Gestern stand ich verblüfft im Lampenladen. Trotz stundenlangen
Überlegen, vieler Schaltskizzen und intensiver Recherchen bin ich
nicht zur Erklärung des Phänomens gekommen. Vielleicht könnt ihr mir
dabei helfen.
Das „corpus delicti“:
Eine stinknormale Lampe mit 2 Lampengruppen, 4 Strahler, 3 normale
Glühlampen (alle 220V), ein Schalter (kein Taster!)
Schalten man den Schalter (normal) an gehen die 4 Strahler an, die
3 Normalen bleiben aus. Beim Auschalten gehen die Strahler aus.
Soweit kein Hexenwerk.
Schaltet man den Schalter nun zum 2. mal an, bleiben die 4 Strahler
aus, die 3 Normalen gehen an. Beim Ausschalten gehen die 3 Lampen aus
(1x Augenreiben)
Schaltet man den Schalter nun zum 3. mal an, gehen beide
Lampengruppen an (strinrunzel) und beim Ausschalten wieder aus.
bei weiteren Schaltvorgängen wiederholt sich das Verhalten in der
beschrieben Reihenfolge (erst Strahler, dann Normale Lampen , beide
Lampengruppen)
Kennt jemand eine derartige Schaltung bei der nur ein normaler
An/Ausschalter verwendet wird? Die „Fachkraft“ im Lampenladen könnte
mir keine Auskunft geben (Zitat:„Iss halt so.“) wie die Schaltung im
Inneren der Lampe funktioniert.
Hintergrund: Ich möchte eine bisherige normale Zimmerdeckenleuchte
durch eine mit mehreren Lampengruppen ersetzen. Leider ist derzeit
nur eine normales 3adriges Kabel mit normalem Schalter installiert
und ich möchte mir den Aufwand ersparen, neue Leitungen zu verlegen.
es könnte sein, dass der Schalter nur wie ein »normaler Schalter« aussieht, in Wirklichkeit aber so konstruiert ist, dass erst der eine, dann der andere und dann beide Kontakte geschlossen werden. Stichwort wäre hier z.B. »mechanisches Flip-Flop« (→ Kugelschreiber).
Das kann ich ausschließen. In dem Laden hing diese Lampe zwischen mehreren Anderen an der Decke. Andere Lampenmodelle konnten mit dem gleichen Schalter normal an- und ausgemacht werden. Meine Vermutung geht in Richtung Stromstoßrelais aber ist eben nur eine Vermutung…
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
es könnte sein, dass der Schalter nur wie ein »normaler Schalter« aussieht, in Wirklichkeit aber so konstruiert ist, dass erst der eine, dann der andere und dann beide Kontakte geschlossen werden. Stichwort wäre hier z.B. »mechanisches Flip-Flop« (→ Kugelschreiber).
Das kann ich ausschließen. In dem Laden hing diese Lampe zwischen mehreren Anderen an der Decke. Andere Lampenmodelle konnten mit dem gleichen Schalter normal an- und ausgemacht werden. Meine Vermutung geht in Richtung Stromstoßrelais aber ist eben nur eine Vermutung…
Ich denke, es ist so was ähnliches, nähmlich ein 3-stufiges Schrittschaltrelais, welches mit jeder Schalter-Ein-Betätigung um einen Schritt weiterschaltet und dabei immer wieder das gleiche „Programm“ abspult.
Man kann sowas sogar elektronisch mit Triacs als Schaltelementen machen, dann fehlen die mechanischen Verschleißteile und geräuschlos ist es auch noch.
Vielen Dank!
Ich denke soetwas wird es wohl sein. Es war ein leises Klacken beim Schalten zu hören. Ich wußte bisher nur nicht, das es sowas überhaupt gibt.
Hast du rein zufällig einen Schaltplan zu der Lösung mit den Triacs herumzuliegen ^^
(Das wäre das Sahnehäubchen obendrauf )
Gruß
Kurt
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hast du rein zufällig einen Schaltplan zu der Lösung mit den
Triacs herumzuliegen ^^
(Das wäre das Sahnehäubchen obendrauf )
Die elektromechanische Lösung ist einfacher. Das Schaltwerk selber wirkt dabei als Speicher.
Für die Serienfertigung wäre sicher eine Variante mit einer Schalttrommel am einfachsten.
Für zu Hause müsste man etwas mit zwei Stromstossrelais basteln.
Elektronisch braucht man eine Batterie oder einen Akku um den Zustand zu speichern wenn die Spannung weg ist.
Elektronisch braucht man eine Batterie oder einen Akku um den Zustand zu speichern wenn die Spannung weg ist.
Also das sehe ich nicht als so problematisch an. Schließlich braucht man den Zustand ja nicht länger als ca. 5 bis 15 Minuten zu speichern, denn es spricht ja nichts dagegen, nach einer längerem „Auszeit“ den Schaltzyklus bei 0 beginnen zu lassen.
Wenn man dann die „Zyklussteuerung“ mit 2 bis 4 CMOS-Bausteinen aufbaut und nur diesem Schaltungsteil eine Pufferung spendiert, kann man statt Akkus auch GoldCap-Kondensatoren benutzen. Die sind dann sogar wartungsfrei.
Das Problem mit der Übermittlung eines Schaltungsvorschlages ist nur, dass ich keine solche Schaltung in der Schublade habe.
Ok, die Schaltung für den „Starkstromkreis“ (Triac mit Optokoppler) ist trivial und die habe ich auch in der Schublade, aber den Logikteil incl. Stromversorgung müsste ich entwerfen - und da ich ein ähnliches Projekt noch nicht ausgeführt habe, würde die Schaltung meinen Schreibtisch erst verlassen, wenn ich sie selbst aufgebaut und getestet habe. Und dafür fehlt mir im Moment echt die Zeit.
Elektronisch braucht man eine Batterie oder einen Akku um den
Zustand zu speichern wenn die Spannung weg ist.
Hallo,
ein MP mit Flash-Speicher tuts auch - kann zwar sein, dass nach 50000 mal Einschalten die Speicherzelle schlappmacht, aber da gibt es genügend Ersatzzellen zum Umschalten, selbst für Lampen-Zapper.