Vor etwa 2 Wochen habe ich mir eine ca. 2 x 2cm große Verätzung mit Trichloressigsäure am Unterarm zugezogen. Die Wundheilung war bisher recht normal, es bildete sich zuerst eine Blase und dann eine Kruste die sich bisher schon (wenn auch nur sehr zögerlich) etwas zurückbildete. Heute habe ich nun bemerkt dass es um die Wunde zu einer Schwellung und Rötung kam, die Stelle sehr schmerzempfindlich auf Druck reagiert (sonst allerdings komplett schmerzfrei) und ein Teil der ansonsten rotbraunen Kruste sich grünlich gefärbt hat (ich schätze es hat sich Eiter darunter gebildet).
Nun zur Frage: Wie behandle ich das nun am Besten? Lasse ich es einfach bzw. ist zu erwarten dass die Entzündung von alleine wieder verschwindet? Oder sollte ich es lieber mit einer antibiotischen Salbe bzw. einem systemischen Antibiotikum behandeln? Und sollte diese Art von Verletzung prinzipiell besser trocken oder feucht verheilen (bisher habe ich es nicht gecremt etc.)?
aus aktuellem Anlass gebe ich dir den Rat: ab zum Arzt, heute halt zum Wochenendnotdienst! Wenn die Verletzung schon so alt ist, noch nicht richtig abgeheilt ist und sich wirklich Eiter gebildet hat, solltest du keinesfalls mehr alleine dran rumbasteln.
Warum ich gerade heute so auf Alarm bin:
Ich war heute mit meiner Mutter in der nächstgelegenen KH-Ambulanz, weil sich bei ihr eine ursprünglich kleine Brandwunde am Bein entzündet hat. Vor 2 Wochen nachts an einer Wärmflasche zugezogen, 10 Tage „normal“ verheilt, seit 3 Tagen suppt es. Trotz Antibiotikum hat es sich über Nacht zur Phlegmone mit riesigem Wundrand ausgewachsen. Wir dürfen morgen wiederkommen. Falls es nicht besser bzw. noch schlimmer wird, wird meine Mutter morgen stationär aufgenommen und bekommt eine venöse Antibiose.
Ich kann nur immer wieder raten: Bei nicht oder ewig schlecht heilenden Wunden bitte einen Arzt drüber linsen lassen.
Oh, das mit deiner Mutter tut mir leid - wünsche ihr unbekannterweise gute Besserung!
Das Problem ist dass ein Arzt mich sicher fragen würde wie es zur der Verätzung mit Trichloressigsäure kam - diese Situation würde ich gerne vermeiden
Ich hätte allerdings noch systemische Antibiotika hier die ich im Zweifelsfalle einnehmen könnte - mehr würde ein Arzt vermutlich auch nicht tun, oder?
Das Problem ist dass ein Arzt mich sicher fragen würde wie es
zur der Verätzung mit Trichloressigsäure kam - diese Situation
würde ich gerne vermeiden
Hast du was Illegales oder Unanständiges angestellt oder warum kannst du dem Arzt nicht sagen, was passiert ist? Außerdem musst du dem Arzt auch nicht sagen, wie es passiert ist. Mit der Beschreibung „Verätzung durch Trichloressigsäure“ sollte es reichen, eine Behandlung zu beginnen.
Ich habe allerdings noch systemische Antibiotika hier die ich
im Zweifelsfalle einnehmen könnte - mehr würde ein Arzt
vermutlich auch nicht tun, oder?
Bist du sicher, dass du die für dein Problem richtigen Antibiotika daheim hast? Und auch in ausreichender Dosierung und Menge? Mit Antibiotika experimentiert man nicht rum!
Sagen wir es so, es war nicht wirklich nach Bestimmung. Aber klar, begründen wie das passiert ist muss ich ja nicht unbedingt.
