Hi Axl,
ich meine, das kann man so nicht vergleichen.
Ich habe eine 43qm-Wohnung und verbrauche 5,17,14 und 60 Einheiten. Was sagt das aus? Daß ich berufstätig bin und nur abends zu Hause. Daß ich unter dem Dach wohne, welches gut isoliert ist, und ich deswegen nicht so viel heizen muß. Daß ich wahrscheinlich kleinere Zimmer habe als du. Du vergleichst gerade Äpfel mit Birnen.
Wer weiß, ob meine Heizkostenabrechnungsfirma überhaupt in denselben Einheiten abrechnet.
(grund meiner frage: mit obigen werten steht eine nachzahlung
in höhe von 200 EURO an, trotz monatlich gezahlter nebenkosten
in höhe von 145 EURO.)
Du hast doch sicher ein Ableseprotokoll bekommen und unterschrieben, stimmen die Werte darauf mit den Werten auf der Abrechnung überein? Dann muß es doch eigentlich stimmen. Wie sind die Vergleichswerte aus dem letzten Jahr bzw. mit dem Vormieter? Sind hier ähnliche Lebensumstände gewesen?
Zahlst du 145€ Gesamtnebenkosten oder nur für die Heizung?
Hallo,
Du schreibst doch selber: Einheiten. Das ist keine genormte Masseinheit, sondern nur eine relative Verbrauchsmessung. Es wird dann nicht nach kWh bezahlt, sondern nach Anteilen am Gesamtverbrauch eines Hauses. Deshalb kannst Du nicht hergehen, und das mit irgendeinem Verbrauchsmessgerät ausserhalb Deiner Wohneinheit vergleichen. Wenn Du wissen willst, ob Du wenig oder viel verbrauchst, musst Du Dich bei den anderen Mietern im Haus erkundigen, was bei denen auf den Zählern steht.
Btw., normalerweise wird nicht ausschließlich nach den Verbrauchszählern abgerechnet, sondern auch nach Wohnfläche.
Gruß
loderunner
Noch ein Faktor bzgl. Unsinn des Vergleichs von abgelesenen Einheiten
je nach Messgerät sind die abgelesenen Einheiten auch noch mit dem entsprechenden Faktor des Heizkörpers (je nach Größe/Wärmeleistung des Heizkörpers) zu multiplizieren um relative Anteil am Gesamt-Heizkostenverbrauch zu ermitteln.
(grund meiner frage: mit obigen werten steht eine nachzahlung
in höhe von 200 EURO an, trotz monatlich gezahlter nebenkosten
in höhe von 145 EURO.)
Ein realistischer möglich Grund könnte z.B. die Kostensteigerung der Brennstoffpreise von 20 bis 30 % alleine in den letzten 12 Monaten sein.
Du schreibst doch selber: Einheiten. Das ist keine genormte
Masseinheit, sondern nur eine relative Verbrauchsmessung. Es
wird dann nicht nach kWh bezahlt, sondern nach Anteilen am
Gesamtverbrauch eines Hauses.
Ich dachte bisher, die kleinen Röhrchen an der Heizung stellen durchaus Einheiten da, unabhängig vom Hausverbrauch. Es kann doch durchaus sein, daß ein Haus im Jahr sagen wir 500 Einheiten verbraucht und im nächsten 600, das kann ja auch in verbrauchten Litern gemessen werden. Je höher der verbrauchte Brennstoff, desto mehr „Einheiten“ wurden verbraucht, oder liege ich da falsch? (was „Einheiten“ letztlich heißt, sei dahingestellt)
Ich dachte bisher, die kleinen Röhrchen an der Heizung stellen
durchaus Einheiten da, unabhängig vom Hausverbrauch.
