Verein Jahreshauptversammlung Rauchen erlaubt? (NRW)

Hallo zusammen,

in 4 Wochen findet wieder die Jahreshauptversammlung eines örtlichen Vereins statt. Dort wird traditionell immer viel geraucht. Mein Stand war nun, dass Vereine ihre offiziellen Generalversammlungen rauchfrei abhalten müssen, damit alle Mitglieder dieser beiwohnen können. Mit Asthma usw. wäre dies zum Beispiel nicht möglich.

Wie ist denn da die Gesetzeslage in NRW derzeit. Ist dies geregelt? Falls nicht: Eine immer größer werdende Gruppe aus meinem Umfeld und ich möchten beantragen, dass der offizielle Teil rauchfrei stattfindet. Wie geht man da am besten vor?Gruß

Cypher

Hallo

Wie ist denn da die Gesetzeslage in NRW derzeit. Ist dies geregelt? Falls nicht: Eine immer größer werdende Gruppe aus meinem Umfeld und ich möchten beantragen, dass der offizielle Teil rauchfrei stattfindet. Wie geht man da am besten vor?Gruß

Man spricht im Vorfeld mit einzelnen Rauchern in dem Sinne, dass man Rauchen nicht verurteilt, schon mal gar nicht moralisch, und dass Rauchen zwar irgendwie cool ist, dass man aber immer Kopf- oder Halsschmerzen bekommt, wenn viel geraucht wird.

Das ist kein rechtlicher Ratschlag, aber es ist auch wichtig, dass nicht nachher alle sauer sind auf die Antragsteller…

Viele Grüße

Man spricht im Vorfeld mit einzelnen Rauchern in dem Sinne,
dass man Rauchen nicht verurteilt, schon mal gar nicht
moralisch, und dass Rauchen zwar irgendwie cool ist, dass man
aber immer Kopf- oder Halsschmerzen bekommt, wenn viel
geraucht wird.

Das ist kein rechtlicher Ratschlag, aber es ist auch wichtig,
dass nicht nachher alle sauer sind auf die Antragsteller…

Wenn das so einfach wäre. In der Vergangenheit hat der fiktive Antragsteller schon oft versucht, den Sachverhalt gütlich zu klären. Leider ist bei fiktiven Herren Ü60 auf dem Dorf dort nicht mit Verständnis zu rechnen.

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Hallo,

vielleicht hilft ja das weiter:

http://www.vereinslupe.de/rauchverbote-7291

ml.

Hallo,

dann sollte man aus dem Verein austreten und nicht versuchen,anderen Leuten
seine Denkweise aufzuzwingen.

dann sollte man aus dem Verein austreten und nicht
versuchen,anderen Leuten
seine Denkweise aufzuzwingen.

Überzeugter Raucher, was? Es geht nicht darum, anderen seine Meinung aufzuzwingen. Wenn Rücksichtnahme sich nicht durch Dialog erreichen lässt, dann muss man eben auf anderem Weg eine Einigung erzielen. Es gibt Menschen, die es in einem solchen Raum gesundheitlich nicht aushalten. Und ein Austritt ist aus Gründen keine Option.

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Moin,

dann sollte man aus dem Verein austreten und nicht
versuchen,anderen Leuten
seine Denkweise aufzuzwingen.

lass mich raten; Du bist Raucher.

Mich erstaunt stets die Chutzpe mit der Raucher meinen, ihr Tun sein etwas Selbstverständliches und von allen zu akzeptieren und alle Kritik daran Blasphemie.

Gandalf

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Moin,

ok., ich bin Nichtraucher.

Die einzige - ungeliebte - Lösung ist nach 1,5 Std. eine 10 Minuten-Pause einzulegen, die die Raucher im Freien ausleben müssen.

„Ungeliebt“ ist diese Lösung weil, wenn man auf den ÖPNV angewiesen ist, 10 Minuten ganz schnell zwischen noch Normalfahrplan oder Nachtfahrplan entscheiden können. Im letzteren fahren oft Busse nur noch im ein Stunden-Takt.

Ich verliere also durch diese Rauchpause 50 Minuten, finde ich nicht gut.

Je nach Verein, wie wichtig mir dieser ist, käme tatsächlich auch ein Austritt mit dieser deutlichen Begründung, dass das Rauchverhalten der Grund ist, sinnvoll.

