Vergleiche in C. Funke 'Tintenblut'

Hallo zusammen,

als Lehrerin kann ich es mir wohl nicht leisten, das „Tintenblut“-Buch nicht gelesen zu haben. Daher habe ich nun angefangen und finde die Handlung gar nicht so schlecht. Was ich aber nicht ertragen kann, sind die ständigen, teils unglaublich banalen, Vergleiche, die die Autorin immer wieder verwendet.
Mein (auf S. 39 soeben entdeckter) „Lieblingssatz“ ist: In den Häusern am Ufer flammten die ersten Lichter auf [ja, das kann ich mir vorstellen], wie Glühwürmchen [aha, netter Vergleich, hätte ich mir aber auch so schon vorstellen können] oder herabgefallene Sterne [OKAY, ich hab’s kapiert!!!].
Diese Vergleiche hemmen m.E. den Lesefluss ungemein und sind vor allem auch recht durchsichtig [so, ich ziehe jetzt einen Vergleich um poetisch zu klingen].

Bin ich zu kritisch oder ist dies anderen Lesern auch auf den (letzten) Nerv gegangen?

Liebe Grüße,

Tanja

Hallo Tanja,

als Lehrerin kann ich es mir wohl nicht leisten, das
„Tintenblut“-Buch nicht gelesen zu haben.

ja, es ist ein Kreuz. Wenn die lieben SchülerInnen denn überhaupt noch etwas lesen, dann offenbar keine Klassiker ;:smile:

Daher habe ich nun
angefangen und finde die Handlung gar nicht so schlecht. Was
ich aber nicht ertragen kann, sind die ständigen, teils
unglaublich banalen, Vergleiche, die die Autorin immer wieder
verwendet.

ich empfehle dazu immer wieder gerne:
http://www.amazon.de/Deutsch-f%C3%BCr-Kenner-neue-St…

Mein (auf S. 39 soeben entdeckter) „Lieblingssatz“ ist: In den
Häusern am Ufer flammten die ersten Lichter auf [ja, das kann
ich mir vorstellen], wie Glühwürmchen [aha, netter Vergleich,
hätte ich mir aber auch so schon vorstellen können] oder
herabgefallene Sterne [OKAY, ich hab’s kapiert!!!].

möglicherweise ein kulturelles Problem. Kaum noch ein lebender Mensch hat erlebt, wie Beleuchtung aussieht, die nicht aus der Steckdose kommt.

Diese Vergleiche hemmen m.E. den Lesefluss ungemein und sind
vor allem auch recht durchsichtig [so, ich ziehe jetzt einen
Vergleich um poetisch zu klingen].

möglicherweise ein Problem der Belletristik-Richtung Fantasy. Die „Gemeinde“ hofft und wünscht einen blumigen Stil. Das kommt meiner bescheidenen Meinung nach davon, dass viele Fantasy-Fans gleichzeitig Rollenspiel-Fans sind. In dieser Szene bzw. den Spielanweisungen ist das Gang und Gäbe.

Bin ich zu kritisch oder ist dies anderen Lesern auch auf den
(letzten) Nerv gegangen?

hoffen gestanden: ich habe mich an Leseproben versucht und bin nach wenigen Absätzen ausgestiegen.

viele Grüße
Geli

Hallo Geli,

vielen Dank für Deine Antwort und den Link. Das Buch werde ich mir mal genauer ansehen.

Und das

offen gestanden: ich habe mich an Leseproben versucht und bin
nach wenigen Absätzen ausgestiegen.

hat mir auch viel Mut gemacht, dass ich nicht einfach eine verbitterte Leserin bin :wink:.

Liebe Grüße,

Tanja

ja, es ist ein Kreuz. Wenn die lieben SchülerInnen denn
überhaupt noch etwas lesen, dann offenbar keine Klassiker ;:smile:

Ich hoffe du wolltest nicht ausdrücken, dass Schüler wenig lesen und leider sich wenn der neuen Literatur zuwenden?