Ja, passende Antibiotika habe ich da - habe ich erst kürzlich wegen einer Weichteilinfektion erhalten und sind auch für Infektionen der Haut geeignet. Ich frage mich halt ob das nicht eventuell mit ‚Kanonen auf Spatzen geschossen‘ wäre oder ob eine antibiotische Salbe geeigneter wäre.
Aber schonmal vielen Dank für deine Antworten! Ich war mir nicht sicher ob das überhaupt behandelt werden sollte oder ob ich lieber abwarten sollte, aber dann werde ich wohl doch vom Warten absehen
Sagen wir es so, es war nicht wirklich nach Bestimmung. Aber
klar, begründen wie das passiert ist muss ich ja nicht
unbedingt.
Ja, passende Antibiotika habe ich da - habe ich erst kürzlich
wegen einer Weichteilinfektion erhalten und sind auch für
Infektionen der Haut geeignet.
Sag, bist du nur ein Dummfrager oder bist du dumm?
Wenn du schon so bescheuert (sorry, aber pfffft) bist, so ein Zeug nicht bestimmungsgemäß zu verwenden, dann solltest du wenigstens jetzt Manns genug sein, vernünftig zu handeln. Mit so etwas spasst man nicht und schon gar nicht verschreibt man sich selbst Antibiotika und schon überhaupt nicht wenn man kürzlich das gleiche Präparat schon mal genommen hat. Das kann ganz böse enden.
Also: Mit einem „ich hab Mist gebaut“ in der Brust zum Profi gehen. Ggf. fragt der gar nicht näher nach - und wenn, dann wirst du das angenehmer überleben als weitere Selbstversuche!
Mit
so etwas spasst man nicht und schon gar nicht verschreibt man
sich selbst Antibiotika und schon überhaupt nicht wenn man
kürzlich das gleiche Präparat schon mal genommen hat. Das kann
ganz böse enden.
Danke Janina, du nimmst mir das Wort aus dem Mund!
So, und du, lieber Dummfrager, kannst gerne warten, wenn es noch nicht soooo schlimm ist (was ich sogar ernst meine, du allein weißt, wie deine Wunde wirklich aussieht und wie sie sich anfühlt). Aber wenn es schlimmer wird, nimmst du das Antibiotikum bitte NICHT ohne Rücksprache mit einem Arzt. Sonst kommt zu unsachgemäßen Verwendung von Chemikalien noch unsachgemäße Einnahme von Medikamenten dazu.
Nun zur Frage: Wie behandle ich das nun am Besten?
Du schon mal gar nicht.
Wenn Du weitere gf. weit unangenehmere Folgen vermeiden willst, gehst Du am besten zum Arzt und zwar zu keinem ‚normalen‘, sondern einen, der sich mit solchen Verätzungen auskennt.
Das was sich da entwickelt, kann, wenn DU Pech ahst massive Folgen nach sich ziehen, von denen die Frage, wie Du das gemacht hast, die mit Abstand geringste ist!
Lasse ich
es einfach bzw. ist zu erwarten dass die Entzündung von
alleine wieder verschwindet?
Seeehr schlecht Idee!
Oder sollte ich es lieber mit
einer antibiotischen Salbe bzw. einem systemischen
Antibiotikum behandeln?
Auch eine schlecht Idee!
Und sollte diese Art von Verletzung
prinzipiell besser trocken oder feucht verheilen (bisher habe
ich es nicht gecremt etc.)?
Du solltest einen Spezialisten aufsuchen und zwar sehr schnell!
Frag beim notärztlichen Dienst nach, welche Klinik in Deiner Nähe einen Spezialisten dafür hat und fahr schnell dorthin.
Das was Du da hast ist kein Spaß!
blöde Sache, denn solche Verätzungen sind mehr als unangenehm,
eigene Erfahrung!
Von den Schmerzen her ging es eigentlich - nachdem die TCA mit der Haut in Kontakt kam färbte sie sich sofort weiss und brannte eigentlich nur so lange bis sich die Blase gebildet hatte. Das hat keine fünf Minuten gedauert…
Oder eine Nekrose
Grün? Sollte sich das Gewebe bei einer Nekrose nicht eher dunkler färben?
