ich denke eine Freundin von mir leidet unter Verfolgungswahn.
Wie gehe ich damit um?
Wenn Sie mit ihren „Problemen“ ankommt, soll ich sie ernst nehmen oder ihr sagen ich rede nicht mit dir über deine Probleme?
Ich habe ihr auch schon gesagt Sie solle mal mit einem Arzt darüber reden, da hat sie 2 Tage lang nicht mehr mit mir gesprochen!
Moin,
vielleicht wird sie ja verfolgt?
Wenn es eine Freundin ist würde ich mir ihre Sorgen erst mal anhören und durch vorsichtige Fragen versuchen herauszufinden an was sie es genau fest macht und wie und warum sie dieses Gefühl hat.
Ausserdem kannst du sie fragen wie du ihr helfen kannst und was sie genau von dir erwartet.
Mehr kann man bei deiner wagen Beschreibung hier kaum sagen.
…lux
Hallo
logisch habe ich mir immer wieder angehört was los ist!!!
Da ist aber nichts dran!!!
Sie ist krank und braucht Hilfe!
Ich möchte mit meinem tun aber nicht dazu beitragen das es schlimmer wird.
Deswegen meine frage wie ich mich verhalten soll. Soll ich sie ernst nehmen oder wie oder was?
logisch habe ich mir immer wieder angehört was los ist!!!Da ist aber nichts dran!!!
Im Klartext: Du bist mit Deinem Latein am Ende und hast auch (verständlicher Weise) keine Lust mehr, Dir das immer wieder anzuhören.
Sie ist krank und braucht Hilfe!
Die sie offenbar (mangels Leidensdruck noch) nicht annehmen kann/will, weil sie alles vermutlich für „völlig normal“ und ganz realistisch hält - Du bist es doch, der es nicht begreifen will . . .
Ich möchte mit meinem Tun aber nicht dazu beitragen, dass es
schlimmer wird.
Das kannst Du m. E. kaum - in den Kern Deiner Beobachtung solltest Du Deine eigenen Interessen, insbesondere Deinen eigenen Schutz stellen: Noch bist Du Beobachter und Gesprächspartner, aber Du kannst ganz schnell (z. B. durch „falsche“ Äußerungen) zum Bestandteil des Problems werden und dann ist Distanz schwierig . . .
Deswegen meine Frage wie ich mich verhalten soll. Soll ich sie
ernst nehmen oder wie oder was?
Natürlich nimmst Du sie ernst - deshalb gibst Du ihr doch nicht einfach Recht, sondern führst mit ihr die endlosen Diskussionen, die Du allerdings m. E. nicht gewinnen kannst.
Ich würde an Deiner Stelle eine klare Grenze ziehen: Entweder sie spricht bezüglich ihres Wahns mit einem Arzt oder Du weigerst Dich, mit ihr darüber zu reden bzw. Dir die Geschichten auch nur anzuhören. Der Verdacht einer Erkrankung ist für Dich gegeben und dafür gibt es Fachleute, zu denen Du Dich nicht zählst; Du kannst ihr also nicht helfen i. S. v. heilen oder lindern. Wenn sie leiden will, lass´ nicht zu, dass sie Dich da noch tiefer mit hineinzieht!
auch hier mal wieder: Such Dir den Sozialpsychiatrischen Dienst in Eurer Stadt heraus und wende Dich dorthin. Dort kannst Du Dir Rat holen, wie Du mit Deiner Freundin umgehen kannst und welche Wege es für sie gibt, an ärztliche Hilfe zu kommen. Die Leute dort sind genau für solche Situationen da und haben Erfahrung damit.
in deiner Visitenkarte gibst du leider nichts über dich, also auch nichts über dein Alter an.
ich denke eine Freundin von mir leidet unter Verfolgungswahn.
Wie alt ist denn deine Freundin?
Ist es eine Rübezählin, so ist ein Verfolgungswahn ganz normal. Je älter man wird, um so mehr nehmen diese Symptome zu.
Eine Freundin von mir (ich bin schon ziemlich alt) berichtete, daß sie sich von den Mördern in den Kriminalern der TV Sendungen verfolgt fühle.
Wenn die immer den Revolver aus dem Fernseher auf sie richten würden, ginge sie sofort hinter den Fernseher in Deckung.
Sie lachte dabei und hielt sich für sehr clever.
Die verbreiteten Verschwörungstheorien betrachte ich als eine Vorstufe des Verfolgungswahns.
also so was Dummes wir hier habe ich noch nicht erlebt!
Die Frau hat echte Probleme und man fragt nach Tips und da kommt nur scheiße bei raus!
Beim sozialen Dienst waren wir schon, nochmal sie geht zu keinem Arzt!!!
