wir haben die Tage wieder einen „Tratschabend“ gehabt. Es gibt Beziehungsstreß im Bekanntenkreis und zu solchem Anlaß zum Waschen dreckiger Wäsche:
Ein Verwandter (Allgemeinmediziner mit Praxis) scannt regelmäßig von allen Angehörigen / Verwandten die Krankenkassenkarte ein!
…
Angenommen man hat einen mehr oder weniger begründeten Verdacht (einfach mal so „einscannen“), daß auf diese Weise Untersuchungen und Behandlungen von der Kasse abgerechnet werden, die nie stattgefunden haben. Wie kann man das überprüfen lassen, ohne jemanden gleich (vielleicht ja zu unrecht) zu beschuldigen?
Ohne zu wissen,ob es funktioniert,ein Tip.Eine direkte Nachfrage bei der entsprechenden Krankenkasse , müßte eigendlich Aufschluß geben , ob falsche Abrechnungen vorgenommen wurden.Natürlich kann nur jeder für sich , seine Unterlagen anfordern und einlesen.Das könnte aber eigendlich klappen.
die AOKen haben mittlerweile Ermittlungsgruppen eingerichtet, gleichfalls auch die Kassenärztlichen Vereinigungen. Ich würde mich mal ab die zuständige AOK wenden (auch anonym möglich) und den Sachverhalt schildern.
Betrug ist da durchaus wahrscheinlich, denn er erhöht so künstlich die Zahl der Patienten seiner Praxis, die Grundlage der Budgetierung ist. Nicht unwahrscheinlich zudem auch, dass auf diese Karten dann auch nicht erbrachte Leistungen abgerechnet werden.
Steck der AOK doch mal eine Liste mit dir bekannten Namen, die werden dann schon tätig. Hier in der Gegend haben die momentan zwei Großpraxen am Wickel, bei denen es offenbar ähnlich gelaufen ist und der Schaden geht in die Mio. (Schaden, für den alle gesetzlich Versicherten über ihre Beiträge aufkommen müssen).
Gruß vom Wiz
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„Einfach so“ einscannen ist wirklich nicht üblich, hat aber für euch keine Nachteile. Meistens können Ärzte aufgrund des begrenzten Budgets auf Leistungen für nicht Privatpatienten gut und gerne verzichten.