Verbindung privater Rechner über Internet

Weiß jemand, wie auf einfachste Art zwei Windows-Rechner sich über das Internet vernetzen lassen, d. h. so daß jeder auf bestimmte Dateien des anderen zugreifen kann?

Auch würde mich interessieren, ob es zu Linux hierfür gute Standardsoftware und Anleitungen zum Einrichten gibt.

Weiter würde ich gern wissen, was ein virtual private network von Microsoft hierzu taugt oder sonst für eine Funktion hat.

Weiter würde ich gern wissen, was ein
virtual private network von Microsoft
hierzu taugt oder sonst für eine Funktion
hat.

Der Begriff virtual private network (VPN) hat mit Mircosoft zunächst nix zu tun.
Ein VPN dient dazu, private, also öffentlich nicht zugängliche Netzwerke über öffentliche Leitungen (nicht notwendiger Weise Internet) zu verkoppeln.
Dies kann im einfachsten Fall auch eine Verbindung zweier PC über Internet sein.

Die zwei Netzwerke haben dabei ‚private‘ IP-Adressen, z.b. 192.168.x.y, die im Internet nicht geroutet werden. Um beide dennoch zu verbinden, kommen folgende Verfahren zum Einsatz:

IP-Tunneling: Neben der privaten Adresse der beiden kommunizierenden Router erhalten diese zusätzlich eine öffentliche, also im Internet routbare Adresse. Jedes Datenpaket, das zwischen den beiden ausgetauscht wird, wird in ein zweites Paket mit der öffentlichen Adresse des Partners verpackt. Am Ziel packt der Partner das Paket aus und findet im inneren Paket die eigentliche Zieladresse, an welche er die Daten weiterleitet.

Verschlüsselung: Da die doppelt verpackten, eigentlichen Daten durchaus brisante Information enthalten (z.B. Anmeldekennwort am Netzwerk) ist es im Internet unabkömmlich, dass die Daten des inneren Pakets incl. der eigentlichen Zieladresse verschlüsselt werden. Dafür müssen beide Router über die gleichen Verschlüsselungsverfahren, sowie eine geeignete Methode des Schlüsseltauschs verfügen.

IP-Adress-Authentifizierung: Um überhaupt Daten in der beschriebenen Weise austauschen zu können, muss mindestens einer der Router über eine festgelegte öffentliche Adresse verfügen. Der andere kann (z.B. Aussendienst-Laptop an Firmenzentrale) eine bei der Einwahl zugewiesene Adresse verwenden, die dem zentralen Router fallweise mitgeteilt wird. Dies Verfahren ist relativ unsicher, es wird daher i.d.R im Internet nicht verwendet.
Im Internet bekommen beide Seiten eine feste öffentliche Adresse, so dass ein Einbruchsversuch von dritter Seite von vorneherein zum Scheitern verurteilt ist.

Für eine Verbindung zweier privater PC über Internet ist VPN aus zwei Gründen nicht geeignet: Zum einen werden die wenigsten ISP fixe Adressen zuweisen (wenn man nicht deutlich mehr zu zahlen bereit ist), aber vor allem: Für ein VPN muss mindestens eine der beiden Seiten über eine Standleitung zum Internet verfügen, bei Peer to Peer beide Seiten.

Linux bringt die nötigen Voraussetzungen für VPN mit, bei Microsoft benötigt man zusätzliche Software oder Hardware-Router.
Bei grossen Datenmengen ist der Einsatz von Hardware-Routern eigentlich unabdingbar, da die Ver- bzw. Entschlüsselung sonst die Transferraten schnell in den Keller gehen lässt.

Für ein privates Peer to Peer ist also die Direktverbindung der PC über Telefonleitung fast immer vorzuziehen, zumal VPN ein erhebliches Wissen über Routing voraussetzt.