Folgende Frage:
Was sollte beim Vergleich zweier Modellrechnungen (AXA und
Cosmosdirekt) beachtet werden, damit sie vergleichbar sind?
Ich gehe von selben Startdatum aus, selbe monatliche Beitragssatz, selbe Laufzeit, selbe Wertsteigerung. Nun sagt mir die Cosmosdirekt, daß bei denen der Rentenfaktor immer konstant bleibt (ist ja eine fondsgebundene Riesterrentenversicherung). BEi der AXA wird ein Rentenfaktor je 10.000 Euro Investmentvermögen angegeben. Das heißt, daß aufgrund des demographischen Alterungsprozesses der Rentenfaktor in Laufe der Jahre sinkt oder?
Wie kann man die Modellrechnung in Excel rechnen? BIn daran kläglich gescheitert. Hatte immer die (Einzahlung im Jahr+Zulagen)*50% (geschätzt, wird ja nicht alles in Fonds angelegt) und das Ganze mit Wertsteigerung von 6% gerechnet. Die KOsten natürlich dann abgezogen. Hatte das Ganze dann auch mit der Finanzmathematik in Excel berechnet (Endwert einer Investition ZW (endwert einer Investition) berechnet. Kann mir jemand zumindest hinweise geben, wo man entsprechende Tips im Internet über das Nachvollziehen von Modellrechnungen bei der Riesterrente findet.
Guten Tag Siebeck,
das ist ziemlich lustig, was Sie da vorhaben.
Zunächst: Der sogenannte Rentenfaktor bei den beiden Gesellschaften
ist schlicht eine Rechengröße, mit der das am Ende der Aufschubzeit
zur Verfügung stehende Kapital auf eine Monatszahlung heruntergebrochen wird. Der Faktor ist schon vergleichbar - zumal
ja die Ausgangsdaten, wie Sie sagen, identisch sind. Dann jedoch endet
die Vergleichbarkeit. Wie wollen Sie denn unterschiedliches Anlage- und Kostenverhalten vergleichen ? Das klappt ja nicht einmal für das
erste Jahr. Oder gehören Sie wirklich zu denen, die das Kostengebaren
von Riesteranbietern vergleichend und sachlich richtig in eine
Verlaufsrechnung einsetzen können ? Haben Sie eine Exklusivvereinbarung mit den Finanzvorständen, wonach diese Sie in alle künftigen Jahresgeschäftspläne und Spontan-Anlageentscheidungen
miteinbeziehen ? Wenn Sie dann noch berücksichtigen, dass Änderungen
im persönlichen Umfeld (Kindergeldberechtigung rein-raus-übertragen,
Rauf-Runter im Jahresbrutto, Scheidung, Aussetzung )ohnehin für
Dauerwirrwar sorgen, dann frage ich mich, was Sie da berechnen wollen.
Das Lustigste ist aber, dass es Fondsprodukte sind , die Sie hochrechnen wollen. Nun, Sie können so vorgehen, wie manche Anbieter
es gerne tun. Die setzen 8,9 % in die Zinseszinsrechnung ein und
fragen dann den Interssenten, dem gerade die Ohren anschwellen, ob
sie lieber mit 14,2 % rechnen sollen. Den Interessenten gefallen solche Blödheiten regelmäßig. Und bis auch der Letzte gemerkt hat,
dass alles eine Milchmädchenrechnung ist, vergehen meist mehrere Jahre.
Gruß
Günther
Zunächst finde ich es absolut nicht in Ordnung, das man es „ziemlich lustig findet“.
Die KOsten übrigens sind vergleichbar, wenn man Sie hat. Diese sind ja schließlich in den Bedingungen ziemlich klar beschrieben!
Und das ich eine gleiche Wertsteigerung annehme, habe ich auch ganz klar gesagt.
Frage war lediglich, was ich beim Vergleich neben den oben erwähnten+den Aussagen in der letzten Mail noch beachten muß. Und das finde ich nicht „lustig“.
Habe übrigens beschlossen, dieses Forum nicht mehr zu benutzen. Irgendwie fühle ich mich hier nicht gut aufgehoben. Ich bin Laie und habe um Hilfe gebeten. Da wird Fragen erlaubt sein. Und da passen eine solche Antwort denke ich nicht so richtig.
Werde dieses Forum auch nicht weiter empfeheln, stattdessen mich entgegen meiner bisherigen Diskussionen mit Freunden, wo ich dieses Forum empfohlen habe, dieses eher sehr kritisch sehen.
Und das findet denke ich der Gründer dieser Seite erst recht nicht „lustig“. Bitte daher um Stellungnahme des Verantwortlichen dieser Seite
Guten Tag Steppi,
zunächst bitte ich Sie um Entschuldigung. Ich wollte Sie nicht verletzten. Mein Eindruck war nicht der, dass es sich bei Ihrer
Person um einen Laien handelt. Vielmehr hatte ich den deutlichen Eindruck, dass hier jemand sich bereits recht weit in das Thema
hineingearbeitet hat und durch seine Anfrage das vermeintliche
Tüfelchen auf dem i herauskitzeln wollte. Ich meinte, Sie wollten durch Genauigkeit dort, wo von der Sache her nur grobe Leitplanken möglich sind, Gewissheit erlangen, wo es keine Gewissheit gibt.
