Verblendklinker wird weiß

Hallo Forum,

unser Haus aus dem Jahr '84 ist komplett mit roten Klinkersteinen verblendet. Wir sind aber erst seit 2 Jahren die Besitzer. Nun zu meiner Frage:

Der Aussenabgang zum Keller ist sowohl an der Hauswand, als auch an der Aussenwand (Erdreich) verklinkert, wobei ich vermute, dass die Aussenwand komplett aus den Klinkern gemauert ist. Diese Klinker werden stellenweise, also meist mehrere Klinker aneinander, weiss. Dieses weisse Material (Kalk?) lässt sich abfegen, aber nicht vom Stein entfernen.
Worum handelt es sich hier und was sollte man unternehmen.
Bisher hatte ich angenommen, es handele sich dabei um Wasser, welches von aussen durch die Wand kommt. allerdings tritt das gleich jetzt auch an einer anderen Stelle auf und zwar am Mauervorsprung der Terrasse. (Oben Balkon, unten Terrasse) Und dieser Mauervorsprung, ca. 1,50m , ist ja vollkommen frei.
Dieses verweissen der Klinker tritt nach meinen Beobachtungen vermehrt nach längerer Trockenzeit auf, wie wir es ja jetzt hatten.
Ich hoffe, ich konnte mein Anliegen einigermaßen verständlich schildern.
Worum handelt es sich dabei und was sollte/könnte man dagegen unternehmen.
Danke!

Hallo,

wahrscheinlich sind das Mineralsalze, die sich aus den Steinen lösen. Diese Salze sind im Lehm selbst oder in evtl. Zusätzen bei der Backsteinherstellung enthalten.
Diese Salze können, vorallem bei niedriger Luftfeuchtigkeit, durch die Kapillarwirkung an die Aussenfläche der Steine kommen und so sichtbar werden.

Normalerweise gut mit Wasser abzuwaschen.

MfG

Hallo,

ich bin mir nicht sicher, ob es das gleiche ist, wie das, was ich kenne: sog. Salpeter-Ausblühungen. Das sieht ein bisschen aus wie Schweißränder in dunkler Kleidung und bildet an der Steinoberfläche (Außenseite) eine Art pulverartigen Bewuchs. Ursache dafür soll ein „Zusammenwirken“ von Mörtelbestandteilen mit Ziegelsteinbestandteilen, sein - insbesondere wenn diese zu früh verfugt wurden (sog, nass-in-nass-Fuge geht gar nicht).

Da das bei meinen Vollstein-Verblendern auch so sein soll (habe es oft an verklinkerten Brücken beobachtet), wurde erst ca. 10 Jahre nach dem Mauern verfugt. Bisher (weitere 10 Jahre) ist nichts passiert . . .

Abgesehen von der optischen Wirkung soll das für Haus und Mauerwerk nicht schädlich sein - sieht aber eben nicht toll aus. Man soll das mit Wasser und Bürste abschrubben können und irgendwann soll von selbst Schluss sein mit diesen Ausblühungen :wink:

Hallo ich_vogel,

wenn man mit Wasser die Ausblühung abspülen möchte, könnte ich mir vorstellen, das man ein Jojo-Effekt hat.
Man löst die Salze mit Wasser auf und dieses Wasser wird wieder vom Stein aufgesogen…

Ich würde die Ausblühungen trocken abfegen und gut ist. Irgendwann wird es schon nachlassen oder es wird einem mit der Zeit egal.

Dann gibt es da aber noch eine Säure, die helfen könnte.
Hydrophobieren soll auch helfen, zumindest bei Rollschichten.

Aber das kann ein Maurer, vor Ort, besser beurteilen.

Gruß
Fritzmann2

Hallo,

wenn man mit Wasser die Ausblühung abspülen möchte, könnte ich
mir vorstellen, das man ein Jojo-Effekt hat.
Man löst die Salze mit Wasser auf und dieses Wasser wird
wieder vom Stein aufgesogen…

Normalerweise saugt sich der Stein beim Abwaschen nicht so schnell voll. Ausserdem regnet es ja auch mal, d.h. Wasser von aussen ist vermutlich nicht das grösste Problem. Die Ausblühungen bei älterem Mauerwerk entstehen oft durch aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich (d.h. Trennschicht fehlt).

Dann gibt es da aber noch eine Säure, die helfen könnte.

Würde ich eher davon abraten, da die Säuren evt. das Mauerwerk angreifen kann. Wenn dann nur von Fachmann, der das Mauerwerk / benutzten Backstein gut beurteilen kann.

Gruss ich_vogel

Moin,

wenn man mit Wasser die Ausblühung abspülen möchte, könnte ich
mir vorstellen, das man ein Jojo-Effekt hat.
Man löst die Salze mit Wasser auf und dieses Wasser wird
wieder vom Stein aufgesogen…

das habe ich bisher noch nicht beobachten können - man spülte die gereinigte Stelle doch wohl mit klarem Wasser nach. Allerdings kann es exakt an der gleichen Stelle durchaus wieder und weiter zu Ausblühungen kommen.

Ich würde die Ausblühungen trocken abfegen und gut ist.

An sich müsste man gar nichts machen - es geht halt ums Aussehen. Mit trocken abfegen/-bürsten kriegt man halt die Ränder (vgl. Schweißflecke in dunkler Kleidung) nicht weg . . .

Irgendwann wird es schon nachlassen oder es wird einem mit der
Zeit egal.

So sieht das aus.

Dann gibt es da aber noch eine Säure, die helfen könnte.
Hydrophobieren soll auch helfen, zumindest bei Rollschichten.

Damit meint man i. d. R. verdünnte Salzsäure, mit der Verblender vielfach vor dem verfugen von Mörtelresten gereinigt werden. Nach dem Verfugen sollte man die nicht mehr anwenden,w eil das die Fugen „angreift“.

Aber das kann ein Maurer, vor Ort, besser beurteilen.

Naja?!

Moin,

Normalerweise saugt sich der Stein beim Abwaschen nicht so
schnell voll. Ausserdem regnet es ja auch mal, d.h. Wasser von
aussen ist vermutlich nicht das grösste Problem. Die
Ausblühungen bei älterem Mauerwerk entstehen oft durch
aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich (d.h. Trennschicht
fehlt).

Es kann natürlich sein, dass Feuchtigkeit hier der Grund für die Ausblühungen ist - muss aber nicht und wir wissen es nicht.

Vorab erst mal Danke!
Ich werde mich mal mit Wasser an die Steine heran machen und schauen was passiert.
Und dann das Ergebnis posten.

Meinolf