Hallo,
ich habe folgendes Problem : Ich soll innerhalb kurzer Zeit meine Stellungname bezüglich eines Gerichtsurteils an meinen Anwalt liefern. Da ich der Kläger bin, meine Klage jedoch abgewiesen wurde, suche ich eine Software (gratis) welche 2 Texte auf Übereinstimmungen von Sätzen in beiden Dokumenten herausfiltert und mir signalisiert.
Da ich nämlich den Verdacht habe, dass die Richterin zum grössten Teil Argumente der Gegenpartei für ihre Urteilsbegründung verwendet hat, könnte so eine Software mir viel Arbeit ersparen.
Ich danke im voraus allen,welche mir hierfür helfen können.
Schuf
Hi zu früher Stunde,
ich würde Dir von einer EDV-gestützten Lösung abraten. Die setzt unbedingt voraus, daß Dir beide Dokumente in elektronischer Form vorliegen. Tun sie das?
Für zwei von Dir selbst erzeugte Dokumente wäre ein satzweiser Vergleich mit einem VBA-Befehl nachzuvollziehen:
doc1.Sentences(i).Text = doc2.Sentences(i).Text
In der Praxis stößt das auf große Schwierigkeiten. Der Vergleich gibt nur zurück, ob die Sätze buchstäblich übereinstimmen. Da Satz- und Leerzeichen auch Zeichen sind, bringt schon ein Leerzeichen zuviel den Vergleich aus dem Takt. Stell’ Dir nur eine Minute lang vor, wie unterschiedlich zwei von verschiedenen Damen auf verschiedenen Systemen getippte Dokumente sein können, ganz besonders wenn man noch Tabellen, Felder etc. berücksichtigen muß.
innerhalb kurzer Zeit meine Stellungname bezüglich eines Gerichtsurteils an meinen Anwalt liefern.
Angesichts dessen wird das Programmieren eines direkten Textvergleichs nicht hinhauen.
Da ich der Kläger bin, meine Klage jedoch abgewiesen wurde, suche ich eine Software (gratis) welche 2 Texte auf Übereinstimmungen von Sätzen in beiden Dokumenten herausfiltert und mir signalisiert.
Vor deutschen Gerichten und auf hoher See ist alles möglich. Dir ist bewußt, daß die Richterin sich duchaus ganz auf eine Seite schlagen kann.
Da ich nämlich den Verdacht habe, dass die Richterin zum grössten Teil Argumente der Gegenpartei für ihre Urteilsbegründung verwendet hat, könnte so eine Software mir viel Arbeit ersparen.
Wenn sie so faul ist, daß sie den Schriftsatz des Antragsgegners abtippt, ist sie einfach nur faul (so kennen wir sie…). Per se verwertbar dürfte das nicht sein, also bräuchte man es auch nicht zu ermitteln.
Ich kann Dir nur einen aus der Praxis abgewandelten Tip geben. Die meisten Schriftsätze an Gerichte lassen sich ohne große Lesbarkeitsverluste auf DIN A 5 verkleinern. Lege also je eine Seiten mit übereinstimmenden Texten auf einen A3-Kopierer und verkleinere von DIN A 3 auf DIN A 4 quer. Dann hast Du beide Schriftsätze nebeneinander im Querformat und kannst mit verschiedenfarbigen Textmarkern Übereinstimmungen hervorheben.
Noch zu Software: hast Du eigentlich die Diskussion um Guttenbergs Doktorarbeit (und die Arbeiten der anderen Betrüger) verfolgt? Lies’ 'mal de.vroniplag.wikia.com. Bei den einzelnen Einträgen wird Dir klar, daß Software große Probleme bekommt, wenn nur einzelne Wörter verändert werden. Wenn ganze Satzteile umformuliert werden, so daß „nur noch“ das geistige Eigentum und nicht die Formulierung des Autors gestohlen wird, hat Software echte Schwierigkeiten. (Seit über fünfzig Jahren wird aber an solcher Software gearbeitet - nicht zum Klauen, sondern zum maschinellen Übersetzen.)
Dir aber könnte vielleicht der Link hier im Forum zu Plagiatsoftware helfen.
HTH.
Markus
Hallo Markus,
zunächst mal ein grosser Dank an dich für die Mühe die du dir gemacht hast, auf mein Post zu antworten.
Beide Dokumente liegen in digitaler Form vor, ich hab sie gescant und mit OCR in Worddokumente konvertieren lassen.
Deine Bedenken, diese Übereinstimmungs-Analysen softwaremässig zu bewältigen, leuchten mir ein und ich habe deswegen das Projekt aufgegeben.
Ich dachte wie du die Aufgabe mit VBA lösen zu konnen aber in der kurzen Zeit wird das wohl kaum zu schaffen sein.
Nochmals besten Dank und schöne Grüsse nach Köln.
Schuf