Verantwortung

Hallo.
Frage mich gerade

wenn es nur Vorteile hat, sich um jede Verantwortung zu drücken (es hat ja viele Vorteile?, es macht das Leben leichter), warum macht es nicht jeder, indem er z.B. nicht arbeitet und nur nach eigenen Vorstellungen lebt? Zwingen kann man dazu ja niemanden…

Grüße I.

wenn es nur Vorteile hat, sich um jede Verantwortung zu
drücken

Hat es aber nicht. Wer Verantwortung übernimmt, hat in der Regel auch die Freiheit, zu entscheiden.

Es ist ein häufig zu beobachtendes Problem, das Menschen für ihre Freiheit streiten, aber nicht bereit sind, die daraus resultierende Verantwortung zu übernehmen.

warum macht es nicht jeder, indem er z.B. nicht
arbeitet und nur nach eigenen Vorstellungen lebt?

Nach eigenen Vorsrtellungen zu leben heißt aber, in hohem Maße auch die Verantwortung für diese Vorstellungen übernehmen zu müssen. Sonst ist das bloß ein „Wasch mich, aber mach mich nicht naß.“ Verantwortung heißt, die Konsequenzen der eigenen Entscheidungen zu tragen.

Kann es sein, daß Du vielleicht nur eine ganz bestimmte Form von Verantwortung meinst?

Gruß,
Max

Selbstwert
Wir sind soziale Wesen. Man möchte auch vor sichselber geradestehen und sich im spiegel begucken können.

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Hallo,

im Radio hab ich mal gehört, was folgt.

Ein Junge fragt seinen Vater, ein Rabbiner, was denn der Sinn des Lebens ist.

Der Rabbiner überlegt lange und gründlich und sagt dann seinem Sohn:
„Verantwortung übernehmen. Das ist der Sinn des Lebens.“

Dem muss ich folgen.

Wer beizeiten lernt, Verantwortung zu haben, tut sich im Leben leichter.

Das im Kindesalter Verantwortung für ein Haustier sein, oder später für ein kleines Geschwisterchen usw. usf.

Ich glaube, wer sich auf Dauer der Verantwortungsnahme entzieht, wird krank. Weil der Sinn fehlt.

Grüße

To.i

Hallo,

Wir sind soziale Wesen. Man möchte auch vor sichselber
geradestehen und sich im spiegel begucken können.

Vielleicht schauen manche Menschen besonders oft in den Spiegel, damit sie sich sicher sind, wie (toll) sie aussehen, so, dass sie vor sich selber gerade stehen können- vor ihrem Selbst(spiegel)bild. Dass es nicht so ganz klappt, spüren sie vielleicht körperlich. Und verlangen dann von einem Gegenüber, dass dieser die Störung wegmacht (z.B. auch anstatt woanders zu „stören“, d.h. ihnen Rückmeldung zu geben, sie zu spiegeln).

Das können dann wohl gerade die sein, die sich nicht erkennen können / wollen- als Wesen überhaupt, oder Mensch, und deswegen keine Entscheidungen treffen können (von wo aus, wenn sie sich nicht wahrnehmen), die versuchen, dann mit ihrem Bild zu verschmelzen. Die den sozialen Kontakt nicht spüren wollen (stattdessen), und somit keine Nähe aushalten.

Sie sind vielleicht gespalten und können auch daher keine Entscheidung treffen und somit auch keine Verantwortung tragen, erst einmal müssten sie sich selbst reparieren. Der Drang nach Aufrechterhaltung der Spaltung und Vermeidung der ganzheitlichen Selbstwahrnehmung muss sehr gross sein- um keine Verantwortung tragen zu müssen, sich nicht den Anderen stellen zu müssen?

Wie hält man das auf Dauer aus?

Gruß Igeline