Veränderungen bei einem 8-jährigen

Hallo Zusammen,

ich möchte hier mal gerne wissen ob andere vielleicht die gleichen Probleme haben bzw. gehabt haben.
Unser Sohn ist jetzt acht Jahre alt und kommt in die zweite Klasse.
Zum Ende des Schuljahres sind auf einmal ganz gravierende Veränderungen aufgetreten.
Er zankt sich in der Schule immer mehr mit den anderen Kindern.
Er buhlt um die Anerkennung des Lehrers. bekommt er diese nicht wird er schnell aggresiv.
Er ist nur noch am lügen und am Geschichten erzählen.
Wobei er auch versucht Vater und Mutter auszuspielen.
Und auch seine Wahrnehmungsstörungen sind wieder verstärkt aufgetaucht (Ekel und Angst vor kleinen Tieren).
Sind dieses ganz normale Phasen der Entwicklung oder ist es mehr?
Über Antworten würde ich mich sehr freuen.

Gruß
Andy

Hallo!

Hat es denn sonst irgendwelche Veränderungen gegeben?

Also mein, doch sehr oberflächlicher Eindruck (was anderes ist so hier kaum möglich), ist, dass er in allem was du schilderst irgendwie Beachtung sucht.

Ich würde es in dieser Richtung mal versuchen, ihm davon viel zu geben, natürlich nicht auf den Wegen wie er es erreichen will. Aber Zärtlichkeit und viel Lob für wirklich positive Dinge könnten helfen.

Da können aber noch zig andere Dinge reinspielen, Freunde zum Beispiel. Hat er einen dominanten Kumpel der ihm sozusagen „die Show stielt“?

Versuch es nicht überzubewerten. So eine Vermutung bringt einen leicht auch dazu. Aber trotzdem Augen auf. Hoffentlich nur ne Phase! :wink:

Lieben Gruß,
Lara

Hallo Andy,
8 Jahre = 2. Klasse? Nur zum Verständnis.
Auf Grunde der groben Schilderung sind natürlich nur Vermutungen möglich.
Hat Dein Sohn Aktivitäten, auf die er stolz sein kann?
Ich meine damit, wie ist er gegenüber seinen Schulkameraden aufgestellt?
Hat er sportliche Aktivitäten oder Hobbys oder Talente, die es ihm erlauben mit den anderen auf Augenhöhe zu kommunizieren?

Ich finde, so wie Du das ganze schilderst fehlt ihm da etwas.
Gerade die von Dir geschilderten Überempfindlichkeiten deuten darauf hin, denn damit kann man sich etwas im Verhalten von anderen abheben und seine damit „gewonnene Individualität“ zeigen.

Sicherlich ist die Situation nicht in 1-2 Wochen zu beheben, aber die bevorstehenden Sommerferien könnten Möglichkeiten bieten, dass er im Anschluß vielleicht über tolle Aktivitäten in den Ferien berichten kann.
Kann er bereits schwimmen? Wäre ansonsten auch eine Möglichkeit die Zeit dafür zu nutzen. Ich glaube in der 3. Klasse geht ohnehin der Schwimmunterreicht los - somit wäre er nicht einer der Nichtschwimmer sonder der, der das schon kann.

Gruß Dobbs

Hallo Andy,

nur ein kleiner Denkanstoß in eine andere Richtung:

wie ist er denn im Auffassen von Dingen, lernt er schnell? Wenn ja würde ich ihn mal auf Begabung testen lassen, viele begabten Kinder äußern sich mit Aggressivität und auffälligem Verhalten, weil sie nicht ausreichend gefordert werden. Ein begabtes Kind muss nicht zwingend tolle Noten haben !

Wenn also diese Möglichkeit besteht, er in einem Gebiet sehr Aufnahmebereit ist und schnell lernt, würde ich das mal testen lassen. Ansonsten sind auch Jungs sehr sensibel und brauchen Aufmerksamkeit und Zuwendung, auch was liebevollen Umgang bedeutet… Also Kuschelstunden sind auch mal unabdingbar, wenn er das noch von euch akzeptiert ;o)

lg, Dany

noch ne Idee…
hallo nochmal,

einfach nur Brainstorming, wenn es auf euch zutrifft, gut, wenn nicht, auch gut :o)

habt ihr die Möglichkeit, ihn ein Instrument lernen zu lassen? Wenn er z.Bsp. nicht so der Typ ist, der geraderaus seine Probleme erzählt, dann könnte ihm ein Instrument emotionalem Ausgleich geben. Dann könnte er seine Emotionen damit „abspielen“, das hilft auch einigen Kindern, mit manchen Situationen besser klarzukommen. Was natürlich nicht die interfamiliäre Kommunikation ersetzen sollte, ist klar, aber ich erwähn es lieber, bevor ich da nachher vorgeworfen bekomme ;o)

Liebe Grüße,
Dany

Hallo Andy,

ich möchte hier mal gerne wissen ob andere vielleicht die
gleichen Probleme haben bzw. gehabt haben.

