Hallo,
was zunächst wie Kindererziehung klingt, bezieht sich (leider) auf erwachsene Menschen.
Meine Frage lautet: Wie bekommt man Menschen dazu Regeln einzuhalten und verantwortungsvoll zu handeln, bzw. nicht nur an sich zu denken, sondern auch an die Gemeinschaft, die einem umgibt? Gibt es dazu Strategien, die funktionieren?
Die Situation ist die, dass es zwar eine vorgeschriebene „Hausordnung“ gibt, aber sich eine Minderheit der Nutzer nicht daran halten und dabei andere (Mehrheit) damit ärgern und sogar gefährden. Der Haken ist, dass niemand auf Grund des Verhaltens ausgeschlossen wird, sondern höflich auf sein Fehlverhalten angesprochen wird. Ergebnis: keins.
Was kann man tun, um Menschen dazu zu bringen sich an eine Regel zu halten, sozusagen aus innerer Überezeugung eher als durch Konsequenzen?
Bin gespannt auf die Antworten!
Viele Grüße
Hoi,
entweder auf „Kinderart“, wie früher auch oder eben durch Konsequenzen durch die Regelverstöße.
Anders geht es nicht.
Hanzo
Hi
Ich beziehe mich mal auf Hausordnung , denke dabei an ein Mehrfamlienhaus und beziehe mich bei regeln der Gemeinschaft auf das Verhalten eines Bewohners .
Oft gibt es da Stressituationen wofür für diese Person eigentlich noch nicht einmal etwas kann .
bei uns im Mietshaus bin ich gelegentlich auch schon mal der „Anschisspunkt“ da habe ich z.b. Kehrwoche und kurz vorher kommt ein Dienstplan rein , manchmal sogar telefonisch am Freitag abend , das ich am Samstag eine Baustelle abnehmen muss und komme erst spät abends zurück .
gekehrt worden ist nicht ! … morgens um 4 Uhr , als ich aufstehen musste , klingele ich keinen Nachbar raus um ihm zu fragen ob er für mich die Treppe kehrt .
Der würde mal eben den Besen umdrehen um die Uhrzeit …
Dann passiertt es zufällig das mal beim aufstehen um die Uhrzeit etwas auf den Boden fällt , der Mieter untendrunter war dann abends als ich nach Hause kam etwas angesickt , was das für’n krach war morgens um viertel nach 4 .
Sorry , das Glas mit Gurken hatte ich gar nicht greifen wollen , das habe ich versehentlich aus dem Kühlschrank geschubst gehabt , da war irgendwas daran hängen geblieben.
Das sind Dinge die passieren , das mit der Kehrwoche wird es immer wieder geben , das ich da gar nicht zu hause bin .
Die Frage zurück , sind es Dinge die man als „Bedingt des Alltagsbildes der Person“ als gegeben sehen müsste , oder sind es Dinge die man abstellen könnte , ohne das man in das Leben der Person eingreifen muss , z.b laute Musik und Privatparty’s die sich täglich bis in die Puppen abspielen .
Toni
Hi,
bei uns im Mietshaus bin ich gelegentlich auch schon mal der
„Anschisspunkt“ da habe ich z.b. Kehrwoche und kurz vorher
kommt ein Dienstplan rein , manchmal sogar telefonisch am
Freitag abend , das ich am Samstag eine Baustelle abnehmen
muss und komme erst spät abends zurück .
gekehrt worden ist nicht !
Für die meisten Dinge des Alltags gibt es einfache Lösungen. Da das Problem bei Dir ja immer mal wieder auftritt, würde ich ein nettes Schild malen/schreiben: „Habe Dienst, kehre morgen“ und es an die Tür hängen. Dann hast Du einen Weg gefunden Dich an die Regeln zu halten und der Hausfrieden ist wieder hergestellt.
Gruß,
Anja
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Hallo.
Gerade beim Thema Hausordnung würde ich zunächst einmal versuchen, die Hausgemeinschaft einzuberufen und die einzelnen Punkte durch gehen.
Und vor allem darauf achten, wie der Einzelne sie auffasst.
Da gehen die Meinungen gewöhnlich weit auseinander.
Während die einen z.B. meinen, man müsse im Flur sofort jede Trittspur beseitigen und quasi ständig vom Fußboden essen können, denken andere, dass es erst sinnvoll ist zu putzen, wenn es schmutzig ist.
Während der eine beim Anblick eines marodierenden Staubkörnchens fast einen Herzinfarkt bekommt, kann sich der andere wunderbar mit Staub arrangieren.
Während der eine relativ glücklich sein Leben lebt, findet der andere seine Befriedigung darin, sich anhand der Fehler seiner Mitmenschen ständig zu bestätigen, wie gut er ist.
Gruß Nemo.
Der froh ist, einen eigenen Eingang zu haben und ausrasten würde, wenn jemand versuchte, ihn zu erziehen.
Hallo,
es geht um, sagen wir mal „periphäre Personen“ einer Gemeinschaft.
