Vereinfachtes Umverlegen von Stromleitungen

Ausgangslage:
Im EG und Keller sind die Stromleitungen zu den Deckenlampen über die Betondecke verlegt und jeweils in einen Stockwerkverteilerkasten mit Leitungsschutzschaltern und Stromstoßschaltern geführt.
Ich möchte beide Verteilerkästen zusammen mit allen Leitungsschutzschaltern und Stromstoßschaltern im einem einzigen Verteilerschrank im Keller haben.
Dazu müßten 14 Stromleitungen aus dem Verteilerkasten im EG einzeln in den Keller geführt, d.h. um jeweils etwa 15 m verlängert werden. Hinzu kommen insgesamt 11 Steuerleitungen für die Stromstoßschalter (12V).

Problem:
Ein Bündel von 14 Leitungsverlängerungen nebst 11 Steuerleitungen hat einen ordentlichen Umfang und macht einigen Aufwand schon im Durchstemmen der Betondecke zum Keller sowie im weiteren Verlauf. Außerdem wäre die Leitungsführung nach dem Durchbruch an der Kellerdecke recht üppig abzukoffern. Schließlich kosten 14 Stromleitungen zu je 15 m (gedacht ist an NYM-J 3x1,5 mm²) einiges an Geld.
Ich möchte den Aufwand und die Kabelkosten reduzieren.

Frage:
Ist eine Verlängerung der Stromleitungen zulässig, in dem man vom Verteilerkasten im EG

  • 2 Leitungen NYM-J 7x1,5 mm² abführt,
  • an die einzelnen (insg. 14) Adern nur die Außenleiter aufklemmt und
  • 1 N-Leiter und 1 PE-Leiter jeweils als separate Aderleitung (z.B. H07V-K 10 mm²) abführt?

Ausgangslage:
Im EG und Keller sind die Stromleitungen zu den Deckenlampen
über die Betondecke verlegt und jeweils in einen
Stockwerkverteilerkasten mit Leitungsschutzschaltern und
Stromstoßschaltern geführt.

Also keine Fehlerstromschutzschalter dabei?

Ich möchte beide Verteilerkästen zusammen mit allen
Leitungsschutzschaltern und Stromstoßschaltern im einem
einzigen Verteilerschrank im Keller haben.

Problematisch, sehr problematisch.

Dazu müßten 14 Stromleitungen aus dem Verteilerkasten im EG
einzeln in den Keller geführt, d.h. um jeweils etwa 15 m
verlängert werden.

Die 15m kommen zu den vorhandenen Leitungslängen hinzu. Daraus resultiert ein höherer Spannungsfall un ein erhöhter Schleifenwiderstand. Sind die LSS nur für die Deckenleuchten, sind da überhaupt keine Steckdosen angeschlossen? (Sehr merwürdig).

Hinzu kommen insgesamt 11 Steuerleitungen
für die Stromstoßschalter (12V).

Problem:
Ein Bündel von 14 Leitungsverlängerungen nebst 11
Steuerleitungen hat einen ordentlichen Umfang und macht
einigen Aufwand schon im Durchstemmen der Betondecke zum
Keller sowie im weiteren Verlauf. Außerdem wäre die
Leitungsführung nach dem Durchbruch an der Kellerdecke recht
üppig abzukoffern. Schließlich kosten 14 Stromleitungen zu je
15 m (gedacht ist an NYM-J 3x1,5 mm²) einiges an Geld.

Die Kosten für die paar Meter Leitung sind Dir zuviel???
Entschuldige, aber das gesamte Projekt definiert sich zweifellos eher an den Kosten für die Montage, kaum durch die Leitung.

Frage:
Ist eine Verlängerung der Stromleitungen zulässig, in dem man
vom Verteilerkasten im EG

  • 2 Leitungen NYM-J 7x1,5 mm² abführt,
  • an die einzelnen (insg. 14) Adern nur die Außenleiter
    aufklemmt und

Vollkommen unzulässigst, brandgefährlichst. Mir fehlt es an passenden Superlativen.