Ja so ähnlich,mit meinen Sohn,er hat öfters den Unterricht gestört.
Mir hat eine Erziehungsberaterin sehr geholfen.

Unser Sohn ist jetzt acht Jahre alt und kommt in die zweite
Klasse.
Zum Ende des Schuljahres sind auf einmal ganz gravierende
Veränderungen aufgetreten.
Er zankt sich in der Schule immer mehr mit den anderen
Kindern.

Könnte vielleicht Angst sein, vor den 2 Schuljahr,weil er sich überfordert fühlt oder unterfordert.

Er buhlt um die Anerkennung des Lehrers. bekommt er diese
nicht wird er schnell aggresiv.

Agressivität ist meistens ein Zeichen von Hilflosigkeit .Er weiß nicht wie er positive Aufmerksam kriegen kann,also nimmt er die negative,ein Teufelskreis.

Er ist nur noch am lügen und am Geschichten erzählen.
Wobei er auch versucht Vater und Mutter auszuspielen.

Das ist nicht nett,ich weis,wichtig ist in solchen Situationen ruhig zu bleiben und so wenig Tara wie möglich zu machen.Negatives Verhalten so weit wie möglich zu igronieren,nur kurz ansprechen ,das esnicht in Ordnung ist.Sachen die er toll macht viel,viel Loben,ich glaube ihn fehlt Selbstbewußtsein und ihr könnt es/ihn stärken.

Und auch seine Wahrnehmungsstörungen sind wieder verstärkt
aufgetaucht (Ekel und Angst vor kleinen Tieren).

Jeder Mensch hat vor irgend etwas Angst,hat für mich nichts mit Wahrnehmungsstörungen zu tun.
Ihr solltet seine Angst ernst nehmen und es akzeptieren.

Sind dieses ganz normale Phasen der Entwicklung oder ist es
mehr?

Wenn du über einige Sachen nach denkst,findest du selbst die Antwort.
Höre auf dein Gefühl/Bauchgefühl und richte dich nicht nach irgendwelchen Erziehungsbüchern,Super Nanny u.s.w

Das mit den Hobbys z.b.Sportverein,Musikinstrument u.s.w lernen finde ich eine super Idee.

Du kannst dich auch an eine Erziehungsberatungsstelle wenden,ich würde es toll finden,die Helfen einen Echt weiter.

Liebe Grüsse Sabine

Hallo,

ich halte das für normal. Alle Kinder haben eine Phase in der sie lügen und sich die unmöglichsten Geschichten ausdenken. Solange damit keinem geschadet wird, einfach tolerien, aber durchaus signalisieren, dass man nicht alles vorbehaltlos glaubt.
Das Buhlen nach Aufmerksamkeit ist ja auch an sich nichts schlechtes bzw. ein negatives Zeichen. Dass Ihr Sohn schnell aggresiv wird, kann vielleicht auch daran liegen, dass er sich wirklich vom Lehrer vernachlässigt fühlt, vielleicht wäre ein klärendes Gespräch mit dem Lehrer ratsam, oft sind es Kleinigkeiten, von denen Kinder sich verletzt fühlren. Aggressivität deutet aber auch immer auf zu viel Energie hin, vielleicht möchte Ihr Junge in einen Sprtverein? Oder wie schon angedeutet, ein Instrument lernen?
Das mit dem Ekel vor Tieren halte ich für das geringste Problem, vielleicht hat er sich das bei einer Vorbild-Person abgeguckt.
Ansonsten kann ich nur raten, reden Sie mit dem Jungen, nehmen Sie ihn ernst (womit ich keinesfalls andeuten will, dass Sie zu wenig mit Ihrem Kind reden), vielleicht hat er ja doch ein Problem oder es bedrückt ihn etwas.

Die allerherzlichsten Grüße :o)