Wenn Du weitere gf. weit unangenehmere Folgen vermeiden
willst, gehst Du am besten zum Arzt und zwar zu keinem
‚normalen‘, sondern einen, der sich mit solchen Verätzungen
auskennt.
Das könnte sich gerade am Wochenende etwas schwierig gestalten - dass ausgerechnet dieser Spezialist den Wochenend-Nachtdienst in der Klinik hat halte ich für sehr unwahrscheinlich…
Seeehr schlecht Idee!
Auch eine schlecht Idee!
Ok, gut - ihr habt mich überzeugt Nicht selbst daran rumdoktern und zum Arzt gehen… Aber den Notdienst tu ich mir heute nicht an; das letzte Mal als ich dort war bin ich nach vier Stunden Wartezeit ohne einen Arzt gesehen zu haben wieder gegangen. So schlimm sieht es meiner Meinung nach ja gar nicht aus, ok es ist etwas entzündet und die grünliche Färbung hatte mich irritiert - aber es macht mir nicht den Eindruck als ob das nicht bis Montag warten könnte.
Dennoch würde mich interessieren wie deine Verätzung behandelt wurde.
So, und du, lieber Dummfrager, kannst gerne warten, wenn es
noch nicht soooo schlimm ist (was ich sogar ernst meine, du
allein weißt, wie deine Wunde wirklich aussieht und wie sie
sich anfühlt). Aber wenn es schlimmer wird, nimmst du das
Antibiotikum bitte NICHT ohne Rücksprache mit einem Arzt.
Ok, ich nehme mir Eure Ratschläge zu Herzen
Ich warte ab bis Montag (falls es morgen nicht schlimmer sein sollte) und werde dann einen Arzt aufsuchen. Die Wunde sieht meines Erachtens nach wirklich nicht besonders schlimm aus.
Dennoch würde mich interessieren wie deine Verätzung behandelt
wurde.
ich hatte nur kleine Pusteln, weil etwas TCA-Staubkörnchen auf die Haut kamen, ca. zehn Stück.
Der Werkarzt des Forschungszentrums kannte sich mit Verätzungen aus, die hatte er nicht zum ersten mal gesehen. Die Pusteln schmerzten zwar, aber waren nicht kritisch. Die Heilung dauerte zwar und von einem Pustel kann man heute noch eine Narbe sehen, aber alles heilte von selber ab.
Verfärbungen wie bei Dir hatte ich keine. Alleine das würde mir schon einige Sorgen machen.
Bitte um Entschuldigung, wenn ich kurz etwas dazu sage:
Die grünliche Verfärbung rührt von einer Infektion, wahrscheinlich mit vergrünenden Streptokokken So heißen die wirklich.
Therapie: Säuberung, Schorf und Nekrosen abtragen, lokale Desinfektion, z. B. mit Polyhexanid. Flüssig! Keine Salbe.
Braucht man keinen Spezialisten für, kann jeder Allgemeinmediziner. Und für alle zur Kenntnisnahme: Mit Lappalien zur Notaufnahme zu gehen, verlängert die Wartezeit der anderen deutlich, weil das System "verstopft wird. Also zum niedergelassenen Arzt, DER wartet auf solche Kleinigkeiten.
Bitte um Entschuldigung, wenn ich kurz etwas dazu sage:
Dafür musst du dich nicht entschudigen
Die grünliche Verfärbung rührt von einer Infektion,
wahrscheinlich mit vergrünenden Streptokokken So heißen die
wirklich.
Interessant, an sowas habe ich nicht gedacht!
Therapie: Säuberung, Schorf und Nekrosen abtragen, lokale
Desinfektion, z. B. mit Polyhexanid. Flüssig! Keine Salbe.
