Ein freundliches Hallo.
Folgendes Szenario:
Jemand klagt und hat einen Teilerfolg, ist damit aber nicht zufrieden und geht in die nächste Instanz. Beim ersten Termin schlägt der Richter einen Vergleich vor, bei dem der Kläger eine sechsstellige Summe verlieren würde, der Beklagte lehnt sofort ab, weil sein Schaden ungleich größer wäre (15 Jahre lang eine sechsstellige Summe jährlich) und er sicher ist, am Ende zu obsiegen.
Jetzt die Frage: Kann das sein oder ist das Wunschdenken: Am zweiten Verhandlungstag wiederholt der Richter nach langem Verhandeln das Angebot für einen Vergleich und verkündet, wenn der Beklagte dieses nun binnen einer Frist nicht annimmt, ergeht ein Urteil zugunsten des Klägers.
Mir erscheint das unsinnig: Ein Vergleich macht doch nur Sinn, wenn es ein Kompromiß ist, also beide Seiten etwas zugeben. Wenn ein Urteil zugunsten des Klägers ergehen wird, warum sollte dieser dann dem Vergleich zustimmen, bei dem er so viel Geld verliert??
Kann dieses Szenario so stimmen oder träumt sich da jemand die Welt schön?
Vielen Dank vorab.