Nein. Die Dinger hängen an verschiedenen Heizkörpern. Diese sind verschieden lang und verschieden dick. Das Verbrauchsmessgerät ist eine Flüssigkeit, die langsam verdunstet oder ein elektronischer Wärmemengenzähler, der ähnlich arbeitet… Diese verdunstet auch dann, wenn die Heizung gar nicht betrieben wird. Zum anderen ist das verdunsten natürlich nur abhängig von der Temperatur. Also verdunstet bei einem großen Heizkörper das gleich wie bei einem kleinen. Und deshalb kann man damit nicht messen, wieviel geheizt wurde, sondern nur, ob man mehr oder weniger geheizt hat als die Mieter in der Wohnung drunter oder drüber, die einen gleichgroßen Heizkörper im gleichgroßen Raum besitzen. Und deshalb kann man an diesen Dingern nicht den Energieverbrauch direkt ablesen. Und deshalb liest man da nur Einheiten und nicht kWh ab.
Etwas ganz anderes sind die ‚richtigen‘ Verbrauchsmessgeräte. Die messen den Durchfluss von warmem Wasser sowei dessen Temperatur. Und die können dann tatsächlich den Verbrauch in kWh messen und anzeigen. Sie befinden sich dann aber nicht außen an der Fläche des Heizkörpers, sondern im Zulauf.
Da der Threadstarter aber von Einheiten sprach, gehe ich einfach mal davon aus, dass es sich um die erste Version handelt. Mit entsprechend fehlender Vergleichsmöglichkeit.
Nachdenken genügt?
Hi,
wenn man sich mal diese Seite ansieht http://www.tecson.de/pheizoel.htm
stellt man schnell fest, dass der Heizölpreis innerhalb der letzten 12 Monate um ca 20 % gestiegen ist.
Die Nebenkosten richten sich normalerweise nach den letzten berechneten Verbrauchskosten (wahrscheinlich 2004), da kein Vermieter eine Kristallkugel zuhause hat und den Anstieg der Preise UND einen kalten und langen Winter voraussagen kann, kann man sich nur an die alten Zahlen halten.
Dann erhöht die Gemeinde noch die Grundsteuer, die Müllkosten usw.
Warum kriegt man dann die Krise, wenn die Nebenkosten „nur“ um 10 % steigen?
Schliesslich ist das ja kein Geld das der Vermieter einsteckt, sondern davon bezahlt er eben die laufenden Kosten.
Ich war früher auch mal Mieter und manchmal überkommt mich doch der Frust wenn ich daran denke wie einfach das war. Wenn was nicht gepasst hat, hat man den Vermieter angerufen und gut wars.
Jetzt als Eigentümer überlegt man es sich ob man dieses oder jenes gleich reparieren lassen muss oder ob man noch warten kann, bis wieder mal Geld da ist. Bequemlichkeit hat eben seinen Preis…
grüsse
dragonkidd
Die Nebenkosten richten sich normalerweise nach den letzten
berechneten Verbrauchskosten (wahrscheinlich 2004), da kein
Vermieter eine Kristallkugel zuhause hat und den Anstieg der
Preise UND einen kalten und langen Winter voraussagen kann,
kann man sich nur an die alten Zahlen halten.
Und wenn er eine Kristallkugel hätte, dann hätten wir 12 Monate früher gelesen: „Ist es rechtens dass der VM die Nebenkosten einfach so um 20% erhöht?“
Und wenn er eine Kristallkugel hätte, dann hätten wir 12
Monate früher gelesen: „Ist es rechtens dass der VM die
Nebenkosten einfach so um 20% erhöht?“
Wie auch immer… das Forum ist ja für Fragen da.
Gruss Ivo
Hi Ivo,
hast ja auch wieder recht…
grüsse
dragonkidd
bei mir ist das noch besser. Habe vor ein paar Tagen ebenfalls die Abrechnung bekommen. Wohne in einer WG mit vier Leuten und wir sollen 5.359 HKV-Einheiten verbraucht haben 2005, wobei zwei der Mitbewohner fast nie da waren und wir nur wenig geheizt haben.
Eine andere WG im selben Haus mit FÜNF Leuten soll dagegen nur 319 Einheiten haben, trotz durchschnittlichem Heizens (nach deren Aussage). Nun müssen wir in unserer WG jeder über 300 Euro nachzahlen, und fast alle anderen im Haus bekommen 100 Euro zurück. Da stimmt doch was nicht, oder?! Kann sio etwas überhaupt sein, solche gravierenden Unterschiede, und siend die Einheiten realistisch???