Verarbeitung von G4-Grundierung und Estovoss-Terrassenbeschichtung

Hallo;
ich plane in den kommenden Wochen unsere Terrasse nach ca.13 Jahren wieder neu zu versiegeln. Ich hatte schon mal in einem anderen Beitrag hier mir diesbezüglich Rat gesucht, u.a. auch wegen dünnen Rissen.
Da leider der private Malerbedarfhändler, der echt Ahnung von der Materie hatte, nicht mehr existiert, war es erstmal schwer herauszufinden, mit was genau die Terrasse damals versiegelt wurde. Jedenfalls hat das Zeug prima gehalten und einen sandfarbenen Farbton gehabt.
Jetzt haben wir es anhand von alten Rechnungen herausgefunden : Es war G4-Grundierung:
http://www.vosschemie.de/uploads/tx_voss/G4_Grundier…

Mein Vater ist sich nicht sicher, ob damals noch etwas anderes draufgestrichen wurde - aber nach meinem Verständniss muß das wohl so gewesen sein, da ja G4 nur eine Grundierung ist, oder!? (Quasi „Frage Nr. 1“… :wink:)
Ich plane nach der Grundierung Estovoss-Super-Terrassenversieglung aufzutragen :
http://store.lksshop.de/epages/61600717.sf/de_DE/?Ob…

Jetzt meine weiteren Fragen :
Da ja schon eine G4-Grundierung aufgetragen wurde, auch wenn die schon etwas alt ist, und der Untergrund auch - bis auf dünne Spannungsrisse, welche ich mit Thomsit Geßharz R727 vorbehandeln will (nach Rat aus diesem Forum) . noch absolut fest ist, muß ich da nochmal mit G4 drauf oder reicht ein aufrauhen der Oberfläche und maximal eine G4-Versiegelung der Bereiche der vergossenen und abgeschliffenen Risse??
Oder muß ich den alten Grund zwanghaft bis zum Estrisch abschleifen???

Und noch eine letzte Frage : So richtig schlau werde ich in der o.g. Beschreibung der G4-Grundierung nicht über die Angabe der Weiterverarbeitung…
Also wie gesagt, ich plane Estovoss drauf zu streichen, ein 1-Komponenten-Produkt - wie lange muß ich da die Grundierung trocknen lassen??
Voll austrocknen oder muß sie noch leicht kleben??

Schon mal Danke im voraus!!
MfG
aiktr123

hi,

das Datenblatt ist doch relativ eindeutig. Würde es für eine Grundierung sowie auch für eine nutzbare Beschichtung halten.

Risse: Wenn es keine durchgehenden Risse sind würde ich das G4 drüberpinseln. Es scheint sehr flüssig (flüssiger als das Gießharz) zu sen, sodass es den Riss zumindest teilweise verfüllen wird.
Ist es aber ein Riss, der nicht nur verfüllt,. sondern auch stabilisiert werden soll, sind Gießharz und Estrichklammern die bessere Wahl.
Danach anschleifen, damit es wieder eben ist. Mit dem Harz nicht unnötig rumsauen, der zieht auch in den Estrich und verschließt die Poren.

Würde fast meinen, für eine gute Haftung sollte der alte Anstrich runter. zumal nicht klar ist, was da noch drauf ist.

Bei Beton, Estrich und Holz ist darauf zu achten, dass eine ausreichende Porösität (z.B. keine Schlämme) für die Verankerung des G4 vorhanden ist.

Überarbeitbar steht relativ klar drin:

Bis auf die Haftvermittler-Funktion bei GFK-Beschichtungen, bei der mindestens 0,5 und maximal 4 Stunden zwischen

dem Aufbringen des G4 und dem Kontakt mit dem Polyesterharz liegen müssen, ist bei einkomponentigen Folgebeschichtungen stets eine (gerade) klebfreie Oberfläche abzuwarten.

Quelle: http://www.vosschemie.de/uploads/tx_voss/G4_Grundier…

grüße
lipi

Hallo;
danke für die Antwort!!

hi,

das Datenblatt ist doch relativ eindeutig. Würde es für eine
Grundierung sowie auch für eine nutzbare Beschichtung halten.

Also meinen Sie, dass man G4 auch als alleinigen Anstrich lassen kann??
Das würde erklären, warum mein Vater sich nicht erinnern kann, ob und was drauf gepinselt wurde…

Überarbeitbar steht relativ klar drin:

Bis auf die Haftvermittler-Funktion bei GFK-Beschichtungen, bei der mindestens 0,5 und maximal 4 Stunden zwischen

dem Aufbringen des G4 und dem Kontakt mit dem Polyesterharz
liegen müssen, ist bei einkomponentigen Folgebeschichtungen
stets eine (gerade) klebfreie Oberfläche abzuwarten.

Ehrlich gesagt ist genau DAS, das was mich verwirrt - ich meine, bei einen Wand- oder Deckenanstrich, gut - aber wie soll das bei einem Bodenanstrich funktionieren??
Das würde doch heißen, dass der „Anstreicher“ auf der „gerade klebefreien Oberfläche“ rumtrampeln muß - eine etwas wage Beschreibung…
Klingt wie „zulange klebefrei“ hält nicht, „zu kurz klebefrei“ auch nicht gut…
Denn wenn einfach nur „klebefrei und fest“ könnte man ja das Estovoss direkt auf die noch gute G4-Oberfläche pinseln…
Aber vielleicht reicht ja auch wirklich nur eine G4-Beschichtung??
Dann würde ich die alte abschleifen, Risse versiegeln , diese verschleifen und dann neu mit G4 drauf…
Oder ??

Danke!!

MfG
aiktr123

hi,

Also meinen Sie, dass man G4 auch als alleinigen Anstrich
lassen kann??

ich würde das Datenblatt so interpretieren, ja.
Ist der alte Anstrich denn gelblich-transparent? Würde ich doch annähern klären lassen ob da noch mehr drauf gekommen ist.

Ehrlich gesagt ist genau DAS, das was mich verwirrt - ich
meine, bei einen Wand- oder Deckenanstrich, gut - aber wie
soll das bei einem Bodenanstrich funktionieren??

Es gibt auch andere Grundierungen, die in gewisser Zeit überarbeitet werden müssen.
Gerade so klebefrei heißt für mich grundsätzlich erstmal klebefrei und begehbar.

Klingt wie „zulange klebefrei“ hält nicht, „zu kurz klebefrei“ auch nicht gut…

jo, die Tabelle deutet stark darauf hin.

Aber vielleicht reicht ja auch wirklich nur eine G4-Beschichtung??

Das würde ein Anruf bein Hersteller relativ schnell klären.

Dann würde ich die alte abschleifen, Risse versiegeln , diese
verschleifen und dann neu mit G4 drauf…
Oder ??

würde erst die Risse verharzen und dann die alte Beschichtung abschleifen. Dann hat man in dem Arbeitsgang die Fläche gleich wieder gleichmäßig.

Ich les da aber was von mehr oder minder transparenter Farbe. Verharzte Risse würden die Optik da schon erheblich beeinträchtigen und ohne Quer eingelegte Estrichklammern kann man sich den Aufwand sparen.

grüße
lipi