jein
Hallo,
der aufwand, eine wohnung zu vermieten, ist bei einem serioesen makler zwar nicht enorm, aber ganz ohne arbeit geht das auch nicht.
wenn er glueck hat, dann bekommt er das objekt als alleinauftrag vom eigentuemer angeboten, der normalfall ist jedoch muehsame recherche in tageszeitungen etc. nachdem das objekt gefunden worden ist, muss er dem eigentuemer klarmachen, dass die maklervermittlung der geeignete weg ist, die immobilie an den mann/die frau zu bringen.
dann muss er sich die wohnung ansehen und ein exposée erstellen, damit er das objekt auch dem interessenten genau beschreiben kann.
er sitzt nun nicht da und wartet, dass sich interessenten melden, sondern er annonciert auf seine kosten in zeitungen.
dann kommen die termine = treffen mit interessenten vor ort, und nicht jeder interessent nimmt die wohnung… geh mal davon aus, dass der ueberwiegende teil der wohnungen, die ueber makler angeboten werden, als „schwierig“ zu vermitteln anzusehen sind… die „selbstgaenger“ vermieten sich von alleine, und dafuer braucht man keinen makler.
ein erfahrungswert besagt, dass der arbeitsaufwand fuer eine normale abwicklung 10 stunden betraegt. davon gehen dann ab:
anzeigengebuehren, fahrtkosten zum objekt, kleine kosten fuer exposée, telefongebuehren , und seine kosten fuer die bueroraeume und ggfls personal muss er auch auf die einzelnen objekte umlegen.
von den 600.- ( die 96.- ust gehen ja nicht in seine tasche ) verbleiben ihm nach abzug der kosten also ca 300.- brutto - das entspricht also einem bruttolohn von 30.- /stunde.
davon verbleiben ihm nach abzug aller abgaben als selbststaendiger maximal 15.-/h netto
kennst du irgendeinen kfz-mechaniker, klempner oder schluesseldienst , der fuer diese peanuts antritt?
ich bin ganz bestimmt kein lobbyist der makler, aber sie erfuellen eine sinnvolle funktion im dienstleistungsbereich, genauso, wie partnervermittlungen, reisebueros, etc.
und ihr gesellschaftliches ansehen der „unbeliebtheit“ teilen sie mit zahnaerzten und rechtsanwaelten ganz unten auf der skala.
o.k., sie verdienen auch manchmal gut: beim verkauf von immos fallen 5.25% provision an, und wenn sie 'ne huette im vordertaunus fuer 3 mio verkloppen, bleiben erstmal 157.500 brutto haengen, aber solche deals laufen auch nur bei serioesen firmen mit erheblichem personal- und arbeitsaufwand. und taeglich laeuft so was sowieso nicht…
gruss
khs