Ich stehe hier vor einem kleinen Problem bezüglich dem Vergleich von Ferngläsern.
Habe ein älteres, mittlereweile leider defektes, Fernglas mit folgenden Aufdrucken: 8 x 30; 131m auf 1000m. Wie berechen ich aus diesen Daten nun die Vergrößerung die das Fernglas liefert um es mit anderen vergleichen zu können?
Danke schon einmal und noch ein schönes Wochenende
Hallo Sven,
(8x30) die erste Zahl ist die Vergrößerung und die zweite Zahl ist der Durchmesser der Eingangslinsen. Wenn die erste Zahl hoch ist, ist die Vergrößerung höher, aber das Bild verwackelt schneller. Wenn die zweite Zahl groß ist, kannst Du auch in der Dämmerung besser sehen. Je nach Verwendungszweck sind bei Ferngläsern 8x30 und 10x50 üblich.
Mit freundlichen Grüßen
Ulf
Habe ein älteres, mittlereweile leider defektes, Fernglas mit
folgenden Aufdrucken: 8 x 30; 131m auf 1000m. Wie berechen ich
aus diesen Daten nun die Vergrößerung die das Fernglas liefert
um es mit anderen vergleichen zu können?
Ein wichtiges Kriterium für die Brauchbarkeit von Ferngläsern ist die sogenannte Austrittspupille. Das ist der helle Fleck auf dem Okular durch den das Lichtbündel der Abbildung in die Eintrittspupille des Auges gelangt. Die Austrittspupille soll, bei ruhiger Handhaltung, etwa gleich oder größer sein als die Augenpupille, damit keine Vignettierung auftritt. Die Austrittspupille des Fernglases errechnet sich zu: Eintrittsöffnung geteilt durch die Vergrößerung. Also bei 8 x 30 / 3,75 mm, 10 x 50 / 5 mm und bei 7 x 50 / 7,14 mm.
Nun ändert sich aber die Augenpupille mit der Helligkeit, so zwischen 3 und 6 mm bei Tag / Nacht. Das bedeutet, ein 8 x 30 Glas ist für den hellen Tag geeignet, 10 x 50 für die Dämmerung ideal und das legendäre ‚Marine-Nachtglas‘ 7 x 50 für die Nacht mit einer guten Überdeckungsreserve beim schwankendem Standpunkt (Schiff).
Vergrößerungen von über 10fach, egal bei welcher Objektivöffnung, sind aus der Hand heraus nicht mehr zu gebrauchen.
Darüber hinaus gibt es natürlich noch andere wichtige Kriterien für die Güte eines Fernglases.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim