Hallo.
ich habe letztens mal gehört, dass das originalteil bei
auslieferung (also neuwagen) immer ein anderes ist als später
die original ersatzteile. folglich hält ein ersatzteil auch
nicht immer so lange wie das original. auch wenn es ein
original-ersatzteil des fahrzeugherstellers ist.
… die info habe ich bei einer werkstatt aufgeschnappt, wo
ein kunde genau diese frage gestellt hat - es ging auch da um
einen auspuff.
Ersatzteile werden in der gleichen Serie gefertigt wie die initial verbauten Teile auch. Wenn wir z.B. 10000 Pkw-Ausgleichgehäuse bauen, sind davon meinetwegen 7000 für die Serie und 3000 für ET. Hältst Du die beiden Teile nebeneinander, stellst Du keinen Unterschied fest.
Da solche Ersatzteile aber u.U. jahrelang irgendwo im Lager liegen, womöglich noch verschifft oder verflugzeugt werden müssen, werden sie zusätzlich, z.B. konserviert. Das ändert nix an den technischen Eigenschaften, schützt aber vor Korrossion.
Wenn jetzt eine technische Änderung in der Serie verbaut wird, sich also das Originalteil ändert, kannst Du davon ausgehen, dass auch das Ersatzteil geändert wird. Davon kann nur abgewichen werden, wenn die Änderung technisch, vor allem sicherheitstechnisch, nicht relevant ist (sprich : ob Du Version 1 oder 2 verbaust, ist mit Brät gefüllter Darm). Der Regelfall ist das aber nicht.
Etwas anderes sind Austauschteile, wie bspw. Kolbenringe, die ja den inzwischen entstandenen Verschleiß ausgleichen müssen und deswegen ein anderes Maß haben als die Originalteile. Auch Übermaßkolben und Bremsteile, aber auch Achskomponenten, sind deswegen - i.a. nur von den Abmessungen her - technisch nicht gleich den Originalteilen.
Was den Auspuff angeht : Da gibt es nix auszugleichen, sondern nur zu ersetzen. Wenn ein Original-Ersatzteil nicht so lange hält wie das Originalteil, hat das nix, aber auch gar nix, mit Material oder Fertigungsverfahren zu tun. Es kann natürlich sein, dass ein Händler sich Auspüffe von 1995 auf Lager legt und diese dann sich selbst überlässt. Wenn dann die Konservierung nicht toll ist, die Teile vielleicht schon mal nass geworden sind …, dann ist das genau so gut, als ob man ein gebrauchtes Teil als „Ersatzteil“ nimmt. Methode hat das aber für das Werk ganz bestimmt nicht. Stell Dir mal vor, man wollte aus Kostengründen für jedes Originalteil noch ein minderwertiges „Original-Ersatzteil“ produzieren : Dass das wirtschaftlich sein soll (der ganze Mumpitz müsste ja auch noch dokumentiert und getrennt vorgehalten werden; Werkzeugkosten etc. pp. will ich gar nicht weiter untersuchen), müsste mir erst mal jemand erklären.
Gruß Eillicht zu Vensre