Ich finde Dein Beispiel mit dem Mietshaus ganz gut - vorausgesetzt es handelt sich um Fehlverhalten von den Eigentümern und nicht von Mietern. Wobei es auch Fehlverhalten von Mietern gibt, die nicht unbedingt mit einer Kündigung enden müssen.
Ein Beispiel hier wäre Mülltrennung: Die Bewohner des Hauses haben ihren Müll in die vorgesehenen Tonnen zu entsorgen. Das tun die meisten auch. Einige, wenige tun es aber nicht. Sie tun Glas und Pappe in die gelbe Tonne und irgendwann stellt die Recylclingfirma keine Tonne mehr hin, da sich darin zu viel Fremdmaterial befunden hat. Jetzt muss der Rest des Hauses damit klar kommen, dass es keine gelbe Tonne mehr gibt, nur weil einige zu blöd sind sich an die Regeln zu halten.
Was macht man da?
Viele Grüße
Hallo,
Konsequenzen (Ausschluss) ist ausgeschlossen (nicht erwünscht), bleibt also auf „Kinderart“ - wie meinst Du das?
Viele Grüße
Hallo,
konkret geht es um eine Schule und das Verhalten der Eltern - das Ganze lässt sich aber auch gut auf ein Mehrfamilienhaus übertragen.
Es gab schon mehrere Sitzungen zum gleichen Thema. Die Meinungen der anwesenden Nasen gehen nicht sehr weit auseinander (sonst wären sie ja auch nicht so engagiert als Vertreter).
Es geht auch nicht um belanglose Staubkörner. Das mit der Kehrwoche hat hier jemand anders als Beispiel eingeworfen. Ich hatte geschrieben, dass es um die Sicherheit geht.
Viele Grüße
Hi
Konsequenzen (Ausschluss) ist ausgeschlossen (nicht
erwünscht),
Ich habe nichts von Ausschluss gesagt, es können auch andere Konsequenzen gemacht werden, bzw. Strafen eingeführt werden für Fehlverhalten.
bleibt also auf „Kinderart“ - wie meinst Du das?
Stille Treppe, Wuthöhle oder zur Adoption frei geben … eben so, wie man Kleinkinder erzieht/ erziehen sollte.
mfg,
Hanzo
Hallo,
konkret geht es um eine Schule und das Verhalten der Eltern -
das Ganze lässt sich aber auch gut auf ein Mehrfamilienhaus
übertragen.
Hi
sag’ das doch gleich , das du Schule meinst !
Ich bin beruflich für Sicherheit und Sicherheitselektronik zuständig ( wie auch sonst käme es dazu , das Samstags eine Baustelle abgenommen werden muss , wann haben die Kid’s keine Schule … ? )
und ich kann dir sagen , das was du da beanstandest , ist an allen Schulen gleich .
Da wird vor der Schule im absoluten Halteverbot geparkt , der Busparkplatz wird zugeparkt ,einige fahren mit dem Auto bis auf den Schulhof bis vor die Türe .
es wird der Müll von zuhause mitgebracht und in die Papierkörbe auf dem Schulhof gedrückt .
und einige Eltern lassen dann noch mal eben den Hund auf die Schulwiese kacken , bevor Sie wieder nach Hause fahren.
Gerade wenn ich letzteres mitbekomme , einige Schulen haben ja inzwischen wegen Gewalttätigkeiten Cameras installiert und ich habe so fälle schon auf der Festplatte und auch schon in dem moment der Prüfung der Anlage auf frischer Tat mitbekommen.
Da bekommt man als Antwort : wo soll der Hund den kacken , zu Hause ginge das nicht .
Und auf der Schulwiese , wo Kinder spielen ist das OK ?
Die Diskussionen enden uneinsichtig im nichts !
Wenn der Datenschutz das erlauben würde , könnte ich ihnen mal eine Woche aufzeichnung zeigen , was glauben Sie was es da alles an unmöglichkeiten der Eltern gibt .
Sie sind da soeben im Film „Titanic“ und Sie fangen gerade an wie Don Quishotte …
Toni
Hallo,
vielen Dank für die Ernüchterung. Ich habe nicht umsonst im Psycholgie Brett gepostet - gibt es Strategien um erwachsene Menschen zur Einsicht und Umsicht zu bekommen. Ohne Gewalt und ohne Drohungen?
Viele Grüße
Hallo,
Ich habe nichts von Ausschluss gesagt, es können auch andere
Konsequenzen gemacht werden, bzw. Strafen eingeführt werden
für Fehlverhalten.
Was für Strafen sollen es denn sein?
bleibt also auf „Kinderart“ - wie meinst Du das?
Stille Treppe, Wuthöhle oder zur Adoption frei geben …
eben so, wie man Kleinkinder erzieht/ erziehen sollte.
Was soll das denn? Ich rede hier über erwachsene Menschen. Willst Du einen Chirurgen der Charité auf eine stille Treppe in den Schulflur setzen, damit er darüber nachdenkt wer stärker und schneller ist: das Kind oder sein Auto?
Viele Grüße