Wenn ich durch meine Wortwahl bei Ihnen Unmut ausgelöst habe, so bedauere ich das. Ich bin mir aber sicher, es gibt den einen oder anderen Kollegen, der Ihr Anliegen durch mehr Einfühlsamkeit
besser beantworten kann. Sie solten daher - nur weil Sie mit mir
unzufrieden sind - nicht dem ganzen Forum den Rücken kehren.
Alle Kollegen, die guter Dinge sind, rufe ich auf, Steppi
auf Ihre Anfrage hin zu unterstützen.
Freundlich gemeinter Gruß
von Günther
Mich würde wirklich nun interessiere, von welchen Faktoren die Modellrechnung abhängt.
Hintergrund ist, daß ich ein Cosmosdirekt-Riestervertrag habe und nun von Finanzmakler ein Angebot von AXA vorliegt.
Er hat beide Modellrechnungen verglichen. Da ich den Cosmosdirektvertrag vor 2 Jahren gemacht habe, hat der Finanzmakler mittels Finanzmathemat. Formeln das bisherige Guthaben (wie gesagt Vertrag seit 2 Jahren) der Cosmos versucht, auf die AXA-Modellrechnung (möglicher Vertragsbeginn im Dez) herunterzubrechen.
Guthaben der Cosmos lt. Modellrechnung im Jahre 2041: 109000 Euro
Bei Cosmos wird 7 Euro mehr eingezahlt: =ZW(0,005;360;7,75;0;0)
2747 Euro beträgt das Guthaben bei der Cosmos z.Zt.: =-(1,06^30*2747)
Macht unterm Strich bei der Cosmos 86000 Euro, AXA-Modellr. 92000 Euro
Nun die Frage, kann man dies so machen? ICh traue den Finanzgebaren nicht. Daher auch die Frage, wovon hängt die MOdellrechnung ab.
Bitte keine ANmerkungen wie beim letzten Mal. Wenn dies so nicht vergleichbar ist wie der Finanzmensch rechnet, genügt ein kurzer Kommentar.
Stepi1974
Um die Kosten aufzuzeigen, hat er eine Excel-Tabelle erstellt incl. Wertsteigerung. Nun paßt diese mit der Modellrechnung überhaupt nicht zusammen.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Er hat beide Modellrechnungen verglichen. Da ich den
Cosmosdirektvertrag vor 2 Jahren gemacht habe, hat der
Finanzmakler mittels Finanzmathemat. Formeln das bisherige
Guthaben (wie gesagt Vertrag seit 2 Jahren) der Cosmos
versucht, auf die AXA-Modellrechnung (möglicher Vertragsbeginn
im Dez) herunterzubrechen.
Hallo,
macht´s bitte nicht so kompliziert! Da die Cosmos wesentlich geringere Kosten hat, MUSS diese bei identischer Wertsteigerung (das ist eh Unsinn, da völlig andere Fonds zugrunde liegen) eine höhere Leistung gewähren!
Der nächste Unsinn ist, überhaupt eine FONDS-Rente zu verwenden (entweder Fonds-Sparplan oder Konservativ)!
(Die wenig einfühlsame Formulierung ist nicht gegen dich gerichtet!)
Nun ist aber die Cosmos eine fondsgebundene Rentenversicherung und die AXA ein Fonds-Sparplan.
MIr wurde gesagt, daß die AXA wesentlich mehr Prozent der eingezahlten BEiträge in Fonds investiert. Daher werden die wesentlich höheren Kosten der AXA wieder ausgeglichen und sogar mehr Gewinn erzielt.
Daher meine Frage, von welchen Faktoren hängt die Modellrechnung ab. Was muß man beachten, damit diese Rechnungen vergleichbar sind.
Das völlig andere Fonds bei der Cosmos zugrunde liegen ist mir klar. Aber ich habe einfach angenommen, daß die Fonds und die AXA diesselbe Wertsteigerung haben. Irgendeine Basis muß ich ja haben.
Hallo,
macht´s bitte nicht so kompliziert! Da die Cosmos wesentlich
geringere Kosten hat, MUSS diese bei identischer
Wertsteigerung (das ist eh Unsinn, da völlig andere Fonds
zugrunde liegen) eine höhere Leistung gewähren!
Der nächste Unsinn ist, überhaupt eine FONDS-Rente zu
verwenden (entweder Fonds-Sparplan oder Konservativ)!
(Die wenig einfühlsame Formulierung ist nicht gegen dich
gerichtet!)
Guten Tag Steppi,
sehen Sie, Sie sagen, was muss man tun, damit die Rechnungen vergleichbar sind. Meine Antwort lautet. Sie gehen irrenderweise davon
aus, dass man durch Tun solche Rechnungen vergleichbar machen kann.
Dieses Tun aber - wollte man es denn unternehmen - verbiegt die Wirklichkeit aus dem Stand heraus. Denn keiner weiß genau, zu welchem
Zeitpunkt die unterschiedlichen Kosten dem Konto belastet werden.
