Verbreitung Handwaffen/Sturmgewehre

Ich habe vor längerer Zeit gelesen, dass das deutsche G3 nach dem AK47 und der Uzi die meistverbreitete Waffe der Welt ist. Das haben meine Bekannten jedoch neulich in Frage gestellt. Nach längerer Suche in Google/Wikipedia habe ich auch keine genauen Zahlen gefunden.

Die AK ist eindeutig am meisten verbreiten. Die Zahlen schwanken zwischen 60-100 Millionen Exemplaren. Über das G3 wird mal geschrieben es gäbe 7 Millionen Stück, mal sind es 10 Millionen.
Die M16 soll auch in der Größenordnung um die 7 Millionen Stück sein.

Jetzt meine Frage:
Habt ihr verlässliche Zahlen? Ich habe nur schwammige Informationen gefunden…

Hallo,

Produktionszahlen seit 1945 in Millionen Stück:
Kalaschnikow (Russland): 70-100;
Uzi (Israel): 1-10;
M16 (USA): 7;
G3 (Deutschland): 7;
FN-FAL (Belgien): 5-7.
Quelle: Small Arms Survey, UN.

http://www.learn-line.nrw.de/angebote/agenda21/archi…

Gruß

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Warum eigentlich?
hi,
Warum wurde das G3 eigentlich so oft hergestellt/verkauft?
Und vorallem an wen?!?!?
Es werden ja wohl kaum in den ca. 50 Jahren Bundeswehr (=G3?) 7. Mio Gewehre (ver-)braucht worden sein, oder?!
Ist es von so hoher Qualität/Preis im Vergleich zu anderen?
Mich wundert nur, dass England und Frankreich überhaupt da nicht verzeichnet sind?!

schönen abend noch
servus

Hallo
Das G3 stellt einen guten Kompromiss dar.
Es ist nicht ganz so fehlertolerant und leicht in Stand zu halten wie das AK47 aber in dieser Beziehung erheblich besser als das M16, das eigentlich nur so verbreitet ist weil die USA es vertrieben. Für den Einsatz in den meisten Gegenden der Welt ist es vergleichsweise ungeeiget.
Die hohen Zahlen erklären sich durch vielfältige Lizenzbauten. Das Belgische FN wurde z. B. auch von den Briten gebaut.

Gruß
Werner

Genau,
und es scheint im internationalen Vergleich eine besondere Stellung einzunehmen, „deutsche Wertarbeit“ eben.
Stärkeres Kaliber als die AK, wie diese relativ unempfindlich, recht leicht zu warten, und vor allem in Nahost billig angeboten.

Die BRD ist nun mal lange schon ein waffenexportierendes Land…

Gruß
Krischan

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In Europäischen Streitkräften ist das G3 nach wie vor stark verbreitet - stärker als jede andere Waffe. Erst das G36 löst das G3 diesbezüglich jetzt ab.
Nutzer sind auch heute noch beispielsweise die Türkei, Schweden, Griechenland, Spanien, Italien - alleine die Türkei dürfte mehr als eine Millionen davon haben und ich denke 7 Millionen hergestellte G3 sind ein paar Millionen zu wenig.
Die Türkei und Spanien bauen das G3 auch in Lizenz, bzw. haben es in Lizenz gebaut. Über diesen Lizenzbau lassen sich dann auch ganz einfach die deutschen Exportbeschränkungen für Kriegswaffen unterlaufen.
Aber nichts desto trotz ist Deutschland immernoch weltweit Waffenexporteur Nr.3.

Abgesehen davon hat jede Spezialeinheit - egal ob Polizei oder Militär - die etwas auf sich hält G3 in ihrer Waffenkammer.

Mit genauen Zahlen kann ich aber nicht dienen.

Gruß Andreas

Hallo,
Über diesen Lizenzbau lassen sich dann

auch ganz einfach die deutschen Exportbeschränkungen für
Kriegswaffen unterlaufen.

Pakistan hat auch G 3.

Abgesehen davon hat jede Spezialeinheit - egal ob Polizei oder
Militär - die etwas auf sich hält G3 in ihrer Waffenkammer.

Das ist wohl eher die MP 5 von Heckler&Koch. Eine wirklich feine Waffe.
Gruss
Rainer

Hallo,

Genau,
und es scheint im internationalen Vergleich eine besondere
Stellung einzunehmen, „deutsche Wertarbeit“ eben.
Stärkeres Kaliber als die AK, wie diese relativ unempfindlich,
recht leicht zu warten, und vor allem in Nahost billig
angeboten.

relativ unempfindlich wage ich sehr zu bezweifeln, einige Spielchen in einer Sandgrube und bei G 3 tat sich nichts mehr, selbst mehrmals erlebt. Mein G 3 hatte etliche Macken,die trotz monatelanger Inst nie behoben wurden.
Gruss
Rainer

Moin,

Warum wurde das G3 eigentlich so oft hergestellt/verkauft?
Und vorallem an wen?!?!?

neben der BW u.a. an
Schweden, Norwegen, Dänemark, Thailand, Türkei, Saudi-Arabien, Portugal, Philippinien, Iran, England, Pakistan, Mexiko, Burma, Brasilien, Griechenland, Frankreich, Malaysia.

http://www.waffenhq.de/infanterie/g3.html
http://www.waffeninfo.net/waff_g3_04.php

Ist es von so hoher Qualität/Preis im Vergleich zu anderen?

