Verbrauchte Energie/geleistete Arbeit beim Laufen

Wir hatten mal eine Diskussion in einem Laufforum, daher mal die Frage hier. :smile:
Wenn man einen Körper von A nach B bewegt hat man doch, nach den Gesetzen der Physik keine Arbeit geleistet, also auch keine Energie verbraucht, richtig? Wobei ich hier mal Reibung und Schwerkraft vernachlässigen will.
Wenn ein normaler Mensch läuft, kann das aber so nicht zutreffen, denn beim Laufen wird ja nicht einfach die Masse X von A nach B bewegt. Vielmehr findet doch auf Grund der ständigen Beschleunigung der Beine doch eine Arbeit statt. Oder sehe ich das falsch? Wenn man jetzt schneller läuft ist man dann zwar auch schneller am Ziel, hat man dann aber trotzdem die gleiche Energie verbraucht wie wenn man langsam läuft?

Hallo Grußloser,

Wenn man einen Körper von A nach B bewegt hat man doch, nach
den Gesetzen der Physik keine Arbeit geleistet, also auch
keine Energie verbraucht, richtig? Wobei ich hier mal Reibung
und Schwerkraft vernachlässigen will.

stimmt. Stichwort Äquipotentialfläche

Wenn ein normaler Mensch läuft, kann das aber so nicht
zutreffen, denn beim Laufen wird ja nicht einfach die Masse X
von A nach B bewegt.

stimmt, Dein Schwerpunkt (und auf den kommts an), bewegt sich beim normalen Laufen stets auf und ab.
Anders z.B. beim Schlittschuhläufer, dessen Schwerpunkt bleibt viel besser auf einer Höhe.

Gandalf

Hallo,
stimmt nicht, denn: Arbeit = Weg x Zeit. Ob der Weg nun in einer Sekunde oder einem Jahr zurückgelegt wird, ändert nichts an der Tatsache, dass Arbeit verrichtet wurde.
Und Energie wurde ebenfalls umgewandelt, denn ein lebloser Körper kann sich schwer von selbst bewegen. Im Körper eines Menschen wird ständig - je nach Betätigung - mehr oder weniger Energie umgewandelt.
Gruß biopeso

Hallo,

stimmt nicht, denn: Arbeit = Weg x Zeit.

hm, dann hab ich in der Schule schlecht aufgepasst, denn bisher dachte ich immer Arbeit ist Kraft * Weg *schäm*

Und Energie wurde ebenfalls umgewandelt, denn ein lebloser
Körper kann sich schwer von selbst bewegen.

Und hier hab ich immer gedacht, daß gilt:
Ein Körper verharrt im Zustand der Ruhe, oder der gleichförmigen geradlinigen Bewegung, solange keine äußere Kraft auf ihn einwirkt *nochmalschäm*

Im Körper eines
Menschen wird ständig - je nach Betätigung - mehr oder weniger
Energie umgewandelt.

Das Spiel nennt sich übrigens Fließgleichgewicht.

Gandalf

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Wir hatten mal eine Diskussion in einem Laufforum, daher mal
die Frage hier. :smile:
Wenn man einen Körper von A nach B bewegt hat man doch, nach
den Gesetzen der Physik keine Arbeit geleistet, also auch
keine Energie verbraucht, richtig? Wobei ich hier mal Reibung
und Schwerkraft vernachlässigen will.

so lange, wie du den koerper beschleunigst, leistest du arbeit.

Wenn ein normaler Mensch läuft, kann das aber so nicht
zutreffen, denn beim Laufen wird ja nicht einfach die Masse X
von A nach B bewegt. Vielmehr findet doch auf Grund der
ständigen Beschleunigung der Beine doch eine Arbeit statt.
Oder sehe ich das falsch?

weil du schwerkraft und reibung nicht vernachlaessigen kannst, ist das richtig.

Wenn man jetzt schneller läuft ist
man dann zwar auch schneller am Ziel, hat man dann aber
trotzdem die gleiche Energie verbraucht wie wenn man langsam
läuft?

nein, denn bei doppelter geschwindigkeit verbraucht man 4-fache energie

stimmt nicht, denn: Arbeit = Weg x Zeit

Das ist ausgemachter Quatsch. Da in deiner „Formel“ überhaupt keine Masse auftaucht sondern nur Strecke und Zeit, würde ich folglich die gleiche Arbeit verrichten, egal ob ich ein Blatt Papier von A nach B bewege oder ob ich einen LKW von A nach B bewege.
Wer mal versucht hat einen LKW zu ziehen und wer schon mal ein Blatt Papier getragen hat, der weiß, dass dies nicht stimmen kann.

Hallo,
jetzt schäme ich mich gleich noch mehr und verkrieche mich. Natürlich hast du recht, Arbeit = Kraft x Weg.
Ich weiß jetzt auch nicht, wie ich auf den Blödsinn gekommen bin. Na ja, schnell gelesen und noch schneller geantwortet.

Beim Menschen ist allerdings klar, dass er Kraft benötigt um von der Stelle zu weichen bzw. einen Weg zurückzulegen. Am meisten natürlich um gegen die Schwerkraft, aber auch auf einer ebenen Strecke.

Gruß biopeso

Wenn man jetzt schneller läuft ist
man dann zwar auch schneller am Ziel, hat man dann aber
trotzdem die gleiche Energie verbraucht wie wenn man langsam
läuft?

nein, denn bei doppelter geschwindigkeit verbraucht man
4-fache energie

Wie kommst du auf den Wert vierfach? In Läuferkreisen ist es scheinbar weit verbreitet dass die Geschwindigkeit für den Kalorienverbrauch unerheblich ist und nur die Strecke und das Gewicht zählt. Die Meinung ist da also dass man, wenn man schneller die gleiche Strecke läuft und man daher schneller am Ziel ist, die gleichen Energie verbraucht hat, wie wenn man sie langsamer läuft. Wenn das mit dem vierfachen Verbrauch stimmt, dann kann das aber nicht sein und rein intuitiv klingt das für mich auch nicht unbedingt logisch, das ich beim schneller Laufen nicht mehr Energie verbrauche. Würde mich also interessieren wie man das vielleicht genauer erklären kann.

Wenn man jetzt schneller läuft ist
man dann zwar auch schneller am Ziel, hat man dann aber
trotzdem die gleiche Energie verbraucht wie wenn man langsam
läuft?

nein, denn bei doppelter geschwindigkeit verbraucht man
4-fache energie

Wie kommst du auf den Wert vierfach?

E=m/2 * v²

E=Energie
m=Masse
v=Geschwindigkeit

gilt für alles.

allerdings hast du recht. nicht genau 4x - im grunde mehr als 4.

die gesamtenergiebelanz eines menschen errechnet sich aus wärmeenergie, elektrischer energie und kinetischer energie bzw. potenzieller energie.
wenn man schneller rennt, produziert man mehr wärme. das muss noch hinzugerechnet werden. darüberhinaus wird bei einem sprung enorm viel elektrische energie für die muskeln benötigt. je schneller man also läuft, desto stärker sind auch die muskeln beansprucht.

ein durchtrainierter läufer, der 18km/h läuft, kann 1h oder 40min laufen. ein läufer, der 36km/h läuft, kann keine 30 oder 20 min durchhalten, sondern nur 10s oder 20s.

danach ist die energie weg und man würde ganz einfach zusammenbrechen.