Beachte mal die Strombelastbarkeit von NYM-J 7x1,5mm mit 6 belasteten Adern (dass Du die gelb-grüne Ader als Außenleiter benutzen willst, werte ich mal als schlechten Scherz, deshalb nur 6 Leiter).

  • 1 N-Leiter und 1 PE-Leiter jeweils als separate Aderleitung
    (z.B. H07V-K 10 mm²) abführt?

Aus EMV Gründen soll man den N nicht separat führen, aber zumindest sehe ich hier keine anderen Sicherheitsbedenken.

Warum willst Du das überhaupt machen???

Ausgangslage:
Im EG und Keller sind die Stromleitungen zu den Deckenlampen
über die Betondecke verlegt und jeweils in einen
Stockwerkverteilerkasten mit Leitungsschutzschaltern und
Stromstoßschaltern geführt.

Also keine Fehlerstromschutzschalter dabei?

Richtig, bislang gibt es hier keinen Fehlerstromschutzschalter (Altanlage). Der soll jetzt in den Verteilerkasten im Keller.

Ich möchte beide Verteilerkästen zusammen mit allen
Leitungsschutzschaltern und Stromstoßschaltern im einem
einzigen Verteilerschrank im Keller haben.

Problematisch, sehr problematisch.

?

Dazu müßten 14 Stromleitungen aus dem Verteilerkasten im EG
einzeln in den Keller geführt, d.h. um jeweils etwa 15 m
verlängert werden.

Die 15m kommen zu den vorhandenen Leitungslängen hinzu. Daraus
resultiert ein höherer Spannungsfall un ein erhöhter
Schleifenwiderstand. Sind die LSS nur für die Deckenleuchten,
sind da überhaupt keine Steckdosen angeschlossen? (Sehr
merwürdig).

Der Spannungsabfall ist klar. Vom Verteiler im EG sind es jeweils max. 7 m Kabellänge zur Lampe (Leitung wurde seinerzeit einfach quer über die Betondecke gelegt). Macht (in 2 Fällen) 22 m. Ich komme da auf einen Spannungsabfall von unter 2,5%. Steckdosen sind hier nicht das Problem, da diese über eine andere Verteilung laufen.

Hinzu kommen insgesamt 11 Steuerleitungen
für die Stromstoßschalter (12V).

Problem:
Ein Bündel von 14 Leitungsverlängerungen nebst 11
Steuerleitungen hat einen ordentlichen Umfang und macht
einigen Aufwand schon im Durchstemmen der Betondecke zum
Keller sowie im weiteren Verlauf. Außerdem wäre die
Leitungsführung nach dem Durchbruch an der Kellerdecke recht
üppig abzukoffern. Schließlich kosten 14 Stromleitungen zu je
15 m (gedacht ist an NYM-J 3x1,5 mm²) einiges an Geld.

Die Kosten für die paar Meter Leitung sind Dir zuviel???
Entschuldige, aber das gesamte Projekt definiert sich
zweifellos eher an den Kosten für die Montage, kaum durch die
Leitung.

Genau. Die eingesparten Kabelkosten sind es nicht allein. Es macht aber hier aufgrund der Gegebenheiten einen erheblichen baulichen Aufwand, ein dickes Kabelbündel im Keller zu verlegen. Da jeder Zentimeter zählt, die Frage.

Frage:
Ist eine Verlängerung der Stromleitungen zulässig, in dem man
vom Verteilerkasten im EG

  • 2 Leitungen NYM-J 7x1,5 mm² abführt,
  • an die einzelnen (insg. 14) Adern nur die Außenleiter
    aufklemmt und

Vollkommen unzulässigst, brandgefährlichst. Mir fehlt es an
passenden Superlativen.

Beachte mal die Strombelastbarkeit von NYM-J 7x1,5mm mit 6
belasteten Adern

Richtig. Betrieben werden können aber nur Deckenlampen zu jeweils 20 W, d.h., eine Leitung mit 7 Adern wird nach meiner Rechnung mit insgesamt 140 W belastet.