Und die Grundannahme, dass die eine oder andere Variante zu einem
bestimmten Zeitpunkt eine Guthabenvermehrung in bestimmter Höhe oder
überhaupt erfährt, ist eine Annahme, die vielleicht für einen Bausparvertrag, für ein Sparbuch oder für einen Sparbrief zutrifft -
für die genannten Produkte aber nun einmal nicht. Deswegen:
Natürlich kann man hingehen und zu irgendwelchen Zeitpunkten
Wertsteigerungen und Kostenbelastungen in solche Kontenverläufe
einbauen. Nur - es sind und bleiben Modellspiele, die die Wirlichkeit
nicht abbilden.
Gruß
Günther
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Nun stehe ich vor dem Problem, daß ich mit der Cosmosdirekt eine fondsgebundene Rentenversicherung vor 2 Jahren abgeschlossen habe.
Habe nun die ÜBerlegung zur AXA zu wechseln, da diese das Fondssparen anbietet.
Entscheiden muß ich alleine. Aber nach welchen Kriterien sollte man nun die Entscheidung treffen, ob sich der Wechsel lohnt?
Knackpunkt für mich ist, das AXA wesentlich teurer ist als Cosmosdirekt. Allerdings werden offensichtlich mehr Anteile von den Beiträgen in Fonds investiert, so daß sich der Wechsel lt. Finanzmakler lohnt.
Ich finde es stark beunruhigend, daß bei vorhandenen Riestervertrag keine Vergleichsmöglichkeit zu anderen Anbietern existiert. Weiß da dann überhaupt nicht, ob sich das Ganze lohnt.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Knackpunkt für mich ist, das AXA wesentlich teurer ist als
Cosmosdirekt. Allerdings werden offensichtlich mehr Anteile
von den Beiträgen in Fonds investiert, so daß sich der Wechsel
lt. Finanzmakler lohnt.
Hallo,
woher weißt du, dass es sich lohnt, wenn mehr Anteile von den Beiträgen in Fonds investiert wird. Das ist, mit Verlaub, ein doofes Geplapper deines sog. Finanzmaklers und erinnert mich an den Spruch „wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist“. Ob sich´s wirklich gelohnt hat, wird immer die Börsenlage zum entsprechenden Zeitpunkt zeigen.
Tipp von mir: „Lass dich nicht veräppeln und bleib cool !“
Guten Tag Steppi,
Kriterien für einen Wechsel können unter anderen sein:
Vermutliche Wertentwicklung in der Zukunft
Ansehen oder Bilanz der Gesellschaften
Geldverlust durch Wechsel
Starker Wunsch nach dem neuen Produkt - initiiert durch z.B.
informative Werbung, gut recherchierte Presseberichte, kundigen
Schwager, meinungsführenden Arbeitskollegen, beratenden Vermittler,
nebenberuflich in der Finanzbranche tätigen Vereinskameraden,
Aktiengemütserhitzer-Kinofilm etc.
Zu Punkt 1 wurde híer schon einiges gesagt. An der systembedingten
Nichtvorhersehbarkeit hat sich nichts geändert.
Zu Punkt 2 ist anzumerken, dass das sogenannte Ansehen einer Gesellschaft schwer zu bestimmen ist. Hat man es in eine Kategorie
gefaßt, so wird dadurch nicht verhindert, dass sich die Ansehenskategorie ein Jahr später um 180 Grad in das Gegenteil verkehren kann. Belege stapelweise hierzu liefert eine eingehende
Betrachtung der sogenannten Vergleichstests und Unternehmenratings
über Lebensversicherungsgesellschaften und Fondsgesellschaften in der Zeit von ca. 1995 bis 2007 und dabei insbesondere im Zeitraum 2001, 2002 und 2003. Was in den Augen der sogenannten Tester, Rater und Experten gestern hui war, war morgen pfui und umgekehrt.
Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass die sogenannte Objektivität bei der Klassifizierung von Finanzgesellschaften
in erster Linie ein Produkt des jeweiligen Zeitgeistes ist, der
gerade durch die Gehirne weht.
Bei Bilanzen sieht das schon anders aus. Wer sie zu lesen versteht,
erkennt durchaus, wo Substanz vorhanden ist und wo das Geld in einer
24-Stunden-Dauerschicht eimerweise zum Fenster hinausgehauen wird.
Indessen - verglichen mit der Zahl der Anleger und Kunden für die
jeweiligen Produkte - liest sie so gut wie kein Mensch. Mit entsprechenden Folgen.
Zum Punkt 3 sollten Sie sich den Rückkaufswert nach zwei Jahren
Beitragszahlung nennen lassen und dem die Summe Ihrer eingezahlten
Beiträge gegenüberstellen.
Zum Punkt 4 möchte ich aus meiner Sicht sagen, dass des Menschen
Wille schon beinahe immer sein Himmelreich gewesen ist. Keiner kann
daran gehindert werden - wenn ein starkes Gefühlsmoment eine Rolle
spielt - trotz besseren Wissens in sein Verderben zu rennen.
Gruß
Günther
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]