Verbrauchen Leitungen Strom?

Hallo,

ich hätte mal eine Frage und zwar, ob die normalen Stromleitungen in einem Wohnhaus Strom verbauchen?

Normalerweise ja, oder?

Kann man ungefähr sagen, wie dies ist? Ich würde gerne mal ausrechnen, wie hoch der Stromverbrauch in unserem Haus ist, auch wenn nirgends Verbraucher angeschlossen sind.

Ich wünsche schon einmal ein schönes Wochenende,
Grüße Tobias

Ja, Leitungskondensator

Hallo,

ich hätte mal eine Frage und zwar, ob die normalen
Stromleitungen in einem Wohnhaus Strom verbauchen?

Im Gebrauchsfall durch den Verlust am Leitungswiderstand.

Kann man ungefähr sagen, wie dies ist? Ich würde gerne mal
ausrechnen, wie hoch der Stromverbrauch in unserem Haus ist,
auch wenn nirgends Verbraucher angeschlossen sind.

Dann durch den Kondensator, den die Leitungen Phase und Nullleiter/Schutzerde bilden. Habe gerade keine Formel parat einen Leitungskondensator zu berechnen.

Ich schätze aber, dass der Strom bei 50 Hz unter der Erfassungsgrenze des Stromzählers liegt.

Gruß

Stefan

Hallo,

ich hätte mal eine Frage und zwar, ob die normalen
Stromleitungen in einem Wohnhaus Strom verbauchen?

Nein. Nullleiter und Phase bilden einen Kondensator. Da fließt zwar Strom, aber nur Blindstrom, und der wird vom Stromzähler nicht erfasst.
Gruß
loderunner

Nein. Nullleiter und Phase bilden einen Kondensator. Da fließt zwar
Strom, aber nur Blindstrom, und der wird vom Stromzähler nicht erfasst.

Das ist nicht richtig, weil der Strom zum permanenten Umladen des „Nullleiter-Phase-Kondensators“ durch Leitungen fließt, die ohmschen Widerstand haben. Das verursacht eine Wirkkomponente in den Strömen, die vom Zähler registriert wird.

Mit freundlichem Gruß
Martin

hi
soweit ich weiss kann strom nicht verbraucht werden. nach dem energie-erhaltungssatz jedenfalls. kirchhoffsche gesetze.

hi
soweit ich weiss kann strom nicht verbraucht werden. nach dem
energie-erhaltungssatz jedenfalls. kirchhoffsche gesetze.

ich habe doktorarbeiten im internet darueber gesucht und an mein energieunternehmen geschickt. aber die glauben mir das nicht.

Hallo,

ich hätte mal eine Frage und zwar, ob die normalen
Stromleitungen in einem Wohnhaus Strom verbauchen?

Normalerweise ja, oder?

Kann man ungefähr sagen, wie dies ist? Ich würde gerne mal
ausrechnen, wie hoch der Stromverbrauch in unserem Haus ist,
auch wenn nirgends Verbraucher angeschlossen sind.

dann ist er null.
der von den anderen beschriebene leitungskondesator entfaltet erst wirkung, wenn strom durch die leitung fliesst, was sie sicher auch meinen, was aber in deiner frage anders klingt.

das heisst erstens, es fliesst strom, von dem du etwas hast[eine wirkung - deshalb steht auf deinem staubsauger 1000 watt. das ist wirkleistung]
zweitens fliessen aber in leitungen[auch im staubsauger] kleine stroeme, die durch kondensator- und magnetfeldwechselwirkungen hervorgerufen werden. die nennt man blindwerte[blindleistung,blindwiderstand].von denen hast du nichts, das sind energien, die im leiter immer hin- und herschwingen, die du aber nicht verbrauchen kannst…wie ein schwingkreis…bzw. eine antenne. da ist energie drin, die schwingt[elektr.->magn.->elektr.->usw.], weil die antenne ein kondensator und eine spule zu gleich ist. wie auch das kabel in der wand. schliesse eine lampe an die antenne und du wirst sehen, dass du nichts siehst:smile:. im wahrsten sinne des wortes…blind.
das problem ist, dass beide zusammen einen gemeinsamen gesamtwert bilden. und dieser gesamtwert[scheinwert] ist dann da und wird gemessen. der ist aber nur da, wenn beide widerstaende[wirkwerte und blindwerte] vorhanden sind. das ist das, was scheinbar verbraucht wird und das, was das energieunternehmen dir in rechnung stellt, denn es weiss nicht, wieviele spulen und kondensatoren du im haus hast.
wenn du z.b. 100 leuchtstoffroehren im haus hast, von denen jede einen kondesator hat, pendelt haufenweise strom durch den zaehler, ohne dass er eigentlich genutzt wird - wenn du sie angeschaltet hast.

mfg:smile:
rene

Das hat mir mein alter Physiklehrer auch immer erzählt.
Aber komplett hiess sein Satz dann:
Strom kann man nicht „verbrauchen“ - aber umwandeln in andere Formen.