(dass Du die gelb-grüne Ader als Außenleiter
benutzen willst, werte ich mal als schlechten Scherz, deshalb
nur 6 Leiter).

Auch richtig, dann eben 8x1,5 mm².

  • 1 N-Leiter und 1 PE-Leiter jeweils als separate Aderleitung
    (z.B. H07V-K 10 mm²) abführt?

Aus EMV Gründen soll man den N nicht separat führen, aber
zumindest sehe ich hier keine anderen Sicherheitsbedenken.

Warum willst Du das überhaupt machen???

Das Problem ist hier die Kabelführung im Keller. Natürlich könnte man es auch bei 2 Verteilerschränken belassen. Der Verteilerschrank im EG ist aber einem Ausbau im weg (Mauerdurchbruch) und muss auf jeden Fall weg.

Ausgangslage:
Im EG und Keller sind die Stromleitungen zu den Deckenlampen
über die Betondecke verlegt und jeweils in einen
Stockwerkverteilerkasten mit Leitungsschutzschaltern und
Stromstoßschaltern geführt.
Hinzu kommen insgesamt 11 Steuerleitungen
für die Stromstoßschalter (12V).

Also ich fasse mal zusammen:
Es geht nur um Lichtstromkreise mit einer Leistung von 20W pro Stromkreis?
Dann empfehle ich, eine vieladrige Steuerleitung zu verlegen.
Z.B. könnte man eine YSLY-JZ 14x 1,5 nehmen, 14 Adern, davon eine gelb-grün. Nur 14mm Außendurchmesser und flexibel. Kostet etwa 2,80€/m und ist bei meinem Großhändler meterweise bestellbar.
Das Ganze dann an EINEN (!) Sicherungsautomaten, der gewährleistet, dass insgesamt maximal 16A (ist ja mehr als genug) über die Gesamtheit der Außenleiter fließen können.
12 * L, 1 * N, 1 * PE = 14! Passt, gibt es auch mit mehr Adern.
Als Steuerleitung für die 12V würde ich dann einfach
Telefonleitung(en) nehmen, aber bitte die 12V passend absichern (nicht, dass da ein 150W Netzteil hinterhängt, welches im Fehlerfall die Telefonäderchen glühen lässt…).
Wenn Du Selektivität haben willst, also nicht alle Leuchten über eine Sicherung haben willst, dann setze mehrere kleinere Sicherungen hinter der Vorsicherung von 16A. Ich empfehle dann Reihenklemmen mit Fiensicherung, weil Sicherungsautomaten mit weniger als 10A Exoten sind (problemlos beschaffbar, aber teuer!). Wobei - 10A ist zu 16A selektiv - kannst also ruhig 10A Automaten nehmen, einen pro Lichtkreis, und hinter die 16A Vorsicherung packen. 10A ist bezahlbar.

Ach so, noch etwas zur Belastung:

Beide Leitungen (mit je 7 Außenleitern) werden insgesamt mit 10A abgesichert (und nicht etwa jede Ader jeder Leitung!).

D.h. hinter dem FI kommt ein LS-Schalter, dann insgesamt 14 Eltakos, die dann auf je eine Ader gehen.

Also ich fasse mal zusammen:
Es geht nur um Lichtstromkreise mit einer Leistung von 20W pro
Stromkreis?

Richtig.

Dann empfehle ich, eine vieladrige Steuerleitung zu verlegen.
Z.B. könnte man eine YSLY-JZ 14x 1,5 nehmen, 14 Adern, davon
eine gelb-grün. Nur 14mm Außendurchmesser und flexibel. Kostet
etwa 2,80€/m und ist bei meinem Großhändler meterweise
bestellbar.

Gute Idee.

Das Ganze dann an EINEN (!) Sicherungsautomaten, der
gewährleistet, dass insgesamt maximal 16A (ist ja mehr als
genug) über die Gesamtheit der Außenleiter fließen können.
12 * L, 1 * N, 1 * PE = 14! Passt, gibt es auch mit mehr
Adern.