Gruß Volker

dann sollte man aus dem Verein austreten und nicht
versuchen,anderen Leuten
seine Denkweise die Rechtslage aufzuzwingen.

kurz korrigiert, gern geschehen, da nich für…

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Rauchverbot oder eine Tagesordnung mit angemessenen Pausen (nicht nur für die Raucher) kann man doch beantragen und darüber abstimmen lassen?

G imager

Wenn Rücksichtnahme sich nicht durch
Dialog erreichen lässt, dann muss man eben auf anderem Weg
eine Einigung erzielen.

Ja, durch einen entsprechenden Antrag, Abstimmungsergebnis, dass man aber auch dann hinnehmen muss, wenn sich keine Mehrheit dafür fände.

Es gibt Menschen, die es in einem
solchen Raum gesundheitlich nicht aushalten.

Unbestritten. Aber Rücksichtnahme ist kein Forderungsanspruch, sondern Konsens.

Naja, „angemessene Pausen“ würde für Extremrauchen bedeuten, dass alle 45 Min. für mind. 15 Min. eine Rauchpause eingelegt werden muss.

Ich wiederhole mich, diese Pausen führen u.U. dazu, dass ich plötzlich auf den Nachtverkehr angewiesen bin, der eben sehr eingeschränkt ist. Dieser Zeitverlust ärgert mich massiv.

Gruß Volker

Hallo

Wie ist denn da die Gesetzeslage in NRW derzeit. Ist dies
geregelt? Falls nicht: Eine immer größer werdende Gruppe aus
meinem Umfeld und ich möchten beantragen, dass der offizielle
Teil rauchfrei stattfindet. Wie geht man da am besten vor?Gruß

Schaun wir mal:

§ 1 Grundsätze
(1) Die in diesem Gesetz aufgeführten Rauchverbote gelten in Gebäuden und sonstigen vollständig umschlossenen Räumen. Die Rauchverbote gelten nicht in Räumlichkeiten, die ausschließlich der privaten Nutzung vorbehalten sind.

Die Versammlung findet wahrscheinlich in einer Gaststätte oder einem Vereinsheim statt, beides ist laut §2 von dem Gesetz erfasst:

_4. Sporteinrichtungen:
umschlossene Räume bei öffentlich zugänglichem Sportbetrieb wie z. B. Sporthallen, Hallenbäder und sonstige geschlossene Räumlichkeiten, die der Ausübung von Sport dienen, einschließlich der Aufenthaltsräume ;

  1. Gaststätten:
    Schank- und Speisewirtschaften, unabhängig von der Betriebsart, Größe und Anzahl der Räume;_

In NRW gibt es quasi keine Ausnahmen, ausser der rein privaten Nutzung. Meiner Ansicht nach besteht schon ein Rauchverbot, auch ohne Vorstands- oder Mitgliederbeschluß.

Grüße,
.L

Hallo,

die Korrektur war falsch,denn es geht um genau das,was ich sagte:

anderen Leuten seine Meinung aufzuzwingen

Wohin das ganze führt,ist übrigens an Fünf Fingern abzuzählen…über kurz oder lang ist der Verein Geschichte.

Ist genau wie bei den Kneipen…erst die Raucher vergraulen und dann Dumm aus der Wäsche gucken,weil der Wirt zumacht…weil die Umsätz im Keller sind.

Hallo,

Nichtraucher seit 30 Jahren und trotzdem immmer bei den Rauchern dabei…:smile:

Unbestritten. Aber Rücksichtnahme ist kein Forderungsanspruch,
sondern Konsens.

Natürlich kann ich Rücksichtnahme einfordern.

Wie ich bereits in einem anderen Beitrag zu dieser Diskussion angedeutet hatte, geht es nicht darum, anderen Leuten eine Meinung aufzuzwingen. Es geht lediglich um Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse von gesundheitlich angeschlagenen Menschen. Und diese sollten einen zivilisierten Gesellschaft immer eingefordert werden können.
Der Normalzustand in einem Raum ist eben Rauchfreiheit. Wieso sollten die Interessen derer, die meinen diese Rauchfreiheit verändern zu müssen, schwerer wiegen als die Interessen der Menschen, die mit einem zugeräucherten Raum nicht klarkommen würden?

Es ist erschreckend, dass im Jahr 2014 überhaupt noch über so ein Thema diskutiert werden muss. (…und dass die Kameradschaft in einem Verein nicht ausreicht, um auf die Bedürfnisse der anderen Mitglieder Rücksicht zu nehmen. Aber das steht auf einem anderen Blatt Papier.)

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