Vergiftung von einseitig eingenommenes Kalium Sulf

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich benötige Hilfe von Ihnen. Wenn Sie zu meinem Problem etwas wissen, so schreiben Sie mir dies bitte.
Ich habe schon seit langem Tinnitus links mit fast Vertaubung des linken Ohres, ab und zu kamen Schwindelanfälle (Morbus Meniere) hinzu. Rechts habe ich alles gehört!
Bei einem Termin eines „Fachmannes“ bekam ich ein Globuli Kalium Sulfuricum C 1000 zum einnehmen vor Ort in der Praxis. Es wurde mir mitgeteilt, dass ich in 8 bis 10 Wochen etwas bemerken sollte. Dies war der 23.03.2010.
Am 05.05.2010 veränderte sich schlagartig mein Leben!
Nach dem aufstehen habe ich so ein lautes Brummen im Kopf, als würde ein Hubschrauber landen. Ich hörte auf beiden Ohren nichts mehr. Meine Frau rief dort an, und berichtete alles. Da haben wir wieder Kalium Sulfuricum C 1000 per Post erhalten. Dies haben wir im Glas Wasser nach Anweisung gerührt. Davon sollte ich einen Schluck nehmen, und den Rest wegwerfen. Am 10.05.2011 bin ich in das Krankenhaus eingeliefert worden, da alles unerträglich war. Hier ging man, wie immer davon aus, dass es sich um einen weiteren Hörsturz handelt. Infusion ect. Entlassung mit dem Hinweis: Nur mit Hörgeräte kann es weiter gehen. Nun ist ein Jahr um, und ich höre nur noch wenig auf der linken Seite, die ja schon vorher fast vertaubt war. Rechts höre ich kaum etwas. Es ist fast so, als ob sich die rechte und linke Seite verschoben haben. Das laute Geräusch ist etwas zurückgegangen. Wenn ich liege wird es schlechter.
Nun habe ich im Internet gelesen, das eine einseitige Einnahme vom Kalium Sulfuricum zu einer vergiftung führt.
Frage: Gibt es hier einen Zusammenhang, oder kennt jemant ein „Gegengift“?
Ich wäre sehr dankbar, wenn man mir entlich helfen könnte. Ich verstehe meine eigene Tochter usw. nicht, sodass die ganze Familie sehr daran leidet. Ich bin sehr isoliert in diesem Zustand. Da sich die Geräusche mittlerweile immer wieder verändern, kann kein Hörgerät helfen. Ich müsste alle 3-4 Stunden zum Akkustiker, um wieder neue Einstellungen vorzunehmen.
Viel Glück. Und danke im Voraus.
Holger

Hallo, Holger,
eine Vorbemerkung. Ich werde dir nicht wirklich helfen können. Aber ich will gerne ein paar Anmerkungen zu deinem Problem machen.

  1. Da du Kalium sulfuricum C1000 bekommen hast, muss davon ausgegangen werden, dass du einen „klassischen Homöopathen“ aufgesucht hast. C1000 ist eine so hohe Potenzierung, die eigentlich zu klassische Homöopathen verabreichen. Also muss dieser Behandler auch etwas zu den aufgetretenen Problemen sagen - nachfragen!!!
  2. Homöopathische Mittel in so hohen Potenzen werden normalerweise als Konstitutionsmittel gegeben, also nicht nur bezogen auf Vertaubung, Tinnitus und Schwindel.
  3. Womit die neu aufgetretenen Beschwerden tatsächlich zusammenhängen oder ob es einen Zusammenhang zu der Einnahme von Kalium sulfuricum C1000 gibt, kann beim besten Willen nicht gesagt werden.
  4. Deinen Schilderungen zufolge warst du seit Mai 2010 nicht mehr bei dem Homöopathen - warum nicht?
  5. Im Internet liest man viel - da kommt es sehr auf die Qualität der Quelle an.
  6. Da inzwischen (nach einem Jahr) die Wirkung von Kalium sulfuricum C1000 nicht mehr vorhanden sein kann, erübrigt sich ein Gegenmittel.
  7. Abschließend vielleicht ein Tip.
    In Bad Arolsen/Hessen gibt es eine Tinnitus-Klinik, die auch den psychosomatischen Bereich abdeckt (Schön-Klinik, Bad Arolsen, Hofgarten 10 - Infos auch im Internet). Sie soll zu den Besten in der Bundesrepublik zählen.
    Ich wünsche dir alles Gute
    HGR

Hallo, Holger,
ergänzend zu meiner letzten Antwort noch ein Hinweis.
Es könnte sinnvoll sein, mal ein MRT machen zu lassen. Das würde ich mal mit deinem HNO-Arzt absprechen.
Gruß
HGR

Vielen Dank, für Ihre schnelle Antwort.
Es sind zwei MRT und letztes Jahr im Krankenhaus eine CT gemacht worden. Gott sei Dank, ohne negativem Befund.
Die Passage aus dem Internet ist aus einem Fachbuch entnommen: Handbuch der Bio…nach Dr. Schüssler (Ich bin mir nicht sicher, ob ich den genauen Buchtitel hier nennen darf). Dort steht, dass immer mit Kalium S. noch zusätzlich Natrium sulfuricum Nr. 10 eingenommen werden muss. Das habe ich nicht bekommen und nicht gewusst. Eventuell soll ich dies einfach mal nachholen?
Jedoch schreiben Sie ja, dass das Kalium nach einem Jahr nicht mehr im Körper wirkt.
zu Pkt.1: Er wollte nicht, dass wir noch einmal zu ihm kommen, im allgemeinen sieht er seine Kunden nur einmal und steht danach telefonisch zu Verfügung (natürlich mit anschließender Rechnung). Er hat einem Bekannten geholfen, deshalb bin ich auch die 150km gefahren, um seine Meinung zu meinem Problem zu hören.
Meine Frau teilte ihm immer die Ergebnisse mit, wobei Sie das Gefühl vermittelt bekommen hat, dass ihm die Sache peinlich ist.
Ich war schon in der Bosenbergklinik in St. Wendel, sogar 6 Wochen in Kur. Dort habe ich diverse Hörgeräte getestet, ohne Erfolg.
Amalgan ist auch aus den Zähnen. Eine Beissschine habe ich nachts an, mache mehr Sport und ernähre mich gesünder.
Zur Zeit warte ich auf nächste Woche, da habe ich einen weiteren Termin beim Internisten. Dieser hat mich auch zu einem neuen, mir vorliegenden MRT geschickt.
Noch einmal vielen vielen Dank für Ihre Antwort.
MfG
Holger

Hallo Holger!
Eine Vergiftung durch Kal.sulf. ist 100%ig auszuschließen.

Da hast Du eine sehr belastende Sache. Meine 1. Frage wäre, ob es Hinweise für einen Gehörsturzes gibt. (akust. Trauma, Schädeltrauma, Stress, psychischer Stress, ect.)

Das homöopathische Mittel muß sehr sorgsam gesucht werden. Ich nehme mal an das ist geschehen. (Bei mir dauert eine 1.Ordination ca. 1 Stunde) Es sollte also die Mittelwahl (Kal.sulf.) nochmals überprüft, bzw. bestätigt werden. Ein erfahrener Homöopath, der mit der klassischen Methode arbeitet, ist gefragt. Aber das ist Dein Arzt sicherlich.
Die Therapie ist schwierig. Erfolge habe ich auch mit Akupunktur gesehen.

Ich hoffe sehr, daß Du Hilfe erfährst. Von hier aus kann ich nur Hinweise geben.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Dietmar Jäger

Hallo, Holger,
das, was du im Internet gefunden hast, ist absolut nicht anwendbar für deinen Fall. Biochemie nach Dr. Schüssler ist eine völlig andere Therapie als Hochpotenzhomöopathie, wie du sie bekommen hast. Biochemie arbeitet mit Potenzen bis höchstens D12. Also, diese Quelle ist nicht tauglich für dein Anliegen.
Was den Therapeuten angeht, will ich mich mal sehr vorsichtig ausdrücken.
Einmal in Angesicht zu Angesicht und dann nur noch telefonisch: Da würde ich keinerlei Vertrauen mehr haben!
Ich wünsche dir alle Gute.
MfG
HGR

