Hallo,
die Ölzentralheizung läuft bei uns das ganze Jahr, im Sommer wegen Warmwasser. Dann ist der Verbrauch natürlich gering, übers Jahr gerechnet brauchen wir aber ca. 4500 l (2 Wohnungen à 70 qm, 1 Wohnung 200 qm, über 2 Etagen. Gibt es einen Anhaltspunkt, wieviel Energie die Ölzentralheizung für Warmwasser bzw. Heizung verbraucht, prozentual? Radiatoren gibt es insgesamt 21 im Haus.
Danke schon mal für die Antworten, und wenn es eine komplizierte mathematische Gleichung gibt, bitte mal Werte einsetzen.
Fritz
Hallo,
auch hallo,
die Ölzentralheizung läuft bei uns das ganze Jahr, im Sommer
wegen Warmwasser. Dann ist der Verbrauch natürlich gering,
Anhaltspunkt, wieviel Energie die Ölzentralheizung für
Warmwasser bzw. Heizung verbraucht, prozentual? Radiatoren
bei uns:
Gasverbrauch August/September (keine Heizung) 10 m³
Gasverbrauch September/Oktober (etwas Heizung) 22 m³
Gasverbrauch Dezember/Januar (volle Heizung) 249 m³
die Werte für den Gasverbrauch wurden jeweils am 20. des Monats abgelesen.
Fritz
Gruß
Pat
Mehr Angaben zur Beurteilung
Hallo Fritz
Um zu deinem Verbrauch etwas sagen zu können bräuchte man mehrer Angaben:
- Wie alt ist deine Anlage?
- Ist sie witterungsgeführt (Außenfühler)?
- ist dein Gebäude gut gedämmt?
- hast du einfach verglaste Fenster oder bessere?
- wie ist euer Heizverhalten -> hohe Raumtemperaturen, Lüften bei eingeschalteten Heizkörpern
- wie ist die Anlage eingestellt?
- wie hoch ist die Warmwassertemperatur?
- Lässt du deine Anlage jährlich warten? (1mm Russschicht im Kessel erhöht Abgastemperatur um bis zu 40°C->schelcht für Wirkungsgrad)
Wichtig is nicht wieviel du verbrauchst, sondern warum und wie optimiert und eingespart werden kann.
Schätze mal das du bei ordentlichen Minusgraden mit einer Vorlauftemperatur von 80°C fährst…
Gruß
Nelsont
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Hallo
Dafür ist in einer Verordnung zum Thema Mietkostenabrechnung irgendwo mal geschrieben worden, dass wenn keine Messgeräte zur Erfassung des tatsächlichen Energieverbrauchs eingesetzt sind, 18% des gesamten Energieverbrauchs anzusetzen sind.
Frag mich bitte nicht nach der Quelle. Ich setze es seit Jahren so in meiner Heizkostenabrechnung ein.
Gruß Armin
dass wenn keine Messgeräte
zur Erfassung des tatsächlichen Energieverbrauchs eingesetzt
sind, 18% des gesamten Energieverbrauchs anzusetzen sind.
Hallo Armin,
das deckt sich ja ungefähr mit den Werten von Interpat und auch mein Gefühl ging in diese Richtung (15-20%), es kommt wohl auch noch auf die Anzahl der Personen an, aber ich will mich da auch nicht verkünsteln.
18% des Ölverbrauchs also für Warmwasseraufbereitung, Rest für Zentralheizung, so habe ich dich doch wohl richtig verstanden. Danke schon mal.
Fritz
Hallo Nelsont,
- Wie alt ist deine Anlage?
Wohl 1966 installiert (wohne in Frankreich)
Der Brenner ist 2002 ausgewechselt worden.
- Ist sie witterungsgeführt (Außenfühler)?
Ja
- ist dein Gebäude gut gedämmt?
Nein
- hast du einfach verglaste Fenster oder bessere?
doppeltverglast
- wie ist euer Heizverhalten -> hohe Raumtemperaturen,
Lüften bei eingeschalteten Heizkörpern
geringe Raumtemperatur, die Haustür wird oft kurz geöffnet, um die Hunde raus und rein zu lassen, im Obergeschoß scheint die Wintersonne prall rein und heizt auch auf
- wie ist die Anlage eingestellt?
Weiß ich nicht
- wie hoch ist die Warmwassertemperatur?
ca. 50 Grad, da ist die Frage angebracht, ob es günstiger ist, höherzustellen, damit der Brenner nicht dauernd sich ein- und ausschaltet.
- Lässt du deine Anlage jährlich warten? (1mm Russschicht im
Kessel erhöht Abgastemperatur um bis zu 40°C->schelcht für
Wirkungsgrad)
Ja
Wichtig is nicht wieviel du verbrauchst, sondern warum und wie
optimiert und eingespart werden kann.
Im Wohnzimmer haben wir auch einen offenen Kamin, der im Winter den ganzen Tag über brennt, außerdem einen Kachelofen-Beistellherd in der Eßecke.
Schätze mal das du bei ordentlichen Minusgraden mit einer
Vorlauftemperatur von 80°C fährst…
Wo erfahre ich das?
Bin am überlegen, einen Kamineinsatz anzuschaffen und ihn mit Wasserrohren zu umlegen, um so das Wasser im Kessel zu erwärmen. Macht das Sinn? Weicht aber von meiner ursprünglichen Frage des Verbrauchsverhältnisses ab.
Gruß Fritz
Hallo
Na das Alter des Kessels ist schon mal ein Punkt. Der strahlt mit Sicherheit eine Menge Wärme ab, die ist dann scon mal für die Katz. Wenn dann noch zusätzlich Leitungen ungedämmt durch unbeheizte Bereiche verlaufen ist die Wärme auch futsch.
Zu deiner Warmwassertemperatur, die kannst du auf 50-55°C halten, das ist ok, außer der Speicher ist sehr groß dimensioniert dann würde ich 60°C empfehlen um Keimvermehrung vorzubeugen. Da der Speicher immer Strahlungsverluste hat ist die Temperatur egal. Selbst wenn du auf 55°C erhöhst läuft der Brenner genauso oft an. Die Temperatur fällt, Brenner geht an und erwärmt Trinkwasser wieder auf die eingestellte Temperatur.
Die Temperatur deiner Anlage siehst du auf den Thermometern, je höher die Vorlauftemperatur um so höher der Energieaufwand für die Erwärmung des Heizungswasser; folglich höherer Verbauch an Heizöl.
Mit einem Kessel der auf dein Gebäude abgestimmt ist lässt sich mit Sicherheit einiges an Energie einsparen. Zu dem Baujahr gehe ich davon aus das er gnadenlos überdimensioniert ist und somit viel zu viel Energie verschleudert.
Bevor du den Einsatz in Betracht ziehst, würde ich eher den Kessel erneuern z.B. Brennwertanlage. Vorher sollte natürlich bezüglich deiner Gebäudedaten eine Heizlastberechnung DIN EN 12831 durchgeführt werden, dann stimmt die Leistung des Kessels auf jeden Fall und dein Geldbeutel wird sich freuen.
Hoffe das hilft dir etwas weiter?
Gruß
Nelsont
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