Verbesserungsvorschlag bei einer Krankenkasse

Hi!

Stelle euch mal vor, dass jemand bei seiner Krankenkasse (erst seit 2 Wochen) einen Verbesserungsvorschlag einreicht. Derjenige bekommt eine Mail zurück in der ihm gesagt wird, dass der Vorschlag an die verantwortliche Stelle weitergeleitet wurde.
Knapp 2 Wochen später bekommt die entsprechende Person einen Anruf von der Krankenkasse, dass der getätigte Vorschlag in der entsprechenden Abteilung angekommen, geprüft, für gut befunden wurde und nun schon an einer Umsetzung gearbeitet wird.
Die Dame an Telefon läßt besten Dank ausrichten!
Auf die Frage wie es mit einer Vergütung aussieht wird nur gesagt, dass die Krankenkasse immer auf Verbesserung aus ist und dabei auch auf die Kunden angewiesen ist und es somit keine Vergütung gibt.
Das dreiste daran ist, dass es ja nicht Aufgabe des Kunden ist das System zu verbessern und es hier beispielsweise auch nicht um Peanuts geht sondern um bis zu EINE MILLION an Einsparungen im Jahr (eventuell etwas mehr und wenn es nicht so gut gerechnet ist eventuell etwas weniger).
Normalerweise ist es doch so, dass bei einem Verbesserungsvorschlag im eigenen Bereich keine Vergütung stattfindet, da es zum Job gehört, aber da könnte sich der Kunde nur selber verbessern. Kommt der Vorschlag von extern oder ist für einen komplett fremden Tätigkeitsbereich, dann gibt es bis zu 10% der Einspaung für einen gewissen Zeitraum.

Wie seht ihr den Fall bzw. welche Ansprüche hat der gute Mensch, der hier einen Verbesserungsvorschlag eingereicht hat und an dem sich die Krankenkasse nun „bereichter“?

Gruß

Lars

Hallo,

m.E. ist es genau anders herum. Wenn ein Arbeitnehmer Verbesserungsvorschläge macht, die dem Arbeitgeber Kosten sparen, dann hat er Anspruch auf eine Vergütung analog zu Arbeitnehmererfindungen.
Außenstehende haben dagegen keinen Anspruch. Es sei denn, sie lassen sich eine Idee patentieren bzw. melden einen Gebrauchsmusterschutz an.

Gruß Woko

Wie funktioniert dieser Gebrauchsgüterschutz bzw. wie ist es mit reinen Dienstleistungen? Glaube, dass mein Vorschlag nicht als Gebrauchsgut zu bezeichnen ist oder man das patentieren kann. Ist einfach eine kleine Idee mit großer Wirkung.
Falls ein Gebrauchsgüterschutz gehen würde, welche Kosten entstehen bzw wo macht man das?

Gruß Lars

Hallo,

mir stellt sich da sofort die Frage - was hat der gute Mensch da so vorgeschlagen als Aussenstehender und wurde denn der Vorschlag von der Kasse auch umgesetzt ??

Vergütung für Vorschläge die nicht umgesetzt werden weil sie entweder
unsinnig sind oder technisch nicht machbar oder mit dem Datenschutz nicht vereinbar oder zu personalaufwendig oder schlicht und einfach
zu teuer in der Umsetzung oider nicht zur bestehenden Technik passen
usw., usw. - ja, das wäre etwas - gibt es aber leider nicht.

Gruß

Czauderna

Hallo,

vielleicht ist hier etwas zu finden:
http://www.dpma.de/

Gruß Woko

Also die Frage hatte ich ja schon geklärt! Die Krankenkasse hat den guten Menschen schon angerufen, sich freundlichst bedankt und mitgeteilt, dass die verantwortliche Abteilung sich schon mit der Umsetzung (klärung Rechtslage, Umsetzung usw. befaßt). Man kann also sagen, dass die Krankenkasse Interesse hat.
Gehen tut es letzentlich darum, dass ein großteil der Post nicht über den Briefweg abgewickelt werden muss. Bei 4,2Mio Kunden und nur einem solchen Brief pro Kunden im Jahr, der nicht per Post verschickt wird, spart die Kasse schnell einen Betrag >1.000.000€

Hallo,

welche Ansprüche hat der gute
Mensch, der hier einen Verbesserungsvorschlag eingereicht hat

keine.

Gruß

S.J.

Hallo,

Wie seht ihr den Fall bzw. welche Ansprüche hat der gute
Mensch, der hier einen Verbesserungsvorschlag eingereicht hat
und an dem sich die Krankenkasse nun „bereichter“?

moralische Genugtuung der Gemeinschaft etwas gutes getan zu haben.

Wenn diese nicht reicht, könnte man fragen, ob der Ideenfinder veröffentlich und dort gewürdigt wird.

Wenn es nur um Kohle geht, glaube ich nicht, dass man einen Anspruch hat. Ich habe allerdings die Antworten noch nicht gelesen.

ms

Das ist dann schon echt dreist.
Auch wenn es (aus einer anderen Antwort) nur um Geld geht, dann spiegelt sich dies ja trotzdem in der Unternehmensbilanz wieder.
Hier geht es ja wie gesagt nicht um peanuts und da finde ich reicht emotionale Genugtuung nicht aus.
Ich werde mir künftig genau überlegen ob ich einen Vorschlag einreiche oder nicht.
Genau so macht man das Vorschlagswesen kaputt, weil man dadurch die Motivation eines Menschen zerstört, denn warum sollte ich etwas verbesser wovon keiner der Versicherungsnehmer einen Vorteil hat, denn die Einsparungen werden sicher nicht an die Versicherungsnehmer weitergegeben, sondern werden schön in die Tasche der Manager und anderer Leute fließen. Somit habe ich nicht der Gesellschaft etwas gutes Getan (Bezug auf Antwort von ms)

Gruß Moe

Merkwürdige Ansicht

Das ist dann schon echt dreist.

Irgendwie kann ich deine Gedankengänge nicht nachvollziehen.

Wenn ich einen sooooo tollen Verbesserungsvorschlag habe, dann kann ich ja versuchen diesen zu verkaufen. Wenn ich diesen aber ohne Bedingungen jemandem erzähle, kann ich doch nicht im nachhinein Geld fordern und Zeter und Mordio schreien, wenn es keins gibt. Eine Rechtsgrundlage für eine nachträgliche Vergütung besteht in keinem Fall. Damit wäre die Rechtsfrage doch geklärt. Den moralischen Aspekt solltes Du in einem anderen Brett erörtern.

Gruß

S.J.

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OT: so sehe ich das auch owT
*

Hallo,
der Antwort entnehme ich dass die Kasse sich für den Vorschlag bedankt hat aber keine Zusage für die Umsetzung gemacht hat ??

Alternative zum Brief ?? - gibt es bei uns schon - wir haben ein
datschutzkonformes Online-E-Mail-verfahren über das der Versicherte als auch wir probemlos geschützte Daten austauschen können - dort wird
jegliche Papierpost grundsätzlich überflüssig - spart wirklich viel Geld.

Es drängt sich mir noch eine Frage auf - warum wurde dieser Vorschlag nur eine Firma (hier Krankenkasse) gemacht - der passt doch sicher auch auf eine Unzahl anderer Unternehmen in Deutschland ??

Gruß

Czauderna

Soso, bei einer, also EINER Krankenkasse. Sag mal, wieso verkauft derjenige seinen Vorschlag nicht an ANDERE Krankenkassen, plappert aber nicht gleich alles aus, sondern macht zuerst den Deal und sagt erst DANACH, was Sache ist, beides am besten in Gegenwart eines Notars seines Vertrauens…

So, für DEN Vorschlag will ich jetzt aber KOHLE SEHN!! :wink:

Greetz

Die Idee ist leider ur-alt, aber warum sollte ich das machen solange ich keinen Weg habe mir wirklich einen finanziellen Vorteil daran zu sichern? Dann schlage ich mich nicht mit einer Kasse herum, sondern mit mehreren… habe gerade mit der uni genug anderen Stress zu klären.

Gruß Moe