Vergangenheitsbewältigung

Hallo

Ich habe, denke ich zumindest, aufgrund meiner Vergangenheit eine starke Depression. Nehme dewegen auch Medikamente.
Was kann ich machen um mit meiner Vergangenheit klar zu kommen, außer einer Therapie??? Habe was davon gehört, die Dinge aufzuschreiben…

Danke für eure Antworten

Hi Karl!

Ich habe, denke ich zumindest, aufgrund meiner Vergangenheit
eine starke Depression. Nehme dewegen auch Medikamente.
Was kann ich machen um mit meiner Vergangenheit klar zu
kommen, außer einer Therapie??? Habe was davon gehört, die
Dinge aufzuschreiben…

Aufschreiben ist doch auch Therapie!

Jeder, der ähnliches erlebt hat, wird dir sagen können, dass das kaum gelingen kann, sich selbst zu therapieren. Man ist einfach zu stark involviert.

Schreiben verschafft dir zwar eine erste Distanz zu den Erlebnissen, aber da dich deine Erlebnisse geprägt haben wird es dir nur sehr schwer gelingen, ohne fremde Hilfe andere Wege zu finden.

Nur Mut: Eine Therapie ist etwas unglaublich Spannendes, weil du dich selbst kennenlernst, den Menschen, der dir am nächsten steht und dir am Wichtigsten sein sollte.

Alles Gute dafür
wünscht
ChrisTine

hey

Ich habe, denke ich zumindest, aufgrund meiner Vergangenheit
eine starke Depression. Nehme dewegen auch Medikamente.
Was kann ich machen um mit meiner Vergangenheit klar zu
kommen, außer einer Therapie??? Habe was davon gehört, die
Dinge aufzuschreiben…

meine mutter leidet auch unter starken depressionen, nimmt ebenfalls medikamente dagegen und geht zu therapeuten/psychologen usw.
sie hat allerdings auch mit regelmäßigem alkoholkonsum angefangen (1-2 bier pro abend).
tu das nicht!! das ist keine lösung; ein guter therapeut ist sehr hilfreich, und auch freunde, mit denen du darüber reden kannst, können dir helfen (zu ihnen hast du vll mehr vertrauen, wobei therapeuten oft neutraler sind und eher wissen, was zu tun ist). ich würde allerdings sagen: reden, reden, reden! hilft nix, alles in sich reinzufressen.

wenns dir besser geht, wüsste ich gern, wie du das geschafft hast. ich würde meiner mutter auch gerne helfen… (ihr therapeut hat teilweise seltsame einstellungen)

lg
gzba :smile:

hallo,

aufschreiben ist etwas, das therapeuten ihren patienten auch während einer therapie empfehlen. das ist eine sehr gute idee! schreib´s auf, raus damit, auf´s papier, zunächst: je mehr desto besser.

und dann? vielleicht besprichst du es mit einem freund, dem du vertrauen kannst, aber das hat natürliche grenzen, freunde wollen oft nicht alles aus dem nähkästchen erfahren, vieles ist einfach zu viel.

bewegung und ausdauersport hilft bei depression erwiesenermaßen (bei leichten depressionen).

ebenso der anschluss an eine selbsthilfegruppe.

dass du etwas aufschreiben möchtest, ist genau der richtige weg, statt es nur bei den medikamenten zu belassen. du hast damit die chance, zu entdecken, was dich krankhaft niederschlägt. was du da entdeckst, muß -ja: muß!- manchmal mit einem profi besprochen werden, der das mit dir zusammen auch halten kann und für dich hilfreich dosiert. behalte ruhig die aufnahme einer psychotherapie im hinterkopf und frage deinen behandelnden arzt nach einer empfehlenstwerten persönlichkeit.

immer hat das den vorteil, dass es schneller geht. man kann vielleicht auch depressionen ohne therapeutische hilfe bewältigen, aber das dauert vielleicht 10 jahre, in denen sich das gehirn negativ, nämlich krankhaft, verändert. das zieht folgestörungen nach sich, körperliche und psychische.

wenn du medikamentös so gut eingestellt bist, dass es dir in den sinn kommt, jetzt deine vergangenheit anzupacken, wirken die tabletten genau richtig, sie stärken dich für den eigentlich heilenden schritt (drüber sprechen und wahrenehmen, was war). dabei kannst du dir auch ruhig helfen lassen. es kostet dich den „klick“ der karte auf dem tisch des therapeuten :wink:

weiter so! alles gute!

Hallo

Ich habe, denke ich zumindest, aufgrund meiner Vergangenheit
eine starke Depression. Nehme dewegen auch Medikamente.
Was kann ich machen um mit meiner Vergangenheit klar zu
kommen, außer einer Therapie

Hallo,
ich habe mal gehört, daß man unter Hypnose zeitlich zurückgehen kann, um Ursachen zu finden.
Könntest Du Dir diesen Weg der Hilfe vielleicht vorstellen?

Gruß:
Manni

Beinbruch
Hallo […],

Ich habe, denke ich zumindest, infolge eines Sturzes einen offenen Splitterbruch im rechten Oberschenkel. Gegen die Schmerzen nehme ich Medikamente.
Was kann ich tun, um mit meinem Bein wieder klarzukommen, außer Arzt oder Krankenhaus (also professionelle Hilfe)??? Habe was davon gehört, dass man selbst schienen kann . . .

Danke für eure Antworten

Was würdest Du dem Fragesteller bei diesem (körperlichen) Leiden raten? Und wäre Dein Rat für den körperlich Leidenden analog auf den psychisch Leidenden übertragbar?

