vielleicht waren die Politiker früher genau so korrupt und unehrlich wie heute. Nur die Medien sind heute wesentlich agressiver und die Methoden der Nachrichtenrecherche und Verbreitung ausgeklügelter.
Wäre doch auch eine Erklärung oder ?
MfG Helmut Kuttler
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
ich habe ja ein echtes naheverhältnis zu einem der berühmtesten österreichischen politiker der nachkriegszeit *g*.
von daher weiss ich, dass natürlich vieles „unter der hand“ gelaufen ist. diese nicht in die öffentlichkeit gelangten taten bezogen sich aber nicht auf das private handaufhalten (da gab es sicher mehr „ehre“ als heute), sondern eher darauf, von vornherein widerstand gegen eine politische entscheidung zu vermeiden.
keine frage, heute sind die medien wesentlich aggressiver, der „aufdeckungsjournalismus“ wird langsam zum selbstzweck, der „skandal“ steigert die auflagen.
wenn ich mir gerade in erinnerung rufe, wie lange es gedauert hat, bis kreisky nach vielen, vielen fehlentscheidungen endlich das handtuch geworfen hat … aber korrupt war er sicher nicht.
mit Deiner Ausbildung die ich der Visitenkarte entnommen habe solltest Du lesen können. Mein Vorname ist Helmut und meinen Nachnamen solltest Du aus der Adresse entnehmen können. Man schreibt „Kuttler“.
Ich bin normalerweise nicht empfindlich, andererseits halte ich Deine Namensverunglimpfung für unnötig. Immerhin habe ich den Mut in meiner Visitenkarte Name, Anschrift und Alter bekannt zu geben.
Ansonsten sind Deine Kommentare nicht schlecht.
ciao
Helmut
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
nichts, aber auch schon gar nichts, liegt mir ferner als deinen namen zu verunglimpfen. ich kann mich dafür nur entschuldigen.
es gibt im www noch ein mitglied, das unter „kuddel“ firmiert und ich vermute, dich schlicht damit verwechselt zu haben - aber du hast recht, lesen sollte ich schon können…
Oh, spielt mir meine Erinnerung einen Streich?
Hat nicht Willy damals den Mißtrauensantrag der CDU (Rainer Barzel)im Bundestag nicht nur mit einigen gekauften Stimmen überstanden.
Oder ordne ich den Namen Wieland in diesem Zusammenhang falsch ein?
ja und nein:smile:. (zur Frage, ob du dich richtig erinnerst)
Willy Brandt musste sich am 24. April 1972 einem konstruktiven Misstrauensvotum, initiiert von Rainer Barzel, stellen. Der Abstand der sozialliberalen Koalition zur Opposition war durch einige „Überläufer“ auf 2 Stimmen geschrumpft. Barzel wusste, dass die Ostverträge auch bei einigen SPD-Abgeordenten nicht unumstritten waren. Deshalb versuchte er einen Machtwechsel zu erreichen.
Für mich ist Willy Brandt, der sicher menschliche Verfehlungen begangen hat, trotz allem einer der herausragenden Persönlichkeiten der westdeutschen Politik des 20. Jahrhunderts.Ich sehe seitdem keinen SPD-Politiker, überhaupt keinen Politiker eigentlich, der an sein Charisma und seine Persönlichkeit heranreichen würde. Achdoch, Richard von Weizäcker.
verschweigen Tatsachen,oder hast Du vergessen,dass die SPD damals 1972 mit 45,8 % als stärkste Partei aus den Wahlen hervorging ? sicher auch ein Verdienst von Willy, oder nicht ?
die ganze heuchlerische, verlogene Gesellschaft ist zum „Kotzen“
auch wir in der Ch haben immer wieder „Kellerleichen“ die aus der Versenkung auftauchen.
früher galt in der Kinderbetreuung; Ehr und Redlichkeit
Heute ; Wer nicht lügt und betrügt bringts zu nichts
Habe längst aufgegeben, nur ein geistig Behinderter kann dies noch ertragen.
Gruss aus dem Urwald
Fritz
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Barabara,
schönen Dank für deine Mitteilung.
Du umgehst allerdings geschickt den in Frage stehenden Sachverhalt:
1972 konnte die SPD nur weiterregieren, weil sie Stimmen gekauft hat. Ohne diese Bestechung wäre Barzel Bundeskanzler geworden. Und Manager der ganzen unsauberen Aktion war ein Mann im Dienst des Stasi. Wenn das nicht ein Skandal war!
Dass Du Willy für einen großen Politiker hältst ist dein gutes Recht. Ich hab auch einige Sympathien für ihn - aber mehr, weil er der einzige SPD Politiker war, der sich bedingungslos für die Wiedervereinigung eingesetzt hat. Als Kanzler hat mir Schmidt immer besser gefallen. Aber darüber lohnt es nicht zu streiten. Jeder hat seine Vorlieben.
Gruß
Heinz