Mir wurde bei der BW erkärt, daß es in Robustheit, Präzision und Durchschlagskraft der Konkurenz überlegen ist. Hinzu kommt, daß durch den Kalten Krieg auch der Waffenmarkt geteilt war und dadurch die osteurop. Konkurenz entfiel.

Gruß

Über diesen Lizenzbau lassen sich dann
auch ganz einfach die deutschen Exportbeschränkungen für
Kriegswaffen unterlaufen.

Pakistan hat auch G 3.

Zum Bleistift.
In so ziemlich allen Staaten, die ehemals eher auf asiatische Waffen gesetzt haben und nun auf Nato-Standart umrüsten ist das G3 die erste Wahl - es sei denn die Amerikaner tun das ihrige, um ihren Ramsch loszuwerden.

Abgesehen davon hat jede Spezialeinheit - egal ob Polizei oder
Militär - die etwas auf sich hält G3 in ihrer Waffenkammer.

Das ist wohl eher die MP 5 von Heckler&Koch. Eine wirklich
feine Waffe.

Die auch - H&K hat da einige Eisen im Feuer, zukünftig auch die MP7 - was Präzision und gleichzeitige sehr hohe Durchschlagskraft angeht ist das G3 unter den Sturmgewehren aber Konkurrenzlos.

Gruß Andreas

relativ unempfindlich wage ich sehr zu bezweifeln, einige
Spielchen in einer Sandgrube und bei G 3 tat sich nichts mehr,
selbst mehrmals erlebt. Mein G 3 hatte etliche Macken,die
trotz monatelanger Inst nie behoben wurden.

Das G3 ist Natoweit das rubosteste Sturmgewehr, dass es je gab und nach wie vor gibt!
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass auch Sand dem G3 nicht viel anhaben kann - im selten eintretenden Zweifelsfall ist es eine Sache von einer Minute entsprechend störenden Sand zu entfernen. Ich habe damals mit meinem G3 die halbe Heide umgepflügt und hatte nie Probleme - zumindest solange ich es auch regelmäßig abends gereinigt habe.

Aber auch das AK47/74 streckt irgendwann alle Viere von sich, wenn es zu sandig wird.

Gruß Andreas

Hi,

Danke erstmal an alle für Artikel :smile:

Ich wurde auf das Thema auch erst aufmerksam, als zeitgleich eine Sendung im Fernsehen (vllt. Frontal 21?) und ein Artikel in der SZ stand, dass das G3 gerne exportiert wird. Das ist an sich ja kein Problem, aber es wurde auch in Bürgerkriegsregionen in Afrika exportiert. Im Fernsehen wurde der Fall eines Generals vorgebracht, der viele tausend zu verschrottenden G3s lieber illegal verkauft hat.

Ja und in einem der beiden Berichte hieß es, dass das G3 die drittmeist verbreitete Waffe der Welt sei. Den Zahlen nach ist aber das M16 mindestens genauso weit verbreitet. Also ich habe jetzt keine eindeutig grüßere Verbreitung feststellen können.

Jedenfalls fällt es mir seitdem öfter auf, dass bei Bildern von Rebellen in Afrika G3s zu sehen sind.

Grüße,

DaBenn

umgepflügt und hatte nie Probleme - zumindest solange ich es
auch regelmäßig abends gereinigt habe.

Genau, mit heißem Wasser durchspülen, trockenfönen und wieder einölen, das Ding war danch wie neu:smile:

CU

Axel

Das G3 ist Natoweit das rubosteste Sturmgewehr, dass es je gab
und nach wie vor gibt!

Schätze mal du hattest noch nie ein Steyr AUG in der Hand :smile:

Gruß Andreas

MfG
Christoph

Schätze mal du hattest noch nie ein Steyr AUG in der Hand :smile:

Doch, aber das Steyr AUG hat genauso, wie das G36 das Spielzeugkaliber 5,56mm und spielt deswegen in einer anderen Liga als das G3 mit 7,62mm.

Gruß Andreas

Doch, aber das Steyr AUG hat genauso, wie das G36 das
Spielzeugkaliber 5,56mm und spielt deswegen in einer anderen
Liga als das G3 mit 7,62mm.

