Verben (Lehramt für Grundschule-->Prüfungsthema

Hallo,

ich mache demnächst Examen und mein Schwerpunktthema in Deutsch lautet „Verben“. Habe auch schon einige Bücher zur Sprachwissenschaft gelesen. Was mir allerdings Probleme bereitet, ist die Didaktik. Dazu habe ich weder im Internet noch in der Bibliothek was brauchbares gefunden. Vielleicht habe ich ja falsch gesucht?! Kann mir jemand vielleicht ein gutes Buch oder eine Seite im Internet empfehlen?
Wie bereite ich mich denn am besten für den didaktischen Teil vor? Bin momentan etwas ratlos und die nächste Sprechstunde meines Prüfers ist leider erst wieder in ein paar Wochen (wg. Semesterferien). Wäre daher super, wenn mir jemand helfen könnte.
Von Kommilitonen habe ich erfahren, dass beliebte Prüfungsfragen z.b. so lauten:

>>Was sagen Sie einem Kind (2. Klasse), das schreibt: „Gestern schwimmte (!) ich im See“?
Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um diesen Fehler in Zukunft zu vermeiden?

Hallo

Den Hauptteil deiner Frage kann ich nicht beantworten.
Aber was dieses Beispiel betrifft, dazu kann ich eine naive Antwort
geben, die vielleicht trotzdem hilfreich ist.

>>Was sagen Sie einem Kind (2. Klasse), das schreibt:
„Gestern schwimmte (!) ich im See“?
Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um diesen Fehler in Zukunft zu
vermeiden?

Hi!

Mit welchen Suchbegriffen hast du denn so gearbeitet bei deiner Recherche? Ich würd´s mal mit „Sprachdidaktik“ probieren, darunter fällt an sich auch alles, was mit Grammatik zu tun hat. Allgemeine Didaktik-Bücher enthalten, gerade was Vermittlungsmethoden angeht, auch recht gute Hinweise.

Ansonsten hier mal ein paar Literaturbeispiele (gegoogelt):

Steinig, Wolfgang (2002): Sprachdidaktik Deutsch, Berlin,

Schober, Otto (1998): Deutschunterricht für die Grundschule, Bad Heilbrunn

Hinney, Gabriele/Menzel, Wolfgang: Didaktik des Rechtschreibens, in: Lange, Günter (Hg) (neuere Auflage!): Taschenbuch des Deutschunterrichts, Baltmannsweiler

Gruß, Dine

Hallo,

ich würd´s mal mit „Sprachdidaktik“
probieren

hab ich schon gemacht, doch leider steht in diesen Büchern auch nur wenig zu Verben. Ich bräuchte da schon etwas ausführlicheres.
Danke trotzdem!

Hallo,
>>Was sagen Sie einem Kind (2. Klasse), das schreibt:
„Gestern schwimmte (!) ich im See“?
Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um diesen Fehler in Zukunft zu
vermeiden?

Hallo Stupidentin,

Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um diesen Fehler in Zukunft zu
vermeiden?

Hallo,
„Gestern schwimmte (!) ich im See“?
Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um diesen Fehler in Zukunft zu
vermeiden?

Verben (Lehramt für GrunDschule–> Prüfungsthem
Ups, habe gerade gesehen, dass bei Grundschule ein „d“ fehlt.
Jedenfalls wollte ich hier noch erwähnen, dass es viele Grundschüler gibt, die das Präteritum kaum beherrschen, da dieses in manchen Dialekten gar nicht existiert. So kennt das Kind als Vergangenheitsform nur das Perfekt, also in unserem Beispiel „geschwommen“.
Aber ich werde eure Tipps auf jeden Fall zu Rate ziehen, wenn mir in der Prüfung eine solche oder ähnliche Frage gestellt wird!
Danke an alle. Ein Pünktchen gibts auch noch :smile:

Hallo

Eine Korrektur ist eigentlich gar
nicht nötig und wahrscheinlich auch gar nicht möglich, da man
nicht alle Formen sämtlicher starker Verben im Unterricht
durchnehmen kann. Regeln dazu gibts eh kaum, sonst wären es ja
keine unregelmäßigen Verben.

Doch, es gibt da schon eine Regelmaessigkeit, fuer das spezielle
Beispiel: Verben verwandeln ein kurzes i in ein a:
Ich schwimme->ich schwamm
binde->band
finde->fand
singe->sang
sinke->sank
klinge->klang
bin->war
ging->bin gegangen
rinne->rann

Aber auch:
hinke->hinkte
blinke->blinkte
mische->mischte
schinde->schindete

oder umgekehrt:

fange->fing

Gruss, Tychi

Hallo Tychi,

Doch, es gibt da schon eine Regelmaessigkeit,

… bei der Bildung der Formen, da hast du natürlich Recht.
Vielleicht habe ich mich nicht ganz richtig ausgedrückt.

Verben verwandeln ein kurzes i in ein a:

Ich schwimme->ich schwamm

aber

ich stimme -> ich stimmte (das Klavier)

usw.

Und zu allem „Überfluss“ (sowohl schwach „te“ als auch mit Ablaut von i nach u):

ich bringe -> ich brachte

Und es gibt halt keine gescheite Regel wann man welche Form anzuwenden hat.

Und hat ein Kind erst einmal eine Regel entdeckt, so kann es eben sein, dass es diese Regel auch dann anwendet, wo sie gar nicht hingehört. Findet diese Übergeneralisierung auch später noch statt, so gibt es evtl. Nachahmer und dann wird aus buk backte, aus frug fragte und vielleicht irgendwann aus schwimm auch schwimmte. Aber wie gesagt, unter normalen Umständen gibt sich das bei Kindern mit der Zeit.

Gruß
Roland