Verdünnungsreihe - Autosampler vs. Manuell

Hallo,

die Frage steht schon fast in der Überschrift.

Ein Kollege beharrt darauf, dass eine Verdünnungsreihe mittels Autosampler besser wäre als eine die man Manuell, also mit Kolben und Pipetten, erstellt.

Ich denke, es ist eher anders herum, da z.B. ein Autosampler der eine Probenschleife von 200µl nur mit 1µl befüllt dort einen anderen Fehler macht, als bei einer Befüllung mit 100µl.

Was meint Ihr?

Danke
dieter

es kommt drauf an
Hallo dieter,

lass einen richtig kalibrierten 100000 Euro-Autosampler gegen mich antreten und der Autosampler gewinnt.

Lass mich gegen den *&%!!! Autosampler (den wir in die hinterste Ecke des Labors verbannt haben) antreten und ich gewinne.

Aber prinzipiell würde ich sagen, dass der funktionstüchtige und richtig programmierte Autosampler gewinnt. Ich muss alle 6 Monate meine Pipetten überprüfen - da kommt es schon mal vor, dass ich eine Messreihe neu mache, weil ein Wert statt max. 0,5% plötzlich 10% Abweichung hat.

Wenn ein Autosampler so schnell und flexibel zu „programmieren“ wäre wie ein Mensch, dann würde ich mir einen zulegen. Das lohnt sich aber nur für eine Dauereinrichtung.

Eine Probenschleife wird immer komplett gefüllt. Natürlich ist es unsinnig bei einer 1:100 - Verdünnung 1*1 µl und 99*1µl zu pipettieren. Da werden dann halt zwei Probenschleifen verwendet. Und wenn die richtig eingestellt sind, hat ein Mensch keine Chancen mehr.

Also: Maschine gewinnt! (so lange es nicht unsere ist :wink: )

Grüße,
Wolfgang

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Ein Kollege beharrt darauf, dass eine Verdünnungsreihe mittels
Autosampler besser wäre als eine die man Manuell, also mit
Kolben und Pipetten, erstellt.

Ich denke, es ist eher anders herum, da z.B. ein Autosampler
der eine Probenschleife von 200µl nur mit 1µl befüllt dort
einen anderen Fehler macht, als bei einer Befüllung mit 100µl.

Man muss wissen, was man für Anforderungen an ein Experiment stellt, z.B. bezüglich Präzision und Richtigkeit. Man kann ja mit weniger präzisen Methoden durch Wiederholung zu guten Ergebnissen kommen, sofern es zufällige und nicht systematische Fehler sind. Ein Pipettierfehler kann sich proportional auf das Ergebnis auswirken oder fast gar nicht etc. Die Pipettierautomaten sind schon sehr gut, wenn sie gut gewartet und kontrolliert sind und z.B. die Viskosität der Flüssigkeiten berücksichtigt wird. Sie können v.a. kleine Volumina (1-5 microliter) präziser pipettieren, als man das manuell kann. Dazu kommt noch, dass sie das ohne Pause machen, auch nachts noch arbeiten etc. Eine überflüssige Diskussion, was besser ist.
Udo Becker

Hallo,

ich muss wohl doch noch an meiner Frage arbeiten :wink:

Ein LC-System mit Autosampler.
Probenschleife wird NICHT komplett gefüllt (bieten fast alle Autosampler an)
Die Verdünnungsreihe ist also: 200µl Schleife mit Teilfüllung 1µl, 2µl 3µl…

Oder:
Per epp***Pipette nehme man 100µl und addiere 900µl Wasser, dies wiederhole man für jede Verdünnung. Die so verdünnten Standards werden in den Autosampler gestellt, der die Schleife dann vollständig füllt.

Wo ist denn nun der Fehler größer???

Dieter