Hallo […],

Du mutmaßt, dass Dein depressives Verhalten und Erleben vergangenheitsbedingt ist. Das mag sein, nach heutigem Stand der Wissenschaft geht man jedoch von vielfältiger Entstehungsherkunft aus (multikausaler Genese) und es gibt eine Reihe von Erklärungsmodellen. Je nachdem welchem gedanklichen Entstehungsmodell ich mich als Psychologe näher fühle, dieser „Schule“ schließe ich mich an und verlagere meine therapeutische Ausrichtung und Angebot entsprechend.

Wenn wir jedoch davon ausgehen, dass es eine Reihe von Bedingungen braucht, um sich, wie es bei Dir zu sein scheint, depressiv zu zeigen, dann kann die Vergangenheit nur 1 möglicher Punkt sein. Hätte jeder in Deiner Lebenslage zwingend mit Depressionen geantwortet, so als rhetorische Frage?

Deine Herkunft, Deine Genetik, Deine familiären und kulturellen Einflüsse sind ebenso von Bedeutung, welche Vorbilder hattest Du und was sind Deine eigenen, gewohnten Denkstrukturen uvm?

Warum Denkstrukturen fragst Du jetzt möglicherweise?
Nun, Deine persönliche Bedeutungsgebung durch Deine Gedanken sind oftmals sehr mitentscheidend für Deine Empfindungen (Bsp: Alleinsein bedeutet tragische Einsamkeit und ich bin nur ein halber Mensch, macht mir ein anderes Empfinden als der Gedanke: Ungebunden sein ermöglicht mir eine Menge an Möglichkeiten, Freiheiten und Kontaktmöglichkeiten.
Auch Deine höchstpersönlichen Bedürfnisstrukturen sind von elementarer Bedeutung bei dieser Betrachtung und mit welchen hilfreichen oder eher suboptimalen Strategien Du diese zu erfüllen trachtest.
Da gibt es oft viele Möglichkeiten, jedoch erscheinen uns die Möglichkeiten in Phasen der eingeengten Erlebensform (Depression) oft sehr reduziert und es fehlt der Mut, die Zuversicht und der kreative Zugriff auf weitere Möglichkeiten.

Wahrscheinlich ist, dass auch die Biochemie Deines Körpers ins Ungleichgewicht geraten sein wird (Ansatzpunkt für Medikation), jedoch unklar ist, inwieweit dies durch Deine Verfassung bedingt ist, oder ob die Biochemie Äuslöser für Deine Verfassung ist(Huhn und Ei Aspekt).

Wenn Dir die Medikamente schon etwas helfen, sodass ein therapeutischer Ansatz möglich geworden ist, ist ein wichtiger Schritt gegangen!

Eine vergangenheitsorientierte (analytische) Therapie kann, muß jedoch nicht die erste Wahl sein.

Wichtiger könnte für Dich das Hier und Jetzt und Morgen sein. Wo willst Du hin , was willst Du erreichen, was anders machen und erleben, welche Deiner Verhaltensweisen und Denkmuster und Erlebensstrukturen Dir bei der Depression helfen und Wohlbefinden verhindern.
Welche Fehler Vater und Mutter und die anderen, für Dich bedeutungsvollen Menschen gemacht haben und dass Dein Leben kein bunter Teller war, ist, vereinfacht gesagt, sicher auch eine Wahrheit…

Ein Verhaltenstherapeut wird die Dinge eher von dieser Verhaltens- und gedanklichen Bedeutungsgebungsseite aus betrachten um mit Dir gemeinsam hilfreichere und für Dich annehmbare Ansätze zu entwickeln, wie und wann Du Dich wohlbefindlich erlebst.

Welcher Typ Mensch als Therapeut und welche Betrachtung Dir selbst näher liegt, kannst Du nur im face to face Test erleben. Das würde für Dich bedeuten, Dich in ein Gespräch begeben, Dir die therapeutischen Aspekte erläutern lassen, schauen, ob Dir das gedanklich und emotional entgegenkommt und Du Dich bei dem Menschen, dem Du Dich anvertrauen willst, auch gut und sicher aufgehoben empfindest.

Es ist völlig natürlich, gesund und selbstfürsorglich sich Zeit für diese Auswahl zu nehmen, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Der/die Erstbeste ist nicht immer das Beste, Du wirst es spüren.

Das war ein längeres Statement, sorry dafür und viel Erfolg bei Deinen Bemühungen Deine Ziele in absehbarer Zeit zu erreichen :smile:

Herzliche Grüße
Nic

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Hallo

Ich habe, denke ich zumindest, aufgrund meiner Vergangenheit
eine starke Depression. Nehme dewegen auch Medikamente.
Was kann ich machen um mit meiner Vergangenheit klar zu
kommen, außer einer Therapie??? Habe was davon gehört, die
Dinge aufzuschreiben…

Danke für eure Antworten

Lieber […],

hier noch eine kleine Ergänzung zu meinem Beitrag:

Aufschreiben ist eine wunderbare Vorgehensweise, statt Therapie, eine Reihe von literarischen Werken haben so ihren Ursprung

ebenso kann auch hilfreich sein …

* Licht (Tageslicht)
* Sonne
* Kontakte pflegen
* Musik machen
* Musik hören
* Joggen/Laufen
* Malen/Zeichnen
* Bungee- oder Trampolin-Springen
* Bergwandern
* Fahrrad fahren
* Katzen füttern
* Schaukeln
* ehrenamtliche Aufgaben übernehmen
* was hat Dir früher Freude gemacht?
* und und und …

manchmal ist das jedoch erst nach Stärkung (z.B. im Rahmen einer Therapie) möglich .

Herzlich
Nic

Schreiben ordnet die Gedanken owT
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