Hallo Holger,

einfach unglaublich, was man von den Kollegen so alles liest (im übrigen löst man eine C 1000 - viel, viel zu hoch für den Anfang damals - nicht einfach auf, das macht man in der Regel nur mit LM Potenzen, die man dann, wenn erfolgreich, weiter steigern kann. Doch das hilft Ihnen im Moment auch nicht weiter. Ein sog. „Gegengift“ kann Ihnen nur ein erfahrener Homöopath aufgrund einer ausführlichen Anamnese verordnen, also ein Mittel, das Kal.sulf antidotiert.
Da ich Sie aber nicht kenne, kann ich hier nichts auf diesem Weg empfehlen, außer Sie „antidotieren“ das Mittel (was zwar nicht der Sinn der Sache ist, aber das man in der Not bei jedem Mittel machen kann), indem Sie ein starkes Pfefferminzbonbon lutschen.
Wenn Sie inzwischen die Schulmedizin vorziehen, schauen Sie im Internet doch einmal auf die Seite von Herrn Prof. Illberg in Frankfurt, der sich als HNO Arzt u.a. auch auf Morbus menière spezialisiert hat
und dazu Interssantes geschrieben hat.
Wünsche Ihnen viel Glück und gute Besserung!
Gruß, Jutta

Sehr geehrter Herr Reschke,
vielen Dank für Ihre Antwort. Nun ist schon einmal die „Angst“ vor dem Wort Vergiftung aus der Welt.
Da ich schon viele Dinge probiert habe, und meine Familie und auch mein Arbeitgeber mir Rückhalt geben, und mich unterstützen, sehe ich positiv dieser Krankheit entgegen. Natürlich gibt es das Gefühl der Isolation. Selbst Fernseh schauen ist nicht alles, dennoch fehlt mir dies seit einem Jahr. Ich kann sehr froh sein, dass öffentliche Programme einig Sendungen untertiteln. Private habe ich schon angeschrieben, hier bekomme ich keine Antwort. Die Gehörlosen tun mir sehr leid. Es ist schon komisch, wenn alle vor dem Fernseher sitzen und lachen, und man selbst nur ein komisches Gesicht machen muss.
Da ich vor einem Jahr auf der linken Seite fast nichts mehr gehört habe, und nun für einige Stunden wenigstens etwas höre, habe ich die Hoffnung, dass irgendwann auch sich die rechte Seite regeneriert, sodass ich evtl. doch noch etwas Lebensfreude zurück bekomme.
Zum Schluss möchte ich vielen Dank sagen, diese Zeit kostet Sie natürlich auch, aber ich bitte Sie, auch bei anderen Menschen zu antworten, denn oft können auch einige wenige Zeilen etwas bewirken!
Mit freundlichen Grüßen
Holger

Sehr geehrter Hr. Dr. Jäger,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Bei mir wurde schon immer gesagt, dass ich diverse Hörstürze links gehabt habe. Es wurde auch immer wieder Stress vermutet. Ich war früher im Bereitschaftsdienst, und bin nach der Arbeit oft angerufen worden, oder musste noch einmal zum Einsatz fahren. Jedoch habe ich diese Belastung nicht mehr, wobei dies auch positiven Stress hatte. Natürlich bin ich ein sensibler Mensch und grüble schon oft über Dinge wie Tot und Verluste, jedoch ist es nicht so manifestiert, dass ich Nachts schweissgebadet aufwache. Mein Fehler ist es vielleicht, dass ich mich zu schnell zufrieden gebe. Auch den Ärzten habe ich natürlich vertraut, wobei überall das gleiche gemacht wird: Hörtest, Kanal gesäubert, Infusionen. Wenn das nicht hilft bekommt man ein oder in meinem Fall 2 Hörgeräte verschrieben, und soll zu dem Akkustiker gehen, der sich im gleichen Ärztehaus befindet. So ist meine Erfahrung. Ein HNO Arzt hat mich einmal herauskomplimentiert, als ich ihm vom Besuch beim Homöopathen erzählt habe. Er war dann so aufgebracht, und sagte mir, dass er nur 13 Euro und einige Cents für die Untersuchung bekommt, und wir den Homöopathen das Geld in den Rachen werfen. Ich war nach diesem Besuch sehr geschockt, und weiß eigentlich gar nicht so recht, wo ich hingehen soll.
Das Thema Akupunktur werde ich einmal aufgreifen und probieren.
Vielen Dank für den Hinweis.
Mit freundlichen Grüßen
Holger

Hallo Jutta,
danke dass Sie mir auch geantwortet haben, mit soviel Unterstützung hätte ich nie gerechnet.
Frankfurt liegt nur etwa 60 Km von mir entfernt, so dass der genannte Professor in meinem Umfeld ist. Ich werde mir diesen Namen merken, wenn ich sonst nicht weiterkommen, z. B. durch Akupunktur usw. Vielleicht kann ich nächste Woche nach dem Termin beim Internisten mehr sagen. Pfefferminzbonbon kann ich gerne probieren, wobei mir hier jemand geantwortet hat, dass die Wirkung von Kalium Sulfuricum nach einem Jahr nicht mehr vorhanden ist.
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Holger

Hallo!

