Verdrillte Aderpaare

Hallo Experten

Bei Netzwerkkabeln wie SUTP, SSFTP, FUTP und wie sie alle heissen werden die Adern der einzelnen Paaren miteinander verdrillt.

Der Zweck dieser bifilare Wicklungstechnik ist doch folgender: Die B-Felder von hinführendem und rückführendem Strom sollen sich gegenseitig aufheben.

Nun zur Frage.
Bei einem Netzwerk mit einer Frequenzen von 250MHz was einer Wellenlänge von ca. 1.2m entspricht ist ja der Strom in der Leitung nicht überall gleich gross, was ja eine bifilare Wicklung nicht brauchbar machen würde.

Kann mich jemand auf meinen Überlegungsfehler aufmerksam machen
Vielen Dank schon im Voraus

Andreas

Hallo Andreas,

Der Zweck dieser bifilare Wicklungstechnik ist doch folgender:
Die B-Felder von hinführendem und rückführendem Strom sollen
sich gegenseitig aufheben.

Nun zur Frage.
Bei einem Netzwerk mit einer Frequenzen von 250MHz was einer
Wellenlänge von ca. 1.2m entspricht ist ja der Strom in der
Leitung nicht überall gleich gross, was ja eine bifilare
Wicklung nicht brauchbar machen würde.

Kann mich jemand auf meinen Überlegungsfehler aufmerksam
machen

  1. Bifilar ist etwas anderes.
  2. mit dem Verdrillen erreicht man einen konstanten und definierten Wellenwiderstnd.
  3. durch das verdrillen wechseln die B-Felder die polarität, wodurch das Übersprechen auf andere Adernpaare verringert wird.
  4. bei ungeschirmten Typen, wirken durch die Verdrillung externe B-Felder abwechselnd und kompensieren sich dadurch.

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter

Vielen Dank für Deine Antwort.

Gruzzzzzzzzz
Andreas

Hallo Andreas!

Neben der Antwort von Peter noch folgender Hinweis:

Bei einem Netzwerk mit einer Frequenzen von 250MHz was einer
Wellenlänge von ca. 1.2m entspricht ist ja der Strom in der
Leitung nicht überall gleich gross, was ja eine bifilare
Wicklung nicht brauchbar machen würde.

Dum meinst, die Stromamplitude wäre ortsabhängig?
Das ist nur bei stehenden Wellen der Fall. Bei Netzwerken werden aber alle Enden terminiert, also mit dem Wellenwiderstand abgeschlossen. Daher gibt es (im Prinzip) keine Refelxionen und somit auch keine stehenden Wellen.

Gruß
Arndt

Moin!

Der Zweck dieser bifilare Wicklungstechnik ist doch folgender:
Die B-Felder von hinführendem und rückführendem Strom sollen
sich gegenseitig aufheben.

Das Stichwort ist nicht „bifilare Wicklungstechnik“, sondern „Verseilung“. Die elektrotechnischen Vorteile sind schon angesprochen worden, daneben gibt es mechanische Gründe, Adern zu verseilen. Das Kabel wird biegsam. Bei Paar- oder Sternverseilung in einem Kabel mit wenigen (Doppel-) Adern wirkt sich das noch nicht so gravierend aus, aber wenn Du an Fernmeldekabel mit hunderten von Doppeladern denkst (hier werden dann die verseilten Einzeladern zu Bündeln oder Lagen verseilt), dann erlaubt die Verseilung wesentlich kleinere Biegeradien.

Wenn’s Dich interessiert, dann googele mal nach „Verseilung Bündel Lagen“.

Munter bleiben… TRICHTEX

Danke!
Vielen Dank den Experten für die Antworten.

Schönen Sommer noch

Andreas