Wenn man das Thema anspricht bricht Sie den Kontakt ab wir sind die einzigen die noch Kontakt zu ihr haben.
Na ja… du gibst kaum Informationen, beziehungsweise nur Tröpfchenweise… gibst zu guten Tipps nur genervt ‚das haben wir schon gemacht‘… was erwartest du?
Ich kann nur nochmal wiederholen - frag sie was sie sich als Hilfe wünscht. Hier weiß auch keiner in welchem Verhältnis du zu ihr stehst - wenn sie erwachsen ist und du nicht ihr Partner - kann es sein, dass du ihr gar nicht helfen kannst. Das einzige was dir bleibt ist, dir vor Ort Leute zu suchen die die Situation beurteilen können und evt. die Möglichkeit und Autorität haben, einzugreifen.
Dass sie zu keinem Arzt geht und dass sie den Kontakt abbricht, ist bei solchen Krankheiten leider normal, wenn man das Wort verwenden darf. Es gibt keine einfachen Tips, wie man ihr hilft. Daher das, was du jetzt als „Scheisse“ siehst. Das ist wirklich so ungefähr das beste, was man dir antworten kann.
auch wenn dir die Antworten nicht gefallen, bitte ich um Mäßigung in der Ausdrucksweise, da ich sonst löschen muss. Ich lasse das o.s. Post im Moment nur stehen, weil du bislang dennoch unterstützende Antworten darauf bekommen hast.
es ist ja auch so, dass Du ihr jetzt im Moment überhaupt nicht helfen kannst. Was für einen Rat erwartest Du da?
Du kannst nichts tun.
Du kannst zusehen, dass Du da bist, bereit bist, verfügbar bist, wenn die Frau früher oder später die Krise ihrer Erkrankung erleben wird. Wenn dann in der ersten Zeit wenigstens einer da ist, der sie nicht links liegen lässt, weil sie ihn vorher in der Krise gekränkt, beleidigt oder körperlich angegangen hat, kann das eine riesige Hilfe für sie sein.
Aber jetzt, wo sie noch nicht weiß, dass sie Hilfe braucht, ist das einzige, was Du tun kannst, dass Du dich nicht selber in ihre Inszenierungen hineinziehen lässt. Wenn Du jetzt versuchst, irgendwie auf sie einzuwirken, wird das maximal dazu führen, dass Du in der Welt, die sie erlebt, unversehens auch zu ihren Gegnern zählst. Das kann, wenn ihr Euch persönlich nahe steht, ziemlich gefährlich für Dich werden: Verfolgte entwickeln im Kampf mit den bösen Wesen, die sie bedrängen, enorme Kräfte und großes Geschick. Lass sie in Ruhe und warte ab, bis der Moment da ist, in dem Du nützen kannst. Das kann morgen früh um halbvier oder in fünf Jahren sein.
Wenn man das Thema anspricht bricht Sie den Kontakt ab wir
sind die einzigen die noch Kontakt zu ihr haben.
das Ihr sozusagen die Letzten Kontakte zur „normalen Welt“ für die Person seid, deutet einerseits auf die Schwere der Erkrankung hin, sollte aber auch für Euch Mahnung sein, dass Ihr von der Person bzw. für die Person nicht „Teil des Problems“ werdet . . .
Da Ihr der Person nicht gegen deren Willen zwangsweise Hilfe angedeihen lassen könnt, solltet Ihr Euch bei Fachleute informieren und ggf. mit denen zusammenarbeiten. Wichtig ist, dass Ihr nötigen Abstand zu der Person haltet und Euch das Problem nicht zu eigen macht . . .
jemandem in einer solchen Situation kann man nur dann helfen, wenn derjenige sich auch helfen lassen will.
Leider gehört es auch zum Krankheitsbild eben dies nicht zulassen zu wollen.
Als Angehöriger sollte man es tunlichst vermeiden, den Wahn als Einbildung herunterzuspielen. Man steht sonst schnell selbst auf der schwarzen Liste…
Unterbringungen gegen den Willen des Patienten sind mit hohen Hürden verbunden und daher nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. http://de.wikipedia.org/wiki/Unterbringung#Rechtlich…
Aber auch hier wird ein Arztbesuch fällig.
Geht es eigentlich nur um den Besuch beim Arzt? Wie wäre es, wenn der Arzt stattdessen sie besucht? Das funktioniert leider nur mit den Hausarzt, aber er könnte vielleicht eine erste Einschätzung abgeben. Zum Neurologen müsste sie ja eigentlich auch…
Was man aber als Angehöriger durchaus machen kann und auch sollte, ist für sich selbst etwas zu tun. Entweder durch Unterstützung eines Psychologen, oder innerhalb einer Selbsthilfegruppe.
Dadurch erhält man nicht nur ein besseres Verständnis, sondern wird auch selbst gelassener.