Howdy allerseits,
gegeben sei folgendes Szenario
In einem Bahnhof K steigen zwei sich unbekannte Personen A und B in den völlig überfüllten ICE der Deutschen Bahn. A erreicht im Waggon zuerst eine Sitzplatzreihe, von der ein Herr X aufsteht und seine Jacke mitnimmt. Danach erreicht B die Reihe und fragt A, ob ein Platz frei sei. Der stimmt zu und A und B setzen sich (Die Beschilderung zu den Reservierungen ergibt fuer den Platz von A keine Reservierung und fuer den Platz von B eine Reservierung ab einem anderen Ort)
10 Minuten spaeter und nachdem der Zug bereits wieder faehrt, kommt X zurueck und beansprucht lautstark seinen Platz, der ja mit seinem Gepäck (gemeint wäre etwas in der Staufläche über dem Sitz) „reserviert“ sei.
A sei dann aufgestanden und gegangen, aber hätte er das wirklich müssen?
Klar ist, dass eine evtl. vorherige Reservierung von X zu diesem Zeitpunkt schon lange verfallen wäre (laut DB ja 15 Minuten nach dem Startzeitpunkt fuer X) und auch eine aktuelle Reservierung nicht vorlag.
Gilt hier nach dem oben genannten Zeitpunkt und sofern keine „deutliche“ Markierung des Sitzes vorliegt „Weg gegangen, Platz vergangen“? 
Wie oder mit was hätte X seinen Platz markieren müssen, damit klar ist, dass er wieder zurückkommt?
Gruss
norsemanna
Wie oder mit was hätte X seinen Platz markieren müssen, damit
klar ist, dass er wieder zurückkommt?
Die interne Empfehlung lautet: Jacke oder Gepäckstück auf dem Sitz reicht (dass man Wertsachen rausnimmt, brauch ich wohl nicht zu erwähnen). Zeitung reicht nicht, weil die Unterwegsreinigung oder andere Fahrgäste eine liegengelassene Zeitung im Zweifel mitnehmen.
Gepäck über dem Sitz ist als Markierung witzlos, da das Gepäckstück auch von jemandem zB von der anderen Seite stammen könnte.
Noch schlauer: Gang ins Bordrestaurant so planen, dass man vor dem nächsten Halt zurück am Platz ist.
Salve Ultra,
Die interne Empfehlung lautet: Jacke oder Gepäckstück auf dem
wenn du intern schreibst, so folgere ich, dass ein Zugbegleiter dem Herrn X in diesem Falle den Platz verwährt hätte und A und B hätten sitzen bleiben dürfen, richtig?
Noch schlauer: Gang ins Bordrestaurant so planen, dass man vor
dem nächsten Halt zurück am Platz ist.
Ja, so halte ich das persönlich auch, auch mit dem Hintergedanken, dass sollte doch mal ein Langfinger auf die Idee kommen, fremdes Gepäck mitzunehmen, dann befindet sich dieses in einem ICE definitiv noch an Board …
Gruss
norsemanna
Hallo,
Die interne Empfehlung lautet: Jacke oder Gepäckstück auf dem
wenn du intern schreibst, so folgere ich, dass ein
Zugbegleiter dem Herrn X in diesem Falle den Platz verwährt
hätte und A und B hätten sitzen bleiben dürfen, richtig?
Rein regeltechnisch gesehen, ja. Nur zum einen steht diese Regel nicht (mehr) direkt im Gesetz. Zum anderen wirkt eine Platzreservierung, die Herr X ja in Papier vorzeigen kann, allgemein so, dass die andere Person ein schlechtes Gewissen bekommt und aufsteht. Das Eskalationspotenzial ist daher meist geringer, wenn derjenige am Ende den Platz bekommt, der schwarz auf weiß die Reservierung vorzeigen kann.
Noch schlauer: Gang ins Bordrestaurant so planen, dass man vor
dem nächsten Halt zurück am Platz ist.
Ja, so halte ich das persönlich auch, auch mit dem
Hintergedanken, dass sollte doch mal ein Langfinger auf die
Idee kommen, fremdes Gepäck mitzunehmen, dann befindet sich
dieses in einem ICE definitiv noch an Board …
Das stimmt allerdings.
Howdy Ultra,
bekommt und aufsteht. Das Eskalationspotenzial ist daher meist
geringer, wenn derjenige am Ende den Platz bekommt, der
schwarz auf weiß die Reservierung vorzeigen kann.
ja, schwarz auf weiss wäre hier ja gar nichts gewesen. Herr X haette nur auf sein Gepäck als „Reservierung“ verwiesen, ein Stueckchen Papier gäbe es da nicht…
Gruss
norsemanna