Und was genau hat das mit deiner Aussage, dass „das G3 rubusteste Sturmgewehr ist, dass es je gab und nach wie vor gibt!“ zu tun?

Ich muss ehrlich sagen ich habe noch nie das Wort ‚robust‘ in Zusammenhang mit dem G3 gehört bzw gelesen während das bei der AK-47 und dem Steyr AUG eigentlich überall vorkommt.

Gruß Andreas

MfG
Christoph

Hallo,
ich würde mit Superlativen bei Bewertungen immer vorsichtig sein. Das ist ja auch oft Geschmackssache oder von den Einsatzbedingungen Abhängig. Die Gewehre haben jeweils unterschiedliche Vorzüge. allerdings wurd das mit dem „robustesten Sturmgewehr“ auf die Nato bezogen. Ich denke damit war das AK47 eigentlich ausgeschlossen, obwohl ja mit dem erweiterung der Nato das nicht mehr richtig ist.

Warum du noch nichts von der Robustheit des G3 gehört hast, ist mir allerdings ein Rätsel. Dass das G3 robust ist, weiss mindestens wer schon mal mit einem M16 unterwegs war.
Dass viele in Deutschland lamentieren es würde dauernd klemmen, liegt m. E. daran, dass das von Wehrpflichtigen kommt die meistens mit Manövermun geschossen haben - die wirklich dauernd klemmt. Ansonsten gibt es beim G3 fast keine Fehlfunktionen, wenn die Mun in Ordnung ist, und wenn nicht ist man mit einem Handgriff wieder im Geschäft.
Das Steyr AUG mag (keine Ahnung) robuster sein, also weniger Störanfällig, wobei ich mir das kaum vorstellen kann.

Das AK47 soll nach allem was ich gehört habe auf jeden Fall das robusteste der genannten Muster sein. Von daher streitet ihr ja eigentlich sowieso um Platz zwei.

Gruß
Werner

Doch, aber das Steyr AUG hat genauso, wie das G36 das
Spielzeugkaliber 5,56mm und spielt deswegen in einer anderen
Liga als das G3 mit 7,62mm.

Und was genau hat das mit deiner Aussage, dass „das G3
rubusteste Sturmgewehr ist, dass es je gab und nach wie vor
gibt!“ zu tun?

Letztendlich gar nichts, meine Aussage war aber auch „Das G3 ist Natoweit das rubosteste Sturmgewehr, dass es je gab und nach wie vor gibt!“. Es mag dich überraschen (oder auch nicht), aber Österreich ist nach wie vor kein Nato-Mitglied. ;o)

Gruß Andreas

Ich denke damit war das AK47 eigentlich ausgeschlossen, obwohl ja mit
dem erweiterung der Nato das nicht mehr richtig ist.

Doch, ist es nach wie vor, da auch neue Mitgliedsstaaten umgehend nach Natobeitritt auf Nato-Standart, also 5,56mm oder eben 7,62 mm umzurüsten haben, damit verschwinden dann auch die AK47/74 in der Versenkung, im Schredder oder einfach irgendwo auf dem interntionalen Waffenmarkt.

Gruß Andreas

PS: Kleinere Bestände von Ostblockwaffen, wie sie auch die Bundeswehr vorhält zähle ich nicht mit.

Ausbildermärchen

Das G3 ist Natoweit das rubosteste Sturmgewehr, dass es je gab
und nach wie vor gibt!

Nicht alles glauben, was der Ausbilder so erzählt, wenn der Tag lang wird.

Aber auch das AK47/74 streckt irgendwann alle Viere von sich,
wenn es zu sandig wird.

Dieses „irgendwann“ findet etwa dann statt, wenn andere Muster schon mehrfach von der Werksinstandsetzung zurück sind.

BTW eine AK47 wäre mir unbekannt.
Ursprungsgewehr hieß AK (AKS mit Klappschulterstütze). Danach kammen AKM und AKMS. Eine AK „AK-47“ zu nennen ist zwar noch verzeilich, wenn auch wenig sinnnvoll. Aber eine AKM (und nur diese findet man noch in der Wildbahn, denn alle ursprünglichen AKs sind entweder im Museum oder im Hochofen gelandet) mit AK-47 zu bezeichnen ist etwa so sinnig, wie einen Porsche 911 „356B“ zu schimpfen.

Die Zahlenbezeichnung fand erst mit der 5,45 mm AK-74 Einzug in die Nomenklatur der Kalaschnikow-Waffen-Abkürzungen. Die Musterjahrangabe „47“ wurde von der russischen Seite nur im vollen Namen „Awtomat Kalaschnikowa obrasa 47 goda“ geführt.

Der Name „AK-47“ tratt den Siegeszug um die Welt vom Westen aus.

MfG

C.

MfG

C.