'Verfilzter Kater'

Hallo Tierfreunde!
Wie kann man einen Langhaarkater am besten pflegen. Ich versuche ihn zu kämmen, aber er ist so stark verfilzt, dass er wahrscheinlich im Frühjahr einen „Friseur“ braucht.
Soll man so einen Langhaarkater baden?
Freu mich auf Antworten.
LG Doris

Hallo Doris,

ich hab auch so ein Exemplar. Wenn er so verfilzt ist, hilft nichts als scheren im Frühjahr (bei meinem sieht der Irokesen-Schnitt besonders chic aus). Aber auf keinen Fall baden. a) mögen das Katzen nicht, b) Du schaust aus wie durch den Fleischwolf und c) wird es dann noch schlimmer.

Gruß Antares

Hallo Doris,

bade ihn bitte nicht, dass ist eine Qual für den Kleinen. Dann wird er das mit dem Bürsten u Entfilzen noch schlechter in Erinnerung behalten.

Das Verfilzte tut ihm in der Regel auch weh, da es so einen Druck auf die Haut ausübt.

Wenn möglich, um ihn von dem Unangenehmen so schnell wie möglich befreien - vom TA (event. unter Narkose) scheren lassen, die Temperatur zu Haus ein wenig höher stellen, ihm ausreichend Decken u Kissen zum Kuscheln u Wärmen hinlegen - nicht mehr rauslassen u ihn nicht in gerad belüftete Zimmer lassen.

Dann regelmäßig bürsten - am Anfang kannst du ja mit solch einer Massage-Bürste arbeiten, weil du ja eh nix zum Bürsten hast u er könnte sich daran gewöhnen u es mit etwas angenehmen verbinden, natürlich mit Leckerlies belohen.

Dabei zählt REGELMÄßIG u STANDHAFT bleiben, also nicht beim ersten Versuch aufgeben, wenn er sich wehrt… er muss lernen, dass es angenehm ist.

Viel Glück…

LG

Andrea

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Hallo!
Wir haben einen Perser bei dem es auch solche Probleme gab,ich mach das immer so,wenn er so dicke Knoten hat,dann entwirr ich den Knoten mit auseinanderziehen(d.h.linke Hand Daumen und Zeigefinger an der linken Seite des Knotens und rechte Hand Daumen und Zeigefinger an der
rechten Seite des Knotens und immer von der Mitte nach aussen ziehen),er hat dabei keine Schmerzen und man kann danach mit einem Kamm die Wolle auskämmen.Beim nächsten Tierarztbesuch mal genau erklären lassen wie man am besten kämmt,es gibt da eine bestimmte Technik so das er keine Schmerzen hat.Das wichtigste ist das man regelmäßig kämmt auch dort wo er keine Knoten hat,denn durch das kämmen regt man die Durchblutung an und dadurch entstehen auch keine Knoten zumindest nicht so dicke.Unter den Knoten kommt keine Luft an die Haut und er bekommt dadurch Schuppen,es verästelt sich immer mehr bis er schmerzen bekommt und er bei jeder Bewegung an den Stellen schmerzen hat.Wenn er schon Schuppen hat,gibt es in der Tierhandlung ein Talkumpuder,das hilft gegen die trockene Haut.

Alles Gute!

Gruß Frank

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hi

Wie kann man einen Langhaarkater am besten pflegen.

ich bürste ihn täglich ein- bis zweimal durch mit einer speziellen „Entwirrbürste“ …

  1. um das Fell zu entwirren (er turnt nämlich liebend gern im Garten herum)
  2. weil er es liiiiebt :o))))) mittlerweile …
  3. weil er kaum noch kotzen muss (max. 1x wöchentlich)
  4. weil ich dann nur halb soviele graue Haare in meinem Bett finde :o)

versuche ihn zu kämmen, aber er ist so stark verfilzt, dass er
wahrscheinlich im Frühjahr einen „Friseur“ braucht.

dann geh mit ihm möglichst bald zum Tierarzt, lass ihn scheren (so früh wie möglich - es tut ihm weh !!!) und wenn er dann kurzes (und damit schmerzlos kämmbares Fell hat) - fang an ihn täglich zu bürsten

es gibt dazu Bürsten mit extra feinen Borsten die ziehen auch die unterwolle (die am meisten verfilzt) aus dem Fell ohne dass es ihnen weh täte

ausserdem gibt es spezielles Futter um das Fell geschmeidiger zu machen … und es funktionert - im Zweifelsfall gehen ein paar Tropfen Distelöl übers futter , das hilft auch (und ist günstiger als Royal Canin oder Hills) )

Soll man so einen Langhaarkater baden?

nö … nur wenn er drauf besteht :o) tut er das ???

du wäschst ihm damit das Fett das das fell geschmeidig machen würde heraus … und wenn du ihn mit Spülung einkleisterst ist das eine grobe beleidigung für seine Nase (ausserdem wird dann sein Fell wasserdurchlässig)

Gruß Hexerl

Hallo,

die anderen haben dir ja schon gute Tipps gegeben, was die Regelmäßigkeit der Pflege angeht.
Es stimmt auch, dass ein verfilztes Tier Schmerzen hat, weil es an allen Ecken und Enden ziept. Was aber gefährlich werden kann, ist das Milieu das sich zwischen Haut und Fell bildet.

