Hallo,
angenommen, man habe eine Nebentätigkeit im Sinne eines Sportunterrichts, die einmal die Woche Kurse veranstaltet. Also das Übliche wie im Verein, nur halt außerhalb, und auf eigene Verantwortung und Organisation. Von den Kursteilnehmern erhalte man dafür eine Kursgebühr. Diese Einnahmen muss man, natürlich abzgl. aller Ausgaben, als Nebeneinkünfte voll versteuern. Das ist völlig in Ordnung so.
Die Frage ist nun, ob es steuerlich gesehen nicht eine bessere Alternative gibt, z.B. durch die Gründung eines Vereins. Da man sich nicht mit anderen groß ärgern möchte, würde man den Verein evtl.nicht eintragen, sondern zusammen mit z.B. seiner Frau oder Schwester oder einem Bekannten gründen und den Vorstand des nicht eingetragenen Vereins bilden. Die Gemeinnützigkeit im Sinne einer lehrenden Tätigkeit wäre sogar gegeben.
Könnte der Verein nun den beiden aktiv tätigen Vorständen (andere Mitglieder wären ja zumindest erstmal auch gar nicht da) eine Übungsleiter- und Ehrenamtpauschale bezahlen? Selbst wenn, wird aber durch die Kursgebühren voraussichtlich noch ein deutlicher Überschuss erzielt. Damit wäre die Gemeinnützigkeit wohl dahin? Kann damit dann überhaupt eine Übungsleiterpauschale gezahlt werden?
Natürlich sollte mit den Einnahmen nach einer Vereinsgründung nicht schlechter gefahren werden als bisher mit der steuerlichen Behandlung als Nebeneinkünfte. Es ist sicherlich auch ok, wenn z.B. der Verein ein Vermögen ansammelt (wenn er das darf). Aber wie bekommt man das dann wieder heraus? Kann der Verein in seiner Satzung festlegen, dass er am Ende des Jahres den Überschuss an seine Vorstände ausschüttet? Diese wären dann wiederum als Nebeneinkünfte zu versteuern, aber zumindest abzgl. der Übungsleiterpauschalen.
Was geht, was geht nicht? Welche anderen Möglichkeiten gibt es?
Vielen Dank für Eure Meinungen hierzu!