Ich wünsche auch ganz viel Glück und Genesung - leider weiß ich nix über Vergiftungen infolge der Einnahme - unklar ist auch, ob Sie das Mittel über einen längeren Zeitraum eingenommen haben, oder, wie das bei Hochpotenzen angezeigt ist, eben nur einmalig. Außerdem müssten Sie bei einem wirklich wirkenden Mittel innerhalb der ersten Tage - einer Woche schon was merken, zumindest, dass Sie mehr Energie haben. Wenn das nicht der Fall ist, war´s das Falsche. Außerdem muss bei einer deutlichen Veränderung der Symptome auch neu diagnostiziert/repertorisiert werden (Aktualisierung der Anamnese). Auf jeden Fall: einen seriösen klass. Homöopathen aufsuchen/den jetzigen wechseln. Da sehe ich schon Hoffnung drin…
Außerdem gibt´s vielleicht noch andere, unterstützende Heilmethoden, Entspannungsmethoden etc. - Das wichtigste: Geben Sie die Hoffnung nicht auf!
Grüße von Regina Gimpel.

Hallo Holger,
wie lange ein Mittel wirkt, kann man nie vorhersagen, aber in dieser Potenz wirkt es lange und deshalb würde ich diese am Anfang nie verordnen, aber das ist ein anderes Thema. Ich will Sie nicht entmutigen, ein Check up beim Internisten ist sicher sowieso nicht verkehrt, aber sowohl morbus menière (der Gleichgewichtssinn sitz im Innenohr) als auch Tinnitus & Co. (was u.a. auch mögliche Durchblutungsstörungen betrifft - so hat man z.B. festgestellt, daß jemand, der extrem viel Aspirin nahm, plötzlich Tinnitus bekam)
sind m.E. auch durch Akupunktur nicht wegzubekommen, aber auch hier schadet ein Versuch nicht. Ich habe mich vor vielen Jahren selbst einmal gegen zwei Krankheiten akupunktieren lassen, man versucht ja alles, aber bei mir hat es nicht funktioniert.
Unser Dozent bei der Ausbildung zur klassischen Homöopathie (weil sanfte Heilung) sagte damals, man müsse einen Menschen nicht stechen, d.h. ihm wehtun, was ja wiederum ein „Eingriff“ darstellt, um ihm zu helfen. Daran habe ich mich mit Erfolg gehalten. Man muß halt nur Geduld haben, man sagt (d.h. nicht ich, sondern Hahnemann), daß man für die Heilung einer Krankheit (mittels homöopathischem Mittel) genauso viel Monate braucht, wie es Jahre gedauert hat, um sie zu bekommen, d.h. wenn ich 10 Jahre lange eine Krankheit hatte, dann dauert es ca. 10 Monate, um sie zu heilen, das ist natürlich als Kleinkind einfacher, bei älteren Erwachsenen, die schon einiges (auch psychisch) hinter sich haben, gestaltet sich die Anamnese, die richtige Mittelwahl und die Heilung halt auch langsamer.
Aber, da ein Kollege oder eine Kollegin herausgefunden hat, daß Sie kalium sulf sind, sind Sie vielleicht eher der wissenschaftlichen, pragmatischen Seite zugewandt (geht mir trotzdem ähnlich, obwohl durch Intuition mehrere Erfolge).
Googlen Sie doch mal im Internet oder schauen Sie in entsprechende Bücher, soweit vorhanden, inwieweit Ihrer Meinung nach die dort aufgeführten Symptome auf Sie zutreffen (für Schwindel z.B. gibt es zig Mittel), aber erfahrungsgemäß kann man sich selbst schwierig beurteilen. Ich wünsche Ihnen, daß Sie mit Ihrem Problem in gute Hände kommen!
P.S. Ich kannte mal einen professionellen Klavierspieler (damals arbeitete ich in einer Klinik und daher kenne ich auch Prof. Illberg), der plötzlich unter morbus menière litt und dessen Existenz natürlich dadurch gefährdet war. Er mußte sich ein paar mal operieren lassen (der Eingriff dauert ca. 1/4 Stunde), aber irgendwann hat es dann funktioniert.
Also, auch wenn’s schwerfällt, ein bißchen Geduld, egal, für welche Therapie Sie sich entscheiden.
Gruß, Jutta