Katzen, vor allem Langhaarkatzen sind sehr empfänglich für Hautpilzinfektionen die sich auch auf den Menschen übertragen lassen. Und das ist eine teilweise (für die Katze) ziemlich hartnäckige Erkrankung.
Tägliche Fellpflege ist daher unerlässlich. Talkum würde ich nicht benutzen, weil das die Haut eher austrocknet (ist aber sehr gut bei einem Fettschwanz, oder vor Ausstellungen, damit das Fell locker und fluffig wird) und das Fell noch verfilzungsfreudiger macht, so jedenfalls meine persönliche Erfahrung.

Es gibt Langhaarfell, das neigt eher zu Verfilzungen als anderes, da ist auch nicht Perser gleich Perser.
Zum Pflegen und Kämmen von Langhaarkatzen gibt es diverses Zubehör, vom Entfilzungskamm (halte ich pers. nicht für so toll) über Rollkamm (braucht etwas Übung) über Handschuh zu Feinbürsten und ganz feinzinkigen Kämmen fast wie Flohkämme. Probier einfach mal aus, was davon Euch am besten behagt (Dir und der Katze)
Distel oder Lachsöl im Futter macht sich auch am Fell bemerkbar. Ab und an, wenn sie mag ein rohes Eigelb ist auch nicht schlecht.
Die Kämmhilfen zum Sprühen funktionieren nicht, und sind bisweilen unangenehm für die Katze, weil sie das auf dem Fell abschlecken kann, vergiss die ganz schnell.
Kämmen muss angenehm werden, also Kämmen immer mit etwas Angenehmem verbinden und die Katze nicht mit Gewalt zwingen, aber dennoch bei Dir behalten (das alleine ist mitunter schon eine Aufgabe für sich).
Man kann Katzen schon baden, aber das sollte die Katze und der Mensch vorher geübt haben, sonst endet diese Aktion in einer mittleren Katastrophe :wink:

Zudem muss eine gebadete (Langhaar)Katze nach dem Baden gefönt werden, sonst braucht es einige! Stunden, bis das Fell getrocknet ist, was natürlich das Erkältungsrisiko enorm ansteigen lässt…und…was noch viel wichtiger ist, die Verfilzungen gehen auch nicht leichter raus, wenn das Fell nass ist.

Lass das Tier scheren (wird beim TA meist unter Vollnarkose gemacht) und dann achte darauf, dass keine Truddel mehr entstehen, bzw., du diese schon am Beginn herauskämmst oder herausliest. Wie das geht, hast du schon beschrieben bekommen. Truddel bitte nicht einfach versuchen herauszuschneiden, das ist wegen der losen Haut (man sieht nicht richtig wo Fell anfängt und Haut aufhört) ziemlich gefährlich und sollte nur von geübten Personen durchgeführt werden.

Bevorzugte Stellen für Verfilzungen sind unter den Vorderpfoten, am Bauch und unter dem Kinn, aber auch manche Hose ist sehr „knitterfreudig“. Besonders diese „schwierigen“ Stellen sollte man im Auge behalten.

Natürlich gibt es auch Katzen, die lassen sich einfach nicht kämmen und sind absolut resistent gegenüber Bestechungsversuchen und verfügen über telepathische Fähigkeiten (sobald man denkt, jetzt könnte ich die Katze…ist diese plötzlich wie vom Erdboden verschluckt)
Da hilft leider wirklich nur noch in regelmäßigen Abständen „Fell ab“
Möglichkeiten hats da auch wieder mehrere je nach Veranlagung (Gemüt)des Tieres…kannst ja mal sagen, wie die Mieze so drauf ist.

Gruß
Maja

Hallo,

ich habe mal eine Perserkatze aus sehr schlechter Haltung geschenkt bekommen die schon einige Jahre alt war und niemals gebürstet wurde, deshalb auch relativ ungehalten (hahaha) auf alle Bürstversuche reagiert hat.

Das arme Tier war komplett voll mit Knubbeln und mit regelrechten Filzplatten die so dicht an der Haut waren, dass man die gar nicht wegschnippeln konnte… Ich habe die Katze damals sofort scheren lassen … sie hat sogar stillgehalten als ob sie froh wäre, den schrecklichen Wust, den sie gar nicht mehr putzen konnte, loszuwerden. Was da an Dreck und Hautschuppen rausgerieselt kam!
Die Katze hat sich deutlich wohler gefühlt nach dem scheren, konnte sich endlich wieder putzen und pflegen, stell dir mal vor wie der ganze Filz und die Knoten an der Haut geziept haben müssen!

Weil „Pinky“ das Bürsten nie akzeptiert hat, haben wir sie dann immer im Frühjahr scheren lassen, dann war sie bis zum Winter wieder ein richtig wuscheliger Perser.

Gruß :smile:
M.

Hallo,

hast du es mal mit einem Endfilzer versucht, danach bis auf die Haut abgescheren? Wir hatten einen Kater aus einer Zucht raus geholt, der war auch bis auf die Haut verfilzt. Diesen mußten wir auch zuerst mit einem Endfilzer bearbeiten (es war für das Tier eine große Qual), danach haben wir ihn bis auf die Haut abgeschoren. Jetzt geht es ihm wieder sehr gut und hat wieder Freude am Leben.
Wir waschen unsere Langhaarkatzen jeden Monat mit einem spezial Shampoo, danach werde die Katzen gepudert.
Falls ihr noch mehr Hilfe braucht, könnt ihr euch bei mir Melden.

Schöne Grüße
Dirk