Aus war der Traum der unendlichen Nutzung des gleichen „Stromes“ :smile:

Grüsse aus dem sommerlichen Bergischen
Ulli

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

ich hätte mal eine Frage und zwar, ob die normalen
Stromleitungen in einem Wohnhaus Strom verbauchen?

Normalerweise ja, oder?

Kann man ungefähr sagen, wie dies ist? Ich würde gerne mal
ausrechnen, wie hoch der Stromverbrauch in unserem Haus ist,
auch wenn nirgends Verbraucher angeschlossen sind.

Hallo Tobias,
abschätzen kann man das:
Sagen wir 200m Leitung --> 20 nF --> 160 kOhm --> 1,5 mA Blindstrom
und der Widerstand 100m Leitung 1,5mm² --> 3 Ohm --> 7µW

Eine einzige Standby-Schaltung verbraucht eine Millionen mal soviel(!)
Gruß aus München, isi

Quantitativ (Berechnung der Verlustleistung)
Hallo an alle, die’s interessiert,

hier eine Rechnung für eine Leitung mit realistischen Werten.

Bezeichnungen:

f = Frequenz; ω = Kreisfrequenz
U = Spannung
I = Scheinstrom
IWirk = Wirkstrom
P = Wirkleistung

R = ohmscherWiderstand der Leitung
C = Kapazität der Leitung
XC = Blindwiderstand des Kondensators
Z = Scheinwiderstand der Leitung

l = Leitungslänge
r = Radius der Adern
a = Mittelpunktsabstand der beiden Adern voneinander

ρ = spezifischer Widerstand des Leitungsmaterials
εr = relative Dielektrizitätszahl des Isoliermaterials

Formeln:

ω = 2 π f

R = ρ l/(π r2)

C = ε0 εr π l / ln(a/r)

XC = 1/(ω C)

Z = √(R2 + XC2)

I = U/Z

Rechnung:

Für U = 230 V, f = 50 Hz, l = 15 m, r = 0.75 mm, a = 3 mm und εr = 2.5 komme ich auf

ω = 314 s–1

R = 0.1511 Ω

C = 7.524 · 10–10 F

XC = 4.23 · 106 Ω

R C ==> Z ≈ XC

I = 5.44 · 10–5 A

Wegen R –8 („R/Z“ ist für R Wirk = 3.57 · 10–8 I = 1.94 · 10–12 A

woraus eine ebenso bescheidene Wirkleistung resultiert von

P = U IWirk = 4.46 · 10–10 W

Ergebnis: Ca. 100 Milliarden (!) solcher Leitungen brächten es zusammen gerade auf die Leistung einer einzelnen 40 W-Glühbirne.

Gruß
Martin

aber wenn die nachbarsbrut

woraus eine ebenso bescheidene Wirkleistung resultiert von

P = U IWirk = 4.46 · 10–10 W

den fernseher einschaltet, koennte dessen magnetfeld deiner zweifellos beeindruckenden rechnung betraechlichen schaden zufuehren*ggg*

ich geh jetzt heim essen:smile:

mfg:smile:
rene

Danke
Ich danke für die überaus detaillierten Erklärungen.

Habe mehr Informationen erhalten wie erwünscht.

Danke an alle!

Hallo,

ich bin nicht ganz sicher ob ich deine Frage richtig verstehe. Aber das Wort Stromverbrauch an sich ist schon verwirrend. Strom fließt oder fließt eben nicht. Verbraucht wird dabei gar nichts.

Wenn du aber auf den Energieverlust abzielst dann ist der meiner Meinung nach nicht ganz so bescheiden wie bisher geschildert. Wie schon vorgerechnet fällt der Leitungskondensator kaum ins Gewicht. Der Widerstand der Leitung allerdings schon. Angenommen deine Zuleitung hat 3Ohm Widerstand und deine Verbraucher ziehen 10A dann sind das schon P=I²*R=300 Watt die für die Leitung draufgehen. Multipliziere das mit der Zeit dann hast du die Energie.

Gruss
Marco

PS: 3Ohm ist nur Phantasiewert, hängt in Wirklichkeit eben von Querschnitt, Art und Länge der Leitung ab.

Sorry hab deine Frage nicht vollständig gelesen. :wink:) Meine Antwort bezieht sich selbstverständlich nur auf den Fall, wenn Verbraucher angeschlossen sind und nicht auf den von dir gewünschten Fall.
Sorry!

Gruss
Marco

Hallo,

PS: 3Ohm ist nur Phantasiewert, hängt in Wirklichkeit eben von
Querschnitt, Art und Länge der Leitung ab.