Die Narbenbildung wird bei der Abtragung wohl ziemlich erhöht, oder? Wäre auch 3% H2O2 zur Desinfektion geeignet? Das hätte ich nämlich noch da. Wieso sollte denn keine (antibiotische) Salbe aufgetragen werden? Ich glaube dir das natürlich, aber der Hintergrund würde mich schon interessieren…
Mit Lappalien zur Notaufnahme zu gehen, verlängert die Wartezeit
der anderen deutlich, weil das System "verstopft wird. Also
zum niedergelassenen Arzt, DER wartet auf solche
Kleinigkeiten.
H2O2 zur Säuberung. Meinetwegen ein Mal. Würde ich selbst aber nicht machen. Narbenbildung muss man als NEBENASPEKT betrachten.
Salbe läßt Wunden schmierig werden, dann weitere Verschmutzung und Infektgefahr. Dein Arzt kennt sich aus.
Und für alle zur Kenntnisnahme: Mit
Lappalien zur Notaufnahme zu gehen, verlängert die Wartezeit
der anderen deutlich, weil das System "verstopft wird. Also
zum niedergelassenen Arzt, DER wartet auf solche
Kleinigkeiten.
Ich widerspreche. Eiternde und möglicherweise nekrotisierende Wunden sind KEINE Lappalie. Himmel noch eins
Außerhalb der üblichen Sprechzeiten, also Nachts, am Wochenende und an Feiertagen geht man zum Ärztlichen Notdienst. Mancherorts sind das niedergelassene Ärzte, die Bereitschaft schieben. Andernorts sind die Notambulanzen einem Krankenhaus angeschlossen. Man geht unter anderem zum Notdienst, wo auch immer der sich befindet, wenn sich lange hinziehende Dinge außerhalb der Sprechzeiten verschlimmern. Oder auch dann, wenn man nach 2 Wochen anfängt darüber nachzudenken, ob einem die grünspanbildende Wunde zum Nachdenken bringen sollte oder nicht.
Im Übrigen sind niedergelassene Chirurgen für schwärende Hautwunden deiner Art zuständig, wie ich mir heute habe sagen lassen. Natürlich auch Hausärzte, sofern sie sich mit Wundversorgung wirklich gut auskennen (unsere Hausärztin z.B. eher nicht). Dass du dir einen Arzt suchen sollst, der sich mit Verätzungen auskennt, hat Gandalf aber schon ausführlichst erklärt.
Oder auch dann, wenn man nach 2 Wochen anfängt darüber
nachzudenken, ob einem die grünspanbildende Wunde zum
Nachdenken bringen sollte oder nicht.
Also bitte - ich habe nicht zwei Wochen nachdem sich die grünliche Färbung bildete angefangen darüber nachzudenken, sondern die Färbung bildete sich erst nach zwei Wochen. Das ist ein Unterschied, denn vorher gab es keinen Grund sich Gedanken zu machen
Im Übrigen sind niedergelassene Chirurgen für schwärende
Hautwunden deiner Art zuständig, wie ich mir heute habe sagen
lassen.
Na hätte ich das mal vorher gewusst Wir haben hier einen niedergelassenen Chirurgen der auch immer am Wochenende geöffnet hat - aber jetzt habe ich bereits einen Termin beim Hausarzt für morgen…
Geht einfach mal zum Arzt!!! Soetwas sollte man NIE selbst behandeln! Es gibt Wechselwirkungen im Körper, die wir als Laien einfach nicht beurteilen können! Deshalb müssen Ärzte auch so lange studieren, um soetwas in etwa richtig behandeln zu können. Wenn Du zu lange wartest, bekommst Du am Ende noch eine Sepsis, Blutvergiftung, o.ä.- weiss Du, ob Du gegen Tetanus geimpft bist? Auch das kann nur ein Arzt entscheiden, ob es dann nötig wäre.
Viel Erfolg und gute Besserung!
Gruss, Kirsten