wenn man den Fehler gemacht hat und auf eine Firma vertraut hat, die mit IPL Geräten Haare entfernt und hierbei starke Verbrennungen davon trägt, die nicht im Verhältnis zu den Nebenwirkungen stehen, die die Firma angibt,und später laut Arzt sehr wahrscheinlich Narben hinterlassen, wie könnte man sich hiergegen aktiv wehren?
Vor der Behandlung muss man natürlich unterschreiben, dass es zu Nebenwirkungen, Rötungen,leichteren Verbrennungen etc. kommen kann und sicherlich sichern sind solche Unternehmen ab. Aber irgendwo muss man doch Chance haben, nun irgendwie aktiv zu werden, ohne hunderte von Euros an einen Anwalt zu reichen, wenn man fehlbehandelt wurde. Arzt hat Fotos geschossen und will auch dokumentieren.
m. E. zwingt einen keiner, einen Anwalt einzuschalten, solange der Streitwert unter 5.000 Euro liegt und vor dem Amtsgericht verhandelt wird. Man darf so etwas auch durchaus selber abwickeln (§ 140 StPO), sofern man sich das zutraut.
Als rechtilcher Laie stelle ich mir das aber nicht ganz einfach vor. Schon allein die Einschätzung, ob solch eine Klage Aussicht auf Erfolg hat, finde ich für Otto Normalverbraucher schwierig. Eventuell gibt man da weit mehr aus, als eine anwaltliche Beratung gekostet hätte. Und vielleicht war es ja doch ein Bedienfehler? (Ich will jetzt nicht provozieren, aber das könnte die Position der Firma sein, gegen die man sich dann verteidigen musst…)
Letztlich sollte man auch nicht vergessen, dass man gegen eine Firma angeht, die womöglich sogar eine eigene Rechtsabteilung und große Erfahrungen mit solchen Ansprüchen hat. Das wäre dann schnell David gegen Goliath.
Im Vorfeld könnte man übrigens auch mal googlen, ob es womöglich weitere Geschädigte gibt und sich - falls dem so ist - mit denen austauschen.