Halloo Juliane,
ich mag es nicht glauben. Gäbe es im Ernstfall echt keine
Möglichkeit, das ganze auf der Basis Nachbarschaftshilfe zu
organisieren?
Nachbarschaftshilfe ist die gelegentliche Hilfe in einer besonderen Situation. Eine dauernde Hilfe ist keine Nachbarschaftshilfe.
Mir scheint auch das größere Problem tatsächlich
der Verwaltungsaufwand zu sein - nach der erwähnten Erfahrung
meiner Schwägerin. Außerdem: mein Bruder meint, in seinem
Betrieb allein träten nicht weniger als 53 verschiedene
Möglichkeiten auf, wie sich diese 630-Marks Geschichten
verhalten könnten und alle naselang täte sich wieder etwas
ändern und alle kämen schon gar nicht mehr mit und auch die
Behörden würden sich dauernd widersprechen und ein Nicht-Profi
sei schon ganz und gar damit überfordert. Diese Berichte
schrecken mich total ab!
Es ist mit Sicherheit ein völliger Unsinn, was da im 630-DM Gesetz geht. Der Verwaltungsaufwand ist tatsächlich nicht zur echtfertigen. Noch idiotischer sind die Neuregelungen, wenn Du einen Frau beschäftigst - nur eine Frau betrifft dies - und ist diese bei eienr der Ersatzkassen angemeldet, muss an die AOK ein sogenannter Solidarzuschlag überwiesen werden, der um die - nicht erschrecken bei 630 DM - rd. 1,20 liegt (nicht pro Stunde sondern im Monat). Dafür muss man ein Sonderkonto führen, diesen Betrag jeweils extra monatlich überweisen (bei uns kostet eine Überweisung rd. 15 DM Aufwand ). Und. und. und.
Wie sag ich es jetzt… Wenn die Haushaltshilfe beim Finanzamt geltend gemacht wird, weiss das Finanzamt, dass jemand da ist, die Geld verdient. Also wird man bei der steuerlichen Absetzung beachten müssen, dass diese Haushaltshilfe angemeldet werden muss.
Es wääääre natüürlich möööglich, dass Du eine Haushaltshilfe oder Kinderbetreuung hast, aaaber wenn Dich jemand fragen sollte, wie die Entlohnung funktioniert, weil beim Fiannzamt nie Kosten auftauchen, könnte es jaaa sein, dass Du demjenigen erklären kannst, dass doch DU an anderen Tagen als ebenfalls kostenlose Leistung dann die dortigen Kinder betreust. Kenne nun die Verhältnisse nicht, aber wenn Kinder da sind, wäre dies doch eine Lösung.
Gruss Günter