an veränderte Volumenfüllungszustände erklären. Ihnen wir Volumen entzogen, woraufhin Herzfrequenz und Gefäßtonus u.a. angepasst werden und dann bekommen Sie Volumen zurück, was wiederum Anpassungsreaktionen notwendig macht. In diesem Fall eine Rücknahme des Sympathikotonus mit relativer Zunahme des Parasympathikotonus, also eine relativ bradykarde Lage, die bei Ihnen zunächst leichten Schwindel auslöst. Sie sind ja sonst auch nicht besonders „wetterfest“, macht aber nichts, das Problem haben Millionen Menschen.

Wenn jemand eine bessere Erklärung hat, nur raus damit.

Herzliche Grüße
sunconure

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