ich habe heute im Internet eine heftige Nachricht gelesen. Morgen soll durch den Bundesrat beschlossen werden, ob Bonus bzw. Rabattsysteme bei Onlineapotheken generell verboten werden. Ursprünglich soll der Bayrische Apothekerverband vor einigen Jahren Klage dagegen eingereicht haben.
Aufgrund einer chronischen Erkrankung bin ich selbst stark davon betroffen und bestelle regelmäßig bei einer großen Versandapotheke. Dadurch spare ich viel Geld. Ohne diese Bonussysteme wäre ich finaziell ganz schön aufgeschmissen. Auf die Präparate kann ich aber andererseits auch nicht verzichten.
Bei FB wurde mittlerweile schon eine Initiative gegen dieses Urteil ins Leben gerufen (www.facebook.com/ProBonus2012). Dort kann man sich aktiv dagegen wehren. Aber ob das wirklich hilft?
Wie schätzt ihr die Lage ein und besteht Grund zur Hoffnung, dass das Urteil zugunsten der Onlineapotheken ausfallen wird?
Die da oben wollen wieder etwas verbieten? Oder meinst Du eher, dass zulasten der Kranken oder Minderbemittelten noch mehr Geld aus der Hosentasche gezogen wird, damit die verschuldeten Bundeskassen sich wieder erholen und so die Auflagen erfüllen?
Um weiter auf Deine Bedenken einzugehen; Ist es nicht so, dass bei einem Verbot dieser besagten Boni der Patient über das Jahr gesehen Verluste in seiner eigenen Haushaltskasse einfahren wird? Angesichts der Tatsache, dass die im Artikel erwähnte Onlineapotheke erst 2009 für die Rabatte auf Medikamente von deutschen Apotheken juristisch attackiert wurde, nachdem man erkannt hatte, dass dieses Rabattsystem und dessen greifende Konzeption für Patienten eine willkommene Alternative darstellte, weil sie nämlich ganz einfach sparen konnten aber für die vor Ort Apotheke eher als ein unangenehmer rivale betrachtet wurde!?
Natürlich erkenne ich auch das Dilemma, welches sich aus den wirtschaftlichen Interesse der deutschen Apotheke und den Online-apotheken im Ausland ergibt. deutsche Rezepte dürfen angeblich nicht vergünstigt bzw rabattiert werden. eine eindeutige Lücke im Gesetzt für Preisrechte, denn für ausländische internetapotheken hat man dieses rabattverbot nicht ausgeweitet. daher herrscht unklarheit bei den gerichten, dem BGM und den Politikern.
Kurz gesagt, ich bin eher pessimistisch mit dieser Facebukaktion, stehe hundert Prozent hinter dieser idee den patienten in form der rezebtboni entgegenzukommen.und schließlich lohnt es sich in jedem fall dem Obrigkeitsdenken der Bürger mit solchen aufklärenden maßnahmen entgegenzuwirken.