Ausgangslage:
Im EG und Keller sind die Stromleitungen zu den Deckenlampen
über die Betondecke verlegt und jeweils in einen
Stockwerkverteilerkasten mit Leitungsschutzschaltern und
Stromstoßschaltern geführt.
Also keine Fehlerstromschutzschalter dabei?
Richtig, bislang gibt es hier keinen Fehlerstromschutzschalter (Altanlage). Der soll jetzt in den Verteilerkasten im Keller.
Ich möchte beide Verteilerkästen zusammen mit allen
Leitungsschutzschaltern und Stromstoßschaltern im einem
einzigen Verteilerschrank im Keller haben.
Problematisch, sehr problematisch.
?
Dazu müßten 14 Stromleitungen aus dem Verteilerkasten im EG
einzeln in den Keller geführt, d.h. um jeweils etwa 15 m
verlängert werden.
Die 15m kommen zu den vorhandenen Leitungslängen hinzu. Daraus
resultiert ein höherer Spannungsfall un ein erhöhter
Schleifenwiderstand. Sind die LSS nur für die Deckenleuchten,
sind da überhaupt keine Steckdosen angeschlossen? (Sehr
merwürdig).
Der Spannungsabfall ist klar. Vom Verteiler im EG sind es jeweils max. 7 m Kabellänge zur Lampe (Leitung wurde seinerzeit einfach quer über die Betondecke gelegt). Macht (in 2 Fällen) 22 m. Ich komme da auf einen Spannungsabfall von unter 2,5%. Steckdosen sind hier nicht das Problem, da diese über eine andere Verteilung laufen.
Hinzu kommen insgesamt 11 Steuerleitungen
für die Stromstoßschalter (12V).
Problem:
Ein Bündel von 14 Leitungsverlängerungen nebst 11
Steuerleitungen hat einen ordentlichen Umfang und macht
einigen Aufwand schon im Durchstemmen der Betondecke zum
Keller sowie im weiteren Verlauf. Außerdem wäre die
Leitungsführung nach dem Durchbruch an der Kellerdecke recht
üppig abzukoffern. Schließlich kosten 14 Stromleitungen zu je
15 m (gedacht ist an NYM-J 3x1,5 mm²) einiges an Geld.
Die Kosten für die paar Meter Leitung sind Dir zuviel???
Entschuldige, aber das gesamte Projekt definiert sich
zweifellos eher an den Kosten für die Montage, kaum durch die
Leitung.
Genau. Die eingesparten Kabelkosten sind es nicht allein. Es macht aber hier aufgrund der Gegebenheiten einen erheblichen baulichen Aufwand, ein dickes Kabelbündel im Keller zu verlegen. Da jeder Zentimeter zählt, die Frage.
Frage:
Ist eine Verlängerung der Stromleitungen zulässig, in dem man
vom Verteilerkasten im EG
- 2 Leitungen NYM-J 7x1,5 mm² abführt,
- an die einzelnen (insg. 14) Adern nur die Außenleiter
aufklemmt und
Vollkommen unzulässigst, brandgefährlichst. Mir fehlt es an
passenden Superlativen.
Beachte mal die Strombelastbarkeit von NYM-J 7x1,5mm mit 6
belasteten Adern
Richtig. Betrieben werden können aber nur Deckenlampen zu jeweils 20 W, d.h., eine Leitung mit 7 Adern wird nach meiner Rechnung mit insgesamt 140 W belastet.
(dass Du die gelb-grüne Ader als Außenleiter
benutzen willst, werte ich mal als schlechten Scherz, deshalb
nur 6 Leiter).
Auch richtig, dann eben 8x1,5 mm².
- 1 N-Leiter und 1 PE-Leiter jeweils als separate Aderleitung
(z.B. H07V-K 10 mm²) abführt?
Aus EMV Gründen soll man den N nicht separat führen, aber
zumindest sehe ich hier keine anderen Sicherheitsbedenken.
Warum willst Du das überhaupt machen???
Das Problem ist hier die Kabelführung im Keller. Natürlich könnte man es auch bei 2 Verteilerschränken belassen. Der Verteilerschrank im EG ist aber einem Ausbau im weg (Mauerdurchbruch) und muss auf jeden Fall weg.