Lieber Holger!
Du bist ratlos. Ich kann das verstehen. Ich möchte Dir folgendeVorgehensweise vorschlagen: (Ich hoffe Du empfindest es nicht aufdringlich)
l. Nochmals mit einem Homöopathen (mit einem „Meisterr“) Deine Probleme durcharbeiten. (Wenn Du in der Nähe von München wohnst, kann ich Dir Dr.Wolfgang Springer, Rathausgasse 2 oder Landsbergerstr. 484, e-mail: Dr.Springer@homöopathische-praxisgemeinschaft.de)
2.Akupunktur bei einem „Meister“.
3. Die Hilfsmittel der Schulmedizin annehmen.
4. Es gibt in der Medizin Probleme die einfach nicht befriedigend therapierbar sind. Oder zumindest nicht schell. Ich habe dann meinen Patienten das Wort „durchwurschteln“ angeboten, d.h. man muß sich einfach zunächst einmal mit den Problemen arrangieren.

Ich wünsche Dir viel Erfolg.
Dr. Dietmar Jäger

Guten Abend, Holger ! Sie können um eine Arzneimittelprüfung des genannten Mittels auszuschließen an Camher riechen. Damit ist die Wirkung eines jeden homöopathischen Mittels aufgehoben.
Ihre Geschichte hört sich seltsam an. Waren Sie wirklich bei einem klassisch arbeitenden Homöopathen (mehrheitlich Heilpraktiker- selten Ärzte !)? Auf jeden Fall Gute Besserung. Andreas

Lieber Holger,

es tut mir wirklich leid, daß es Ihnen so schlecht geht.
Allerdings halte ich es für ausgeschlosssen, daß es bei einer Potenz von C1000 zu Vergiftungserscheinungen kommen kann, so wie Sie vermuten. Eine tiefgehende Wirkung einer so hohen Potenz ist zwar durchaus möglich und natürlich auch erwünscht, wenn Sie aber wissen wie sich eine C 1000 Potenz zusammensetzt, wird Ihnen klar, daß eine Vergiftung völlig ausgeschlossen ist.
Ich versuche mal, das zu erklären:
Für eine C 1, nimmt man einen Teil Wirkstoff, also in diesem Fall Kalium sulfuricum Pulver und mischt das mit 10 Teilen Milchzucker. Von dieser Mischung nimmt man 1 Teil und mischt wieder mit 10 Teilen Milchzucker. Jetzt hat man eine C 2. Dies geht immer so weiter. Können Sie sich vorstellen, welch unglaubliche Verdünnung man bei einer C 1000 Potenz hat und welcher Inhalt des Kalium sulfuricums da noch enthalten ist? Vermutlich kann kein Molekül und kein Atom des ursprünglichen Stoffes mehr nachgewiesen werden. Lediglich die so genannten Informationen haben sich auf den Milchzucker übertragen. (Die Potenzierung kann auch mit Alkohol gemacht werden. Das Mischungs- bzw. Verdünnungverhältnis bleibt jedoch gleich). Also immer 1 Teil + 10 Teile, davon wieder 1 Teil + 10 Teile usw. Es sind wirklich unvorstellbare 1000 Schritte. Eine Vergiftung halte ich für ausgeschlossen.
Trotzdem ist die starke Verschlechterung Ihres Befindens natürlich sehr, sehr bedauerlich. Auf jeden Fall kann nur ein sehr erfahrener Homöopath hier weiterhelfen. Sie sollten sich auf jeden Fall wieder in Behandlung begeben.
Ich halte es für denkbar, daß sich ihre Beschwerden völlig unabhängig von der Einnahme des Kalium-Sulfuricums entwickelt haben.

Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen gute Besserung.
Liebe Grüße
Susanne Unger

Hallo Herr Dr. Jäger,
das ist keinesfalls aufdringlich, ich bin für jeden Tipp dankbar, sonst hätte ich es nie gewagt nach einem Jahr diesen Versuch im Internet auszubrobieren. Dies bereue ich nicht, denn es sind viele Antworten und Tipps angekommen.
Leider wohne ich ca. 60km von Frankfurt/ Main, aber mit viel Glück kann ich auch hier jemanden finden.
Freundliche Grüße
Holger

Hallo Holger,
dazu weiss ich leider gar nichts, ich bin pharmazeutisch ausgebildet und kann Homöopathie-Tipps für Alltags-Wehwechen geben, aber nicht für so ein tiefgreifendes Problem. Wende Dich am besten an einen Arzt mit homöopathischer Zusatzausbildung.
Alles Gute,
Barbara

Hallo Holger,

erster Ansprechpartner wäre doch der „Fachmann“ gewesen. Leider ist ja inzwischen schon einige Zeit vergangen, und es wird immer schwieriger eine Besserung zu erreichen.

Ich denke nicht, daß die Einnahme von Kalium Sulfuricum etwas mit der Hörminderung zu tun hat.
Trotzdem rate ich dazu, einen Homöopathen aufzusuchen um die Therapie fortzusetzen. Oft gibt es im Bekanntenkreis Hinweise auf gute Homöopathen, oder sonst im Internet recherchieren, oder bei der Krankenkasse nachfragen.

Ich habe selbst gute Erfahrung mit Homöopathie nach einem Tinnitus gemacht. Der ist zwar nicht komplett verschwunden, hat sich aber erheblich gebessert.

Gute Besserung wünscht

Maria

Hallo,

leider bin ich kein Super-Experte in Sachen Homöopathie und ich denke dass sie insgesamt bei den Ärzten gut bze. am Besten aufgehoben sind.

Ich könnte mir lediglich vorstellen, dass die Potenzierung (C 1000, dass ist recht konzentriert!) zu hoch war. dennoch bedeutet 1000, dass der ursrpüngliche wirkstoff bereits 1000-fach verdünnt wurde, darum schließe ich eine Vergiftung auf jeden Fall aus!

Andere Idee: Im Regelfall kommt es bei der Einnahme von homöopathika zu einer sog. Erstverschlimmerung, dass ist sozusagen bei ihnen der Fall. es sit aber auch gewollt und ein zeichen dafür, dass es sich um das richtige Medikament handelt! Dadurch solle ben das Immunsystem angeregt werden sich selbst zu aktivieren und die Symptome zu bekämpfen.

Ehrlich gesagt, glaube ich eher an einen Zufall was die Einnahme der Homöopathika und des erneuten Tinnitus betrifft.

Dennoch würde mich der weitere verlauf sehr interessieren. Hat sich in der zwischnezeit eine Veränderung eingestellt?

Hallo,
danke für das Mail.
Ich leide ja schon lange auf der linken Seite unter Tinnitus und auch unter Schwindelanfälle (Morbus Menere), rechts dagegen habe ich bis Mai 2010 sehr gut gehört. Bis ich dann eines Tages aufwachte, und nur noch laute Töne (ähnlich laut, wie ein Hubschrauber)und keine Aussengeräusche mehr hörte. Es kann nicht lokalisiert werden, woher die Töne kommen, auch die Seite ist nicht feststellbar. Ich denke nicht, dass dies noch unter Tinnitus läuft! Meine linke Seite ist etwas besser geworden, jedoch muss man hier sehr laut und deutlich sprechen, dass ich jemanden verstehe. Telefonieren oder Fernsehen geht überhaupt nicht. Einige anderen Töne wie z.B. Vogelpfeifen nehme ich besser wahr (Die Frequenz der Sprache scheint bei mir sehr betroffen zu sein). Mich macht es stutzig, dass mein rechtes Ohr von sehr gut auf fast Null innerhalb einer Nacht das Gehör verliert. Ich habe mich abends noch gut unterhalten können, und nichts negatives festgestellt. Deshalb denke ich auch nicht, dass hier gleich alles defekt sein soll. Die HNO Ärzte kennen solche fälle nicht, und verschreiben mir nur 2 Hörgeräte. Ich war in der zwischenzeit schon bei einer Physiotherapeutin, und bis heute bei einer Lasertherapie. Dies hat einige Nerven und einiges Geld gekostet, bis jetzt leider ohne Erfolg. Veränderungen spüre ich von ganz schlecht auf schlecht in verschiedenen Zeitabschnitten.
Gruß
Holger