3 Ω sind schon recht hoch angesetzt. Das Standardmaß für die Zuleitungen zu den Steckdosen etc. ist 1.5 mm Durchmesser; das ergibt für den „Pro-Meter-Widerstand“ (mit ρKupfer = 0.0178 Ω mm²/m)

R/l = ρ / (π r²) = 0.01 Ω / m

Um auf 3 Ω zu kommen, müßtest Du also 150 m Leitung (150 m Leitungslänge = 300 m Aderlänge) verlegen. Das ist doch ziemlich viel. „Übergeordnete“ Leitungen, z. B. die, die vom Keller in die Wohnung führen, haben natürlich größere Querschnitte, wobei mit einer Verdoppelung des Durchmessers der Widerstand auf 1/4 sinkt.

Mit freundlichem Gruß
Martin

kannst du noch mal kurz erklaeren, was du gestern mit phase-nullleiter-umpolung gemeint hast?
das die phase sich umpolt wie ein schwingkreis kann ich nachvollziehen und der nullleiter auch und beide zusammen bilden ebenfalls einen kondensator, aber dieser polt sich doch nicht um oder verstehe ich was falsch?..denn so eine umpolung haetten doch einen phasenseitewechsel zur folge???

Hallo,

kannst du noch mal kurz erklaeren, was du gestern mit
phase-nullleiter-umpolung gemeint hast?

also so eine Stromleitung (vom Zählerkasten zur Steckdose oder Glühbirne) besteht aus zwei Adern. Diese bilden einen Kondensator.

Da die Leitung an eine Spannungsquelle angeschlossen ist, wird dieser Kondensator permanent im Takt der Wechselspannung umgeladen. Das bedeutet: Zum Zeitpunkt t ist eine Ader (= Kondensator"platte") positiv, die andere negativ geladen. „Einen Moment später“ ist es genau andersrum: die ehemals positive Platte ist jetzt negativ und die andere positiv geladen. Diese Umpolung findet 100 mal während jeder Sekunde statt. Dem Ladungstransport zu den Platten hin und wieder davon weg entspricht ein Wechselstrom, der tatsächlich in der Leitung fließt, obwohl die Steckdose frei ist. Allerdings: Er ist winzig, weil auch der Kondensator, den die Adern bilden, sehr klein ist.

Die Bezeichnungen „Phase“ und „Null“ tun hier gar nichts zur Sache; das ist eine andere Geschichte. Eine Ader ist immer Phase und eine ist immer Null (nämlich die, die mit „Erde“ verbunden ist). Nur die Polarität der Phase gegenüber Null ändert sich 100 mal in jeder Skeunde.

Ich hoffe, ich konnte Deine Frage beantworten.

Gruß
Martin

Hallo,

kannst du noch mal kurz erklaeren, was du gestern mit
phase-nullleiter-umpolung gemeint hast?

also so eine Stromleitung (vom Zählerkasten zur Steckdose oder
Glühbirne) besteht aus zwei Adern. Diese bilden einen
Kondensator.

Da die Leitung an eine Spannungsquelle angeschlossen ist, wird
dieser Kondensator permanent im Takt der Wechselspannung
umgeladen. Das bedeutet: Zum Zeitpunkt t ist eine Ader (=
Kondensator"platte") positiv, die andere negativ geladen.
„Einen Moment später“ ist es genau andersrum: die ehemals
positive Platte ist jetzt negativ und die andere positiv
geladen. Diese Umpolung findet 100 mal während jeder Sekunde
statt. Dem Ladungstransport zu den Platten hin und wieder
davon weg entspricht ein Wechselstrom, der tatsächlich in der
Leitung fließt, obwohl die Steckdose frei ist. Allerdings: Er
ist winzig, weil auch der Kondensator, den die Adern bilden,
sehr klein ist.

Die Bezeichnungen „Phase“ und „Null“ tun hier gar nichts zur
Sache; das ist eine andere Geschichte. Eine Ader ist immer
Phase und eine ist immer Null (nämlich die, die mit „Erde“
verbunden ist). Nur die Polarität der Phase gegenüber Null
ändert sich 100 mal in jeder Skeunde.

Ich hoffe, ich konnte Deine Frage beantworten.

das mit dem „negativ-laden“ und „positiv-laden“ bringt mich durcheinander.

aber ich glaube, so einigermassen.
phase: ±±±±±+
null:000000000

daraus entsteht der stromfluss in der phase.

im grunde koennte jetzt auch null=200volt dc oder ac[phasenverschoben] haben. kaeme aufs selbe raus oder?

und jetzt hakt’s.
inwieweit ist der null notwendig, um diesen stromfluss hervorzurufen?

ich sehe nur den phase-kondensator. der phase-null-kondensator polt sich zwar um, dachte ich, aber der stromfluss ist nur in der phase.