Na Klar!
[Hatte ich soeben noch mal beschrieben - hat sich mit Antwort überkreuzt. Die Idee des verstärkten N-Leiters ist ja vollkommen überflüssig und hat wohl bei der Problembeschreibung verwirrt. Da war ich wohl etwas zu übervorsichtig.]

Als Steuerleitung für die 12V würde ich dann einfach
Telefonleitung(en) nehmen, aber bitte die 12V passend
absichern (nicht, dass da ein 150W Netzteil hinterhängt,
welches im Fehlerfall die Telefonäderchen glühen lässt…).

OK.

Wenn Du Selektivität haben willst, …

Nein.

Werde gleich morgen früh mit dem Durchbohren der Kellerdecke (2 x 20 mm) beginnen. Ein mühsames Aufstemmen (10cm x 10cm) kann ich mir wohl jetzt ersparen. Vielen Dank…

Hallo,
dies soll keine Beleidigung sein, aber in meinen Augen ist das Pfusch, wo bleibt denn da die Handwerkerehre?
Gruß Earny

Hallo,
dies soll keine Beleidigung sein, aber in meinen Augen ist das
Pfusch, wo bleibt denn da die Handwerkerehre?
Gruß Earny

Wenn’s halt aus baulichen Gründen nicht anders geht, muß man mal auch mit Kompromissen leben …

Das Thema hieß übrigens " Vereinfachtes Umverlegen von Stromleitungen." Mir war von Anfang an klar, dass es grundsätzlich auch andere Lösungen gibt. Daher auch die Frage. Unzulässig scheint das Vorgehen jedenfalls nicht zu sein…

Ach so, noch etwas zur Belastung:

Beide Leitungen (mit je 7 Außenleitern) werden insgesamt mit
10A abgesichert (und nicht etwa jede Ader jeder Leitung!).

Ja dann - das war die fehlende Info.

D.h. hinter dem FI kommt ein LS-Schalter, dann insgesamt 14
Eltakos, die dann auf je eine Ader gehen.

Dann nimm die empfohlene 14adrige Leitung, bei zsammen max. 10A verteilt auf 12 Außenleiter ist das überhaupt kein Problem.
„Ölflex“ ist übrigens eine im Bereich der Haus-/Büroinstallation zu Unrecht kaum genutzte Leitung. Ich setze sie z.B. gerne im Bereich abgehängter Decken ein.

Hi Frager,

lass dich nicht aus der Fassung bringen, es wurden schon sehr gute Antworten gegeben. Das Verlängern von ganzen Kabelbündeln (wenn eine UV aus baulichen Gründen wandern muss ) ist beim Eli halt nicht sehr beliebt, aber im Notfall unumgänglich. Daher auch die sehr differenzierten Antworten.

Wenn dein Eli sich exakt an die Vorgaben von xstrom hält, macht er schonmal nix falsch!

Was aber unter allem Juhu noch nicht erwähnt wurde, ist daß du den neu entstehenden Klemmkasten bitteschön unter allen Umständen ZUGÄNGLICH lässt! Da sind jede Menge Klemmverbinder drin und die müssen auch nach vielen Jahren noch

  • ersichtlich und auffindbar bleiben -

zum Zwecke der Nachvollziehbarkeit, Wartung und Fehlersuche. KLemmen werden im Lauf der Jahr(zehnt)e eine große Fehlerquelle! Nicht einfach zumauern!

Der Nachmieter /-elektriker wirds dir danken

Gruß

Guten Tag,

es ist in deiner Anwendung nicht möglich mehrere Strompfade in einer Steuerleitung zusammen zu fassen. VDE 0100

Vor einer verlängerung der Kabel müsste eine neue Berechnung der Leitungslänge, Verlegart und Häufung statfinden. VDE 0100

Die Leitungswege und Durchbrüche müssten von einen Architekten oder einen Meister bestimmt werden.

Für eine Erweiterung einer Hauptverteilung müsste ein eingetragener Meister oder dessen angestellte Fachkräfte dies durchführen.
Einer Erneute Messung wäre notwendig VDE 0701

Nach VDE müssten alle Leitungen neu gezogen werden VDE 0100

(Quelle VDE 0100, 0100 - 701)